Schoftim 21 שופטים

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1
וְאִ֣ישׁ יִשְׂרָאֵ֔ל נִשְׁבַּ֥ע בַּמִּצְפָּ֖ה לֵאמֹ֑ר אִ֣ישׁ מִמֶּ֔נּוּ לֹא־יִתֵּ֥ן בִּתּ֛וֹ לְבִנְיָמִ֖ן לְאִשָּֽׁה׃
BernfeldDie Männer Israels aber hatten [beim Beginn des Krieges] geschworen zu Mizpa also: Niemand darf von uns seine Tochter an Benjamin zum Weibe geben.
ZunzDie Männer Jisraél's aber schwuren zu Mizpah also: Niemand darf von uns seine Tochter an Binjamin zum Weibe geben.
R. BreuerDie Männer Israels aber hatten in Mizpah also geschworen: Niemand von uns darf seine Tochter Benjamin zum Weibe geben.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

Kap. 21. V. 1. Bis auf 600 Mann, die auf den Felsen Rimmon entkommen waren, war der Stamm Benjamin vollkommen ausgerottet. Diese 600 am Leben Gebliebenen waren die Träger ihrer Stammeszukunft. Wie aber konnte sich der Stamm aus solch schwachem Keim erneuern, wenn Israel schon zu Beginn des Krieges in Mizpah geschworen hatte, daß niemand von Israel seine Töchter an Einen aus Benjamins Stamm vermählen dürfe? Das Schlußkapitel des Richterbuches erzählt von den Sorgen Israels um Benjamins Zukunft. Nicht wirksamer konnte dieses Kapitel eingeleitet werden, als mit dem nachträglichen Bericht von dem in Mizpah geleisteten Schwure. Denn wenn in Taanith 30 b רב יוסף אמר רב נחמן den unvergleichlich festlichen Charakter des 15. Aw darin erblickt, daß er der Tag sei, שהותר שבט בנימן לבוא בקהל, an welchem die Wiedervereinigung des Stammes Benjamin mit Israels Gesamtheit erlaubt wurde, und רב diese Überlieferung des רב יוסף aus dem die Geltung des in Mizpah Beschworenen auf die damalige Generation einschränkenden Worte ממנו unseres Verses heraushört — ממנו ולא מבנינו —, so lehrt uns die Form dieses Schwures, daß nicht Haß und Rachsucht ihn geboren, daß die ängstliche Sorgfalt um die Erhaltung Benjamins nicht erst nach Abschluß des Krieges als späte Reue erwachte, sondern schon zu Beginn des Krieges in der nur für eine bestimmte Zeit berechneten Verfehmung der ehelichen Verbindung mit Benjamin zu Tage getreten war: Aus ממנו ולא מבנינו sind die Ereignisse dieses Schlußkapitels psychologisch zu erklären.

2
וַיָּבֹ֤א הָעָם֙ בֵּֽית־אֵ֔ל וַיֵּ֤שְׁבוּ שָׁם֙ עַד־הָעֶ֔רֶב לִפְנֵ֖י הָאֱלֹהִ֑ים וַיִּשְׂא֣וּ קוֹלָ֔ם וַיִּבְכּ֖וּ בְּכִ֥י גָדֽוֹל׃
BernfeldDas Volk kam nach Bet El sie saßen dort bis Abend vor Gott und erhoben ihre Stimme und weinten sehr.
ZunzUnd das Volk kam nach Bet El und sie saßen dort bis zum Abend vor Gott und erhoben ihre Stimme und weinten sehr,
R. BreuerDas Volk kam nach Beth-El, sie saßen dort bis zum Abend vor Gott und erhoben ihre Stimme und weinten sehr.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 2—14. Der Bürgerkrieg zwischen Israel und Benjamin war beendet. Ein ohnmächtiger Rest von 600 Benjaminiten zeugte von dem überwältigenden Siege, mit welchem Israel die Greueltat in Gibea gesühnt hatte. Doch Israel konnte seines Sieges nicht froh werden. Der Gedanke, daß ein ganzer Stamm so gut wie völlig vernichtet war, ließ keine frohe Stimmung aufkommen. Das Volk trauerte. In Beth-El saß es bis zum Abend vor Gott und weinte. (V. 2) Unerforschlich war ihm die Waltung Gottes, des Gottes Israels, der, um ein Attentat gegen Recht und Sitte zu sühnen, einen ganzen Stamm der Vernichtung preisgab. Mußte das sein? Klagend und fragend schaute das Volk auf zu Israels Gott. (V. 3) Noch wirkte aber die einmütige Begeisterung nach, in der sich zu Beginn des Krieges das gesamte Israel zu Mizpa versammelt und beschlossen hatte, das Verbrechen von Gibea zu