Zacharjah 12 זכריה

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1
מַשָּׂ֥א דְבַר־יְהֹוָ֖ה עַל־יִשְׂרָאֵ֑ל נְאֻם־יְהֹוָ֗ה נֹטֶ֤ה שָׁמַ֙יִם֙ וְיֹסֵ֣ד אָ֔רֶץ וְיֹצֵ֥ר רֽוּחַ־אָדָ֖ם בְּקִרְבּֽוֹ׃
ZunzVortrag des Wortes des Ewigen über Jisraél. Spruch des Ewigen, der die Himmel ausgespannt, und die Erde gegründet, und gebildet hat den Geist des Menschen in seiner Brust:
J. J. HirschSchicksalslast des Wortes Gottes auf Israel, spricht Gott, der [noch jetzt] die Himmel wölbt und die Erde gründet, und der des Menschen Geist in seinem Innern gestaltet.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

Kap. 12. Die Anforderungen des in „Jeruschalajim“ verkörperten edlen Menschentums erscheinen den Völkern und den Verirrten in Juda als eine unerträgliche Belastung. Sie bekämpfen es. Das Unterliegen der Völker öffnet den verblendeten Juden die Augen. Jerusalem ersteht zu seiner wahren Herrlichkeit, doch zuvor wird ganz Juda zu einer „Stätte des Gottesheiles“ (V. 1—9). Fürbitte der solange Verfolgten [„Durchbohrten“] für ihre Verfolger und ihre Wehklage über deren Untergang — dieses Erbarmen das Gnadengeschenk Gottes (V. 10—14).

Kap. 12, V. 1. Über die Überschrift s. oben zu Kap. 9, 1: Geschickeslast, die das Wort Gottes Israel auflegt, bis es zum Siege gelangt ist. In sehr erheblichem Unterschiede von jener Stelle wird hier mit voller Emphase hinzugefügt: נְאֻם ד', und dann weiter mit großem Nachdruck darauf hingewiesen, daß Gott nicht nur der Schöpfer, sondern in jedem Augenblick einer jeden Gegenwart der allmächtige Herr sei, der (Präsens) „noch jetzt den Himmel wölbe und die Erde gründe“ und, inmitten dieser, nach eigenen, von ihm gegebenen und nach seinem Willen für seine Zwecke gelenkten Gesetzen geordneten Welt, „den Menschengeist bildet in seinem Innern“: den mit Freiheit ausgestatteten Menschengeist in seiner Freiheit erzieht und gestaltet in seinem Innern d. i. durch die von ihm gesandten Geschicke erzieht. Der im Namen Gottes auftretende Hirte (s. oben 11, 15 ff.) hat durch die Vermengung heidnischen Wesens mit göttlicher Wahrheit große Verirrung in den Köpfen und Herzen der Menschen angerichtet, um so mehr als auch die Wahrheit in den Dienst selbstsüchtiger Einzelinteressen gestellt wurde. Er hat ja in Wirklichkeit die Armen und Elenden ihrem Schicksale überlassen, ist, im Gegensatze zu dem Gottespropheten, nicht für die Aufrichtung der Herrschaft des Rechtes und der Nächstenliebe eingetreten, und hat die Menschheit, statt sie zu fördern, vielmehr in ihrem Fortschritte gehindert. Dadurch ist der Name Gottes bei einem großen Teile der Menschen in Mißachtung gekommen, er ist zum Götzen geworden, er erscheint ihnen als der Beschützer ihrer Unterdrücker. Der in diesen Wahnvorstellungen versunkenen Menschheit wird deshalb hier Gott als der Allmächtige auf Erden, in der diesseitigen Welt waltende und seine Menschheit erziehende Gott ins Bewußtsein gerufen, wie dies im Folgenden ausgeführt wird.

2
הִנֵּ֣ה אָ֠נֹכִ֠י שָׂ֣ם אֶת־יְרוּשָׁלַ֧͏ִם סַף־רַ֛עַל לְכׇל־הָעַמִּ֖ים סָבִ֑יב וְגַ֧ם עַל־יְהוּדָ֛ה יִהְיֶ֥ה בַמָּצ֖וֹר עַל־יְרוּשָׁלָֽ͏ִם׃
ZunzSiehe, ich mache Jeruschalajim zum Taumelkelch für alle Völker ringsum. — Und auch über Jehudah, das in der Belagerung seyn wird gegen Jeruschalajim.
