Nechemjah 9 נחמיה

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1
וּבְיוֹם֩ עֶשְׂרִ֨ים וְאַרְבָּעָ֜ה לַחֹ֣דֶשׁ הַזֶּ֗ה נֶאֶסְפ֤וּ בְנֵֽי־יִשְׂרָאֵל֙ בְּצ֣וֹם וּבְשַׂקִּ֔ים וַאֲדָמָ֖ה עֲלֵיהֶֽם׃
BernfeldAm vierundzwanzigsten Tage jenes Monats versammelten sich die Kinder Israel fastend und in Säcke gehüllt und Erde auf ihrem Haupte.
ZunzUnd am vier und zwanzigsten Tage dieses Monats versammelten sich die Kinder Jisraël fastend und in Säcke gehüllt und Erde auf ihrem Haupte.
R. BreuerAm vierundzwanzigsten Tage dieses Monats versammelten sich die Kinder Israels fastend und in Säcke gehüllt und Erde auf ihrem Haupte.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

Kap. 9. V. 1—3. Schon Esras Thoravorlesung hatte auf das Volk einen so niederschmetternden Eindruck gemacht, daß es eines energischen Dazwischentretens Nehemias, Esras und der Leviten bedurfte, um die qualvolle תשובה-Stimmung des Volkes nicht zu einer Verzweiflung ausarten zu lassen, die mit dem Wesen der beginnenden Festtage nicht vereinbar gewesen wäre. (Vgl. 8, 9 ff.). Jetzt, am 24. Tischri, nachdem die Feste vorüber waren, brach jene Stimmung wieder hervor. Mit allen Zeichen der Trauer und Buße versammelte sich das Volk, um nachzuholen, was ihm durch den Eintritt der Feste verwehrt war zu tun. Eine sittliche Erhebungsaktion ward eingeleitet, die in Israels Geschichte nicht ihresgleichen hat. Am Anfang war die Tat. Was schon früher unter Esra einmal unternommen wurde, wurde jetzt wiederholt: die Ausscheidung aller heidnischen Glieder aus Israels Ehe und Familienkreis. Und erst nachdem diese Tat vollbracht war, reihten sich ihr die üblichen Programmpunkte einer allgemeinen תענית-Kundgebung an. (Vgl. das zu Esra 9, 3—5 Bemerkte). Mit den Worten ויקומו על עמדם knüpft der Bericht an die Worte והעם על עמדם 8, 7 an: die Stellung, die damals verlassen werden mußte, wurde jetzt wieder eingenommen; die Aktion, die damals unterbrochen werden mußte, wurde jetzt fortgesetzt und vollendet.

2
וַיִּבָּֽדְלוּ֙ זֶ֣רַע יִשְׂרָאֵ֔ל מִכֹּ֖ל בְּנֵ֣י נֵכָ֑ר וַיַּעַמְד֗וּ וַיִּתְוַדּוּ֙ עַל־חַטֹּ֣אתֵיהֶ֔ם וַעֲוֺנ֖וֹת אֲבֹתֵיהֶֽם׃
BernfeldEs sonderte sich ab der Stamm Israel von allen fremden Völkern, und sie traten hin und bekannten ihre Sünden und die Schuld ihrer Väter.
ZunzUnd es sonderte sich ab der Stamm Jisraël von allen Kindern des Auslandes und sie traten hin und bekannten ihre Sünden und die Schuld ihrer Väter.
R. BreuerEs sonderte sich ab die Nachkommenschaft Israels von allen Kindern der Fremde, und sie standen auf und bekannten ihre Sünden und die Vergehungen ihrer Väter.
3
וַיָּק֙וּמוּ֙ עַל־עׇמְדָ֔ם וַֽיִּקְרְא֗וּ בְּסֵ֨פֶר תּוֹרַ֧ת יְהֹוָ֛ה אֱלֹהֵיהֶ֖ם רְבִעִ֣ית הַיּ֑וֹם וּרְבִעִית֙ מִתְוַדִּ֣ים וּמִֽשְׁתַּחֲוִ֔ים לַיהֹוָ֖ה אֱלֹהֵיהֶֽם׃ {פ}
BernfeldSie blieben in dieser Stellung und lasen im Buche der Lehre des Herrn ihres Gottes ein Viertel des Tages, und ein Viertel brachten sie damit zu, indem sie ihre Sünden bekannten und sich niederwarfen vor dem Herrn, ihrem Gotte.
ZunzUnd sie blieben auf ihrer Stelle und lasen im Buche der Lehre des Ewigen ihres Gottes ein Viertel des Tages, und ein Viertel bekannten sie und warfen sich nieder vor dem Ewigen, ihrem Gotte.
R. BreuerSie traten in ihre Stellung und lasen im Buche der Lehre Gottes, ihres Gottes, ein Viertel des Tages, und während des andern Viertels bekannten sie ihre Sünden und warfen sich nieder vor Gott, ihrem Gotte.
4
וַיָּ֜קׇם עַֽל־מַֽעֲלֵ֣ה הַלְוִיִּ֗ם יֵשׁ֨וּעַ וּבָנִ֜י קַדְמִיאֵ֧ל שְׁבַנְיָ֛ה בֻּנִּ֥י שֵׁרֵבְיָ֖ה בָּנִ֣י כְנָ֑נִי וַֽיִּזְעֲקוּ֙ בְּק֣וֹל גָּד֔וֹל אֶל־יְהֹוָ֖ה אֱלֹהֵיהֶֽם׃
BernfeldEs traten auf die Stufe der Leviten Jesua, Bani, Kadmiel, Sebanja Bunni Serebja, Bani, Kenani und flehten mit lauter Stimme zum Herrn, ihrem Gotte.
ZunzUnd es traten auf die Stufe der Lewiim Jeschua und Bani, Kadmiel, Schebanjah, Bunni, Scherebjah, Bani, Kenani, und schrien mit lauter Stimme zum Ewigen, ihrem Gotte.
R. BreuerEs traten auf die Stufe der Leviten Jeschua, Bani, Kadmiel, Schebanjah, Bunni, Scherebjah, Bani, Kenani und flehten mit lauter Stimme zu Gott, ihrem Gotte.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 4. Der allgemeinen Kundgebung des Volkes schloß sich eine besondere der Leviten an. Eine Gruppe von Leviten betrat die für den Levitengesang bestimmte Tribüne und schrie mit lauter Stimme zu Gott. Was der Inhalt ihres ungestümen Flehens war, wird vom Erzähler verschwiegen, doch vom Talmud (Sanhedrin 64a) überliefert: Es war eine zu Gott aufschreiende Klage über die unheimliche Kraft des יצר הרע של עכו"ם, die selbst die Zerstörung des Tempels und Staates zu überdauern vermochte. Diese Klage blieb nicht ungehört. Ihr war's zu verdanken, wenn der heidnische Götzentrieb im Volke in Esras Tagen erlosch. (Vgl. das zu 8, 17 Bemerkte).