sühnen. Daher schwankte jetzt nach Beendigung des Krieges die Stimmung des Volkes zwischen wehmütiger Trauer über Benjamins Untergang und dem stolzen Bewußtsein restloser Pflichterfüllung hin und her. Hatten sie gestern geweint und geklagt, gezweifelt und gefragt, so bauten sie heute zu Ehren Gottes, der das Werk ihrer Waffen gesegnet hatte, einen Altar, brachten Opfer auf ihm dar und erinnerten sich, frei von zaghafter Schwäche, des feierlichen Schwures, durch welchen sie den als Verräter an Israels heiliger Sache dem Tode geweiht hatten, der von der Versammlung in Mizpah sich fernhalten würde (V. 4—5). Doch auch Altarbau, Opfer und Schwur vermochten die Trauer um Benjamin und die Sorge um seine Zukunft nicht auszulöschen. Aus dem Überrest der 600 sollte und mußte Benjamin zu neuem Leben erstehen. Doch wie? Hatte ihr Schwur, niemals eine Tochter Israels einem Benjaminiten zu vermählen, nicht auch diesen Überrest dem Untergang geweiht? (V. 6—7) Da eröffnete sich ihnen aus der Synthese ihrer Gefühle, die bisher zwischen Trauer und Freude unausgeglichen hin- und hergeschwankt waren, ein rettender Ausweg. Eine Musterung des Volkes ergab, daß die Bewohner von Jabes Gilead der Versammlung in Mizpah fern geblieben waren. Im Sinne der in Mizpah beschworenen Übereinkunft waren sie dem Tode geweiht. 12 000 Krieger wurden ausgesandt, um sämtliche Bewohner von Jabes Gilead mit der Schärfe des Schwertes zu schlagen und nur die jungfräulichen Mädchen zu verschonen. Diese Mädchen, 400 an der Zahl, wurden in das Lager nach Silo verbracht und nach formellem Friedensschluß mit Benjamin dem Überrest dieses unglücklichen Stammes zur Ehe bestimmt. Da aber die 400 Jungfrauen aus Jabes Gilead für die 600 auf den Felsen Rimmon entkommenen Benjaminiten nicht ausreichten, mußte ein zweiter Ausweg gesucht werden, um das Werk, welches die Verjüngung und Wiederbelebung Benjamins anbahnen sollte, zu vollenden (V. 8—14).

3
וַיֹּ֣אמְר֔וּ לָמָ֗ה יְהֹוָה֙ אֱלֹהֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל הָ֥יְתָה זֹּ֖את בְּיִשְׂרָאֵ֑ל לְהִפָּקֵ֥ד הַיּ֛וֹם מִיִּשְׂרָאֵ֖ל שֵׁ֥בֶט אֶחָֽד׃
BernfeldUnd sprachen: Warum, o Herr, Gott Israels, ist solches in Israel geschehen, dass heut ein Stamm aus Israel vermisst wird?
ZunzUnd sprachen: Warum, o Ewiger, Gott Jisraél's, ist solches in Jisraél geschehen, daß heut ein Stamm aus Jisraél vermißt wird?
R. BreuerUnd sprachen: Warum, o Gott, Gott Israels, ist solches in Israel geschehen, daß heute ein Stamm aus Israel vermißt wird?
4
וַֽיְהִי֙ מִֽמׇּחֳרָ֔ת וַיַּשְׁכִּ֣ימוּ הָעָ֔ם וַיִּבְנוּ־שָׁ֖ם מִזְבֵּ֑חַ וַיַּעֲל֥וּ עֹל֖וֹת וּשְׁלָמִֽים׃ {פ}
BernfeldAm andern Tage, da stand das Volk früh auf, und sie bauten daselbst einen Altar und brachten Ganzopfer und Mahlopfer dar.
ZunzUnd es geschah am andern Tage, da stand das Volk früh auf, und sie baueten daselbst einen Altar und brachten Ganzopfer und Mahlopfer dar.
R. BreuerEs war am nächsten Morgen, da stand das Volk früh auf, und sie bauten dort einen Altar und brachten Emporopfer und Friedensopfer dar.
5
וַיֹּֽאמְרוּ֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל מִ֠י אֲשֶׁ֨ר לֹא־עָלָ֧ה בַקָּהָ֛ל מִכׇּל־שִׁבְטֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל אֶל־יְהֹוָ֑ה כִּי֩ הַשְּׁבוּעָ֨ה הַגְּדוֹלָ֜ה הָיְתָ֗ה לַ֠אֲשֶׁ֠ר לֹא־עָלָ֨ה אֶל־יְהֹוָ֧ה הַמִּצְפָּ֛ה לֵאמֹ֖ר מ֥וֹת יוּמָֽת׃
BernfeldDa sprachen die Kinder Israel: Wer ist von all den Stämmen Israels, der nicht mit der Versammlung gekommen ist zum Herrn? — Denn es bestand der große Schwur gegen den, der nicht gekommen war zum Herrn nach Mizpa, dass er sterbe.