J. J. HirschSiehe ich mache Jeruschalajim zu einer Schale der Betäubung für alle Völker ringsum, und auch für Juda, das im Kampfe sein wird gegen Jeruschalajim.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 2, 3. Siehe Ich, s. v. v., bin noch da, ich mache Jerusalem zu einem סַף רַעַל für alle Völker ringsum, und auch für, wörtlich „auf,“ Juda, das gleichfalls an der Belagerung Jerusalems teilnehmen wird. רַעַל Verhüllung, übertragen: Bewußtlosigkeit, Sinnlosigkeit, Verwirrung, Betäubung. סַף kommt sowohl in der Bedeutung von Schale wie von Schwelle vor. Hier geben beide Bedeutungen einen entsprechenden Sinn. Schale der Betäubung, der Sinnlosigkeit, wie Jes. 51, 17 und 22 כּוֹס הַתַּרְעֵלָה, oder Schwelle, deren Betretung sie in ein Gebiet, hier Jerusalem, führt, das ihnen רַעַל bringt. Jerusalem ist hier, wie so oft, in der vollsten Bedeutung seines Namens zu begreifen, wie aus dem folgenden Verse mit noch größerer Bestimmtheit hervorgeht, יְרוּשָׁלַםִ d. i. ירו und שלם, es ist die Stätte, an der zuerst auf Erden jener Heileszustand, jener שָׁלֵם und שָׁלוֹם-Zustand sichtbar werden soll, der nur durch das auf Zion thronende Gotteswort geschaffen werden kann; alle Friedenshoffnungen der Menschen sind und bleiben Utopien, solange dieser Friede ohne Gott erhofft wird, solange nicht Gott in demselben יֵרָאֶה, in demselben geschaut werden, solange dieser Friede nicht auf die huldigende Anerkennung Gottes gegründet werden wird. Diese in dem Namen Jeruschalajim den Völkern entgegentretende Forderung wird von ihnen als עַמִּים, in ihrer Anwendung auf die Gestaltung ihrer inneren, sozialen Verhältnisse, in denen die göttlichen Prinzipien des Rechtes und der Nächstenliebe zur Geltung zu kommen hätten, als ein אֶבֶן מַעֲמָסָה empfunden, als eine schier unerträgliche, nimmer zu hebende Belastung, an der ein jeder, der den Versuch machte, sie sich aufzuladen, sich unabweislich schwer verletzen müsse. Deshalb vereinigen sich die גּוֹיִם, auch die sonst durch die größten nationalen Interessengegensätze von einander geschiedenen Nationen, zur Bekämpfung dieses „Jeruschalajim,“ der Verwirklichung der in diesem Namen verkörperten Forderung. Dazu kommt, daß es ihnen an Klarheit der Erkenntnis dessen fehlt, was eigentlich dieser Gott ist, und was sein Wille von ihnen fordert. Es ist die Menschen soviel Irriges, soviel ebenso sehr der dem Menschen von Gott verliehenen Vernunft, wie der göttlichen Wahrheit Widersprechendes als göttliche Offenbarung gelehrt worden, daß, wenn sie den Versuch machen, das irdische Heil nach dem göttlichen Willen zu gründen, und sie „nach Jeruschalajim“ kommen, ihr Blick umschleiert ist und sie bis zur Sinnlosigkeit verwirrt und betäubt werden. So ist „Jeruschalajim“ ihnen eine „Schale der Betäubung“: in blinder Wut bekämpfen sie, was sie als göttlich verehren und huldigend umfassen würden, so ihr Blick nicht durch Leidenschaften getrübt wäre. So versammeln sie sich denn zum Kampfe gegen dieses Jerusalem und — auch Juda, dem Verblendeten, erscheint dieses Jerusalem in diesem Lichte, und auch es schließt sich diesem Kampfe an. Vergl. וְגַם יְהוּדָה תִּלָּחֵם בִּירוּשָׁלָםִ 14, 14. וְגַם עַל יְהוּדָה bezieht sich hinauf, ist Fortsetzung von לְכָל הָעַמִּים, denn auch aus V. 5 ergiebt sich, daß auch Juda zuerst sich den Bekämpfern Jerusalems angeschlossen hat. Daß es nicht heißt לִיהוּדָה wie vorher לְכָל הָעַמִּים, sondern עַל יְהוּדָה, erklärt sich daraus, daß Juda ja bereits als Träger der den anderen Völkern so schwer erscheinenden Last geschaut wird.

3
וְהָיָ֣ה בַיּוֹם־הַ֠ה֠וּא אָשִׂ֨ים אֶת־יְרוּשָׁלַ֜͏ִם אֶ֤בֶן מַֽעֲמָסָה֙ לְכׇל־הָ֣עַמִּ֔ים כׇּל־עֹמְסֶ֖יהָ שָׂר֣וֹט יִשָּׂרֵ֑טוּ וְנֶאֶסְפ֣וּ עָלֶ֔יהָ כֹּ֖ל גּוֹיֵ֥י הָאָֽרֶץ׃
ZunzUnd es geschieht, an selbigem Tage mache ich Jeruschalajim zum Laststeine für alle Völker, alle, die ihn aufladen, werden sich daran zerschneiden, und es werden sich rotten um dasselbe all die Völker der Erde.
