Mischlej 10 משלי
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
מִשְׁלֵ֗י שְׁלֹ֫מֹ֥ה בֵּ֣ן חָ֭כָם יְשַׂמַּח־אָ֑ב וּבֵ֥ן כְּ֝סִ֗יל תּוּגַ֥ת אִמּֽוֹ׃
ZunzSprüche Schelomoh's. Ein kluger Sohn erfreut den Vater, aber ein thörichter Sohn ist der Gram seiner Mutter.
2
לֹֽא־י֭וֹעִילוּ אוֹצְר֣וֹת רֶ֑שַׁע וּ֝צְדָקָ֗ה תַּצִּ֥יל מִמָּֽוֶת׃
ZunzEs frommen nicht ungerechte Schätze, aber Gerechtigkeit rettet vom Tode.
3
לֹא־יַרְעִ֣יב יְ֭הֹוָה נֶ֣פֶשׁ צַדִּ֑יק וְהַוַּ֖ת רְשָׁעִ֣ים יֶהְדֹּֽף׃
ZunzDer Ewige läßt nicht darben die Seele der Gerechten, aber die Gier der Frevler stößt er fort.
4
רָ֗אשׁ עֹשֶׂ֥ה כַף־רְמִיָּ֑ה וְיַ֖ד חָרוּצִ֣ים תַּעֲשִֽׁיר׃
ZunzLässige Hand macht arm, aber die Hand der Fleißigen macht reich.
5
אֹגֵ֣ר בַּ֭קַּיִץ בֵּ֣ן מַשְׂכִּ֑יל נִרְדָּ֥ם בַּ֝קָּצִ֗יר בֵּ֣ן מֵבִֽישׁ׃
ZunzEinsammelt im Sommer ein verständiger Sohn, es schlummert in der Ernte ein Schandbarer.
6
בְּ֭רָכוֹת לְרֹ֣אשׁ צַדִּ֑יק וּפִ֥י רְ֝שָׁעִ֗ים יְכַסֶּ֥ה חָמָֽס׃
ZunzSegnungen kommen auf das Haupt der Gerechten, aber den Mund der Frevler bedeckt Gewaltthat.
7
זֵ֣כֶר צַ֭דִּיק לִבְרָכָ֑ה וְשֵׁ֖ם רְשָׁעִ֣ים יִרְקָֽב׃
ZunzDas Gedächtniß des Gerechten ist zum Segen, aber der Name der Frevler verweset.
8
חֲכַם־לֵ֭ב יִקַּ֣ח מִצְוֺ֑ת וֶאֱוִ֥יל שְׂ֝פָתַ֗יִם יִלָּבֵֽט׃
ZunzWer klugen Sinnes ist, nimmt Gebote an, aber der thörichte Schwätzer ist von Sinnen.
9
הוֹלֵ֣ךְ בַּ֭תֹּם יֵ֣לֶךְ בֶּ֑טַח וּמְעַקֵּ֥שׁ דְּ֝רָכָ֗יו יִוָּדֵֽעַ׃
ZunzWer in Einfalt wandelt, wandelt sicher, und wer krumme Wege geht, muß es büßen.
10
קֹ֣רֵֽץ עַ֭יִן יִתֵּ֣ן עַצָּ֑בֶת וֶאֱוִ֥יל שְׂ֝פָתַ֗יִם יִלָּבֵֽט׃
ZunzWer mit den Augen winkt, veranlaßt Kränkung, und der thörichte Schwätzer ist von Sinnen.
11
מְק֣וֹר חַ֭יִּים פִּ֣י צַדִּ֑יק וּפִ֥י רְ֝שָׁעִ֗ים יְכַסֶּ֥ה חָמָֽס׃
ZunzEin Quell des Lebens ist der Mund des Gerechten, aber der Mund der Frevler schützt Gewaltthat.
12
שִׂ֭נְאָה תְּעֹרֵ֣ר מְדָנִ֑ים וְעַ֥ל כׇּל־פְּ֝שָׁעִ֗ים תְּכַסֶּ֥ה אַהֲבָֽה׃
ZunzHaß erweckt Zank, aber alle Vergehungen bedeckt die Liebe.
13
בְּשִׂפְתֵ֣י נָ֭בוֹן תִּמָּצֵ֣א חׇכְמָ֑ה וְ֝שֵׁ֗בֶט לְגֵ֣ו חֲסַר־לֵֽב׃
ZunzAuf den Lippen des Einsichtigen wird Weisheit gefunden, und die Ruthe für den Rücken des Unverständigen.
14
חֲכָמִ֥ים יִצְפְּנוּ־דָ֑עַת וּפִֽי־אֱ֝וִ֗יל מְחִתָּ֥ה קְרֹבָֽה׃
ZunzDie Weisen bergen Erkenntniß, aber der Mund des Narren nahen Schrecken.
15
ה֣וֹן עָ֭שִׁיר קִרְיַ֣ת עֻזּ֑וֹ מְחִתַּ֖ת דַּלִּ֣ים רֵישָֽׁם׃
ZunzDas Vermögen des Reichen ist seine starke Veste, der Schrecken der Armen ist ihre Armuth.
16
פְּעֻלַּ֣ת צַדִּ֣יק לְחַיִּ֑ים תְּבוּאַ֖ת רָשָׁ֣ע לְחַטָּֽאת׃
ZunzDer Werklohn des Gerechten ist für Leben; der Ertrag des Frevlers — für die Sünde.