ZunzDa sprachen die Kinder Jisraél: Wer ist von all den Stämmen Jisraél's, der nicht mit der Versammlung hinaufgegangen ist zum Ewigen? — Denn es bestand der große Schwur gegen den, der nicht hinaufgegangen war zum Ewigen nach Mizpah, daß es hieß: Er sterbe des Todes.
R. BreuerDa sprachen die Kinder Israels: Wer ist von all den Stämmen Israels, der nicht mit der Versammlung gekommen ist zu Gott? — Denn es bestand der große Schwur gegen den, der nicht hinaufgezogen war zu Gott nach Mizpah, daß er sterbe.
6
וַיִּנָּֽחֲמוּ֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל אֶל־בִּנְיָמִ֖ן אָחִ֑יו וַיֹּ֣אמְר֔וּ נִגְדַּ֥ע הַיּ֛וֹם שֵׁ֥בֶט אֶחָ֖ד מִיִּשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldDie Kinder Israel hatten Reue wegen Benjamin ihres Bruders und sie sprachen: Ausgerottet ist heute ein ganzer Stamm aus Israel.
ZunzUnd die Kinder Jisraél hatten Reue wegen Binjamin ihres Bruders und sie sprachen: Ausgerottet ist heute ein ganzer Stamm aus Jisraél.
R. BreuerEs war den Kindern Israels leid um Benjamin, ihren Bruder, und sie sprachen: Abgehauen ist heute ein Stamm von Israel!
7
מַה־נַּעֲשֶׂ֥ה לָהֶ֛ם לַנּוֹתָרִ֖ים לְנָשִׁ֑ים וַאֲנַ֙חְנוּ֙ נִשְׁבַּ֣עְנוּ בַֽיהֹוָ֔ה לְבִלְתִּ֛י תֵּת־לָהֶ֥ם מִבְּנוֹתֵ֖ינוּ לְנָשִֽׁים׃
BernfeldWas tun wir für die noch Übrigen, behufs der Frauen? Wir haben ja bei dem Herrn geschworen, dass wir ihnen nicht von unseren Töchtern zu Weibern geben.
ZunzWas thun wir für sie, die noch Uebrigen, behufs der Weiber? Wir haben ja bei dem Ewigen geschworen, daß wir ihnen nicht von unsern Töchtern zu Weibern geben.
R. BreuerWas sollen wir ihnen tun für die Uebrigen betreffs der Frauen? Haben wir doch bei Gott geschworen, daß wir ihnen nicht von unsern Töchtern zu Frauen geben!
8
וַיֹּ֣אמְר֔וּ מִ֗י אֶחָד֙ מִשִּׁבְטֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל אֲשֶׁ֛ר לֹא־עָלָ֥ה אֶל־יְהֹוָ֖ה הַמִּצְפָּ֑ה וְ֠הִנֵּ֠ה לֹ֣א בָא־אִ֧ישׁ אֶל־הַֽמַּחֲנֶ֛ה מִיָּבֵ֥ישׁ גִּלְעָ֖ד אֶל־הַקָּהָֽל׃
BernfeldUnd sie sprachen: Wo ist einer von den Stämmen Israels, der nicht gekommen zum Herrn nach Mizpa? Von Jabes Gilead war kein Mann ins Lager gekommen, zur Versammlung.
ZunzUnd sie sprachen: Wo ist einer von den Stämmen Jisraél's, der nicht hinaufgegangen zum Ewigen nach Mizpah? und siehe, kein Mann war ins Lager gekommen von Jabesch Gilead zur Versammlung.
R. BreuerUnd sie sprachen: Wo ist einer von den Stämmen Israels, der nicht hinaufgezogen ist zu Gott nach Mizpah? Und siehe, von Jabes Gilead war kein Mann ins Lager gekommen zur Versammlung.
9
וַיִּתְפָּקֵ֖ד הָעָ֑ם וְהִנֵּ֤ה אֵֽין־שָׁם֙ אִ֔ישׁ מִיּוֹשְׁבֵ֖י יָבֵ֥שׁ גִּלְעָֽד׃
BernfeldUnd das Volk ließ sich mustern; kein Mann war dort von den Bewohnern von Jabes Gilead.
ZunzUnd das Volk ließ sich mustern, und siehe, kein Mann war dort von den Bewohnern von Jabesch Gilead.
R. BreuerDas Volk wurde gemustert, und siehe, es war niemand da von den Bewohnern von Jabes Gilead.
10
וַיִּשְׁלְחוּ־שָׁ֣ם הָעֵדָ֗ה שְׁנֵים־עָשָׂ֥ר אֶ֛לֶף אִ֖ישׁ מִבְּנֵ֣י הֶחָ֑יִל וַיְצַוּ֨וּ אוֹתָ֜ם לֵאמֹ֗ר לְ֠כ֠וּ וְהִכִּיתֶ֞ם אֶת־יוֹשְׁבֵ֨י יָבֵ֤שׁ גִּלְעָד֙ לְפִי־חֶ֔רֶב וְהַנָּשִׁ֖ים וְהַטָּֽף׃
BernfeldDie Gemeinde schickte dahin zwölf tausend Mann von den tapfern Männern und gebot ihnen: Gehet und schlaget die Bewohner von Jabes Gilead mit der Schärfe des Schwertes, auch die Frauen und die Kinder.