J. J. HirschAn jenem Tage werde ich Jeruschalajim zu einem schweren Steine machen für alle Völker, alle, die ihn sich aufladen, verwunden sich schwer daran! darum werden sich alle Völker der Erde gegen es versammeln.
4
בַּיּ֨וֹם הַה֜וּא נְאֻם־יְהֹוָ֗ה אַכֶּ֤ה כׇל־סוּס֙ בַּתִּמָּה֔וֹן וְרֹכְב֖וֹ בַּשִּׁגָּע֑וֹן וְעַל־בֵּ֤ית יְהוּדָה֙ אֶפְקַ֣ח אֶת־עֵינַ֔י וְכֹל֙ ס֣וּס הָעַמִּ֔ים אַכֶּ֖ה בַּעִוָּרֽוֹן׃
ZunzAn selbigem Tage, ist der Spruch des Ewigen, schlage ich jegliches Roß mit Schwindel und dessen Reiter mit Wahnsinn und über dem Hause Jehudah hab' ich meine Augen offen, und jegliches Roß der Völker schlage ich mit Blindheit.
J. J. HirschAn jenem Tage, spricht Gott, werde ich jedes Roß mit Scheuen schlagen und seinen Reiter mit Wahnsinn, und über das Haus Juda werde ich meine Augen öffnen, jedes Roß der Völker aber mit Blindheit schlagen.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 4. In diesem Kampfe nun, den die Völker offen gegen Gott unternehmen, und so dem Gottesgerichte entgegengehen, werden ihre Mittel versagen. Alle Rosse werden scheuen, sich nicht lenken lassen, und die Reiter werden, von Wahnsinn befallen, ihre Schwerter gegeneinander richten; über das Haus Juda aber, dessen Söhne ja eben noch mit dem feindlichen Heere vereinigt sind, wird Gott sein Auge öffnen, d. i. segnend sie noch im letzten Augenblicke zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen lassen, indem alle Rosse der Völker mit Blindheit geschlagen werden.

5
וְאָ֥מְר֛וּ אַלֻּפֵ֥י יְהוּדָ֖ה בְּלִבָּ֑ם אַמְצָ֥ה לִי֙ יֹשְׁבֵ֣י יְרוּשָׁלַ֔͏ִם בַּיהֹוָ֥ה צְבָא֖וֹת אֱלֹהֵיהֶֽם׃
ZunzUnd die Fürsten Jehudah's sprechen in ihrem Herzen: Eine Stütze sind mir die Bewohner Jeruschalajim's durch den Ewigen der Heerschaaren, ihren Gott.
J. J. HirschDann werden die Führer Juda's in ihrem Herzen sprechen: Möge mir, den Bewohnern Jeruschalajims, Kraft werden durch Gott der Schöpfungsscharen, ihren Gott.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 5. Gerade dadurch nämlich, daß die verblendeten Söhne Judas die Ohnmacht (תִּמָּהוֹן), den Wahnsinn (שִׁגָּעוֹן) und die Blindheit der gegen Jeruschalajim im Felde liegenden Völker gewahren werden, werden sie von ihrer Verblendung geheilt und kommen zur Selbstbesinnung. Und damit besinnen sie sich darauf, daß ja sie selbst die eigentlichen „Bewohner Jeruschalajims“ seien, sie Träger der Lehre von Menschheitsidealen, die ihnen nicht zum אבן מעמסה, eine sie niederdrückende Beschwerungslast geworden, wie es dort zur Verwirklichung komme, daß sie vielmehr in erster Linie zu dem Gotteshause geladen seien, das dort seine Offenbarungsstätte habe. Und es ergreift sie Sehnsucht nach Gott, nach dem Quell der Kraft, die durch Ihn denen wird, die in Wahrheit Bürger dieses Jerusalem sind. אַמְצָה in dieser Form nur hier, gleichbedeutend mit אֹמֶץ. Das ה bezeichnet diese Kraft als Ziel des Sehnens. לי umfaßt collectiv die Führer Judas und dieses selbst; der Plural יֹשְׁבֵי יְרוּשָׁלַםִ ist Apposition im Dativ zu dem in לי liegenden Vielheitsbegriff. Die Führer Judas werden also in ihrem Herzen sprechen: Mir d. i. uns, den in diesem Bewußtsein Geeinten, die wir ja auch oder die eigentlichen Bewohner Jerusalems sind, möge die Kraft kommen durch Gott der Schöpfungsscharen, der ja ihr Gott ist, d. i. derer, die bereits — oder anders: derer, die Bewohner Jerusalems sind. Wir haben damit die doppelte Auffassung als möglich bezeichnet. Entweder ist das „belagerte“ „Jeruschalajim“ als bereits von einem Teile Judas bewohnt gedacht, das also die Höhe seiner Bestimmung schon erreicht hatte, dann bildet das den Belagerern sich anfangs anschließende Juda die größere Mehrzahl, die erst später zur Erkenntnis kommt. Oder es ist das ganze Juda, das im Anfange noch in seiner Verblendung und im feindlichen Gegensatz zu dem von ihm in seiner Bedeutung noch verkannten geistigen Jeruschalajim geschaut wird und sodann erst sich als eigentlichen und in erster Linie bestimmten Bürger dieses Jerusalem begreift. — Vielleicht ist אַמְצָה auch zu fassen als aus אֶאֱמְצָה zusammengezogen für אֶאֱמַץ mit optativem ה, dann ergäbe sich der Sinn in leichter Weise: Ich möchte oder will doch mir als eigentlichem Bewohner Jerusalems (oder — je nach der Auffassung — o Bewohner Jerusalems!) Kraft gewinnen durch ה' צְבָאוֹת, der ja ihr Gott ist.