5
וַיֹּאמְר֣וּ הַלְוִיִּ֡ם יֵשׁ֣וּעַ וְ֠קַדְמִיאֵ֠ל בָּנִ֨י חֲשַׁבְנְיָ֜ה שֵׁרֵֽבְיָ֤ה הֽוֹדִיָּה֙ שְׁבַנְיָ֣ה פְתַֽחְיָ֔ה ק֗וּמוּ בָּרְכוּ֙ אֶת־יְהֹוָ֣ה אֱלֹֽהֵיכֶ֔ם מִן־הָעוֹלָ֖ם עַד־הָעוֹלָ֑ם וִיבָֽרְכוּ֙ שֵׁ֣ם כְּבֹדֶ֔ךָ וּמְרוֹמַ֥ם עַל־כׇּל־בְּרָכָ֖ה וּתְהִלָּֽה׃
BernfeldDie Leviten Jesua, Kadmiel, Bani, Hasabneja, Serebja, Hodija, Sebanja, Petahja sprachen [das Volk] an: Auf, preiset den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Man preise den Namen deiner Herrlichkeit, der erhaben ist über allen Preis und alles Lob.
ZunzUnd es sprachen die Lewiim Jeschua und Kadmiel, Bani, Chaschabnejah, Scherebjah, Hodijah, Schebanjah, Petachjah: Auf, preiset den Ewigen, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man preise den Namen deiner Herrlichkeit, der erhaben ist über allen Preis und Lob.
R. BreuerUnd es sprachen die Leviten Jeschua, Kadmiel, Bani, Chaschabnejah, Scherebjah, Hodijah, Schebanjah, Pethachjah: Auf, segnet Gott, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Man segne den Namen deiner Herrlichkeit, der erhaben ist über allen Segen und Preis!
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 5. Eine andere Gruppe von Leviten, die zum Teil aus denselben zusammengesetzt war, wie die erste, forderte das Volk zu einem den Namen Gottes segnenden und verherrlichenden Gebete auf, von dem noch heute in unserem täglichen Gottesdienste einzelne vertraute Laute unsterblich weiterklingen. Während der Aufruf קומו ברכו unmittelbar an das Volk gerichtet war, wandten sich die Leviten mit ויברכו וכו', das Volk zum Anschluß an ihren Segen ladend, zu Gott. — Aus dieser Form ihres gemeinsamen Gebetes folgert der Talmud (Berachoth 63, Taanith 16, Sotah 40), שאין עונין אמן במקדש, daß im Heiligtum nicht die בגבולין übliche Anschlußformel „Amen“ sondern die ausführlichere ברוך שם כבוד מלכותו לעולם ועד gebräuchlich war.

6
אַתָּה־ה֣וּא יְהֹוָה֮ לְבַדֶּ֒ךָ֒ (את) [אַתָּ֣ה] עָשִׂ֡יתָ אֶֽת־הַשָּׁמַ֩יִם֩ שְׁמֵ֨י הַשָּׁמַ֜יִם וְכׇל־צְבָאָ֗ם הָאָ֜רֶץ וְכׇל־אֲשֶׁ֤ר עָלֶ֙יהָ֙ הַיַּמִּים֙ וְכׇל־אֲשֶׁ֣ר בָּהֶ֔ם וְאַתָּ֖ה מְחַיֶּ֣ה אֶת־כֻּלָּ֑ם וּצְבָ֥א הַשָּׁמַ֖יִם לְךָ֥ מִשְׁתַּחֲוִֽים׃
BernfeldDu allein bist der Herr, du hast geschaffen den Himmel, die obersten Himmel und all ihr Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darin ist; du erhältst alle am Leben, und das Heer des Himmels beugt sich vor dir.
ZunzDu bist der Ewige allein, du hast gemacht den Himmel, die Himmel der Himmel und all ihr Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darin ist, und du giebst ihnen allen Leben, und das Heer des Himmels beugt sich vor dir.
R. BreuerDu allein bist Gott, du hast gemacht den Himmel, der Himmel Himmel und all ihr Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darin ist; du erhältst alle am Leben, und das Heer des Himmels beugt sich vor dir.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 6—8. Die Huldigung Gottes beginnt mit dem Bekenntnis zu seiner Einheit. Es ist derselbe Gott, der in Natur und Geschichte waltet. Der Gott der Geschichte, ד', hat die Natur geschaffen und waltet fortdauernd in ihr, und der Gott der Natur, אלקים, hat Abraham erwählt und waltet fortdauernd in Israels Geschichte.

Der Himmel und שמי השמים, „jene Himmelswelt, zu welcher unser Himmel sich also verhält, wie die Erde zu ihm, für welche somit unser ganzer Himmel zu einem Punkt zusammenschwindet“ (Komm. Ps. 148, 4), Festland und Meer und alles, was sie füllt, sie alle wurden nicht bloß durch Gott, sie sind auch durch Gott, der מחיה את כלם, dessen Wille sie fortbestehen läßt. Nicht mechanisch gehorcht das Heer des Himmels den immanenten Gesetzen der Natur, vielmehr וצבא השמים לך משתחוים die Natur beugt sich huldigend vor Gott, dem Schöpfer und Erhalter ihrer Gesetze.

Während der Talmud in בבא בתרא 25 a u. a. auch aus unserem Verse folgert, daß im Gegensatz zur unhaltbaren Ansicht des ריב"ל, wonach die שכינה im Westen weile, שכינה בכל מקום, die göttliche Herrlichkeit überall vorhanden sei, wird in Sanhedrin 91 b von אנטונינום erzählt, der einst רבי gefragt habe, מפני מה שוקעת במערב, warum die Sonne im Westen untergehe, worauf ihm רבי geantwortet habe: כדי ליתן שלום לקונה שנאמר וצבא השמים לך משתחוים, um die im Westen weilende שכינה sich verneigend zu begrüßen. וצ"ע.

Wie eine neue Weltschöpfung ging Israels Urahn Abram aus Gottes Werderuf hervor. Vgl. Berachoth 13 a: בתחלה נעשה אב לארם ולבסוף נעשה אב לכל העולם כלו Ursprünglich der Vater Arams (Abram), ward er am Ende der Vater der ganzen Welt (Abraham). Eine עשה und ein לאו übertritt, כל הקורא לאברהם אברם, wer aus dem Namen אברהם das weltgeschichtliche ה eliminiert. Wenn gleichwohl in unserem Verse der Erzähler es wagt, von אברם zu reden, so geschieht es ja nur, um zum Preise Gottes einen Rückblick auf die Vergangenheit zu werfen, התם נביא הוא דקא מסדר לשבחיה דרחמנא מה דהוה מעיקרא (das.)

Auffallend ist das zweimalige לתת in V. 8. Vielleicht soll damit angedeutet werden, daß das verheißene Land den Nachkommen Abrahams um des Verdienstes ihres Stammvaters willen verliehen wurde? Gott fand Abraham würdig, mit ihm den Bund zu schließen, לתת וכו', zu geben das Land usw. Wem? Abraham? Nein, לתת לזרעו, seinen Nachkommen zu geben. Durch die Unbestimmtheit des ersten לתת, das sich auch auf Abraham beziehen könnte, wird dem Gedanken Raum gewährt, daß sein Verdienst es war, dem seine Nachkommen die Besitznahme des Landes zu verdanken hatten.

