Schoftim 20 שופטים

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1
וַיֵּצְאוּ֮ כׇּל־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵל֒ וַתִּקָּהֵ֨ל הָעֵדָ֜ה כְּאִ֣ישׁ אֶחָ֗ד לְמִדָּן֙ וְעַד־בְּאֵ֣ר שֶׁ֔בַע וְאֶ֖רֶץ הַגִּלְעָ֑ד אֶל־יְהֹוָ֖ה הַמִּצְפָּֽה׃
BernfeldDie Kinder Israel zogen aus und es versammelte sich die Gemeinde wie ein Mann von Dan bis Beer Seba, auch das Land Gilead, vor dem Herrn in Mizpa.
ZunzUnd auszogen all die Kinder Jisraél, und es versammelte sich die Gemeinde wie Ein Mann von Dan bis Beer Scheba, und das Land Gilead, vor dem Ewigen in Mizpah.
R. BreuerDie Kinder Israels zogen aus, und es versammelte sich die Gemeinde wie ein Mann von Dan bis Beer Seba und das Land Gilead vor Gott in Mizpa.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

Kap. 20. V. 1—2. Dem Aufruf des Leviten war ein glänzender Erfolg beschieden. Als בני ישראל, im Bewußtsein gleicher Abstammung, als קהל עם האלקים und עדה, im Solidaritätsgefühle gegenseitiger Verpflichtung, erhob sich das ganze Volk wie ein Mann. Unter Führung der Volkshäupter (Raschi: פנות כל העם. רישי כל עמא) versammelten sich vierhunderttausend waffenkundige Männer zur Beratschlagung in Mizpa vor Gott. Die Entrüstung über die Schandtat in Gibea hatte die dem Erlöschen nahe Flamme des Gottesgeistes in Israel zu neuer heller Lohe geweckt. Als Gottesvolk versammelte sich Israel in Mizpa vor Gott.

2
וַיִּֽתְיַצְּב֞וּ פִּנּ֣וֹת כׇּל־הָעָ֗ם כֹּ֚ל שִׁבְטֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל בִּקְהַ֖ל עַ֣ם הָאֱלֹהִ֑ים אַרְבַּ֨ע מֵא֥וֹת אֶ֛לֶף אִ֥ישׁ רַגְלִ֖י שֹׁ֥לֵֽף־חָֽרֶב׃ {פ}
BernfeldDa traten auf die Volksschichten aller Stämme von Israel in der Versammlung des Volkes Gottes vier hundert tausend Mann Fußgänger, die das Schwert führen konnten.
ZunzDa traten auf die Oberen des ganzen Volkes aller Stämme von Jisraél in der Versammlung des Volkes Gottes, vier hundert tausend Mann Fußgänger, die das Schwert führen konnten.
R. BreuerUnd es stellten sich die Häupter des ganzen Volkes, alle Stämme Israels, bei der Versammlung des Volkes Gottes, vierhunderttausend Mann zu Fuß, mit Schwertern bewaffnet.
3
וַֽיִּשְׁמְעוּ֙ בְּנֵ֣י בִנְיָמִ֔ן כִּֽי־עָל֥וּ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֖ל הַמִּצְפָּ֑ה וַיֹּֽאמְרוּ֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל דַּבְּר֕וּ אֵיכָ֥ה נִהְיְתָ֖ה הָרָעָ֥ה הַזֹּֽאת׃
BernfeldDie Söhne Benjamin hörten, dass die Kinder Israel nach Mizpa hinaufgezogen. Die Kinder Israel sprachen: Saget aus, wie ist diese böse Tat geschehen?
ZunzUnd es hörten die Söhne Binjamin, daß die Kinder Jisraél nach Mizpah hinaufzogen. Und die Kinder Jisraél sprachen: Saget aus, wie ist diese böse That geschehen!
R. BreuerDie Kinder Benjamins hörten, daß die Kinder Israels nach Mizpa hinaufgezogen waren. — Die Kinder Israels sprachen: Saget aus, wie ist diese böse Tat geschehen?
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 3. Wie vielsagend ist doch die Gegenüberstellung der Kinder Benjamins und der Kinder Israels! Noch ehe beratschlagt und beschlossen war, wie die Greueltat der Benjaminiten zu sühnen sei — eben erst war die Kunde der Versammlung in Mizpa zu den Kindern Benjamins gedrungen — sehen wir die Benjaminiten verachtet und verfehmt aus Israels Kreis gebannt.

4
וַיַּ֜עַן הָאִ֣ישׁ הַלֵּוִ֗י אִ֛ישׁ הָאִשָּׁ֥ה הַנִּרְצָחָ֖ה וַיֹּאמַ֑ר הַגִּבְעָ֙תָה֙ אֲשֶׁ֣ר לְבִנְיָמִ֔ן בָּ֛אתִי אֲנִ֥י וּפִילַגְשִׁ֖י לָלֽוּן׃
BernfeldDa antwortete der levitische Mann, der Mann des ermordeten Weibes, und sprach: Nach Gibea in Benjamin kam ich, ich und meine Nebenfrau, da zu übernachten.
ZunzDa antwortete der lewitische Mann, der Mann des ermordeten Weibes, und sprach: Nach Gibeah, welches Binjamins ist, kam ich, ich und mein Kebsweib, um zu übernachten.
R. BreuerDa antwortete der levitische Mann, der Mann des ermordeten Weibes, und sprach: Nach Gibea in Benjamin kam ich, ich und mein Kebsweib, dort zu übernachten.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 4—7. In kurzen, präzisen Worten erzählt der Levite seine Erlebnisse in Gibea und das, was er selbst bisher getan, um die Sühne der Greueltat in die Wege zu leiten. Das gegen ihn von den Männern in Gibea geplante Unzuchtsverbrechen kleidet er in die Worte ein: Mich gedachten sie zu töten (V. 5). Er wußte, daß es bei seiner Auslieferung in die Gewalt der Wüstlinge zu einem Kampf auf Leben und Tod gekommen wäre, bei dem er wohl den Kürzeren gezogen hätte. Ihm lag daran, den Versammelten das Geschehene in seiner ganzen Kraßheit vor Augen zu führen. Daher auch die grausam sachliche Kürze, mit der er berichtet, wie er sein Kebsweib zerstückt im ganzen Gebiete Israels herumschickte; „denn Unzucht und Schandtat haben sie in Israel geübt; Unzucht ist (ebenso wie Religion) nicht Privatsache, sondern eine Auflehnung gegen die Gottesordnung des Gemeinschaftslebens. Wer im heiligen Lande Unzucht und Schandtat übt, entweiht und schändet die Heiligkeit des Gottesvolkes. Darum beratet und beschließet, was zu tun und wie es auszuführen ist. Ihr alle, die ihr Kinder Israels seid und euch als Kinder Israels fühlet, seid zur Sühne des Geschehenen berufen. (V. 7)

5
וַיָּקֻ֤מוּ עָלַי֙ בַּעֲלֵ֣י הַגִּבְעָ֔ה וַיָּסֹ֧בּוּ עָלַ֛י אֶת־הַבַּ֖יִת לָ֑יְלָה אוֹתִי֙ דִּמּ֣וּ לַהֲרֹ֔ג וְאֶת־פִּילַגְשִׁ֥י עִנּ֖וּ וַתָּמֹֽת׃
BernfeldEs machten sich über mich her die Bewohner von Gibea und umringten wegen meiner das Haus nachts. Mich gedachten sie zu töten, und meine Nebenfrau bezwangen sie, dass sie starb.
ZunzUnd es machten sich auf gegen mich die Bewohner von Gibeah und umringten wegen meiner das Haus Nachts. Mich gedachten sie zu tödten und mein Kebsweib bezwangen sie, daß sie starb.
R. BreuerDa erhoben sich wider mich die Bewohner von Gibea und umringten meinetwegen das Haus nachts. Mich gedachten sie zu töten, und mein Kebsweib bezwangen sie, daß sie starb.