6
בַּיּ֣וֹם הַה֡וּא אָשִׂים֩ אֶת־אַלֻּפֵ֨י יְהוּדָ֜ה כְּֽכִיּ֧וֹר אֵ֣שׁ בְּעֵצִ֗ים וּכְלַפִּ֥יד אֵשׁ֙ בְּעָמִ֔יר וְאָ֨כְל֜וּ עַל־יָמִ֧ין וְעַל־שְׂמֹ֛אול אֶת־כׇּל־הָעַמִּ֖ים סָבִ֑יב וְיָשְׁבָ֨ה יְרוּשָׁלַ֥͏ִם ע֛וֹד תַּחְתֶּ֖יהָ בִּירוּשָׁלָֽ͏ִם׃
ZunzAn selbigem Tage mache ich die Fürsten Jehudah's wie ein Glutbecken unter Holz und wie eine Feuerfackel unter Garben, und sie verzehren zur Rechten und zur Linken all die Völker ringsum, und Jeruschalajim bleibt fortan an seiner Stätte, in Jeruschalajim.
J. J. HirschAn jenem Tage werde ich die Führer Juda's wie ein Feuerbecken sein lassen unter Holzscheiten, und wie eine Feuerflamme unter den Garben, und sie verzehren nach rechts und nach links alle Völker ringsum, und dann entsteht wiederum Jeruschalajim an ihrer alten Stelle, in Jeruschalajim.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 6. Juda also ist von dem Einfluß des falschen Hirten befreit, unter dem die nichtjüdische Welt gefangen ist. An jenem Tage wird der in Judas Führern lebendig gewordene Geist alles Unjüdische verzehren, also alles zu der von „Jerusalem“ verkündeten Wahrheit von der Gotteskindschaft aller Menschen und von dem ihnen allen als Ideal bestimmten edlen Menschentume in feindlichem Gegensatz Verharrende, וְיָשְׁבָה: und dann ersteht zum zweiten Male Jerusalem תַּחְתֶּיהָ: an ihrer alten Stelle, בִּירוּשָׁלִַם: dieser Zusatz kann nur die in תַּחְתֶּיהָ liegende Bestimmung bezw. Beschränkung noch mehr hervorheben und verstärken. Also: Es ersteht mit Ausschluß alles andern, alles mit der geistigen Bestimmung Jerusalems nicht im Einklang Stehenden, also mit Ausschluß von allem, was an den Wahnlehren des רעה אֱוִלִי und רעי האליל (s. 11, 15. 17.) zu seinem Unheil beharrlich festhält. Alle diese „ringsum“ dieses Jerusalem Belagernden werden an ihrer Verstocktheit zu Grunde gehen, kampflos, widerstandslos: der in den jüdischen Führern ihnen entgegentretende Geist der Wahrheit wirkt auf sie wie Feuer auf dürres Holz, wie Feuerflammen auf die Garben.

7
וְהוֹשִׁ֧עַ יְהֹוָ֛ה אֶת־אׇהֳלֵ֥י יְהוּדָ֖ה בָּרִֽאשֹׁנָ֑ה לְמַ֨עַן לֹֽא־תִגְדַּ֜ל תִּפְאֶ֣רֶת בֵּית־דָּוִ֗יד וְתִפְאֶ֛רֶת יֹשֵׁ֥ב יְרוּשָׁלַ֖͏ִם עַל־יְהוּדָֽה׃
ZunzUnd der Ewige wird aufhelfen den Zelten Jehudah's in ihren vorigen Stand, damit nicht überhand nehme die Ruhmredigkeit des Hauses Dawid, und die Ruhmredigkeit der Bewohner Jeruschalajim's gegen Jehudah.