7
אַתָּה־הוּא֙ יְהֹוָ֣ה הָאֱלֹהִ֔ים אֲשֶׁ֤ר בָּחַ֙רְתָּ֙ בְּאַבְרָ֔ם וְהוֹצֵאת֖וֹ מֵא֣וּר כַּשְׂדִּ֑ים וְשַׂ֥מְתָּ שְּׁמ֖וֹ אַבְרָהָֽם׃
BernfeldDu Herr, bist der Gott der du Abram erkoren und ihn herausgeführt hast aus Ur-Kasdim, und hast ihm den Namen Abraham gegeben.
ZunzDu bist der Ewige Gott, der du Abraham erkoren und ihn herausgeführt hast aus Ur Kasdim, und hast ihm den Namen Abraham gegeben.
R. BreuerDu, Gott, bist der Gott, der du Abram erkoren und ihn herausgeführt hast aus Ur-Kasdim, und hast ihm den Namen Abraham gegeben.
8
וּמָצָ֣אתָ אֶת־לְבָבוֹ֮ נֶאֱמָ֣ן לְפָנֶ֒יךָ֒ וְכָר֨וֹת עִמּ֜וֹ הַבְּרִ֗ית לָתֵ֡ת אֶת־אֶ֩רֶץ֩ הַכְּנַעֲנִ֨י הַחִתִּ֜י הָאֱמֹרִ֧י וְהַפְּרִזִּ֛י וְהַיְבוּסִ֥י וְהַגִּרְגָּשִׁ֖י לָתֵ֣ת לְזַרְע֑וֹ וַתָּ֙קֶם֙ אֶת־דְּבָרֶ֔יךָ כִּ֥י צַדִּ֖יק אָֽתָּה׃
BernfeldDu hast sein Herz dir getreu gefunden und schlossest mit ihm den Bund, das Land des Kanaani, Hitti, Emori, und Perisi und Jebusi und Girgast seinen Nachkommen zu geben, und hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht.
ZunzUnd da du sein Herz dir getreu gefunden, schlossest du mit ihm den Bund, zu geben das Land des Kenaani, Chitti, Emori, und Perisi und Jebußi und Girgaschi, es zu geben seinem Samen, und hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht.
R. BreuerDu hast seinen Sinn zuverlässig befunden vor dir und schlossest mit ihm den Bund, zu geben das Land des Kenaani, Chitti, Emori, Perisi, Jebusi und Girgaschi, es seinen Nachkommen zu geben. Du hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht.
9
וַתֵּ֛רֶא אֶת־עֳנִ֥י אֲבֹתֵ֖ינוּ בְּמִצְרָ֑יִם וְאֶת־זַעֲקָתָ֥ם שָׁמַ֖עְתָּ עַל־יַם־סֽוּף׃
BernfeldDu sahst das Elend unserer Väter in Ägypten, und ihren Klageruf am Schilfmeer hast du vernommen.
ZunzUnd du sahest das Elend unserer Väter in Mizrajim, und ihren Klageruf am Schilfmeer hast du vernommen.
R. BreuerDu sahest das Elend unserer Väter in Aegypten, und ihren Klageruf am Schilfmeere hast du vernommen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 9-15. Im Fluge durchmißt das Gebet Israels Vergangenheit. Das Elend in Mizrajim, die Zeichen und Wunder an Pharao und seinem Volke, das Hangen und Bangen am Ufer des Meeres, die Meeresspaltung mit ihren Folgen, Rettung der Einen, Untergang der Anderen, die Wolkensäule bei Tag und die Feuersäule bei Nacht, die Offenbarung des Gesetzes am Sinai, die Wunderspeisung während des Ganges durch die Wüste und als dessen Ziel die von Gott eidlich verheißene Eroberung des Landes: wie ein kurzer geschichtlicher Leitfaden die Hauptmomente jüdischer Vergangenheit in wenigen Sätzen zusammenfaßt, so zaubert die Erinnerung der Betenden die wichtigsten Erlebnisse ihres Volkes in gedrängter Kürze vor das Auge. Wenn aber bei diesem die Vergangenheit wie im Fluge durcheilenden Rückblick aus all den Gesetzen, Geboten und Lehren, die am Sinai geoffenbart wurden, der „heilige Sabbath“ zu besonderer Betonung herausgegriffen wird, so lehrt uns ein Hinblick auf das letzte Kapitel dieses Buches, das von der im Volke eingerissenen Sabbatentweihung erzählt, daß dieser spezielle Hinweis auf den Sabbath aus einem das Herz der Betenden durchbohrenden Schuldgefühle sich erklärt.

10
וַ֠תִּתֵּ֠ן אֹתֹ֨ת וּמֹֽפְתִ֜ים בְּפַרְעֹ֤ה וּבְכׇל־עֲבָדָיו֙ וּבְכׇל־עַ֣ם אַרְצ֔וֹ כִּ֣י יָדַ֔עְתָּ כִּ֥י הֵזִ֖ידוּ עֲלֵיהֶ֑ם וַתַּֽעַשׂ־לְךָ֥ שֵׁ֖ם כְּהַיּ֥וֹם הַזֶּֽה׃
BernfeldDu tatest Zeichen und Wunder an Pharao und an all seinen Knechten und an dem Volke seines Landes, weil du wusstest, dass sie gegen jene übel gehandelt hatten, du hast dir einen Namen gemacht, bis auf den heutigen Tag.
ZunzUnd thatest Zeichen und Wunder an Pharaoh und an all seinen Knechten und an all dem Volke seines Landes, weil du wußtest, daß sie frevelten gegen sie; und du hast dir einen Namen gemacht, wie diesen Tag geschieht.
R. BreuerDu vollbrachtest Zeichen und Wunder an Pharao und an all seinen Knechten und an all dem Volke seines Landes, denn du wußtest, daß sie mutwillig gehandelt hatten an jenen; da machtest du dir einen Namen bis auf den heutigen Tag.
11
וְהַיָּם֙ בָּקַ֣עְתָּ לִפְנֵיהֶ֔ם וַיַּֽעַבְר֥וּ בְתוֹךְ־הַיָּ֖ם בַּיַּבָּשָׁ֑ה וְֽאֶת־רֹ֨דְפֵיהֶ֜ם הִשְׁלַ֧כְתָּ בִמְצוֹלֹ֛ת כְּמוֹ־אֶ֖בֶן בְּמַ֥יִם עַזִּֽים׃
BernfeldDas Meer hast du gespalten vor ihnen, dass sie durch das Meer im Trocknen zogen, aber ihre Verfolger stürztest du in die Tiefen, wie einen Stein in die heftigen Fluten.
ZunzUnd das Meer hast du gespalten vor ihnen, daß sie durch das Meer zogen, im Trocknen, und ihre Verfolger stürztest du in die Tiefen, gleich wie einen Stein in die heftigen Fluthen.
R. BreuerDas Meer hast du gespalten vor ihnen, da zogen sie durch das Meer im Trockenen. Ihre Verfolger aber stürztest du in die Tiefen, wie einen Stein in heftige Fluten.
12
וּבְעַמּ֣וּד עָנָ֔ן הִנְחִיתָ֖ם יוֹמָ֑ם וּבְעַמּ֥וּד אֵשׁ֙ לַ֔יְלָה לְהָאִ֣יר לָהֶ֔ם אֶת־הַדֶּ֖רֶךְ אֲשֶׁ֥ר יֵֽלְכוּ־בָֽהּ׃
BernfeldMit einer Wolkensäule leitetest du sie dann des Tages, und mit einer Feuersäule nachts, ihnen zu erleuchten den Weg, auf dem sie gehen sollten.