6
וָאֹחֵ֤ז בְּפִֽילַגְשִׁי֙ וָֽאֲנַתְּחֶ֔הָ וָֽאֲשַׁלְּחֶ֔הָ בְּכׇל־שְׂדֵ֖ה נַחֲלַ֣ת יִשְׂרָאֵ֑ל כִּ֥י עָשׂ֛וּ זִמָּ֥ה וּנְבָלָ֖ה בְּיִשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldNun ergriff ich meine Nebenfrau und zerstückelte sie und schickte [die Stücke] herum durch das ganze Gefilde des Erbteils Israels; denn Unzucht und Schandtat hatten sie verübt in Israel.
ZunzNun ergriff ich mein Kebsweib und zerstückte sie und schickte sie herum, durch das ganze Gefilde des Erbtheils Jisraél's; denn Unzucht und Schandthat hatten sie verübt in Jisraél.
R. BreuerDa ergriff ich mein Kebsweib und zerstückte sie und sandte sie durch das ganze Gefilde des Erbteils Israels; denn Unzucht und Schandtat hatten sie verübt in Israel.
7
הִנֵּ֥ה כֻלְּכֶ֖ם בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל הָב֥וּ לָכֶ֛ם דָּבָ֥ר וְעֵצָ֖ה הֲלֹֽם׃
BernfeldIhr seid sämtlich da, Kinder Israel, schaffet denn hier Bescheid und Rat.
ZunzSiehe, ihr seid sämmtlich da, Kinder Jisraél, schaffet denn hier Bescheid und Rath.
R. BreuerSiehe, ihr seid alle Kinder Israels, so schaffet denn hier Bescheid und Rat!
8
וַיָּ֙קׇם֙ כׇּל־הָעָ֔ם כְּאִ֥ישׁ אֶחָ֖ד לֵאמֹ֑ר לֹ֤א נֵלֵךְ֙ אִ֣ישׁ לְאׇהֳל֔וֹ וְלֹ֥א נָס֖וּר אִ֥ישׁ לְבֵיתֽוֹ׃
BernfeldDas ganze Volk erhob sich wie ein Mann und sprach: Niemand gehe zu seinem Zelt und niemand kehre heim in sein Haus.
ZunzUnd das ganze Volk erhob sich wie Ein Mann und sprach: Wir gehen nicht jeglicher nach seinem Zelte und kehren nicht jeglicher in sein Haus.
R. BreuerDas ganze Volk erhob sich wie ein Mann und sprach: Niemand von uns gehe nach seinem Zelte und niemand von uns kehre heim in sein Haus.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 8—10. Die in Mizpa Versammelten beschließen, unverzüglich ans Werk zu gehen. Wieder erheben sich alle wie ein Mann, um sofort ohne Aufschub das Werk der Sühne zu beginnen. Von Mizpa wollen sie direkt nach Gibea ziehen, ohne sich vorher noch einmal in die Heimat begeben zu haben, obwohl sie wußten, daß es zum Kampfe mit Gibea kommen werde und ein vorheriger Abschied von Haus und Familie wohl manchem von ihnen ein stiller Herzenswunsch gewesen sein mochte. Doch ihre Wut über das Vernommene war so groß, daß sie zu sofortigem Aufbruch gegen Gibea drängten. Die Tüchtigsten ausgelost — und dann auf nach Gibea! Nach עליה (V. 9) hätte man נעלה erwartet. Indessen wirkt dieser abgekürzte Satz עליה בגורל wie ein zorniger Schlachtruf, wie ein kurzer heiserer Schrei nach Rache und Sühne. Von den 400 000 in Mizpa Versammelten wurde der zehnte Teil mit der Proviantversorgung des Heeres betraut, damit ihm nichts fehle, um in Gibea mit ganzer Energie der himmelschreienden Schandtat entsprechend ganze Arbeit zu leisten. Wenn Gibea in V. 10 Geba genannt wird, so dürfte diese Abkürzung psychologisch ebenso begründet sein wie der abgekürzte Satz עליה בגורל in V. 9. Diminutivformen dürften nicht nur als Ausdruck der Liebkosung sondern auch der entgegengesetzten Affekte sprachpsychologisch denkbar sein.

9
וְעַתָּ֕ה זֶ֣ה הַדָּבָ֔ר אֲשֶׁ֥ר נַעֲשֶׂ֖ה לַגִּבְעָ֑ה עָלֶ֖יהָ בְּגוֹרָֽל׃
BernfeldDies sei nun, was wir Gibea tun wollen; [wir ziehen] gegen selbiges nach dem Loose,
ZunzUnd nun dies sei, was wir Gibeah thun wollen; (wir ziehen) gegen selbiges nach dem Loose,
R. BreuerDies sei nun, was wir Gibea tun wollen: Auf gegen es nach dem Lose!
10
וְלָקַ֣חְנוּ עֲשָׂרָה֩ אֲנָשִׁ֨ים לַמֵּאָ֜ה לְכֹ֣ל ׀ שִׁבְטֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל וּמֵאָ֤ה לָאֶ֙לֶף֙ וְאֶ֣לֶף לָֽרְבָבָ֔ה לָקַ֥חַת צֵדָ֖ה לָעָ֑ם לַעֲשׂ֗וֹת לְבוֹאָם֙ לְגֶ֣בַע בִּנְיָמִ֔ן כְּכׇ֨ל־הַנְּבָלָ֔ה אֲשֶׁ֥ר עָשָׂ֖ה בְּיִשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldUnd nehmen zehn Männer auf das Hundert von allen Stämmen Israels, und hundert auf das Tausend und Tausend auf Zehntausend, für das Volk Vorrat zu schaffen, um, wenn sie nach Gibea in Benjamin kommen, zu verfahren ganz wie die Schandtat, die es in Israel verübt.
ZunzUnd nehmen zehn Männer auf das Hundert von allen Stämmen Jisraél's, und hundert auf das Tausend und Tausend auf Zehntausend, für das Volk Vorrath zu schaffen, um, wenn sie nach Gibeah Binjamin kommen, zu verfahren ganz wie die Schandthat, die es in Jisraél verübt.
R. BreuerWir nehmen zehn Männer von Hundert von allen Stämmen Israels, hundert von Tausend und tausend von Zehntausend, Vorrat zu schaffen für das Volk, um, wenn sie nach Geba in Benjamin kommen, zu verfahren ganz entsprechend der Schandtat, die es in Israel verübt.
11
וַיֵּאָסֵ֞ף כׇּל־אִ֤ישׁ יִשְׂרָאֵל֙ אֶל־הָעִ֔יר כְּאִ֥ישׁ אֶחָ֖ד חֲבֵרִֽים׃ {פ}
BernfeldEs versammelten sich alle Männer Israels nach der Stadt, wie ein Mann, in Bundestreue.
ZunzUnd es versammelten sich alle Männer Jisraél's nach der Stadt, wie Ein Mann verbündet.
R. BreuerEs versammelten sich alle Männer Israels nach der Stadt, wie ein Mann, in Bundestreue.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 11—13. Nur die der Untat wirklich Schuldigen sollten der gerechten Strafe des Todes ausgeliefert werden. So lautete die Botschaft, welche Israels Stämme, nachdem sie wie ein Mann nach Gibea aufgebrochen waren und bei Gibea sich versammelt hatten, an alle Stämme Benjamins (Stämme hier so viel wie Familien) ergehen ließen. Die sittliche Größe dieser Strafexpedition gegen Gibea hört רבי יהושע בן לוי (Chagiga 26 a) aus dem Worte חברים (V. 11) heraus, das an den Ehrentitel der Reinheitsgesetze anklingt: הכתוב עשאן כולן חברים.

12
וַֽיִּשְׁלְח֞וּ שִׁבְטֵ֤י יִשְׂרָאֵל֙ אֲנָשִׁ֔ים בְּכׇל־שִׁבְטֵ֥י בִנְיָמִ֖ן לֵאמֹ֑ר מָ֚ה הָרָעָ֣ה הַזֹּ֔את אֲשֶׁ֥ר נִהְיְתָ֖ה בָּכֶֽם׃
BernfeldDie Stämme Israels schickten Männer zu allen Stämmen [Geschlechtern] Benjamins und ließen sagen. Was ist das für eine böse Tat, die unter euch geschehen?
ZunzUnd die Stämme Jisraél's schickten Männer durch alle Stämme Binjamins und ließen sagen: Was ist das für eine böse That, die unter euch geschehen?