J. J. HirschUnd es wird Gott den Hütten Judas zuerst Heil spenden, damit nicht Juda in den Schatten stelle die Herrlichkeit des Davidshauses und die Herrlichkeit des Bewohners von Jeruschalajim.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 7. „Und es wird Gott den Hütten Judas zuerst Heil spenden —“ damit sich die Herrlichkeit des Hauses Davids und die des Bürgers von Jerusalem nicht überhebe über Juda. In diesem Augenblicke der Wiedererstehung Jerusalems und der Herstellung des Gottesreiches wird Sorge getragen, daß nicht traurige Verirrungen früherer Zeiten sich wiederholen. Wohl ragt über Jerusalem der הַר בֵּית ה', der Berg des Hauses Gottes, zu dem einst die zur Erkenntnis gekommenen Völker strömen werden; wohl ist Jerusalem einzig und ausschließlich die Stätte, von der das Heil ausgehen soll, die Stätte, an die die Herstellung des Gottesreiches geknüpft ist; und wohl ist der Sprößling aus dem Davidshause der Träger und das Werkzeug zur Verwirklichung dieses Reiches der Gerechtigkeit und der Liebe: aber nimmer soll in dem Davidshause jener salomonische Gedanke aufkommen, als wäre in dem Könige die Nation, und in seiner Hoheit die Bedeutung der Nation concentriert, als sei nicht der König für die Nation, sondern die Nation für den König da, und ebenso soll der Überhebung der Bewohner dieses zu höchster Herrlichkeit erstehenden Jerusalems über das Volk, über Juda vorgebeugt werden. Deshalb wird das Heil nicht „von oben“ beginnen, und nicht jener Sprößling, sondern Gott wird, und zwar zuerst nicht in Jerusalem, sondern in den Hütten Judas das Heil spenden. — גָּדַל עַל „groß sein über“ hier in dem Sinne wie überwältigend, niederdrückend sein, durch seine Größe überwältigend wirken, wir haben es dem Sinne nach mit: „in den Schatten stellen“ übersetzt. Was im Hiphil הִגְדִּיל עַל als bewußtes, triumphierendes, überhebungvolles Geschehen sich darstellt, das wird hier durch Kal als leicht von selbst eintretende Wirkung bezeichnet, die verhindert werden soll.

8
בַּיּ֣וֹם הַה֗וּא יָגֵ֤ן יְהֹוָה֙ בְּעַד֙ יוֹשֵׁ֣ב יְרוּשָׁלַ֔͏ִם וְהָיָ֞ה הַנִּכְשָׁ֥ל בָּהֶ֛ם בַּיּ֥וֹם הַה֖וּא כְּדָוִ֑יד וּבֵ֤ית דָּוִיד֙ כֵּֽאלֹהִ֔ים כְּמַלְאַ֥ךְ יְהֹוָ֖ה לִפְנֵיהֶֽם׃
ZunzAn selbigem Tage wird der Ewige die Einwohner Jeruschalajim's schirmen, und es wird der schwächste unter ihnen seyn am selbigen Tage gleich Dawid, und das Haus Dawid gleich den Göttlichen, gleich einem Engel des Ewigen, ihnen voran.
J. J. HirschAn jenem Tage wird Gott schirmend walten über den Bewohnern Jeruschalajims, und der Schwächste unter ihnen wird an jenem Tage wie David sein und das Davidshaus wie Gott, wie ein Engel Gottes vor ihnen.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 8. Eine solche Warnung ist aber um so notwendiger, als das dort sich entfaltende herrliche Menschentum, wie nun hier geschildert wird, alle sonst kaum geahnte Herrlichkeit weit überstrahlen wird. Selbst der Schwächste unter ihnen wird so gottbegeistert dastehen wie David, und das Davidshaus, wie in gottverliehener Herrlichkeit strahlend, wie ein Gottesbote vor ihnen erscheinen.

9
וְהָיָ֖ה בַּיּ֣וֹם הַה֑וּא אֲבַקֵּ֗שׁ לְהַשְׁמִיד֙ אֶת־כׇּל־הַגּוֹיִ֔ם הַבָּאִ֖ים עַל־יְרוּשָׁלָֽ͏ִם׃
ZunzUnd es geschiehet an selbigem Tage, daß ich zu vertilgen suche alle Völker, die gegen Jeruschalajim ziehen.
J. J. HirschUnd geschehen wird's an jenem Tage, da werde ich alle Völker, die gegen Jeruschalajim kommen, vernichten wollen.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 9 u. 10. Durch den Inhalt dieser Verse wird die V. 6. verkündete, von den „Führern Judas“ ausgehende verheerende Wirkung als eine ihnen unbewußte, noch weniger von ihnen beabsichtigte bezeichnet. Heißt es doch auch dort: אָשִׂים ich, Gott, werde diese Wirkung eintreten lassen.