ZunzUnd mit einer Wolkensäule leitetest du sie des Tages, und mit einer Feuersäule Nachts, ihnen zu erleuchten den Weg, auf dem sie gehen sollten.
R. BreuerDann führtest du sie mit einer Wolkensäule des Tages und mit einer Feuersäule nachts, um ihnen zu erleuchten den Weg, den sie gehen sollten.
13
וְעַ֤ל הַר־סִינַי֙ יָרַ֔דְתָּ וְדַבֵּ֥ר עִמָּהֶ֖ם מִשָּׁמָ֑יִם וַתִּתֵּ֨ן לָהֶ֜ם מִשְׁפָּטִ֤ים יְשָׁרִים֙ וְתוֹר֣וֹת אֱמֶ֔ת חֻקִּ֥ים וּמִצְוֺ֖ת טוֹבִֽים׃
BernfeldDann offenbartest du dich auf den Berg Sinai und redetest mit ihnen vom Himmel herab; du gabst ihnen richtige Vorschriften und wahrhafte Lehren, gute Satzungen und Gebote.
ZunzUnd auf den Berg Sinai stiegst du herunter und redetest mit ihnen vom Himmel herab; und gabst ihnen richtige Vorschriften und wahrhafte Lehren, gute Satzungen und Gebote.
R. BreuerDann stiegest du wieder auf den Berg Sinai und redetest mit ihnen vom Himmel. Du gabst ihnen richtige Vorschriften und Lehren der Wahrheit, Gesetze und Gebote, die gut sind.
14
וְאֶת־שַׁבַּ֥ת קׇדְשְׁךָ֖ הוֹדַ֣עְתָּ לָהֶ֑ם וּמִצְו֤וֹת וְחֻקִּים֙ וְתוֹרָ֔ה צִוִּ֣יתָ לָהֶ֔ם בְּיַ֖ד מֹשֶׁ֥ה עַבְדֶּֽךָ׃
BernfeldAuch deinen heiligen Schabbat hast du ihnen kundgetan, und Gebote und Satzungen und Lehre hast du ihnen durch deinen Knecht Mose angeordnet.
ZunzUnd deinen heiligen Sabbat hast du ihnen kund gethan, und Gebote und Satzungen und Lehre hast du ihnen geboten durch deinen Knecht Moscheh.
R. BreuerUnd deinen heiligen Sabbath hast du ihnen kundgetan und Gebote, Gesetze und Lehre hast du ihnen befohlen durch Mosche, deinen Knecht.
15
וְ֠לֶ֠חֶם מִשָּׁמַ֜יִם נָתַ֤תָּה לָהֶם֙ לִרְעָבָ֔ם וּמַ֗יִם מִסֶּ֛לַע הוֹצֵ֥אתָ לָהֶ֖ם לִצְמָאָ֑ם וַתֹּ֣אמֶר לָהֶ֗ם לָבוֹא֙ לָרֶ֣שֶׁת אֶת־הָאָ֔רֶץ אֲשֶׁר־נָשָׂ֥אתָ אֶת־יָדְךָ֖ לָתֵ֥ת לָהֶֽם׃
BernfeldDu gabst ihnen Brot vom Himmel für ihren Hunger, und Wasser brachtest du ihnen aus dem Felsen hervor für ihren Durst, dann befahlst du ihnen, hinzugehen, das Land einzunehmen, das ihnen zu geben du deine Hand aufgehoben hattest [und geschworen].
ZunzUnd Brod vom Himmel gabst du ihnen für ihren Hunger, und Wasser brachtest du ihnen aus dem Felsen hervor für ihren Durst, und befahlst ihnen, daß sie hingehen, einzunehmen das Land, das du ihnen zu geben deine Hand aufgehoben hattest.
R. BreuerDu gabst ihnen Brot vom Himmel für ihren Hunger, und Wasser brachtest du ihnen aus dem Felsen hervor für ihren Durst und sprachest zu ihnen, daß sie hingehen, um einzunehmen das Land, das ihnen zu geben du deine Hand aufgehoben hattest.
16
וְהֵ֥ם וַאֲבֹתֵ֖ינוּ הֵזִ֑ידוּ וַיַּקְשׁוּ֙ אֶת־עׇרְפָּ֔ם וְלֹ֥א שָׁמְע֖וּ אֶל־מִצְוֺתֶֽיךָ׃
BernfeldAber sie, unsere Väter, frevelten und waren hartnäckig, sie hörten nicht auf deine Gebote.
ZunzAber sie und unsere Väter frevelten und waren hartnäckig, und hörten nicht auf deine Gebote.
R. BreuerSie aber, unsere Väter, frevelten und waren hartnäckig und hörten nicht auf deine Gebote.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 16-23. Der Weg von Mizrajim in das verheißene Land war durch ein immer wieder von neuem anhebendes Abgleiten von Gott und seinem Worte auf der einen, durch unerschöpfliche Bekundungen der göttlichen Liebe und Barmherzigkeit auf der anderen Seite gekennzeichnet. Frevel, Hartnäckigkeit, Ungehorsam, Trotz, Pläne zur Fahnenflucht und Rückkehr nach Mizrajim, Aufruhr gegen Gott, der sich beim goldenen Kalbe in unerhörten Schmähungen entlud: das war der Dank des Volkes für die Großtaten, die es von Gott erfahren hatte. Gott aber verließ sie nicht. Unerschöpflich war seine Gnade und Huld. Die Wolkensäule am Tage und die Feuersäule in der Nacht, die Ausstrahlungen des Gottesgeistes, die Moses zur Höhe einer später nie wieder erreichten Prophetie erhoben und das Volk zu verständnisvoller Aufnahme seiner Lehren befähigten, das Manna für ihren Hunger und das Wasser für ihren Durst, eine vierzigjährige Versorgung, die zu einem wundervollen Schutz vor den zermürbenden und auflösenden Wirkungen der Wüstenstrapazen gedieh, sodaß ihre Gewänder nicht zerfielen und ihre Füße nicht anschwollen, dazu die Vertreibung und Zerstreuung von Königreichen und Völkerschaften, deren Länder sie in Besitz nahmen, während sie selbst mit sternengleich vermehrter Volkszahl einziehen durften in das den Vätern verheißene Land: das waren die Bekundungen der Liebe, mit welchen der Gott der Vergebung das ewig schwankende Volk aus den Niederungen der Gegenwart zu der Höhe einer besseren Zukunft erhob.

17
וַיְמָאֲנ֣וּ לִשְׁמֹ֗עַ וְלֹא־זָכְר֤וּ נִפְלְאֹתֶ֙יךָ֙ אֲשֶׁ֣ר עָשִׂ֣יתָ עִמָּהֶ֔ם וַיַּקְשׁוּ֙ אֶת־עׇרְפָּ֔ם וַיִּתְּנוּ־רֹ֛אשׁ לָשׁ֥וּב לְעַבְדֻתָ֖ם בְּמִרְיָ֑ם וְאַתָּה֩ אֱל֨וֹהַּ סְלִיח֜וֹת חַנּ֧וּן וְרַח֛וּם אֶֽרֶךְ־אַפַּ֥יִם וְרַב־[חֶ֖סֶד] (וחסד) וְלֹ֥א עֲזַבְתָּֽם׃
BernfeldSie weigerten sich zu gehorchen und gedachten nicht deiner Wunder, die du ihnen getan, sie waren hartnäckig und in ihrem Trotz setzten sie sich einen Führer, um zurückzukehren in ihre Knechtschaft; du aber bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Huld, du verließest sie nicht.