R. BreuerDie Stämme Israels schickten Männer zu allen Stämmen Benjamins und ließen sagen: Was ist das für eine böse Tat, die unter euch geschehen!
13
וְעַתָּ֡ה תְּנוּ֩ אֶת־הָאֲנָשִׁ֨ים בְּנֵי־בְלִיַּ֜עַל אֲשֶׁ֤ר בַּגִּבְעָה֙ וּנְמִיתֵ֔ם וּנְבַעֲרָ֥ה רָעָ֖ה מִיִּשְׂרָאֵ֑ל וְלֹ֤א אָבוּ֙ [בְּנֵ֣י] בִנְיָמִ֔ן לִשְׁמֹ֕עַ בְּק֖וֹל אֲחֵיהֶ֥ם בְּנֵי־יִשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldGebet nun her die ruchlosen Männer aus Gibea, dass wir sie töten und austilgen das Böse aus Israel; aber die Söhne Benjamin wollten nicht hören auf die Stimme ihrer Brüder der Kinder Israel.
ZunzUnd nun gebet her die Männer, die Söhne der Ruchlosigkeit, die in Gibeah, daß wir sie tödten und austilgen das Böse aus Jisraél; aber die Söhne Binjamin wollten nicht hören auf die Stimme ihrer Brüder der Kinder Jisraél.
R. BreuerGebet nun heraus die nichtswürdigen Männer aus Gibea, daß wir sie töten und das Böse fortschaffen aus Israel! — Aber die Kinder Benjamins wollten nicht hören auf die Stimme ihrer Brüder, der Kinder Israels.
14
וַיֵּאָסְפ֧וּ בְנֵֽי־בִנְיָמִ֛ן מִן־הֶעָרִ֖ים הַגִּבְעָ֑תָה לָצֵ֥את לַמִּלְחָמָ֖ה עִם־בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldDie Söhne Benjamin versammelten sich aus den Städten nach Gibea, um in den Krieg zu ziehen gegen die Kinder Israel.
ZunzUnd die Söhne Binjamin versammelten sich aus den Städten nach Gibeah, um auszuziehen in den Krieg gegen die Kinder Jisraél.
R. BreuerDie Kinder Benjamins versammelten sich aus den Städten nach Gibea, um in den Krieg zu ziehen gegen die Kinder Israels.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 14—17. Benjamin hört nicht auf Israel. Es kommt zum Bürgerkrieg. Sein Ausgang ist ungewiß. Denn auf beiden Seiten kämpft eine große Zahl kriegstüchtiger Männer. Natürlich steht der eine Stamm Benjamin an Zahl hinter den übrigen vereinigten Stämmen zurück. Von Benjamin werden, außer 700 auserlesenen Männern in Gibea selbst, 26 000 schwertbewaffnete Krieger ausgemustert. Ihnen stehen 400 000 aus den übrigen Stämmen gegenüber, die samt und sonders, ohne daß sich auch nur einer, als es ernst wurde, losgesagt hätte, von Mizpa (vgl. V. 2) nach Gibea gezogen waren. Sind aber auch die Benjaminiten im Vergleich zu ihren Gegnern an Zahl schwächer, so zeichnen sie sich doch durch eine außerordentliche Kriegstüchtigkeit aus. Es befindet sich unter ihnen eine Kerntruppe von 700 Mann, die sich trotz ihrer Linkshändigkeit meisterhaft auf ein haarscharfes, unfehlbares Steinschleudern verstehen. Diese 700 Steinschleuderer (V. 16) sind mit den 700 auserlesenen Gibeoniten (V. 15) wohl kaum identisch. Sie sind nicht alle aus Gibea, sondern מכל העם הזה, dem ganzen Stamme Benjamin zugehörig.

15
וַיִּתְפָּֽקְדוּ֩ בְנֵ֨י בִנְיָמִ֜ן בַּיּ֤וֹם הַהוּא֙ מֵהֶ֣עָרִ֔ים עֶשְׂרִ֨ים וְשִׁשָּׁ֥ה אֶ֛לֶף אִ֖ישׁ שֹׁ֣לֵֽף חָ֑רֶב לְ֠בַ֠ד מִיֹּשְׁבֵ֤י הַגִּבְעָה֙ הִתְפָּ֣קְד֔וּ שְׁבַ֥ע מֵא֖וֹת אִ֥ישׁ בָּחֽוּר׃
BernfeldDie Söhne Benjamin stellten sich zur Musterung am selbigen Tage aus den Städten: sechs und zwanzig tausend Mann, die das Schwert zogen, außer den Bewohnern Gibeas, die sich stellten, siebenhundert auserlesene Männer.
ZunzUnd die Söhne Binjamin stellten sich zur Musterung am selbigen Tage aus den Städten: sechs und zwanzig tausend Mann, die das Schwert zogen, außer den Bewohnern Gibeah's, die sich stellten, siebenhundert auserlesene Männer.
R. BreuerDie Kinder Benjamins stellten sich zur Musterung an diesem Tage aus den Städten: sechsundzwanzigtausend Mann, mit Schwertern bewaffnet; abgesehen von den Bewohnern von Gibea wurden sie gemustert, die siebenhundert auserlesene Männer ausmachten.
16
מִכֹּ֣ל ׀ הָעָ֣ם הַזֶּ֗ה שְׁבַ֤ע מֵאוֹת֙ אִ֣ישׁ בָּח֔וּר אִטֵּ֖ר יַד־יְמִינ֑וֹ כׇּל־זֶ֗ה קֹלֵ֧עַ בָּאֶ֛בֶן אֶל־הַֽשַּׂעֲרָ֖ה וְלֹ֥א יַחֲטִֽא׃ {פ}
BernfeldUnter all diesem Volke waren siebenhundert auserlesene Männer, an der rechten Hand gelähmt [die links waren]; jeder von ihnen schleuderte mit dem Stein auf das Haar und fehlte nicht.
ZunzUnter all diesem Volke waren siebenhundert auserlesene Männer, an der rechten Hand gelähmt. Ein jeder solcher schleuderte mit dem Stein auf das Haar und fehlte nicht.
R. BreuerUnter all diesem Volke waren siebenhundert auserlesene Männer an der rechten Hand gelähmt; jeder von ihnen schleuderte mit dem Stein auf das Haar, ohne zu fehlen.
17
וְאִ֨ישׁ יִשְׂרָאֵ֜ל הִתְפָּֽקְד֗וּ לְבַד֙ מִבִּנְיָמִ֔ן אַרְבַּ֨ע מֵא֥וֹת אֶ֛לֶף אִ֖ישׁ שֹׁ֣לֵֽף חָ֑רֶב כׇּל־זֶ֖ה אִ֥ישׁ מִלְחָמָֽה׃
BernfeldDie Männer Israels stellten sich zur Musterung: außer Benjamin vierhunderttausend Mann, die das Schwert führen konnten; alle kriegstüchtig.
ZunzUnd die Männer Jisraél's stellten sich zur Musterung außer Binjamin vierhunderttausend Mann, die das Schwert führen konnten; jeder von ihnen ein Kriegsmann.
R. BreuerDie Männer Israels stellten sich zur Musterung: außer Benjamin vierhunderttausend Mann, mit Schwertern bewaffnet, alle kriegstüchtig.
18
וַיָּקֻ֜מוּ וַיַּעֲל֣וּ בֵֽית־אֵל֮ וַיִּשְׁאֲל֣וּ בֵאלֹהִים֒ וַיֹּֽאמְרוּ֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל מִ֚י יַעֲלֶה־לָּ֣נוּ בַתְּחִלָּ֔ה לַמִּלְחָמָ֖ה עִם־בְּנֵ֣י בִנְיָמִ֑ן וַיֹּ֥אמֶר יְהֹוָ֖ה יְהוּדָ֥ה בַתְּחִלָּֽה׃
BernfeldSie machten sich auf und zogen nach Bet El und befragten Gott; die Kinder Israel sprachen: Wer von uns soll in den Krieg gegen die Söhne Benjamin vorangehen? Und der Herr sprach: Jehuda [gehe] voran.
ZunzUnd sie machten sich auf und zogen nach Bet El und befragten Gott, und die Kinder Jisraél sprachen: Wer soll von uns zuerst hinaufziehen in den Krieg gegen die Söhne Binjamin? Und der Ewige sprach: Jehudah zuerst.