ZunzUnd die Gemeinde schickte dahin zwölf tausend Mann von den tapfern Männern, und sie geboten ihnen also: Gehet und schlaget die Bewohner von Jabesch Gilead mit der Schärfe des Schwertes, auch die Weiber und die Kinder.
R. BreuerDie Gemeinde schickte dahin zwölftausend Mann von den tapferen Männern und gab ihnen folgenden Befehl: Gehet und schlaget die Bewohner von Jabes Gilead mit der Schärfe des Schwertes, auch die Frauen und Kinder.
11
וְזֶ֥ה הַדָּבָ֖ר אֲשֶׁ֣ר תַּעֲשׂ֑וּ כׇּל־זָכָ֗ר וְכׇל־אִשָּׁ֛ה יֹדַ֥עַת מִשְׁכַּב־זָכָ֖ר תַּחֲרִֽימוּ׃
BernfeldSo sollt ihr mit ihnen verfahren: Alles Männliche und jedes Weib, das den Beischlaf eines Mannes erkannt, sollt ihr bannen.
ZunzUnd dies ist, was ihr thun sollt: alles Männliche und jedes Weib, das den Beischlaf eines Mannes erkannt, sollt ihr bannen.
R. BreuerUnd so sollt ihr mit ihnen verfahren: Alles Männliche und jede Frau, die eines Mannes Beilager erfahren, sollt ihr bannen.
12
וַֽיִּמְצְא֞וּ מִיּוֹשְׁבֵ֣י ׀ יָבֵ֣ישׁ גִּלְעָ֗ד אַרְבַּ֤ע מֵאוֹת֙ נַעֲרָ֣ה בְתוּלָ֔ה אֲשֶׁ֧ר לֹא־יָדְעָ֛ה אִ֖ישׁ לְמִשְׁכַּ֣ב זָכָ֑ר וַיָּבִ֨אוּ אוֹתָ֤ם אֶל־הַֽמַּחֲנֶה֙ שִׁלֹ֔ה אֲשֶׁ֖ר בְּאֶ֥רֶץ כְּנָֽעַן׃ {פ}
BernfeldSie fanden von den Bewohnern von Jabes Gilead vierhundert jungfräuliche Mädchen, die noch keinen Mann erkannt durch Beischlaf, und brachten sie ins Lager nach Silo, das im Lande Kanaan.
ZunzUnd sie fanden von den Bewohnern von Jabesch Gilead vier hundert jungfräuliche Mädchen, die noch keinen Mann erkannt durch Beischlaf, und brachten sie ins Lager nach Schiloh, das im Lande Kenaan.
R. BreuerSie fanden von den Einwohnern von Jabes Gilead vierhundert jungfräuliche Mädchen, die noch keines Mannes Beilager erfahren, und brachten sie in das Lager nach Silo im Lande Kenaan.
13
וַֽיִּשְׁלְחוּ֙ כׇּל־הָ֣עֵדָ֔ה וַֽיְדַבְּרוּ֙ אֶל־בְּנֵ֣י בִנְיָמִ֔ן אֲשֶׁ֖ר בְּסֶ֣לַע רִמּ֑וֹן וַיִּקְרְא֥וּ לָהֶ֖ם שָׁלֽוֹם׃
BernfeldDie ganze Gemeinde sandte und redete zu den Kindern Benjamin, die in Sela Rimmon, und entboten ihnen Frieden.
ZunzUnd die ganze Gemeinde sandte und redete zu den Kindern Binjamin, die in Sela Rimmon, und entboten ihnen Frieden.
R. BreuerDa sandte die ganze Gemeinde hin und verhandelte mit den Kindern Benjamins, die auf dem Felsen Rimmon waren, und entboten ihnen Frieden.
14
וַיָּ֤שׇׁב בִּנְיָמִן֙ בָּעֵ֣ת הַהִ֔יא וַיִּתְּנ֤וּ לָהֶם֙ הַנָּשִׁ֔ים אֲשֶׁ֣ר חִיּ֔וּ מִנְּשֵׁ֖י יָבֵ֣שׁ גִּלְעָ֑ד וְלֹא־מָצְא֥וּ לָהֶ֖ם כֵּֽן׃
BernfeldBenjamin kehrte in jener Zeit zurück, und sie gaben ihnen die Frauen die sie von den Frauenn von Jabes Gilead hatten leben lassen, aber es reichte nicht für sie.