ZunzUnd weigerten sich zu gehorchen, und gedachten nicht deiner Wunder, die du ihnen gethan, und waren hartnäckig und setzten sich einen Führer, um zurückzukehren in ihre Knechtschaft in ihrem Trotz; du aber bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langmüthig und reich an Huld, und verließest sie nicht.
R. BreuerSie weigerten sich zu gehorchen und gedachten nicht deiner Wunder, die du an ihnen vollbracht, sie waren hartnäckig und in ihrem Trotz wandten sie sich dazu, in ihre Knechtschaft zurückzukehren. Du aber bist ein Gott der Vergebungen, gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Huld, du verließest sie nicht.
18
אַ֗ף כִּֽי־עָשׂ֤וּ לָהֶם֙ עֵ֣גֶל מַסֵּכָ֔ה וַיֹּ֣אמְר֔וּ זֶ֣ה אֱלֹהֶ֔יךָ אֲשֶׁ֥ר הֶעֶלְךָ֖ מִמִּצְרָ֑יִם וַֽיַּעֲשׂ֔וּ נֶאָצ֖וֹת גְּדֹלֽוֹת׃
BernfeldObwohl sie sich ein gegossenes Kalb gemacht und ausgerufen: Dies ist dein Gott, der dich herausgeführt aus Ägypten, und große Schmähungen verübt hatten,
ZunzObwohl sie sich ein gegossenes Kalb gemacht und gesprochen: Dies ist dein Gott, der dich heraufgeführt aus Mizrajim, und große Lästerungen verübt hatten.
R. BreuerObwohl sie sich ein gegossenes Kalb gemacht und ausgerufen hatten: Dies ist dein Gott, der dich herausgeführt aus Aegypten, und große Schmähungen verübt hatten.
19
וְאַתָּה֙ בְּרַחֲמֶ֣יךָ הָֽרַבִּ֔ים לֹ֥א עֲזַבְתָּ֖ם בַּמִּדְבָּ֑ר אֶת־עַמּ֣וּד הֶ֠עָנָ֠ן לֹא־סָ֨ר מֵעֲלֵיהֶ֤ם בְּיוֹמָם֙ לְהַנְחֹתָ֣ם בְּהַדֶּ֔רֶךְ וְאֶת־עַמּ֨וּד הָאֵ֤שׁ בְּלַ֙יְלָה֙ לְהָאִ֣יר לָהֶ֔ם וְאֶת־הַדֶּ֖רֶךְ אֲשֶׁ֥ר יֵֽלְכוּ־בָֽהּ׃
BernfeldVerließest du sie doch nicht in deiner großen Barmherzigkeit in der Wüste; die Wolkensäule wich nicht von ihnen am Tage, sie zu führen auf dem Wege, und die Feuersaule in der Nacht, ihnen zu leuchten auf dem Wege, auf dem sie gehen sollten.
ZunzDoch verließest du in deiner großen Barmherzigkeit sie nicht in der Wüste: die Wolkensäule wich nicht von ihnen am Tage, sie zu führen auf dem Wege, und die Feuersäule in der Nacht, ihnen zu leuchten auf dem Wege, auf dem sie gehen sollten.
R. BreuerDu aber, in deiner großen Barmherzigkeit, verließest sie nicht in der Wüste. Die Wolkensäule wich nicht von ihnen am Tage, sie zu führen auf dem Wege, und die Feuersäule in der Nacht, ihnen zu leuchten auf dem Wege, auf dem sie gehen sollten.
20
וְרוּחֲךָ֙ הַטּוֹבָ֔ה נָתַ֖תָּ לְהַשְׂכִּילָ֑ם וּמַנְךָ֙ לֹא־מָנַ֣עְתָּ מִפִּיהֶ֔ם וּמַ֛יִם נָתַ֥תָּה לָהֶ֖ם לִצְמָאָֽם׃
BernfeldUnd deinen guten Geist bestimmtest du sie zu belehren; dein Manna versagtest du nicht ihrem Munde und Wasser gabst du ihnen für ihren Durst.
ZunzUnd deinen guten Geist gabst du (ihnen), sie zu belehren; und dein Man versagtest du nicht ihrem Munde, und Wasser gabst du ihnen für ihren Durst.
R. BreuerUnd deinen guten Geist gabst du, um sie zu belehren; dein Manna versagtest du nicht ihrem Munde und Wasser gabst du ihnen für ihren Durst.
21
וְאַרְבָּעִ֥ים שָׁנָ֛ה כִּלְכַּלְתָּ֥ם בַּמִּדְבָּ֖ר לֹ֣א חָסֵ֑רוּ שַׂלְמֹֽתֵיהֶם֙ לֹ֣א בָל֔וּ וְרַגְלֵיהֶ֖ם לֹ֥א בָצֵֽקוּ׃
BernfeldVierzig Jahre versorgtest du sie in der Wüste, sie hatten an nichts Mangel; ihre Kleider zerfielen nicht, und ihre Füße schwollen nicht an.
ZunzUnd vierzig Jahre versorgtest du sie in der Wüste, sie hatten an Nichts Mangel; ihre Kleider zerfielen nicht, und ihre Füße schwollen nicht an.
R. BreuerVierzig Jahre versorgtest du sie in der Wüste, es fehlte ihnen nichts; ihre Kleider zerfielen nicht, und ihre Füße schwollen nicht an.
22
וַתִּתֵּ֨ן לָהֶ֤ם מַמְלָכוֹת֙ וַעֲמָמִ֔ים וַֽתַּחְלְקֵ֖ם לְפֵאָ֑ה וַיִּֽירְשׁ֞וּ אֶת־אֶ֣רֶץ סִיח֗וֹן וְאֶת־אֶ֙רֶץ֙ מֶ֣לֶךְ חֶשְׁבּ֔וֹן וְאֶת־אֶ֖רֶץ ע֥וֹג מֶֽלֶךְ־הַבָּשָֽׁן׃
BernfeldDu gabst ihnen auch Königreiche und Völkerschaften, die du dem Verderben preisgegeben hast; denn sie nahmen in Besitz das Land Sichons, das Land des Königs von Hesbon, und das Land Ogs, Königs von Baschan.
ZunzUnd gabst ihnen Königreiche und Völkerschaften, die du gegendweise vertheiltest; und sie nahmen in Besitz das Land Sichon und das Land des Königs von Cheschbon, und das Land Og, Königs von Baschan.
R. BreuerDu gabst ihnen Königreiche und Völkerschaften und zerstreutest diese bis ans Ende (der Welt); sie nahmen in Besitz das Land Sichons, das Land des Königs von Hesbon und das Land Ogs, des Königs von Basan.