R. BreuerSie machten sich auf und zogen nach Beth-El und befragten Gott; die Kinder Israels sprachen: Wer von uns soll zuerst in den Krieg gegen die Kinder Benjamins ziehen? Und Gott sprach: Juda zuerst.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 18—28. Zweimal wurden die Kinder Israels geschlagen, erst zum dritten Mal siegten sie. Es war die heiligste Sache, für die sie ausgezogen waren, gleichwohl verlieh ihnen Gott erst, nachdem sie durch Weinen und Fasten des Sieges würdig geworden waren, den Sieg. Die פסל מיכה-Geschichte wars nach der Überlieferung der Weisen, die als gemeinsame Schuld auf ganz Israel lastete und erst durch zwei blutige Niederlagen gesühnt werden mußte, ehe Israel als der berufene Rächer der פלגש בגבעה-Geschichte auf Sieg hoffen konnte. Denn warum hatte sich Israel nicht schon damals wie ein Mann zur Rache und Sühne erhoben, als es galt, die Schmach des Götzentums aus Israels Mitte zu tilgen? — Im Vertrauen auf ihre gerechte Sache waren die Kinder Israels gegen Benjamin in den Kampf gezogen. Die Frage, die sie vor der ersten Schlacht an Gott richteten (V. 18), betraf nicht Sieg oder Niederlage — der Sieg schien ihnen gewiß — sondern blos die Modalitäten des Kampfes: welcher Stamm sich an die Spitze des Heeres stellen sollte. Nachdem sie in der ersten Schlacht 22 000 Mann verloren hatten, wurden sie stutzig und weinten, ermannten sich aber sofort und fragten Gott, ob sie weiter kämpfen sollen. (V. 23) Noch fühlten sie sich stark genug, um den Kampf noch einmal zu wagen, noch waren sie nicht zerknirscht genug, um die Möglichkeit einer endgültigen Niederlage zu erwägen. Erst als sie bei der zweiten Niederlage wieder einen blutigen Verlust von 18 000 Mann erlitten hatten, vertiefte sich ihre Bestürzung unter Weinen, Fasten und Opfern zu einem solchen Grad der Zerknirschung und Zermürbung, daß ihre Frage nunmehr mit den Worten אם אחדל (V. 28) ihre Verzweiflung an einem glücklichen Ausgang des Kampfes und damit zugleich das Schwinden jedes stolzen Selbstgefühls, das Erwachen des Bewußtseins der eigenen Sündhaftigkeit — der Vorbedingung des Sieges — deutlich verrät. Vgl. Joma 73b: בגבעת בנימין מפני מה לא השלימו הם שלא ביחנו אם לנצח אם להנצח ובאחרונה שביחנו הסכימו.

Wie wir uns dieses wiederholte Befragen Gottes vorzustellen haben, geht aus Joma a. a. O. klar hervor. (Vgl. רמ"בם הל' כלי המקדש 10, 11) Der Priester, hier Pinchas, wendet sein Angesicht zur Bundeslade hin, der Fragende steht hinter ihm. (Wir folgen der Darstellung des רמ"בם, die von der Raschis abweicht. Vgl. כסף משנה a. a. O.) Der Fragende spricht: Soll ich in den Kampf ziehen oder nicht? Er fragt nicht mit lauter Stimme, noch erwägt er die Frage still im Herzen, sondern mit gedämpfter Stimme, wie einst Hanna ihr Gebet verrichtete, stellt er seine Frage. Alsbald kommt der רוח הקדש, der heilige Geist, über den Priester. Von den אורים ותומים, die entsprechende Buchstaben aus der Fläche hervortreten lassen, liest er במראה הנבואה, mit prophetischem Gesichte, die Antwort Gottes ab.

19
וַיָּק֥וּמוּ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֖ל בַּבֹּ֑קֶר וַֽיַּחֲנ֖וּ עַל־הַגִּבְעָֽה׃
BernfeldDie Kinder Israel machten sich am Morgen auf und lagerten gegen Gibea.
ZunzUnd die Kinder Jisraél machten sich am Morgen auf und lagerten gegen Gibeah.
R. BreuerDie Kinder Israels machten sich am Morgen auf und lagerten gegen Gibea.
20
וַיֵּצֵא֙ אִ֣ישׁ יִשְׂרָאֵ֔ל לַמִּלְחָמָ֖ה עִם־בִּנְיָמִ֑ן וַיַּעַרְכ֨וּ אִתָּ֧ם אִֽישׁ־יִשְׂרָאֵ֛ל מִלְחָמָ֖ה אֶל־הַגִּבְעָֽה׃
BernfeldDie Männer von Israel zogen also zum Krieg aus gegen Benjamin. Und es ordneten die Männer von Israel gegen sie eine Schlacht vor Gibea.
ZunzUnd auszogen die Männer von Jisraél zum Krieg mit Binjamin. Und es ordneten die Männer von Jisraél gegen sie eine Schlacht vor Gibeah.
R. BreuerDie Männer von Israel zogen so zum Krieg aus gegen Benjamin, und es stellten sich die Männer von Israel zum Kampfe mit ihnen in Schlachtordnung auf in der Richtung nach Gibea hin.
21
וַיֵּצְא֥וּ בְנֵי־בִנְיָמִ֖ן מִן־הַגִּבְעָ֑ה וַיַּשְׁחִ֨יתוּ בְיִשְׂרָאֵ֜ל בַּיּ֣וֹם הַה֗וּא שְׁנַ֨יִם וְעֶשְׂרִ֥ים אֶ֛לֶף אִ֖ישׁ אָֽרְצָה׃
BernfeldDie Söhne Benjamin zogen ihnen entgegen aus Gibea und streckten zu Boden von Israel am selbigen Tage zwei und zwanzig tausend Mann.
ZunzUnd herauszogen die Söhne Binjamin aus Gibeah und streckten zu Boden von Jisraél am selbigen Tage zwei und zwanzig tausend Mann.
R. BreuerDie Kinder Benjamins zogen ihnen entgegen aus Gibea und streckten zu Boden von Israel an diesem Tage zweiundzwanzigtausend Mann.
22
וַיִּתְחַזֵּ֥ק הָעָ֖ם אִ֣ישׁ יִשְׂרָאֵ֑ל וַיֹּסִ֙פוּ֙ לַעֲרֹ֣ךְ מִלְחָמָ֔ה בַּמָּק֕וֹם אֲשֶׁר־עָ֥רְכוּ שָׁ֖ם בַּיּ֥וֹם הָרִאשֽׁוֹן׃
BernfeldAber das Volk, die Männer Israels, fassten Mut und fuhren fort eine Schlacht anzubieten an dem Orte, woselbst sie am ersten Tage eine solche geboten hatten.
ZunzUnd es ermuthigte sich das Volk, die Männer Jisraél's, und sie fuhren fort eine Schlacht zu ordnen an dem Orte, woselbst sie am ersten Tage geordnet.
R. BreuerDas Volk aber, die Männer von Israel, ermannten sich und fuhren fort, eine Schlacht anzubieten an dem Orte, wo sie sich am ersten Tage in Schlachtordnung aufgestellt hatten.
23
וַיַּעֲל֣וּ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֗ל וַיִּבְכּ֣וּ לִפְנֵי־יְהֹוָה֮ עַד־הָעֶ֒רֶב֒ וַיִּשְׁאֲל֤וּ בַֽיהֹוָה֙ לֵאמֹ֔ר הַאוֹסִ֗יף לָגֶ֙שֶׁת֙ לַמִּלְחָמָ֔ה עִם־בְּנֵ֥י בִנְיָמִ֖ן אָחִ֑י וַיֹּ֥אמֶר יְהֹוָ֖ה עֲל֥וּ אֵלָֽיו׃ {פ}
BernfeldDa zogen hinauf die Kinder Israel und weinten vor dem Herrn bis zum Abend und befragten den Herrn also: Soll ich fortfahren zu kämpfen gegen die Söhne Benjamins, meines Bruders? Und der Herr sprach: Ziehet wider ihn.