Wenn, heißt es nun hier, Gott an jenem Tage alle gegen Jerusalem feindlich heranziehenden Völker werde vernichten wollen, so werde er gleichzeitig auf das Haus Davids und auf die Bürger Jerusalems einen Geist des Erbarmens, genauer: der Gnade und des Flehens ausgießen, und sie werden flehend zu ihm aufblicken, sie, die man durchbohrt hatte, die so lange ihre Brust den Dolchstößen der nunmehr ihrem Untergang entgegengehenden Völker hatten darbieten müssen, und sie werden עָלָיו über den beschlossenen Untergang wehklagen gleich der Klage um ein einziges Kind und werden bitterlich Klage darüber erheben wie über den erstgeborenen Sohn. אֲשֶׁר דָּקָרוּ ist Subjektsatz, und durch das vorgesetzte אֵת wird der Inhalt noch mehr hervorgehoben und die Erhabenheit dieser Fürbitte und dieses Erbarmens noch mehr betont. Die solange die Opfer schnöder Gewalt und herzloser Unterdrückung waren, weinen über den Untergang ihrer Unterdrücker und bitten für sie um Gnade.

10
וְשָׁפַכְתִּי֩ עַל־בֵּ֨ית דָּוִ֜יד וְעַ֣ל ׀ יוֹשֵׁ֣ב יְרוּשָׁלַ֗͏ִם ר֤וּחַ חֵן֙ וְתַ֣חֲנוּנִ֔ים וְהִבִּ֥יטוּ אֵלַ֖י אֵ֣ת אֲשֶׁר־דָּקָ֑רוּ וְסָפְד֣וּ עָלָ֗יו כְּמִסְפֵּד֙ עַל־הַיָּחִ֔יד וְהָמֵ֥ר עָלָ֖יו כְּהָמֵ֥ר עַֽל־הַבְּכֽוֹר׃
ZunzAber ich gieße aus über das Haus Dawid und über die Einwohner Jeruschalajim's einen Geist der Gnade und des Mitleidens, und sie schauen zu mir auf (bei Jeglichem), den sie durchbohrt haben, und klagen um ihn, wie man klagt um den Einzigen, und weinen bitterlich um ihn, wie man bitterlich weint um den Erstgebornen.
J. J. HirschDa werde ich ausgießen auf das Haus Davids und auf die Bewohner Jeruschalajims den Geist der Huld und des Flehens und sie, die man durchbohrte, werden zu mir aufschauen und werden darüber [über den beschlossenen Untergang] klagen, gleich der Klage um ein einziges Kind, und werden darüber bittern Schmerz empfinden, gleich der Bitternis um den erstgeborenen Sohn.
11
בַּיּ֣וֹם הַה֗וּא יִגְדַּ֤ל הַמִּסְפֵּד֙ בִּיר֣וּשָׁלַ֔͏ִם כְּמִסְפַּ֥ד הֲדַד־רִמּ֖וֹן בְּבִקְעַ֥ת מְגִדּֽוֹן׃
ZunzAn selbigem Tage wird groß seyn das Klagen in Jeruschalajim, wie das Klagen um Hadadrimmon in dem Thale Megiddon.
J. J. HirschAn jenem Tage wird groß sein die Wehklage in Jeruschalajim, gleich der Klage um Hadadrimmon im Thale Meggidon.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 11. Hadadrimmon wird nur hier genannt. Einige Erklärer halten es für den Namen einer Stadt, die nach unserer Stelle in der Ebene von Megiddo lag, und deren Name sich in dem heutigen Rummâne erhalten habe. Jedenfalls wird durch Megiddon auf den dort erfolgten Tod Joschijahus und die über ihn erhobene Klage (2 Chron. 35, 22. 25) hingewiesen. Da dort nur die Ebene von Megiddo als Ort der Schlacht genannt wird, in der Joschijahu die Todeswunde erhielt, und dieser Tod von Juda und Jerusalem betrauert, diese Trauer aber von Jeremias und vielen Dichtern und Dichterinnen in Klageliedern verewigt wurde, so ist es höchst unwahrscheinlich, daß Hadadrimmon wirklich der Name der Stadt ist, bei der die Schlacht stattgefunden und Joschijahu die Todeswunde erhielt. Wie hätte sonst dieser Name, der dann doch sicherlich in den Klageliedern häufig genannt wurde, sowohl in der Erzählung a. a. O. als auch in 2 Kön. 23, 29 mit Stillschweigen übergangen werden können, ganz abgesehen davon, daß die Schlacht dann sicher von diesem Orte ihren Namen erhalten hätte? Eine innere Begründung gewinnt demgegenüber die Überlieferung Jonathans, der Hadadrimmon außer aller äußeren Beziehung zu Megiddo setzt, eine Überlieferung, für die es allerdings, wie Megilla 3 a. ausdrücklich hervorgehoben wird, für uns sonst keinerlei Unterstützung giebt. Nach ihm wäre Hadadrimmon Sohn Tabrimons der Name des Schützen, der, ohne daß er es beabsichtigt hätte, den König Achab in dem Kriege um Ramoth Gilead mit seinem Pfeile getötet hat. Achab und Joschijahu, der eine der schlechteste, der andre der beste König, beide waren sie in der Schlacht gefallen, beide hatten sich unkenntlich gemacht, bei beiden hatte der Schütze nicht auf den König gezielt, bei dem ersten heißt es ausdrücklich 1 Kö. 22, 34: ein Mann spannte den Bogen לְתֻמּוֹ ohne ein bestimmtes Ziel zu haben, da traf er den König von Israel, bei dem zweiten 2 Chron. 