23
וּבְנֵיהֶ֣ם הִרְבִּ֔יתָ כְּכֹכְבֵ֖י הַשָּׁמָ֑יִם וַתְּבִיאֵם֙ אֶל־הָאָ֔רֶץ אֲשֶׁר־אָמַ֥רְתָּ לַאֲבֹתֵיהֶ֖ם לָב֥וֹא לָרָֽשֶׁת׃
BernfeldUnd ihre Nachkommen mehrtest du wie die Sterne des Himmels, und brachtest sie in das Land, dahin zu gehen du ihren Vätern befohlen, es in Besitz zu nehmen.
ZunzUnd ihre Söhne mehrtest du wie die Sterne des Himmels, und brachtest sie in das Land, dahin zu gehen du ihren Vätern befohlen, es in Besitz zu nehmen.
R. BreuerUnd ihre Kinder mehrtest du wie die Sterne des Himmels und brachtest sie in das Land, wohin zu kommen du ihren Vätern verheißen hattest, um es in Besitz zu nehmen.
24
וַיָּבֹ֤אוּ הַבָּנִים֙ וַיִּֽירְשׁ֣וּ אֶת־הָאָ֔רֶץ וַתַּכְנַ֨ע לִפְנֵיהֶ֜ם אֶת־יֹשְׁבֵ֤י הָאָ֙רֶץ֙ הַכְּנַ֣עֲנִ֔ים וַֽתִּתְּנֵ֖ם בְּיָדָ֑ם וְאֶת־מַלְכֵיהֶם֙ וְאֶת־עַֽמְמֵ֣י הָאָ֔רֶץ לַעֲשׂ֥וֹת בָּהֶ֖ם כִּרְצוֹנָֽם׃
BernfeldDie Nachkommen gingen hin und nahmen das Land ein, du warfst vor ihnen nieder die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, und gabst sie in ihre Hand, ihre Könige und die Völkerschaften des Landes, mit ihnen zu verfahren nach Gefallen.
ZunzUnd die Söhne gingen hin und nahmen das Land ein, und du demüthigtest vor ihnen die Bewohner des Landes, die Kenaanim, und gabst sie in ihre Hand, auch ihre Könige und die Völkerschaften des Landes, mit ihnen zu verfahren nach Gefallen.
R. BreuerDa kamen die Kinder und nahmen das Land in Besitz, du warfst vor ihnen nieder die Bewohner des Landes, die Kenaaniter, und gabst sie in ihre Hand, ihre Könige und die Völkerschaften des Landes, mit ihnen zu verfahren nach ihrem Willen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 24-37. Die Eroberung des Landes durch Josua, die Zeiten der Richter und Propheten mit ihren Licht- und Schattenbildern, das dauernde Schwanken des Volkes zwischen Treue und Abfall, sein Übermut im Glück und seine zu Gott emporschreiende Verzweiflung im Unglück, der Zorn Gottes und seine zur Vergebung stets bereite Liebe, Israels nationale Katastrophe, die in den Tagen der Könige von Assyrien begann und mit der Fülle ihres Ungemachs sich fortsetzte bis auf diesen Tag: die Geschichte Judäas, sein staatlicher Auf- und Niedergang zieht in dieser Stunde an den betend Bekennenden und bekennend Betenden vorbei, und die Frucht dieser berauschend erhebenden und zugleich quälend erschütternden Erinnerungen ist die niederschmetternde Erkenntnis, daß Israels Galuth nur die wohlverdiente Folge seines Abfalls von Gott und Gottes Thora ist. „Als sie noch in ihrem Reiche waren.... dienten sie dir nicht.... Siehe, heute sind wir Knechte....“

25
וַֽיִּלְכְּד֞וּ עָרִ֣ים בְּצוּרֹת֮ וַאֲדָמָ֣ה שְׁמֵנָה֒ וַיִּֽירְשׁ֡וּ בָּתִּ֣ים מְלֵֽאִים־כׇּל־ט֠וּב בֹּר֨וֹת חֲצוּבִ֜ים כְּרָמִ֧ים וְזֵיתִ֛ים וְעֵ֥ץ מַאֲכָ֖ל לָרֹ֑ב וַיֹּאכְל֤וּ וַֽיִּשְׂבְּעוּ֙ וַיַּשְׁמִ֔ינוּ וַיִּֽתְעַדְּנ֖וּ בְּטוּבְךָ֥ הַגָּדֽוֹל׃
BernfeldSie eroberten feste Städte und einen fetten Boden, und nahmen Besitz von Häusern, voll allem Guten, gehauene Brunnen, Weinberge und Ölbaum und Fruchtbäume in Menge; da aßen sie und sättigten sich und wurden fett und ergötzten sich an deiner reichen Fülle.
ZunzUnd sie nahmen feste Städte ein, und einen fetten Boden, und nahmen Besitz von Häusern, voll alles Gutes, gehauene Brunnen, Weinberge und Oelbäume, und Fruchtbäume in Menge, und sie aßen und sättigten sich und wurden fett, und ergötzten sich an deiner reichen Fülle.
R. BreuerSie eroberten feste Städte und einen fetten Boden und nahmen Besitz von Häusern, voll von allem Guten, gehauene Brunnen, Weinberge und Oelbäume und Fruchtbäume in Menge; da aßen sie und sättigten sich und wurden fett und ergötzten sich an dieser reichen Fülle.
26
וַיַּמְר֨וּ וַֽיִּמְרְד֜וּ בָּ֗ךְ וַיַּשְׁלִ֤כוּ אֶת־תּוֹרָֽתְךָ֙ אַחֲרֵ֣י גַוָּ֔ם וְאֶת־נְבִיאֶ֣יךָ הָרָ֔גוּ אֲשֶׁר־הֵעִ֥ידוּ בָ֖ם לַהֲשִׁיבָ֣ם אֵלֶ֑יךָ וַֽיַּעֲשׂ֔וּ נֶאָצ֖וֹת גְּדוֹלֹֽת׃
BernfeldAber sie wurden widerspenstig und empörten sich gegen dich und warfen deine Lehre hinter ihren Rücken, sie erschlugen deine Propheten, die sie verwarnten, um sie zurückzuführen zu dir; also verübten sie große Schmähungen.
ZunzDa wurden sie widerspenstig und empörten sich gegen dich, und warfen deine Lehre hinter ihren Rücken, und erschlugen deine Propheten, die sie verwarnten, um sie zurückzuführen zu dir, und verübten große Lästerungen.
R. BreuerAber sie wurden widerspenstig und empörten sich gegen dich und warfen deine Lehre hinter ihren Rücken, und deine Propheten erschlugen sie, die sie verwarnten, um sie zurückzuführen zu dir; sie verübten große Schmähungen.
27
וַֽתִּתְּנֵם֙ בְּיַ֣ד צָֽרֵיהֶ֔ם וַיָּצֵ֖רוּ לָהֶ֑ם וּבְעֵ֤ת צָֽרָתָם֙ יִצְעֲק֣וּ אֵלֶ֔יךָ וְאַתָּה֙ מִשָּׁמַ֣יִם תִּשְׁמָ֔ע וּֽכְרַחֲמֶ֣יךָ הָֽרַבִּ֗ים תִּתֵּ֤ן לָהֶם֙ מֽוֹשִׁיעִ֔ים וְיוֹשִׁיע֖וּם מִיַּ֥ד צָרֵיהֶֽם׃
BernfeldDeshalb gabst du sie in die Hand ihrer Dränger, die sie bedrängten; dann, zu Zeit ihrer Not, schrien sie zu dir, und du hörtest vom Himmel herab, und in deiner großen Barmherzigkeit gabst du ihnen Retter, die ihnen halfen aus der Hand ihrer Dränger.