ZunzUnd Binjamin kehrte in selbiger Zeit zurück und sie gaben ihnen die Weiber, die sie hatten leben lassen von den Weibern von Jabesch Gilead, aber fanden nicht genug für sie.
R. BreuerSo kehrte Benjamin in jener Zeit zurück, und sie gaben ihnen die Frauen, die sie von den Frauen von Jabes Gilead hatten leben lassen, aber es reichte nicht aus für sie.
15
וְהָעָ֥ם נִחָ֖ם לְבִנְיָמִ֑ן כִּֽי־עָשָׂ֧ה יְהֹוָ֛ה פֶּ֖רֶץ בְּשִׁבְטֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldDem Volke war es aber leid um Benjamin, dass der Herr einen Riß gemacht in den Stämmen Israels.
ZunzUnd dem Volke war es leid um Binjamin, daß der Ewige einen Riß gemacht in den Stämmen Jisraél's.
R. BreuerDem Volke aber war es leid um Benjamin, daß Gott einen Riß gemacht in den Stämmen Israels.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 15—17. Nachdem 400 Benjaminiten mit Frauen versorgt waren, wäre die Zukunft des Stammes gerettet gewesen, auch wenn die 200, für welche die Zahl der Jungfrauen aus Jabes Gilead nicht ausreichte, frauenlos geblieben wären. Allein dem „Volke“, dessen politische Anschauungen gefühlsmäßig orientiert sind, die ihm nicht aus kalten statistischen Berechnungen, sondern aus warmherziger Betrachtung und Nachempfindung von Menschenschicksalen erwachsen, war es leid um Benjamin, umsomehr, als nach Beendigung des Krieges und nach vollendeter Sühnung des in Gibea Geschehenen die Volkswut über Benjamins Verbrechen der schmerzlichen Erkenntnis wich, daß Gott an Israels Volkskörper einen Riß, eine Wunde verursacht hatte, die ewig offen bliebe, wenn das begonnene Werk der Renaissance des Stammes Benjamin nicht vollendet würde (V. 15). Daher traten die Ältesten der Nation zu einer Beratung zusammen, wie den 200 mit Frauen noch unversorgten Benjaminiten geholfen werden könnte (V. 16). Noch ehe sie aber den zweiten Ausweg, zu dem sie sich entschlossen (s. weiter V. 18 ff.), betraten, trafen sie eine Anordnung, die durchaus geeignet war, den Frieden mit Benjamin zu einem wirklich dauernden zu gestalten: ויאמרו ירשת פליטה לבנימן וגו' (V. 17). Vgl. B. bathra 116 a: מלמד שהתנו על שבט בנימין שלא תירש בת הבן עם האחין. Das benjaminitische Land sollte als unveräußerlicher Erbbesitz den Benjaminiten verbleiben; nur die Söhne, nicht aber die Sohnestöchter, die durch Vermählung mit einem andern Stamme den Erbbesitz verschieben könnten, sollten erbberechtigt sein. (Vgl. Raschi das.) Nachdem es gelungen war, Benjamin für sein Land zu retten, sollte auch das Land für Benjamin gerettet werden, sollte es als „Erbteil der Rettung“ Benjamin erhalten bleiben.

16
וַיֹּֽאמְרוּ֙ זִקְנֵ֣י הָֽעֵדָ֔ה מַה־נַּעֲשֶׂ֥ה לַנּוֹתָרִ֖ים לְנָשִׁ֑ים כִּֽי־נִשְׁמְדָ֥ה מִבִּנְיָמִ֖ן אִשָּֽׁה׃
BernfeldDa sprachen die Ältesten der Gemeinde: Was sollen wir tun für die Übrigen behufs der Frauen? Denn es waren aus Benjamin alle Frauen vertilgt.
ZunzDa sprachen die Aeltesten der Gemeinde: Was sollen wir thun für die Uebrigen behufs der Weiber? Denn es waren aus Binjamin die Weiber vertilgt.
R. BreuerDa sprachen die Ältesten der Gemeinde: Was sollen wir tun für die Uebrigen betreffs der Frauen? Denn es waren aus Benjamin alle Frauen vertilgt.
17
וַיֹּ֣אמְר֔וּ יְרֻשַּׁ֥ת פְּלֵיטָ֖ה לְבִנְיָמִ֑ן וְלֹא־יִמָּחֶ֥ה שֵׁ֖בֶט מִיִּשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldSie sprachen: Ein Erbteil der Rettung bleibe Benjamin, dass nicht ausgelöscht werde ein Stamm aus Israel.
ZunzUnd sie sprachen: Ein Erbtheil der Rettung bleibe Binjamin, daß nicht ausgelöscht werde ein Stamm aus Jisraél.