35, 23: וַיֹּרוּ הַיֹּרִים „die Schützen schossen auf den König Joschijahu“, obgleich sie nicht wußten, daß er der König sei. — Beider Tod war also offensichtlich eine göttliche Fügung; die ihn herbeigeführt, hatten kein Bewußtsein von ihrer That, sie waren nur Werkzeuge einer höheren Fügung: ganz in demselben Lichte wird das von der Höhe des erreichten Zieles in Jerusalem auf den blut- und thränengetränkten Weg seiner Wanderung durch die Jahrtausende zurückblickende Israel die Dolchstöße und Schwertstreiche betrachten, die es von den Völkern erlitten. Es wird alles Leid nur als göttliche Fügung erkennen, und die es ihm zufügten, werden ihm, in der unendlichen Milde, mit der Gott sie begnadigt, nur wie der einfältige Schütze erscheinen, dessen Pfeil einst den ruchlosen Achab traf, oder wie die an sich unschuldigen Urheber des schweren, nationalen Unglücks, das durch den Tod Joschijahus einst Israel in Megiddo traf. „An jenem Tage wird die Wehklage groß sein in Jerusalem, als klagten sie um Hadadrimmon in der Ebene von Megiddo.“ Der Übergang zu diesem Verse liegt in der Anknüpfung an die Worte „sie, die man durchbohrt hatte.“ Vor בְּבִקְעַת מְגִדּוֹן ist במספד zu ergänzen, oder die beiden Worte sind eine Cumulierung des Begriffes der Klage über ein Unglück, ohne den geringsten Groll über dessen Urheber zu hegen, oder vielmehr eine Klage über den Untergang dieses Urhebers selbst. Daß der Klage durch unseren Vers ein besonderer Charakter verliehen, nicht aber ihre Intensität gesteigert werden soll, geht auch daraus hervor, daß eine solche Steigerung gar nicht möglich ist, denn, nachdem V. 11 der Schmerz und die Klage Jerusalems über den Untergang seiner Feinde mit dem Schmerze und der Klage um einen einzigen erstgeborenen Sohn verglichen ist, kann jeder andere Vergleich nur abfallen.

12
וְסָפְדָ֣ה הָאָ֔רֶץ מִשְׁפָּח֥וֹת מִשְׁפָּח֖וֹת לְבָ֑ד מִשְׁפַּ֨חַת בֵּית־דָּוִ֤יד לְבָד֙ וּנְשֵׁיהֶ֣ם לְבָ֔ד מִשְׁפַּ֤חַת בֵּית־נָתָן֙ לְבָ֔ד וּנְשֵׁיהֶ֖ם לְבָֽד׃
ZunzUnd das Land klagt geschlechterweise, jegliches besonders; das Geschlecht des Hauses Dawid besonders, und seine Weiber besonders; das Geschlecht des Hauses Natan besonders, und seine Weiber besonders;
J. J. HirschUnd wehklagen wird das Land, die einzelnen Familien gesondert, die Familie des Davidshauses gesondert und ihre Frauen gesondert, die Familie des Hauses Nathan gesondert und ihre Frauen gesondert.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 12—14. In diesem Erbarmen beim Anblicke des Untergangs der Völkermacht ersteht also Jerusalem aufs neue. Daß diese Klage aber keine bloß äußerliche und keine bloß auf einzelne Kreise beschränkte sei, das wird durch die Ausführlichkeit gelehrt, mit welcher zuerst einzelne Kreise und Schichten des trauernden Volkes und zwar nach Geschlechtern geschieden genannt werden, und dann, alle anderen Familien zusammenfassend, die Trauer als eine die Gesamtheit erfüllende dargestellt wird. Durch die stets hervorgehobene Trennung der Geschlechter soll wohl der Gedanke zurückgewiesen werden, als wenn die sonst härteren Männer erst durch den Anblick ihrer weinenden Frauen zum Mitgefühl erweicht würden. Die genannten Familien dürften die Kreise des Königshauses, des Propheten, der das Heiligtum vertretenden