ZunzDa gabst du sie in die Hand ihrer Dränger, die bedrängten sie; und zur Zeit ihrer Noth schrien sie zu dir, und du hörtest vom Himmel herab, und nach deiner großen Barmherzigkeit gabst du ihnen Retter, die sie retteten aus der Hand ihrer Dränger.
R. BreuerDa gabst du sie in die Hand ihrer Dränger, die sie bedrängten; und zur Zeit ihrer Not schrien sie zu dir, und du hörtest vom Himmel herab, und in deiner großen Barmherzigkeit gabst du ihnen Retter, die ihnen aus der Hand ihrer Dränger halfen.
28
וּכְנ֣וֹחַ לָהֶ֔ם יָשׁ֕וּבוּ לַעֲשׂ֥וֹת רַ֖ע לְפָנֶ֑יךָ וַתַּֽעַזְבֵ֞ם בְּיַ֤ד אֹֽיְבֵיהֶם֙ וַיִּרְדּ֣וּ בָהֶ֔ם וַיָּשׁ֙וּבוּ֙ וַיִּזְעָק֔וּךָ וְאַתָּ֞ה מִשָּׁמַ֧יִם תִּשְׁמַ֛ע וְתַצִּילֵ֥ם כְּֽרַחֲמֶ֖יךָ רַבּ֥וֹת עִתִּֽים׃
BernfeldDoch wie sie Ruhe hatten, taten sie wiederum Böses vor dir; da überließest du sie der Hand ihrer Feinde, die über sie herrschten. Nun riefen sie dich wieder an, und du hörtest vom Himmel herab und rettetest sie zu vielen Zeiten in deiner Barmherzigkeit.
ZunzDoch wie sie Ruhe hatten, thaten sie wiederum Böses vor dir: da überließest du sie der Hand ihrer Feinde, die über sie herrschten. Nun riefen sie dich wieder an, und du hörtest vom Himmel herab, und rettetest sie nach deiner Barmherzigkeit viel Mal.
R. BreuerDoch wie sie Ruhe hatten, taten sie wiederum Böses vor dir; da überließest du sie der Hand ihrer Feinde, die über sie herrschten. Nun riefen sie dich wieder an, und du hörtest vom Himmel herab und rettetest sie in deiner Barmherzigkeit in vielen Zeiten.
29
וַתָּ֨עַד בָּהֶ֜ם לַהֲשִׁיבָ֣ם אֶל־תּוֹרָתֶ֗ךָ וְהֵ֨מָּה הֵזִ֜ידוּ וְלֹא־שָׁמְע֤וּ לְמִצְוֺתֶ֙יךָ֙ וּבְמִשְׁפָּטֶ֣יךָ חָֽטְאוּ־בָ֔ם אֲשֶׁר־יַעֲשֶׂ֥ה אָדָ֖ם וְחָיָ֣ה בָהֶ֑ם וַיִּתְּנ֤וּ כָתֵף֙ סוֹרֶ֔רֶת וְעׇרְפָּ֥ם הִקְשׁ֖וּ וְלֹ֥א שָׁמֵֽעוּ׃
BernfeldDu verwarntest sie, um sie zurückzuführen zu deiner Lehre; aber sie frevelten und hörten nicht auf deine Gebote, und wider deine Rechte sündigten sie, die der Mensch tun soll, dass er lebe durch sie; sie zeigten ein störrisches Wesen, sie waren hartnackig und hörten nicht.
ZunzUnd du verwarntest sie, um sie zurückzuführen zu deiner Lehre; aber sie frevelten und hörten nicht auf deine Gebote, und wider deine Rechte sündigten sie, die der Mensch thun soll, daß er lebe durch sie, und sie wandten die Schulter weg, und waren hartnäckig und hörten nicht.
R. BreuerDu verwarntest sie, um sie zurückzuführen zu deiner Lehre; sie aber frevelten und hörten nicht auf, deine Gebote und wider deine Rechtsordnungen sündigten sie, die der Mensch vollbringen soll, daß er lebe durch sie; sie zeigten eine störrische Schulter, sie waren hartnäckig und hörten nicht.
30
וַתִּמְשֹׁ֤ךְ עֲלֵיהֶם֙ שָׁנִ֣ים רַבּ֔וֹת וַתָּ֨עַד בָּ֧ם בְּרוּחֲךָ֛ בְּיַד־נְבִיאֶ֖יךָ וְלֹ֣א הֶאֱזִ֑ינוּ וַֽתִּתְּנֵ֔ם בְּיַ֖ד עַמֵּ֥י הָאֲרָצֹֽת׃
BernfeldDu zeigtest ihnen Nachsicht viele Jahre, und verwarntest sie durch deinen Geist, durch deine Propheten, aber sie gaben kein Gehör; da gabst du sie hin in die Hand der Völker der Länder.
ZunzUnd du fristetest ihnen viele Jahre, und verwarntest sie durch deinen Geist, durch deine Propheten, aber sie gaben kein Gehör; da gabst du sie hin in die Hand der Völker der Länder.
R. BreuerDu warst ihnen nachsichtig viele Jahre, du verwarntest sie durch deinen Geist, durch deine Propheten, aber sie gaben kein Gehör, da gabst du sie hin in die Hand der Völker der Länder.
31
וּֽבְרַחֲמֶ֧יךָ הָרַבִּ֛ים לֹֽא־עֲשִׂיתָ֥ם כָּלָ֖ה וְלֹ֣א עֲזַבְתָּ֑ם כִּ֛י אֵֽל־חַנּ֥וּן וְרַח֖וּם אָֽתָּה׃
BernfeldDoch in deiner großen Barmherzigkeit wolltest du sie nicht ganz vertilgen und verließest sie nicht; denn ein gnädiger und barmherziger Gott bist du.
ZunzDoch in deiner großen Barmherzigkeit wolltest du sie nicht ganz vertilgen und verließest sie nicht; denn ein gnädiger und barmherziger Gott bist du.
R. BreuerDoch in deiner großen Barmherzigkeit hast du sie nicht völlig vernichtet und hast sie nicht verlassen, denn ein gnädiger und barmherziger Gott bist du.
32
וְעַתָּ֣ה אֱ֠לֹהֵ֠ינוּ הָאֵ֨ל הַגָּד֜וֹל הַגִּבּ֣וֹר וְהַנּוֹרָא֮ שׁוֹמֵ֣ר הַבְּרִ֣ית וְהַחֶ֒סֶד֒ אַל־יִמְעַ֣ט לְפָנֶ֡יךָ אֵ֣ת כׇּל־הַתְּלָאָ֣ה אֲֽשֶׁר־מְ֠צָאַ֠תְנוּ לִמְלָכֵ֨ינוּ לְשָׂרֵ֧ינוּ וּלְכֹהֲנֵ֛ינוּ וְלִנְבִיאֵ֥ינוּ וְלַאֲבֹתֵ֖ינוּ וּלְכׇל־עַמֶּ֑ךָ מִימֵי֙ מַלְכֵ֣י אַשּׁ֔וּר עַ֖ד הַיּ֥וֹם הַזֶּֽה׃
BernfeldUnd nun unser Gott, großer, starker und furchtbarer Gott, der den Bund und die Huld bewahrt, möge nicht vor dir als ewig gelten alles Ungemach, das uns betroffen, unsere Könige, unsere Oberen, unsere Priester, und unsere Propheten, und unsere Väter und dein ganzes Volk, seit den Zeiten der Könige von Assyrien bis auf diesen Tag.