17
אֹ֣רַח לְ֭חַיִּים שׁוֹמֵ֣ר מוּסָ֑ר וְעֹזֵ֖ב תּוֹכַ֣חַת מַתְעֶֽה׃
ZunzDen Pfad zum Leben (geht), wer Zucht achtet; wer aber Ermahnung verläßt, geht irre.
18
מְכַסֶּ֣ה שִׂ֭נְאָה שִׂפְתֵי־שָׁ֑קֶר וּמוֹצִ֥א דִ֝בָּ֗ה ה֣וּא כְסִֽיל׃
ZunzWer Haß verhehlt, ist lügenhafter Lippen, und wer Nachrede ausbringt, der ist ein Thor.
19
בְּרֹ֣ב דְּ֭בָרִים לֹ֣א יֶחְדַּל־פָּ֑שַׁע וְחוֹשֵׂ֖ךְ שְׂפָתָ֣יו מַשְׂכִּֽיל׃
ZunzBei vielem Gerede entgeht man Versehen nicht, aber es schont seiner Lippen der Verständige.
20
כֶּ֣סֶף נִ֭בְחָר לְשׁ֣וֹן צַדִּ֑יק לֵ֖ב רְשָׁעִ֣ים כִּמְעָֽט׃
ZunzAuserlesen Silber ist die Zunge des Gerechten; das Herz der Frevler ist verworren.
21
שִׂפְתֵ֣י צַ֭דִּיק יִרְע֣וּ רַבִּ֑ים וֶ֝אֱוִילִ֗ים בַּחֲסַר־לֵ֥ב יָמֽוּתוּ׃
ZunzDie Lippen des Gerechten leiten Viele, aber die Narren sterben an Unverstand.
22
בִּרְכַּ֣ת יְ֭הֹוָה הִ֣יא תַעֲשִׁ֑יר וְלֹֽא־יוֹסִ֖ף עֶ֣צֶב עִמָּֽהּ׃
ZunzDer Segen des Ewigen, der macht reich, und nichts thut mehr dabei die Mühe.
23
כִּשְׂח֣וֹק לִ֭כְסִיל עֲשׂ֣וֹת זִמָּ֑ה וְ֝חׇכְמָ֗ה לְאִ֣ישׁ תְּבוּנָֽה׃
ZunzSo wie es ein Scherz ist dem Thoren, Tücke zu verüben, so Klugheit dem verständigen Manne.
24
מְגוֹרַ֣ת רָ֭שָׁע הִ֣יא תְבוֹאֶ֑נּוּ וְתַאֲוַ֖ת צַדִּיקִ֣ים יִתֵּֽן׃
ZunzWovor dem Frevler bangt, das kommt über ihn; was die Gerechten wünschen, wird gewährt.
25
כַּעֲב֣וֹר ס֭וּפָה וְאֵ֣ין רָשָׁ֑ע וְ֝צַדִּ֗יק יְס֣וֹד עוֹלָֽם׃
ZunzWenn der Sturmwind herbeisährt, ist der Frevler dahin, aber der Gerechte ist ein ewiger Grund.
26
כַּחֹ֤מֶץ ׀ לַשִּׁנַּ֗יִם וְכֶעָשָׁ֥ן לָעֵינָ֑יִם כֵּ֥ן הֶ֝עָצֵ֗ל לְשֹׁלְחָֽיו׃
ZunzWie Essig für die Zähne, und wie Rauch für die Augen, so der Träge für die ihn aussenden.
27
יִרְאַ֣ת יְ֭הֹוָה תּוֹסִ֣יף יָמִ֑ים וּשְׁנ֖וֹת רְשָׁעִ֣ים תִּקְצֹֽרְנָה׃
ZunzDie Furcht des Ewigen mehret die Tage, aber die Jahre der Frevler werden verfürzt.
28
תּוֹחֶ֣לֶת צַדִּיקִ֣ים שִׂמְחָ֑ה וְתִקְוַ֖ת רְשָׁעִ֣ים תֹּאבֵֽד׃
ZunzDie Erwartung der Gerechten bringt Freude, aber die Hoffnung der Frevler schwindet.
29
מָע֣וֹז לַ֭תֹּם דֶּ֣רֶךְ יְהֹוָ֑ה וּ֝מְחִתָּ֗ה לְפֹ֣עֲלֵי אָֽוֶן׃
ZunzEine Schutzwehr ist der Einfalt der Weg des Ewigen, aber ein Schrecken den Uebelthätern.
30
צַ֭דִּיק לְעוֹלָ֣ם בַּל־יִמּ֑וֹט וּ֝רְשָׁעִ֗ים לֹ֣א יִשְׁכְּנוּ־אָֽרֶץ׃
ZunzDer Gerechte wird in Ewigkeit nicht wanken, aber die Frevler bleiben nicht wohnen im Lande.
31
פִּֽי־צַ֭דִּיק יָנ֣וּב חׇכְמָ֑ה וּלְשׁ֥וֹן תַּ֝הְפֻּכ֗וֹת תִּכָּרֵֽת׃
ZunzDer Mund des Gerechten sprosset Weisheit, aber die Zunge der Ränke wird vertilgt.
32
שִׂפְתֵ֣י צַ֭דִּיק יֵדְע֣וּן רָצ֑וֹן וּפִ֥י רְ֝שָׁעִ֗ים תַּהְפֻּכֽוֹת׃
ZunzDie Lippen des Gerechten kennen Wohlwollen, aber der Mund der Frevler — Ränke.