ZunzDa zogen hinauf die Kinder Jisraél und weinten vor dem Ewigen bis zum Abend und befragten den Ewigen also: Soll ich fortfahren in die Schlacht zu gehen mit den Söhnen Binjamins, meines Bruders? Und der Ewige sprach: Ziehet wider ihn.
R. BreuerDa zogen hinauf die Kinder Israels und weinten vor Gott bis zum Abend und befragten Gott also: Soll ich fortfahren, in den Kampf zu rücken mit den Kindern Benjamins, meines Bruders? Und Gott sprach: Ziehet wider ihn.
24
וַיִּקְרְב֧וּ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵ֛ל אֶל־בְּנֵ֥י בִנְיָמִ֖ן בַּיּ֥וֹם הַשֵּׁנִֽי׃
BernfeldDie Kinder Israel rückten gegen die Söhne Benjamin am zweiten Tage.
ZunzUnd die Kinder Jisraél rückten gegen die Kinder Binjamin am zweiten Tage.
R. BreuerDie Kinder Israels näherten sich den Kindern Benjamins am zweiten Tage.
25
וַיֵּצֵא֩ בִנְיָמִ֨ן ׀ לִקְרָאתָ֥ם ׀ מִֽן־הַגִּבְעָה֮ בַּיּ֣וֹם הַשֵּׁנִי֒ וַיַּשְׁחִ֩יתוּ֩ בִבְנֵ֨י יִשְׂרָאֵ֜ל ע֗וֹד שְׁמֹנַ֨ת עָשָׂ֥ר אֶ֛לֶף אִ֖ישׁ אָ֑רְצָה כׇּל־אֵ֖לֶּה שֹׁ֥לְפֵי חָֽרֶב׃
BernfeldBenjamin zog ihnen entgegen aus Gibea am zweiten Tage und streckte nochmals zu Boden unter den Kindern Israels achtzehn tausend Mann, alles solche, die das Schwert führen konnten.
ZunzUnd herauszog Binjamin ihnen entgegen aus Gibeah am zweiten Tage und streckten nochmals zu Boden unter den Kindern Jisraél achtzehn tausend Mann, alles solche, die das Schwert führen konnten.
R. BreuerBenjamin zog ihnen entgegen aus Gibea am zweiten Tage und streckte nochmals zu Boden unter den Kindern Israels achtzehntausend Mann, alles solche, die das Schwert führen konnten.
26
וַיַּעֲל֣וּ כׇל־בְּנֵי֩ יִשְׂרָאֵ֨ל וְכׇל־הָעָ֜ם וַיָּבֹ֣אוּ בֵֽית־אֵ֗ל וַיִּבְכּוּ֙ וַיֵּ֤שְׁבוּ שָׁם֙ לִפְנֵ֣י יְהֹוָ֔ה וַיָּצ֥וּמוּ בַיּוֹם־הַה֖וּא עַד־הָעָ֑רֶב וַֽיַּעֲל֛וּ עֹל֥וֹת וּשְׁלָמִ֖ים לִפְנֵ֥י יְהֹוָֽה׃
BernfeldNun zogen hinauf all die Kinder Israel und das ganze Volk und kamen nach Bet El und weinten und saßen dort vor dem Herrn; sie fasteten an jenem Tage bis zum Abend und brachten dar Ganzopfer und Mahlopfer vor dem Herrn.
ZunzNun zogen hinauf all die Kinder Jisraél und das ganze Volk und kamen nach Bet El und weinten, und saßen dort vor dem Ewigen, und fasteten am selbigen Tage bis zum Abend, und brachten dar Ganzopfer und Mahlopfer vor dem Ewigen.
R. BreuerDa zogen hinauf alle Kinder Israels und das ganze Volk und kamen nach Beth-El und weinten und saßen dort vor Gott; sie fasteten an diesem Tage bis zum Abend und brachten dar Emporopfer und Mahlopfer vor Gott.
27
וַיִּשְׁאֲל֥וּ בְנֵי־יִשְׂרָאֵ֖ל בַּיהֹוָ֑ה וְשָׁ֗ם אֲרוֹן֙ בְּרִ֣ית הָאֱלֹהִ֔ים בַּיָּמִ֖ים הָהֵֽם׃
BernfeldDie Kinder Israel befragten den Herrn — dort war nämlich die Bundeslade Gottes in jener Zeit;
ZunzUnd die Kinder Jisraél befragten den Ewigen — und dort war die Bundeslade Gottes in jener Zeit;
R. BreuerDie Kinder Israels befragten Gott: (dort war die Bundeslade Gottes in jener Zeit;
28
וּ֠פִֽינְחָ֠ס בֶּן־אֶלְעָזָ֨ר בֶּֽן־אַהֲרֹ֜ן עֹמֵ֣ד ׀ לְפָנָ֗יו בַּיָּמִ֣ים הָהֵם֮ לֵאמֹר֒ הַאוֹסִ֨ף ע֜וֹד לָצֵ֧את לַמִּלְחָמָ֛ה עִם־בְּנֵֽי־בִנְיָמִ֥ן אָחִ֖י אִם־אֶחְדָּ֑ל וַיֹּ֤אמֶר יְהֹוָה֙ עֲל֔וּ כִּ֥י מָחָ֖ר אֶתְּנֶ֥נּוּ בְיָדֶֽךָ׃
BernfeldUnd Pinehas Sohn Elasars, des Sohnes Aaron, stand vor ihm in jener Zeit: — Soll ich fortfahren zu kämpfen gegen die Söhne Benjamins meines Bruders, oder soll ich es unterlassen? Da sprach der Herr: Ziehet, denn morgen gebe ich ihn in deine Hand.
ZunzUnd Pinchas, Sohn Elasar, des Sohnes Aharon, stand vor ihm in jener Zeit — also: Soll ich fortfahren in den Krieg zu ziehen mit den Söhnen Binjamins, meines Bruders, oder soll ich es unterlassen? Da sprach der Ewige: Ziehet, denn morgen geb' ich ihn in deine Hand.
R. BreuerUnd Pinchas, Sohn Elasars, des Sohnes Aharons, stand vor ihm in jener Zeit.) Soll ich fortfahren, in den Kampf zu ziehen gegen die Kinder Benjamins, meines Bruders, oder soll ich es unterlassen? Da sprach Gott: Ziehet, denn morgen gebe ich ihn in deine Hand.
29
וַיָּ֤שֶׂם יִשְׂרָאֵל֙ אֹֽרְבִ֔ים אֶל־הַגִּבְעָ֖ה סָבִֽיב׃ {פ}
BernfeldIsrael legte einen Hinterhalt gegen Gibea rings herum.
ZunzUnd Jisraél legte einen Hinterhalt gegen Gibeah rings herum.
R. BreuerIsrael legte Leute in den Hinterhalt gegen Gibea ringsherum.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 29—32. Obwohl Gott den Kindern Israels für den dritten Angriff sicheren Sieg verheißen hatte, taten sie doch das Ihrige, um es auf ihrer Seite an nichts fehlen zu lassen, dessen es bedurfte, um einem so kriegstüchtigen Gegner, wie es die Benjaminiten waren, beizukommen. Gott hilft nur unter der Voraussetzung, daß die Menschen das irdische Fundament des göttlichen Hilfswerkes legen. So war's auch hier. Zunächst wurden rings um Gibea Streitkräfte in den Hinterhalt gelegt. (V. 29) Dann schritt man gleich den vorigen Malen zum Angriff auf Gibea (V. 30). Wieder ziehen ihnen die Kinder Benjamins aus Gibea entgegen, diesmal aber wagen sie sich, offenbar im Vertrauen auf ihr bisheriges Kriegsglück, weit von der Stadt auf freies Gelände hinaus und glauben schon den Sieg in Händen zu haben, als sie ungefähr 30 Mann von ihren Gegnern niedergemacht haben (V. 31). Sie irren. Der Feind flieht nur zum Schein: immer weiter fortziehen will er sie von der umzingelten, umlauerten Stadt auf die Straßen.

30
וַיַּעֲל֧וּ בְנֵי־יִשְׂרָאֵ֛ל אֶל־בְּנֵ֥י בִנְיָמִ֖ן בַּיּ֣וֹם הַשְּׁלִישִׁ֑י וַיַּעַרְכ֥וּ אֶל־הַגִּבְעָ֖ה כְּפַ֥עַם בְּפָֽעַם׃
BernfeldDie Kinder Israel rückten gegen die Söhne Benjamin am dritten Tage aus und griffen Gibea an, wie die vorigen Male.