ZunzUnd nun unser Gott, großer, starker und furchtbarer Gott, der den Bund und die Huld bewahrt, laß nicht gering seyn vor dir alles Ungemach, das uns betroffen, unsere Könige, unsere Oberen, und unsere Priester, und unsere Propheten, und unsere Väter und dein ganzes Volk, seit den Zeiten der Könige von Aschur bis auf diesen Tag.
R. BreuerUnd nun, unser Gott, großer, starker und furchtbarer Gott, Bewahrer des Bundes und der Huld, möge nicht gering erscheinen vor dir das ganze Ungemach, das uns betroffen, unsere Könige, unsere Oberen, unsere Priester, unsere Propheten, unsere Väter und dein ganzes Volk, seit den Tagen der Könige von Assyrien bis auf diesen Tag!
33
וְאַתָּ֣ה צַדִּ֔יק עַ֖ל כׇּל־הַבָּ֣א עָלֵ֑ינוּ כִּֽי־אֱמֶ֥ת עָשִׂ֖יתָ וַאֲנַ֥חְנוּ הִרְשָֽׁעְנוּ׃
BernfeldDu bist zu gerecht bei allem, was über uns gekommen ist; denn du hast nach der Wahrheit gehandelt, aber wir haben gefrevelt.
ZunzDoch du bist gerecht bei allem, was über uns gekommen ist; denn du hast nach der Wahrheit gehandelt, wir aber haben gefrevelt.
R. BreuerDu bist gerecht bei allem, was über uns gekommen ist; du hast wahr gehandelt, wir haben gefrevelt.
34
וְאֶת־מְלָכֵ֤ינוּ שָׂרֵ֙ינוּ֙ כֹּהֲנֵ֣ינוּ וַאֲבֹתֵ֔ינוּ לֹ֥א עָשׂ֖וּ תּוֹרָתֶ֑ךָ וְלֹ֤א הִקְשִׁ֙יבוּ֙ אֶל־מִצְוֺתֶ֔יךָ וּלְעֵ֣דְוֺתֶ֔יךָ אֲשֶׁ֥ר הַעִידֹ֖תָ בָּהֶֽם׃
BernfeldUnsere Könige, unsere Oberen, unsere Priester und unsere Väter haben deine Lehre nicht ausgeübt und nicht gemerkt auf deine Gebote und deine Zeugnisse, womit du sie verwarnt hast.
ZunzUnd unsere Könige, unsere Oberen, unsere Priester und unsere Väter haben deine Lehre nicht ausgeübt, und nicht gemerkt auf deine Gebote und deine Zeugnisse, womit du sie verwarnt hast.
R. BreuerUnsere Könige, unsere Oberen, unsere Priester und unsere Väter haben nicht ausgeübt deine Lehre und nicht gemerkt auf deine Gebote und deine Zeugnisse, mit denen du sie verwarnt hast.
35
וְהֵ֣ם בְּמַלְכוּתָם֩ וּבְטוּבְךָ֨ הָרָ֜ב אֲשֶׁר־נָתַ֣תָּ לָהֶ֗ם וּבְאֶ֨רֶץ הָרְחָבָ֧ה וְהַשְּׁמֵנָ֛ה אֲשֶׁר־נָתַ֥תָּ לִפְנֵיהֶ֖ם לֹ֣א עֲבָד֑וּךָ וְֽלֹא־שָׁ֔בוּ מִמַּֽעַלְלֵיהֶ֖ם הָרָעִֽים׃
BernfeldAls sie noch in ihrem Reiche waren, bei dem reichen Gute, das du ihnen gespendet, und bei dem geräumigen und fetten Boden, den du ihnen übergeben, dienten sie dir nicht und kehrten nicht um von ihren bösen Handlungen.
ZunzUnd als sie in ihrem Königreiche waren, bei dem reichen Gute, das du ihnen gegeben, und bei dem geräumigen und fetten Boden, den du ihnen übergeben, dienten sie dir nicht, und kehrten nicht um von ihren bösen Handlungen.
R. BreuerAls sie noch in ihrem Reiche waren, bei deinem üppigen Gute, das du ihnen gegeben, in dem geräumigen und fruchtbaren Lande, das du ihnen geschenkt, dienten sie dir nicht und kehrten nicht zurück von ihren bösen Handlungen.
36
הִנֵּ֛ה אֲנַ֥חְנוּ הַיּ֖וֹם עֲבָדִ֑ים וְהָאָ֜רֶץ אֲשֶׁר־נָתַ֣תָּה לַאֲבֹתֵ֗ינוּ לֶאֱכֹ֤ל אֶת־פִּרְיָהּ֙ וְאֶת־טוּבָ֔הּ הִנֵּ֛ה אֲנַ֥חְנוּ עֲבָדִ֖ים עָלֶֽיהָ׃
BernfeldAber heute sind wir Knechte, und das Land, das du unsern Vätern gegeben, dessen Frucht und dessen Gut zu genießen, wir sind Knechte darin;
ZunzSiehe, wir sind heute Knechte, und das Land, das du unsern Vätern gegeben, dessen Frucht und dessen Gut zu genießen, — siehe, wir sind Knechte darin;
R. BreuerSiehe, heute sind wir Knechte, und das Land, das du unseren Vätern gegeben, um zu genießen seine Frucht und sein Gut, siehe, wir sind Knechte darin.
37
וּתְבוּאָתָ֣הּ מַרְבָּ֗ה לַמְּלָכִ֛ים אֲשֶׁר־נָתַ֥תָּה עָלֵ֖ינוּ בְּחַטֹּאותֵ֑ינוּ וְעַ֣ל גְּ֠וִיֹּתֵ֠ינוּ מֹשְׁלִ֤ים וּבִבְהֶמְתֵּ֙נוּ֙ כִּרְצוֹנָ֔ם וּבְצָרָ֥ה גְדֹלָ֖ה אֲנָֽחְנוּ׃ {פ}
BernfeldSein Ertrag mehrt sich für die Herrscher, die du über uns gesetzt ob unsern Sünden; sie schalten über unsere Leiber und über unser Vieh nach Gefallen, und in großer Not sind wir.
ZunzUnd sein Ertrag mehrt sich für die Könige, die du über uns gesetzt, ob unsern Sünden; und über unsere Leiber schalten sie, und über unser Vieh nach Gefallen, und in großer Roth sind wir.
R. BreuerSein Ertrag mehrt sich für die Könige, die du über uns gegeben wegen unserer Sünden; über unsere Leiber herrschen sie und über unser Vieh nach ihrem Willen, und in großer Not sind wir.