R. BreuerSie sprachen: Das Erbteil der Rettung bleibe Benjamin, daß nicht ausgelöscht werde ein Stamm aus Israel.
18
וַאֲנַ֗חְנוּ לֹ֥א נוּכַ֛ל לָתֵת־לָהֶ֥ם נָשִׁ֖ים מִבְּנוֹתֵ֑ינוּ כִּֽי־נִשְׁבְּע֤וּ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵל֙ לֵאמֹ֔ר אָר֕וּר נֹתֵ֥ן אִשָּׁ֖ה לְבִנְיָמִֽן׃ {ס}
BernfeldWir nun können ihm keine Frauen von unseren Töchtern geben, denn die Kinder Israel haben geschworen: Verflucht sei, wer ein Weib gibt Benjamin.
ZunzWir nun können ihm keine Weiber von unsern Töchtern geben, denn die Kinder Jisraél haben geschworen also: Verflucht, wer ein Weib giebt dem Binjamin.
R. BreuerNun können wir ihnen aber keine Frauen geben von unseren Töchtern, denn die Kinder Israels haben geschworen: Verflucht sei, wer eine Frau giebt Benjamin!
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 18—25. Um die 200 Benjaminiten, die noch keine Frauen hatten, mit Frauen zu versorgen, gab es infolge des Schwures, den Israel geschworen hatte (V. 18), nur einen Weg: die Umgehung dieses Schwures. In Silo — zur genauen topographischen Bezeichnung in V. 19 vgl. Gittin 7 b — wurde alljährlich ein Fest gefeiert, bei welchem die Töchter Silos Reigentänze aufführten. Die 200 Benjaminiten sollten sich nun in den Weinbergen Silos in den Hinterhalt legen und im Augenblick, wo die Töchter Silos ihre Tänze beginnen, aus den Weinbergen hervorbrechen und aus den Reihen der Tanzenden sich ihre Frauen nehmen und mit ihnen in die Heimat ziehen (V. 20—21). Es war vorauszusehen, daß die Angehörigen der Mädchen, ihre Väter oder Brüder, gegen die Ausführung dieses Planes Verwahrung einlegen würden, dann würden aber die Ältesten Israels schon dafür sorgen, daß sie um des Friedens von Gesamtisrael willen ein Einsehen hätten — nur so ist das seltsame חנונו אותם zu verstehen — und einen Schritt verzeihen würden, der unvermeidlich war, nachdem es nicht gelang, כי לא לקחנו איש אשתו במלחמה, beim Kampfe gegen Jabes Gilead allen 600 Benjaminiten die entsprechende Zahl von Frauen zu verschaffen. Sollten aber die Männer von Silo im Hinblick auf das Gelübde, keine Tochter Israels mit einem Benjaminiten zu vermählen, Gewissensbedenken haben, dann würden sie mit dem Hinweis darauf beruhigt werden, כי לא אתם נתתם וגו', daß ja nicht sie die Mädchen den Benjaminiten gegeben, sondern umgekehrt die Benjaminiten ihnen die Mädchen genommen haben (V. 22). Und so geschah es. Mit 200 während des Festes in Silo geraubten Frauen kehrten die Benjaminiten in ihr Land zurück. Dort gingen sie sofort an den Aufbau der im Krieg zerstörten Städte, die ihnen wie einst zur Stätte friedlichen Wohnens dienen sollten (V. 23). Und auch ihre ehemaligen Feinde zerstreuten sich ein jeder zu seinem Stamme und Geschlechte. Ein jeder kehrte zu seinem Erbe zurück (V. 24). Nun war Friede in Israel.

Dieser Frauenraub von Silo erinnert an die Mischna Thaanith 4, 8, wo von den Jungfrauen Jerusalems erzählt wird, daß sie am 15. Aw und am Versöhnungstage — mit welchen sich einst an festlicher Weihe kein anderer Tag vergleichen konnte — unter Reigentänzen in die Weinberge hinauszogen und dabei ausriefen: בחור שא נא עיניך וגו', wozu der Talmud (Thaanith 31 a) bemerkt: תנא מי שאין לו אשה נפנה לשם. (Während der Bartinora zu den Worten der Mischna יוצאות וחולות auf den Vers in ירמי' ל"א: אז תשמח בתולה במחול verweist, citiert Raschi z. St. ausdrücklich den Vers in שופטים כ"א: לחול במחלות) Was aber dort als eine auf beiden Seiten freiwillige Frauen*wahl* erscheint, tritt uns hier am Schlusse des Richterbuches als ein gewaltsamer Frauen*raub* entgegen, der auch als politisch notwendiger Akt moralisch nicht zu rechtfertigen ist. Wohl im Hinblick auf die moralische Anfechtbarkeit dieses Frauenraubes schließt das Richterbuch mit den Worten, die als Schlüssel zum Verständnis so manchen wirren Vorgangs in der Zeit der Richter zu begreifen sind: בימים ההם אין מלך בישראל איש הישר בעיניו יעשה, es war eine Zeit, in der kein König war in Israel, in der ein jeglicher tat, was recht war in seinen Augen. Eine Zeit der persönlichen, zügellosen Willkür, die bei Entschlüssen, die als politisch notwendig erschienen, von moralischen Bindungen sich lossagte. Von jener begeisterten Stimmung in Mizpa, die einst das gesamte Israel als קהל עם האלהים um Gott geeinigt hatte, war nicht viel übrig geblieben. Der Krieg mit Benjamin war zu Ende. Nun galt es, einen dauernden Frieden zu schließen; der aber würde niemals dauern, wenn von jenem tiefen Riß in Israel, den die Bestrafung Benjamins verursacht hatte, fürderhin auch nur ein kleiner Spalt offen bliebe. So entschlossen sich denn Israels Älteste zu einem Schritt, der ihnen politisch unvermeidbar dünkte. Noch einmal, ehe uns das Richterbuch entläßt, beleuchtet so die Geschichte des Frauenraubes in Silo die seelische Verfassung eines Volkes, das, seit dem Tode seiner ersten großen Führer, Moses und Josua, aus dem inneren Gleichgewicht geraten, während der ganzen Richterzeit zwischen Gut und Schlecht, zwischen Moral und Unmoral, zwischen Gottesdienst und Götzendienst hin und herschwankte.