ZunzUnd die Kinder Jisraél zogen hinauf gegen die Söhne Binjamin am dritten Tage und stellten sich auf gegen Gibeah wie die vorigen Male.
R. BreuerDie Kinder Israels zogen gegen die Kinder Benjamins am dritten Tage aus und griffen Gibea an wie die vorigen Male.
31
וַיֵּצְא֤וּ בְנֵֽי־בִנְיָמִן֙ לִקְרַ֣את הָעָ֔ם הׇנְתְּק֖וּ מִן־הָעִ֑יר וַיָּחֵ֡לּוּ לְהַכּוֹת֩ מֵהָעָ֨ם חֲלָלִ֜ים כְּפַ֣עַם ׀ בְּפַ֗עַם בַּֽמְסִלּוֹת֙ אֲשֶׁ֨ר אַחַ֜ת עֹלָ֣ה בֵֽית־אֵ֗ל וְאַחַ֤ת גִּבְעָ֙תָה֙ בַּשָּׂדֶ֔ה כִּשְׁלֹשִׁ֥ים אִ֖ישׁ בְּיִשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldDie Söhne Benjamin zogen dem Volke entgegen, ließen sich fortziehen von der Stadt, und fingen an unter dem Volke niederzumachen, wie die vorigen Male, (auf den Straßen, deren eine nach Bet El aufsteigt, die andere nach Gibea auf dem Feld), an dreißig Mann von Israel.
ZunzUnd auszogen die Söhne Binjamin dem Volke entgegen, ließen sich fortziehen von der Stadt, und fingen an unter dem Volke Erschlagene zu machen, wie die vorigen Male, auf den gebahnten Straßen, deren eine nach Bet El aufsteigt, die andere nach Gibeah auf dem Felde, an dreißig Mann von Jisraél.
R. BreuerDie Kinder Benjamins zogen dem Volke entgegen, ließen sich fortziehen von der Stadt und fingen an, unter dem Volke niederzumachen, wie die vorigen Male, auf den Straßen, deren eine nach Beth-El aufsteigt und die andere nach Gibea auf dem Felde, an dreißig Mann von Israel.
32
וַיֹּֽאמְרוּ֙ בְּנֵ֣י בִנְיָמִ֔ן נִגָּפִ֥ים הֵ֛ם לְפָנֵ֖ינוּ כְּבָרִֽאשֹׁנָ֑ה וּבְנֵ֧י יִשְׂרָאֵ֣ל אָמְר֗וּ נָנ֙וּסָה֙ וּֽנְתַקְּנ֔וּהוּ מִן־הָעִ֖יר אֶל־הַֽמְסִלּֽוֹת׃
BernfeldDie Söhne Benjamin dachten: Sie sind geschlagen vor uns wie das erste Mal, aber die Kinder Israel sprachen: Lasset uns fliehen, dass wir sie fortziehen von der Stadt auf die Straßen.
ZunzUnd die Söhne Binjamin sprachen: Sie sind geschlagen vor uns wie das erste Mal, und die Kinder Jisraél sprachen: Lasset uns fliehen, daß wir sie fortziehen von der Stadt auf die gebahnten Straßen.
R. BreuerDie Kinder Benjamins dachten: Sie sind geschlagen vor uns wie das erste Mal, aber die Kinder Israels sprachen: Lasset uns fliehen, daß wir sie fortziehen von der Stadt auf die Straßen!
33
וְכֹ֣ל ׀ אִ֣ישׁ יִשְׂרָאֵ֗ל קָ֚מוּ מִמְּקוֹמ֔וֹ וַיַּעַרְכ֖וּ בְּבַ֣עַל תָּמָ֑ר וְאֹרֵ֧ב יִשְׂרָאֵ֛ל מֵגִ֥יחַ מִמְּקֹמ֖וֹ מִמַּ֥עֲרֵה גָֽבַע׃
BernfeldAlle Männer Israels machten sich auf von ihrem Orte und stellten sich auf in Baal Tamar, und der Hinterhalt Israels brach hervor von seinem Orte aus dem Blachfelde von Gibea.
ZunzUnd alle Männer Jisraél's machten sich auf von ihrem Orte und stellten sich auf in Baal Tamar, und der Hinterhalt Jisraél's brach hervor von seinem Orte aus dem Blachfelde von Geba.
R. BreuerAlle Männer Israels machten sich auf von ihrem Orte und stellten sich auf in Baal Thamar, und der Hinterhalt Israels brach hervor von seinem Orte, der Blöße von Geba.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 33—35. Nachdem es Israel gelungen war, Benjamin auf offenes Gelände zu locken, war der Augenblick gekommen, wo die gesamte Streitmacht Israels sich auf den Gegner werfen konnte. Die scheinbar Fliehenden machen bei Baal Thamar Halt und gehen zum Angriff über. Gleichzeitig brechen die bei Gibea Lauernden aus ihrem Hinterhalt hervor. (Die an מקורה הערה und גוחי מבטן anklingenden Ausdrücke מערה und מגיח — vgl. Raschi und מצודת ציון — legen den Vergleich mit der Geburt eines Kindes nahe. Homer würde dieses Bild mit epischer Breite ausgewälzt haben. Dem biblischen Kunstbedürfnis geschieht mit einer versteckten Andeutung Genüge.) (V. 33) 10 000 auserlesene Männer sind's, die aus dem Hinterhalt hervorbrechen. Vom Feinde umringt und plötzlich in einen heftigen Kampf verstrickt, sind sich die überraschten Benjaminiten zunächst der Größe der sie bedrohenden Katastrophe noch nicht bewußt. (V. 34) Erst als sie 25 100 kriegstüchtige Männer verloren haben, merken sie, daß ein Gottesgericht über sie hereingebrochen ist (V. 35).

34
וַיָּבֹ֩אוּ֩ מִנֶּ֨גֶד לַגִּבְעָ֜ה עֲשֶׂ֩רֶת֩ אֲלָפִ֨ים אִ֤ישׁ בָּחוּר֙ מִכׇּל־יִשְׂרָאֵ֔ל וְהַמִּלְחָמָ֖ה כָּבֵ֑דָה וְהֵם֙ לֹ֣א יָדְע֔וּ כִּי־נֹגַ֥עַת עֲלֵיהֶ֖ם הָרָעָֽה׃ {פ}
BernfeldSie kamen von der Seite gegen Gibea her, zehntausend auserlesene Männer aus ganz Israel; es war ein harter Kampf, jene aber wußten nicht, dass das Verderben sie erreicht.
ZunzUnd kamen von der Seite gen Gibeah her, zehn tausend auserlesene Männer aus ganz Jisraél, und die Schlacht war schwer, jene aber wußten nicht, daß das Verderben sie erreichte.
R. BreuerSie kamen von der Seite gegen Gibea her, zehntausend auserlesene Männer aus ganz Israel; der Kampf war schwer; sie aber wußten nicht, daß das Verderben sie erreicht hatte.
35
וַיִּגֹּ֨ף יְהֹוָ֥ה ׀ אֶֽת־בִּנְיָמִן֮ לִפְנֵ֣י יִשְׂרָאֵל֒ וַיַּשְׁחִ֩יתוּ֩ בְנֵ֨י יִשְׂרָאֵ֤ל בְּבִנְיָמִן֙ בַּיּ֣וֹם הַה֔וּא עֶשְׂרִ֨ים וַחֲמִשָּׁ֥ה אֶ֛לֶף וּמֵאָ֖ה אִ֑ישׁ כׇּל־אֵ֖לֶּה שֹׁ֥לֵֽף־חָֽרֶב׃
BernfeldDer Herr schlug Benjamin vor den Kindern Israel. Diese machten von Benjamin an jenem Tage fünf und zwanzig tausend ein hundert Mann nieder, alles solche, die das Schwert führen konnten.
ZunzUnd der Ewige schlug Binjamin vor den Kindern Jisraél, und niedermachten die Kinder Jisraél von Binjamin an selbigem Tage fünf und zwanzig tausend ein hundert Mann, alles solche, die das Schwert führen konnten.