Leviten, die die Aroniden in sich begreifen, und endlich die Nachkommen des einst in solchem Gegensatze zum Davidshause stehenden Simëi bezeichnen. Die Hervorhebung, daß alle Familien „gesondert“ trauern, dürfte, ähnlich wie oben hinsichtlich der Nennung der Frauen, die Ursprünglichkeit und Unmittelbarkeit des bei allen gleichzeitig geweckten Schmerzgefühls kennzeichnen sollen, im Gegensatze zu einer etwa von der Trauer eines Kreises auf alle ausgehenden suggestiven Wirkung. Diese höchst auffällige, so umständlich specificierende und dann allgemein zusammenfassende Hervorhebung, daß ausnahmslos alle jüdischen Familien in allen ihren Gliedern und in gleicher Spontaneïtät von diesem Gefühle ergriffen sein werden, zeigt, einen wie hohen Wert das Gotteswort diesem Gefühle beilegt, ja wie dieses Gefühl ein Kriterium bildet, von dessen Vorhandensein die Würdigkeit abhängt, jener Zeit teilhaftig zu werden. Nicht umsonst heißt es „alle Familien, die übrig geblieben sind.“ Bedarf es in unserer in Waffen starrenden Zeit noch einer erklärenden Darlegung des Sinnes dieser Betonung? Ist es Trauer oder Jubel, ist es Wehklage oder Jauchzen, was seit dem Anbeginn der Geschichte die Brust der Völker erfüllt, wenn sie den „Erbfeind,“ den „schnöden Unterdrücker“ besiegt am Boden sahen? — Das Gefühl aber, das Juda beim Anblick des drohenden Unterganges seiner Unterdrücker erfüllt, ist nicht Freude, sondern Trauer, nicht Triumphgeschrei, sondern laute Wehklage durchtönt die jüdischen Häuser und Gassen. Diese höchste, edelste Menschlichkeit wird hier, in schneidendem Contraste zu anderen Anschauungen, als die höchste Errungenschaft, als Gnadengeschenk Gottes, als das höchste Ziel der göttlichen Erziehung bezeichnet. Und es sind ausnahmslos alle dieser Zeit teilhaftig werdenden Glieder des Abrahamshauses, die diese Höhe erreicht haben — das göttliche Erbarmen, das von anderen als Grundzug eines einzelnen Juden verkündet wird, den sie deshalb glaubten, seiner Menschennatur entkleiden zu müssen, es wird hier als Grundzug aller jüdischen Männer und Frauen, aller jüdischen Söhne und Töchter geschaut; sie alle, alle, indem sie im Anblick des Unterganges ihrer Feinde laute Klage erheben, nachdem sie zuvor um Abwendung dieses Unterganges וְהִבִּיטוּ אֵלַי flehend zu Gott aufgeschaut — die Thräne in ihrem Auge, die Fürbitte für ihre Bedränger, die Klage in ihren Häusern kennzeichnet sie ja alle als die echten Sprossen ihres hehren Ahnen, der einst für — Sodom betend vor Gott stand. Er wurde ja nur deshalb erwählt, damit seine Kinder den Weg Gottes hüten sollten, Menschlichkeit und Gerechtigkeit zu üben auf Erden. In jedem dieser Sprossen erkennt er sich selbst erstanden, der alte hehre Ahn, und der an ihnen sich erfüllende Segen wird ihm, dem Ahnen, voll zu teil (s. zu Gen. 18, 19). Daher diese Ausführlichkeit, daher diese scheinbare Umständlichkeit, gilt es ja die Constatierung der ausnahmslosen Gleichheit aller jüdischen Seelen in diesem göttlichen Erbarmen.

13
מִשְׁפַּ֤חַת בֵּית־לֵוִי֙ לְבָ֔ד וּנְשֵׁיהֶ֖ם לְבָ֑ד מִשְׁפַּ֤חַת הַשִּׁמְעִי֙ לְבָ֔ד וּנְשֵׁיהֶ֖ם לְבָֽד׃
ZunzDas Geschlecht des Hauses Lewi besonders, und seine Weiber besonders; das Geschlecht Schimëi besonders, und seine Weiber besonders.
J. J. HirschDie Familie des Hauses Levi gesondert und ihre Frauen gesondert, die Familie des Schimeiten gesondert und ihre Frauen gesondert.
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כֹּ֗ל הַמִּשְׁפָּחוֹת֙ הַנִּשְׁאָר֔וֹת מִשְׁפָּחֹ֥ת מִשְׁפָּחֹ֖ת לְבָ֑ד וּנְשֵׁיהֶ֖ם לְבָֽד׃
ZunzAlle übriggebliebenen Geschlechter, geschlechterweise, jegliches besonders, und ihre Weiber besonders.
J. J. HirschAlle Familien, die übrig geblieben sind, eine jegliche Familie gesondert und ihre Frauen gesondert.