19
וַיֹּאמְר֡וּ הִנֵּה֩ חַג־יְהֹוָ֨ה בְּשִׁל֜וֹ מִיָּמִ֣ים ׀ יָמִ֗ימָה אֲשֶׁ֞ר מִצְּפ֤וֹנָה לְבֵֽית־אֵל֙ מִזְרְחָ֣ה הַשֶּׁ֔מֶשׁ לִ֨מְסִלָּ֔ה הָעֹלָ֥ה מִבֵּֽית־אֵ֖ל שְׁכֶ֑מָה וּמִנֶּ֖גֶב לִלְבוֹנָֽה׃
BernfeldSie beschlossen: Ein Fest des Herrn ist in Silo von Jahr zu Jahr, das nördlich von Bet El fliegt gegen Osten nach der Straße hin, die von Bet El hinaufgeht nach Sichem zu, im Süden von Lebona.
ZunzUnd sie sprachen: Siehe, ein Fest des Ewigen ist in Schiloh von Jahr zu Jahr, das mitternächtlich von Bet El (liegt) gegen Sonnenaufgang nach der Straße hin, die von Bet El hinaufgeht nach Schechem zu, im Mittage von Lebonah.
R. BreuerDa sprachen sie: Siehe, ein Fest Gottes ist in Silo von Jahr zu Jahr, das nördlich von Beth-El, östlich von der Straße, die von Beth-El nach Sichem hinaufführt, und südlich von Lebona liegt.
20
(ויצו) [וַיְצַוּ֕וּ] אֶת־בְּנֵ֥י בִנְיָמִ֖ן לֵאמֹ֑ר לְכ֖וּ וַאֲרַבְתֶּ֥ם בַּכְּרָמִֽים׃
BernfeldSie geboten den Söhnen Benjamin also: Gehet hin und lauert in den Weinbergen.
ZunzUnd sie geboten den Söhnen Binjamin also: Gehet hin und lauert in den Weinbergen.
R. BreuerSie geboten den Kindern Benjamins also: Gehet hin und lauert in den Weinbergen.
21
וּרְאִיתֶ֗ם וְ֠הִנֵּ֠ה אִם־יֵ֨צְא֥וּ בְנוֹת־שִׁילוֹ֮ לָח֣וּל בַּמְּחֹלוֹת֒ וִֽיצָאתֶם֙ מִן־הַכְּרָמִ֔ים וַחֲטַפְתֶּ֥ם לָכֶ֛ם אִ֥ישׁ אִשְׁתּ֖וֹ מִבְּנ֣וֹת שִׁיל֑וֹ וַהֲלַכְתֶּ֖ם אֶ֥רֶץ בִּנְיָמִֽן׃
BernfeldUnd sehet zu, wenn die Töchter Silos herauskommen, den Reigen zu tanzen, so kommet aus den. Weinbergen hervor und greifet euch jeglicher sein Weib von den Töchtern Silos und gehet in das Land Benjamin.
ZunzUnd sehet zu, wenn die Töchter Schilohs herauskommen den Reigen zu tanzen, so kommet aus den Weinbergen hervor und greifet euch jeglicher sein Weib von den Töchtern Schilohs und gehet ins Land Binjamin.
R. BreuerUnd wenn ihr sehet, daß die Töchter Silos herauskommen, um Reigentänze aufzuführen, dann kommt aus den Weinbergen hervor und raubt euch ein jeder aus den Töchtern Silos sein Weib und gehet in das Land Benjamin.