R. BreuerGott schlug Benjamin vor Israel. Die Kinder Israels machten von Benjamin an diesem Tage fünfundzwanzigtausendundeinhundert Mann nieder: sie alle schwertbewaffnet.
36
וַיִּרְא֥וּ בְנֵֽי־בִנְיָמִ֖ן כִּ֣י נִגָּ֑פוּ וַיִּתְּנ֨וּ אִֽישׁ־יִשְׂרָאֵ֤ל מָקוֹם֙ לְבִנְיָמִ֔ן כִּ֤י בָֽטְחוּ֙ אֶל־הָ֣אֹרֵ֔ב אֲשֶׁר־שָׂ֖מוּ אֶל־הַגִּבְעָֽה׃
BernfeldDie Söhne Benjamin sahen, dass sie geschlagen waren, und die Männer Israels gaben Benjamin Raum [zu fliehen], denn sie verließen sich auf den Hinterhalt, den sie gegen Gibea gelegt.
ZunzUnd die Söhne Binjamin sahen, daß sie geschlagen waren, und die Männer Jisraél's gaben dem Binjamin Raum, denn sie verließen sich auf den Hinterhalt, den sie gegen Gibeah gelegt.
R. BreuerDie Kinder Benjamins sahen, daß sie geschlagen waren. — Die Männer Israels gaben Benjamin Raum, denn sie vertrauten auf den Hinterhalt, den sie gegen Gibea gelegt.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 36—48. Während die Verse 29—35 den kurzen Schlachtbericht enthalten, wird in V. 36—48 über das Geschehene ausführlich berichtet. Es war ein schwerer Kampf, bis es dazu kam, daß ויראו בני בנימן כי נגפו die Kinder Benjamins einsahen, daß sie endgültig geschlagen waren. Zunächst wandte Israels Streitmacht die Kriegslist an, in scheinbarer Flucht die Benjaminiten nach sich zu ziehen, wobei sie sich auf die bei Gibea Lauernden verließen, daß sie im gegebenen Augenblick über Gibea herfallen und es schlagen würden (V. 36). Und so geschah es (V. 37). Eine aus Gibea aufsteigende Rauchsäule war das verabredete Zeichen für Israels Heer, die Flucht abzubrechen und zum Angriff gegen den Feind vorzugehen, der im Vertrauen auf einen kleinen Anfangserfolg sich schon als Sieger fühlte. (V. 38—39) Zwei schaurige Erkenntnisse stürmen gleichzeitig auf Benjamin herein: die Gewißheit, daß das in Brand gesteckte Gibea verloren ist und daß Israel nur zum Schein geflohen war. Benjamin sieht, daß es verloren ist (V. 40—41). Nun ist's an den Benjaminiten zu fliehen. Sie fliehen in die Wüste, der Feind heftet sich an ihre Fersen und zieht auch die Hilfstruppen, die aus den Städten zu ihrem Schutze herbeieilen, in ihren Untergang mit hinein. Umzingelt, verjagt, aus Ruhestellungen aufgescheucht, verliert Benjamin 18 000 tapfere Männer, die dem Feindesschwert zum Opfer fallen. (V. 42—44) Benjamins Niederlage wird auf den Wegen nach dem Felsen Rimmon, wo 5000 Mann und bei Gideom, wo 2000 Mann fallen, vervollständigt, sodaß in diesem Kampfe in abgerundeter Zahl 25 000 Mann (genauer 25 100; vgl. V. 35) gefallen sind. Nun hatten aber zu Beginn des Krieges die Benjaminiten 26 000 Mann aus den Städten und 700 Mann aus Gibea aufgeboten (vgl. V. 15). Benjamins Heer betrug demnach 26 700 Mann. Von diesen fielen im Endkampfe 25 100 Mann. Von den übrigen 1600 Mann entkamen 600 auf den Felsen Rimmon (V. 46), 1000 waren entweder in den früheren Kämpfen gefallen oder sie fanden jetzt beim Abschluß des Krieges ihren Untergang in den Städten, die von den einziehenden Siegern vollständig vernichtet wurden (V. 48).

37
וְהָאֹרֵ֣ב הֵחִ֔ישׁוּ וַֽיִּפְשְׁט֖וּ אֶל־הַגִּבְעָ֑ה וַיִּמְשֹׁךְ֙ הָאֹרֵ֔ב וַיַּ֥ךְ אֶת־כׇּל־הָעִ֖יר לְפִי־חָֽרֶב׃
BernfeldDer Hinterhalt aber eilte und breitete sich aus gegen Gibea hin; der Hinterhalt zog hin und schlug die ganze Stadt mit der Schärfe des Schwertes.
ZunzDer Hinterhalt aber eilte und breitete sich aus gegen Gibeah hin, und der Hinterhalt zog hin und schlug die ganze Stadt mit der Schärfe des Schwertes.
R. BreuerDer Hinterhalt eilte und breitete sich aus gegen Gibea hin; der Hinterhalt zog hin und schlug die ganze Stadt mit der Schärfe des Schwertes.
38
וְהַמּוֹעֵ֗ד הָיָ֛ה לְאִ֥ישׁ יִשְׂרָאֵ֖ל עִם־הָאֹרֵ֑ב הֶ֕רֶב לְהַעֲלוֹתָ֛ם מַשְׂאַ֥ת הֶעָשָׁ֖ן מִן־הָעִֽיר׃
BernfeldDie Männer Israels hatten die Verabredung mit dem Hinterhalt: eine starke Rauchwolke in der Stadt aufsteigen zu lassen.
ZunzUnd die Verabredung hatten die Männer Jisraél's mit dem Hinterhalte, daß sie in Fülle aufsteigen lassen die Rauchwolke aus der Stadt.
R. BreuerDie Männer Israels hatten die Verabredung mit dem Hinterhalte: eine starke Rauchwolke in der Stadt aufsteigen zu lassen.
39
וַיַּהֲפֹ֥ךְ אִֽישׁ־יִשְׂרָאֵ֖ל בַּמִּלְחָמָ֑ה וּבִנְיָמִ֡ן הֵחֵל֩ לְהַכּ֨וֹת חֲלָלִ֤ים בְּאִֽישׁ־יִשְׂרָאֵל֙ כִּשְׁלֹשִׁ֣ים אִ֔ישׁ כִּ֣י אָֽמְר֔וּ אַךְ֩ נִגּ֨וֹף נִגָּ֥ף הוּא֙ לְפָנֵ֔ינוּ כַּמִּלְחָמָ֖ה הָרִאשֹׁנָֽה׃
BernfeldDie Männer Israels wandten um in der Schlacht, Benjamin fing wohl an unter den Männern Israels, einige nieder zu machen, an dreißig Mann, denn sie sprachen: Er ist besiegt vor uns wie in der ersten Schlacht.
ZunzUnd die Männer Jisraél's wandten um in der Schlacht, und Binjamin fing an unter den Männern Jisraél's Erschlagene zu machen an dreißig Mann, denn sie sprachen: Er ist ja geschlagen vor uns wie in der ersten Schlacht.
R. BreuerDa wandten sich die Männer Israels um zum Kampfe. Anfangs hatte Benjamin wohl unter den Männern Israels gegen dreißig Mann niedergemacht, wobei sie dachten: Es ist wohl gründlich geschlagen von uns wie in der ersten Schlacht!
40
וְהַמַּשְׂאֵ֗ת הֵחֵ֛לָּה לַעֲל֥וֹת מִן־הָעִ֖יר עַמּ֣וּד עָשָׁ֑ן וַיִּ֤פֶן בִּנְיָמִן֙ אַחֲרָ֔יו וְהִנֵּ֛ה עָלָ֥ה כְלִיל־הָעִ֖יר הַשָּׁמָֽיְמָה׃
BernfeldUnterdessen fing an die Wolke von der Stadt auf zu steigen wie eine Rauchsäule, und Benjamin kehrte sich um, die Stadt war ganz in Flammen aufgegangen.
ZunzUnd die Wolke fing an von der Stadt hinauf zu steigen wie eine Rauchsäule, und Binjamin kehrte sich um und siehe, aufstieg die Stadt ganz in Flammen gen Himmel.
