Mischlej 9 משלי

Buch: Kapitel: Vers:
Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
חׇ֭כְמוֹת בָּנְתָ֣ה בֵיתָ֑הּ חָצְבָ֖ה עַמּוּדֶ֣יהָ שִׁבְעָֽה׃
ZunzDie Weisheit hat ihr Haus erbaut, hat ihre sieben Säulen ausgehauen.
2
טָבְחָ֣ה טִ֭בְחָהּ מָסְכָ֣ה יֵינָ֑הּ אַ֝֗ף עָרְכָ֥ה שֻׁלְחָנָֽהּ׃
ZunzHat geschlachtet ihr Schlachtvieh, hat gemischt ihren Wein, auch angerichtet ihren Tisch.
3
שָׁלְחָ֣ה נַעֲרֹתֶ֣יהָ תִקְרָ֑א עַל־גַּ֝פֵּ֗י מְרֹ֣מֵי קָֽרֶת׃
ZunzSie schickt ihre Mädchen aus, läßt einladen, auf den Vorsprüngen der Höhen der Stadt.
4
מִֽי־פֶ֭תִי יָסֻ֣ר הֵ֑נָּה חֲסַר־לֵ֝֗ב אָ֣מְרָה לּֽוֹ׃
ZunzWer einfältig ist, kehre hier ein, (wer) unverständig, den spricht sie an:
5
לְ֭כוּ לַחֲמ֣וּ בְֽלַחֲמִ֑י וּ֝שְׁת֗וּ בְּיַ֣יִן מָסָֽכְתִּי׃
ZunzKommt, esset von meinem Brode, und trinket vom Wein, den ich gemischt.
6
עִזְב֣וּ פְתָאיִ֣ם וִֽחְי֑וּ וְ֝אִשְׁר֗וּ בְּדֶ֣רֶךְ בִּינָֽה׃
ZunzLasset die Bethörung, daß ihr lebet, und schreitet auf dem Wege der Weisheit. —
7
יֹ֤סֵ֨ר ׀ לֵ֗ץ לֹקֵ֣חַֽ ל֣וֹ קָל֑וֹן וּמוֹכִ֖יחַ לְרָשָׁ֣ע מוּמֽוֹ׃
ZunzWer den Spötter belehrt, holt sich Schimpf, und wer den Frevler züchtigt — seinen Schandfleck.
8
אַל־תּ֣וֹכַח לֵ֭ץ פֶּן־יִשְׂנָאֶ֑ךָּ הוֹכַ֥ח לְ֝חָכָ֗ם וְיֶאֱהָבֶֽךָּ׃
ZunzRüge nicht den Spötter, daß er dich nicht hasse, rüge den Klugen, und er wird dich lieben.
9
תֵּ֣ן לְ֭חָכָם וְיֶחְכַּם־ע֑וֹד הוֹדַ֥ע לְ֝צַדִּ֗יק וְי֣וֹסֶף לֶֽקַח׃
ZunzGieb dem Klugen, und er wird noch klüger, gieb dem Gerechten Kunde, und er wird an Wissen zunehmen.
10
תְּחִלַּ֣ת חׇ֭כְמָה יִרְאַ֣ת יְהֹוָ֑ה וְדַ֖עַת קְדֹשִׁ֣ים בִּינָֽה׃
ZunzDer Anfang der Weisheit ist Furcht des Ewigen, und Kunde des Heiligen ist Einsicht.
11
כִּי־בִ֭י יִרְבּ֣וּ יָמֶ֑יךָ וְיוֹסִ֥יפוּ לְּ֝ךָ֗ שְׁנ֣וֹת חַיִּֽים׃
ZunzDenn durch mich werden deiner Tage viel seyn, und sich dir mehren Jahre des Lebens.
12
אִם־חָ֭כַמְתָּ חָכַ֣מְתָּ לָּ֑ךְ וְ֝לַ֗צְתָּ לְֽבַדְּךָ֥ תִשָּֽׂא׃
ZunzWenn du klug bist, bist du dir klug, und bist du ein Spötter, trägst du's allein.
13
אֵ֣שֶׁת כְּ֭סִילוּת הֹמִיָּ֑ה פְּ֝תַיּ֗וּת וּבַל־יָ֥דְעָה מָּֽה׃
ZunzDas thörichte Weib tobt umher, das einfältige, das nichts weiß,
14
וְֽ֭יָשְׁבָה לְפֶ֣תַח בֵּיתָ֑הּ עַל־כִּ֝סֵּ֗א מְרֹ֣מֵי קָֽרֶת׃
ZunzUnd sitzt am Eingang ihres Hauses, auf einem Stuhl, auf den Höhen vor der Stadt,
15
לִקְרֹ֥א לְעֹֽבְרֵי־דָ֑רֶךְ הַֽ֝מְיַשְּׁרִ֗ים אֹֽרְחוֹתָֽם׃
ZunzEinzuladen die des Weges gehen, die ihre grade Straße ziehen.
16
מִֽי־פֶ֭תִי יָסֻ֣ר הֵ֑נָּה וַחֲסַר־לֵ֝֗ב וְאָ֣מְרָה לּֽוֹ׃
ZunzWer einfältig ist, kehre hier ein, und wer unverständig ist, den spricht sie an:
17
מַֽיִם־גְּנוּבִ֥ים יִמְתָּ֑קוּ וְלֶ֖חֶם סְתָרִ֣ים יִנְעָֽם׃
ZunzGestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brod ist lieblich.
18
וְֽלֹא־יָ֭דַע כִּֽי־רְפָאִ֣ים שָׁ֑ם בְּעִמְקֵ֖י שְׁא֣וֹל קְרֻאֶֽיהָ׃ {פ}
ZunzAber er weiß nicht, daß dort die Schatten sind, in den Tiefen der Hölle ihre Geladenen.