22
וְהָיָ֡ה כִּֽי־יָבֹ֣אוּ אֲבוֹתָם֩ א֨וֹ אֲחֵיהֶ֜ם (לרוב) [לָרִ֣יב ׀] אֵלֵ֗ינוּ וְאָמַ֤רְנוּ אֲלֵיהֶם֙ חׇנּ֣וּנוּ אוֹתָ֔ם כִּ֣י לֹ֥א לָקַ֛חְנוּ אִ֥ישׁ אִשְׁתּ֖וֹ בַּמִּלְחָמָ֑ה כִּ֣י לֹ֥א אַתֶּ֛ם נְתַתֶּ֥ם לָהֶ֖ם כָּעֵ֥ת תֶּאְשָֽׁמוּ׃ {ס}
BernfeldUnd wenn ihre Eltern oder ihre Brüder kommen mit uns zu hadern, so werden wir zu ihnen sprechen: Gewähret ihnen Gnade; denn wir haben jeder sein Weib nicht im Kriege genommen. Ihr aber habt sie ihnen nicht gegeben, dass ihr jetzt der Schuld verfielt. 5
ZunzUnd es wird geschehen, wenn ihre Eltern oder ihre Brüder kommen mit uns zu hadern, so werden wir zu ihnen sprechen: Gönnet sie uns; denn wir haben Jeder sein Weib nicht im Kriege genommen, ihr aber habt sie ihnen nicht gegeben, daß ihr jetzt der Schuld versielet.
R. BreuerUnd wenn dann ihre Väter oder ihre Brüder kommen, um mit uns zu hadern, so werden wir zu ihnen sprechen: Gewähret ihnen unsertwegen Gnade, denn nicht haben wir ein jeder sein Weib im Kriege genommen. Ihr aber habt sie ihnen nicht gegeben, daß ihr jetzt der Schuld verfielet.
23
וַיַּֽעֲשׂוּ־כֵן֙ בְּנֵ֣י בִנְיָמִ֔ן וַיִּשְׂא֤וּ נָשִׁים֙ לְמִסְפָּרָ֔ם מִן־הַמְּחֹלְל֖וֹת אֲשֶׁ֣ר גָּזָ֑לוּ וַיֵּלְכ֗וּ וַיָּשׁ֙וּבוּ֙ אֶל־נַ֣חֲלָתָ֔ם וַיִּבְנוּ֙ אֶת־הֶ֣עָרִ֔ים וַיֵּשְׁב֖וּ בָּהֶֽם׃
BernfeldEs taten also die Söhne Benjamin und nahmen Frauen nach ihrer Anzahl von den Tänzerinnen, die sie geraubt. Sie kehrten dann zurück in ihr Besitztum und bauten die Städte wieder auf und wohnten darin.
ZunzUnd es thaten also die Söhne Binjamin und nahmen Weiber nach ihrer Anzahl von den Tänzerinnen, die sie geraubt, und gingen und kehrten zurück in ihr Besitzthum und bauten die Städte wieder und wohnten darin.
R. BreuerEs taten also die Kinder Benjamins, und sie nahmen sich Frauen ihrer Zahl entsprechend von den Tanzenden, die sie geraubt. Dann zogen sie fort und kehrten heim in ihr Erbe und bauten die Städte wieder auf und wohnten darin.
24
וַיִּתְהַלְּכ֨וּ מִשָּׁ֤ם בְּנֵֽי־יִשְׂרָאֵל֙ בָּעֵ֣ת הַהִ֔יא אִ֥ישׁ לְשִׁבְט֖וֹ וּלְמִשְׁפַּחְתּ֑וֹ וַיֵּצְא֣וּ מִשָּׁ֔ם אִ֖ישׁ לְנַחֲלָתֽוֹ׃ {פ}
BernfeldVon dort gingen die Kinder Israel auseinander in selbiger Zeit, jeder Mann zu seinem Stamme und zu seinem Geschlechte; sie zogen von da jeder in sein Besitztum.
ZunzUnd auseinander gingen von dort die Kinder Jisraël in selbiger Zeit, jeder Mann zu seinem Stamme und zu seinem Geschlechte, und sie gingen hinweg von da, ein Jeder in sein Besitzthum.
R. BreuerAuch die Kinder Israels zogen in jener Zeit von dort weg, ein jeder zu seinem Stamme und zu seinem Geschlechte; sie zogen von dort ein jeder in sein Besitztum.
25
בַּיָּמִ֣ים הָהֵ֔ם אֵ֥ין מֶ֖לֶךְ בְּיִשְׂרָאֵ֑ל אִ֛ישׁ הַיָּשָׁ֥ר בְּעֵינָ֖יו יַעֲשֶֽׂה׃
BernfeldIn jener Zeit war kein König in Israel: Jeglicher tat, was in seinen Augen recht war.
ZunzIn jener Zeit war kein König in Jisraël: ein Jeglicher that, was in seinen Augen recht war.
R. BreuerIn jenen Tagen war kein König in Israel, ein jeder tat, was in seinen Augen recht war.