R. BreuerAls aber die Wolke anfing von der Stadt aufzusteigen wie eine Rauchsäule, kehrte Benjamin sich um und siehe, die Stadt war ganz in himmelwärts lohender Flamme aufgegangen.
41
וְאִ֤ישׁ יִשְׂרָאֵל֙ הָפַ֔ךְ וַיִּבָּהֵ֖ל אִ֣ישׁ בִּנְיָמִ֑ן כִּ֣י רָאָ֔ה כִּֽי־נָגְעָ֥ה עָלָ֖יו הָרָעָֽה׃
BernfeldDie Männer Israels wandten um, und die Männer Benjamins erschraken, denn sie sahen, dass das Verderben sie erreicht hat.
ZunzUnd die Männer Jisraél's wandten um, und die Männer Binjamins erschraken, denn sie sahen, daß das Verderben sie erreicht.
R. BreuerNun wandten die Männer Israels sich um, da erschracken die Männer Benjamins, denn sie sahen, daß das Verderben sie erreicht hatte.
42
וַיִּפְנ֞וּ לִפְנֵ֨י אִ֤ישׁ יִשְׂרָאֵל֙ אֶל־דֶּ֣רֶךְ הַמִּדְבָּ֔ר וְהַמִּלְחָמָ֖ה הִדְבִּיקָ֑תְהוּ וַֽאֲשֶׁר֙ מֵהֶ֣עָרִ֔ים מַשְׁחִיתִ֥ים אוֹת֖וֹ בְּתוֹכֽוֹ׃
BernfeldSie wandten sich vor den Männern Israels auf den Weg nach der Wüste. Aber die Schlacht erreichte sie und die Besatzungstruppen in der Stadt wurden da vernichtet.
ZunzUnd sie wandten sich vor den Männern Jisraél's auf den Weg nach der Wüste. Aber die Schlacht erreichte ihn, und die aus den Städten kamen, richteten ihn in seiner eigenen Mitte zu Grunde.
R. BreuerSie wandten sich vor den Männern Israels auf den Weg nach der Wüste, aber die Schlacht erreichte sie, und die aus den Städten vernichtete man unter ihnen.
43
כִּתְּר֤וּ אֶת־בִּנְיָמִן֙ הִרְדִיפֻ֔הוּ מְנוּחָ֖ה הִדְרִיכֻ֑הוּ עַ֛ד נֹ֥כַח הַגִּבְעָ֖ה מִמִּזְרַח־שָֽׁמֶשׁ׃
BernfeldSie umzingelten Benjamin, jagten ihn gegen Menuha, trieben ihn auf den Weg bis Gibea gegenüber, gegen Osten.
ZunzSie umzingelten Binjamin, jagten ihn gen Menuchah, trieben ihn auf den Weg bis Gibeah gegenüber, gegen Aufgang der Sonne.
R. BreuerSie umzingelten Benjamin, verfolgten ihn, traten ihn in Ruhestellung nieder, bis gegenüber von Gibea im Osten.
44
וַֽיִּפְּלוּ֙ מִבִּנְיָמִ֔ן שְׁמֹנָֽה־עָשָׂ֥ר אֶ֖לֶף אִ֑ישׁ אֶת־כׇּל־אֵ֖לֶּה אַנְשֵׁי־חָֽיִל׃
BernfeldEs fielen von Benjamin achtzehn tausend Mann, alle tapferen Männer.
ZunzUnd es fielen von Binjamin achtzehn tausend Mann, diese alle tapfere Männer.
R. BreuerEs fielen von Benjamin achtzehntausend Mann, lauter tapfere Männer.
45
וַיִּפְנ֞וּ וַיָּנֻ֤סוּ הַמִּדְבָּ֙רָה֙ אֶל־סֶ֣לַע הָרִמּ֔וֹן וַיְעֹלְלֻ֙הוּ֙ בַּֽמְסִלּ֔וֹת חֲמֵ֥שֶׁת אֲלָפִ֖ים אִ֑ישׁ וַיַּדְבִּ֤יקוּ אַֽחֲרָיו֙ עַד־גִּדְעֹ֔ם וַיַּכּ֥וּ מִמֶּ֖נּוּ אַלְפַּ֥יִם אִֽישׁ׃
BernfeldUnd sie wandten sich und flohen in die Wüste nach Sela Rimmon; und sie hielten Nachlese an ihm auf den gebahnten Straßen, fünf tausend Mann, sie setzten ihm nach bis Gideom und schlugen von ihm zweitausend Mann.
ZunzUnd sie wandten sich und flohen in die Wüste nach Sela Rimmon; und sie hielten Nachlese an ihm auf den gebahnten Straßen, fünf tausend Mann, und setzten ihm nach bis Gideon und schlugen von ihm zweitausend Mann.
R. BreuerUnd sie wandten sich und flohen in die Wüste zum Felsen Rimmon, und jene hielten unter ihnen noch eine Nachlese auf den Straßen fünftausend Mann, sie setzten ihnen nach bis Gideom und erschlugen von ihnen zweitausend Mann.
46
וַיְהִי֩ כׇל־הַנֹּ֨פְלִ֜ים מִבִּנְיָמִ֗ן עֶשְׂרִים֩ וַחֲמִשָּׁ֨ה אֶ֥לֶף אִ֛ישׁ שֹׁ֥לֵֽף חֶ֖רֶב בַּיּ֣וֹם הַה֑וּא אֶת־כׇּל־אֵ֖לֶּה אַנְשֵׁי־חָֽיִל׃
BernfeldEs waren all die von Benjamin Gefallenen an jenem Tage fünf und zwanzig tausend Mann, die das Schwert führen konnten. Alles tapfere Männer.
ZunzUnd es waren all die von Binjamin Gefallenen am selbigen Tage fünf und zwanzig tausend Mann, die das Schwert führen konnten. Alles tapfere Männer.
R. BreuerEs waren all die von Benjamin Gefallenen an jenem Tage fünfundzwanzigtausend Mann, mit dem Schwerte bewaffnet, alles tapfere Männer.
47
וַיִּפְנ֞וּ וַיָּנֻ֤סוּ הַמִּדְבָּ֙רָה֙ אֶל־סֶ֣לַע הָרִמּ֔וֹן שֵׁ֥שׁ מֵא֖וֹת אִ֑ישׁ וַיֵּֽשְׁבוּ֙ בְּסֶ֣לַע רִמּ֔וֹן אַרְבָּעָ֖ה חֳדָשִֽׁים׃
BernfeldUnd sie wandten sich und flohen in die Wüste nach Sela Rimmon, sechshundert Mann, und sie blieben in Sela Rimmon vier Monate.
ZunzUnd sie wandten sich und flohen in die Wüste nach Sela Rimmon, sechshundert Mann, und sie blieben in Sela Rimmon vier Monate.
R. BreuerEs wandten sich um und flohen in die Wüste zum Felsen Rimmon sechshundert Mann, und sie blieben auf dem Felsen Rimmon vier Monate.
48
וְאִ֨ישׁ יִשְׂרָאֵ֜ל שָׁ֣בוּ אֶל־בְּנֵ֤י בִנְיָמִן֙ וַיַּכּ֣וּם לְפִי־חֶ֔רֶב מֵעִ֤יר מְתֹם֙ עַד־בְּהֵמָ֔ה עַ֖ד כׇּל־הַנִּמְצָ֑א גַּ֛ם כׇּל־הֶעָרִ֥ים הַנִּמְצָא֖וֹת שִׁלְּח֥וּ בָאֵֽשׁ׃ {פ}
BernfeldDie Männer von Israel kehrten unterdessen zurück zu den Söhnen Benjamin und schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, die zurückgebliebenen schwachen Mannschaften, wie das Vieh wie auch alles Vorhandene; ja all die Städte, auf die sie trafen, steckten sie in Brand.
ZunzUnd die Männer von Jisraél kehrten zurück zu den Söhnen Binjamin und schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, so die Stadt völlig wie das Vieh, wie auch alles Vorhandene, ja all die Städte, auf die sie trafen, steckten sie in Brand.
R. BreuerDie Männer Israels kehrten zu den Kindern Benjamins zurück und schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, von jeder Stadt sowohl Menschen als Tiere, wie auch alles Vorhandene. Auch alle Städte, die sie vorfanden, steckten sie in Brand.