Mischlej 11 משלי

Buch: Kapitel: Vers:
Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
מֹאזְנֵ֣י מִ֭רְמָה תּוֹעֲבַ֣ת יְהֹוָ֑ה וְאֶ֖בֶן שְׁלֵמָ֣ה רְצוֹנֽוֹ׃
ZunzDie Wagschale des Betrugs ist dem Ewigen ein Greuel, aber richtiges Gewicht sein Wohlgefallen.
2
בָּֽא־זָ֭דוֹן וַיָּבֹ֣א קָל֑וֹן וְֽאֶת־צְנוּעִ֥ים חׇכְמָֽה׃
ZunzKommt Uebermuth, so kommt Schmach; aber mit den Bescheidenen — Weisheit.
3
תֻּמַּ֣ת יְשָׁרִ֣ים תַּנְחֵ֑ם וְסֶ֖לֶף בֹּגְדִ֣ים (ושדם) [יְשׇׁדֵּֽם]׃
ZunzDie Redlichen leitet ihre Einfalt, aber die Verräther zerstört ihre Arglist.
4
לֹא־יוֹעִ֣יל ה֭וֹן בְּי֣וֹם עֶבְרָ֑ה וּ֝צְדָקָ֗ה תַּצִּ֥יל מִמָּֽוֶת׃
ZunzEs frommt kein Vermögen am Tage des Zorns, aber Gerechtigkeit rettet vom Tode.
5
צִדְקַ֣ת תָּ֭מִים תְּיַשֵּׁ֣ר דַּרְכּ֑וֹ וּ֝בְרִשְׁעָת֗וֹ יִפֹּ֥ל רָשָֽׁע׃
ZunzDie Gerechtigkeit des Arglosen ebnet seinen Weg, aber in seinen Frevel fällt der Frevler.
6
צִדְקַ֣ת יְ֭שָׁרִים תַּצִּילֵ֑ם וּ֝בְהַוַּ֗ת בֹּגְדִ֥ים יִלָּכֵֽדוּ׃
ZunzIhre Gerechtigkeit rettet die Redlichen, und in ihrer Habsucht werden die Verräther gefangen.
7
בְּמ֤וֹת אָדָ֣ם רָ֭שָׁע תֹּאבַ֣ד תִּקְוָ֑ה וְתוֹחֶ֖לֶת אוֹנִ֣ים אָבָֽדָה׃
ZunzMit dem Tode des frevlen Menschen schwindet (ihre) Hoffnung, und die Erwartung der Söhne ist geschwunden.
8
צַ֭דִּיק מִצָּרָ֣ה נֶחֱלָ֑ץ וַיָּבֹ֖א רָשָׁ֣ע תַּחְתָּֽיו׃
ZunzDer Gerechte wird aus der Noth gerettet, und der Frevler kommt an seine Stelle.
9
בְּפֶ֗ה חָ֭נֵף יַשְׁחִ֣ת רֵעֵ֑הוּ וּ֝בְדַ֗עַת צַדִּיקִ֥ים יֵחָלֵֽצוּ׃
ZunzMit dem Munde verdirbt der Heuchler seinen Nächsten, aber durch Einsicht werden die Gerechten gerettet.
10
בְּט֣וּב צַ֭דִּיקִים תַּעֲלֹ֣ץ קִרְיָ֑ה וּבַאֲבֹ֖ד רְשָׁעִ֣ים רִנָּֽה׃
ZunzWenn es den Gerechten wohlgeht, jauchjet die Stadt, und wenn die Frevler untergehn, ist Jubel.
11
בְּבִרְכַּ֣ת יְ֭שָׁרִים תָּר֣וּם קָ֑רֶת וּבְפִ֥י רְ֝שָׁעִ֗ים תֵּהָרֵֽס׃
ZunzDurch den Segen der Redlichen wird eine Stadt erhöhet, aber durch den Mund der Frevler wird sie zerstört.
12
בׇּז־לְרֵעֵ֥הוּ חֲסַר־לֵ֑ב וְאִ֖ישׁ תְּבוּנ֣וֹת יַחֲרִֽישׁ׃
ZunzEs schmähet seinen Nächsten der Unverständige, aber der Mann von Verstand schweigt.
13
הוֹלֵ֣ךְ רָ֭כִיל מְגַלֶּה־סּ֑וֹד וְנֶאֱמַן־ר֝֗וּחַ מְכַסֶּ֥ה דָבָֽר׃
ZunzWer als Verläumder umhergeht, enthüllet Geheimnisse, aber ein treues Gemüth verbirgt die Sache.
14
בְּאֵ֣ין תַּ֭חְבֻּלוֹת יִפׇּל־עָ֑ם וּ֝תְשׁוּעָ֗ה בְּרֹ֣ב יוֹעֵֽץ׃
ZunzOhne Lenkung unterliegt ein Volk, aber Sieg (wird ihm) durch viele Rathgeber.
15
רַע־יֵ֭רוֹעַ כִּי־עָ֣רַב זָ֑ר וְשֹׂנֵ֖א תֹקְעִ֣ים בּוֹטֵֽחַ׃
ZunzZerrüttet wird er, wenn er sich verbürgt für einen Fremden; aber wer das Handeinschlagen hasset, ist sicher.
16
אֵֽשֶׁת־חֵ֭ן תִּתְמֹ֣ךְ כָּב֑וֹד וְ֝עָרִיצִ֗ים יִתְמְכוּ־עֹֽשֶׁר׃
ZunzEin holdes Weib erhält die Ehre, und Starke erhalten Reichthum.
17
גֹּמֵ֣ל נַ֭פְשׁוֹ אִ֣ישׁ חָ֑סֶד וְעֹכֵ֥ר שְׁ֝אֵר֗וֹ אַכְזָרִֽי׃
ZunzEs erzeigt sich selber Gutes der Liebreiche, aber seinen Leib verderbt der Grausame.
18
רָשָׁ֗ע עֹשֶׂ֥ה פְעֻלַּת־שָׁ֑קֶר וְזֹרֵ֥עַ צְ֝דָקָ֗ה שֶׂ֣כֶר אֱמֶֽת׃
ZunzDer Frevler erwirbt nichtigen Erwerb, aber wer Gerechtigkeit säet, sichern Lohn.
19
כֵּן־צְדָקָ֥ה לְחַיִּ֑ים וּמְרַדֵּ֖ף רָעָ֣ה לְמוֹתֽוֹ׃
ZunzEin Fußgestell ist Gerechtigkeit zum Leben; wer aber dem Bösen nachjagt, (jagt) in seinen Tod.
20
תּוֹעֲבַ֣ת יְ֭הֹוָה עִקְּשֵׁי־לֵ֑ב וּ֝רְצוֹנ֗וֹ תְּמִ֣ימֵי דָֽרֶךְ׃
ZunzEin Greuel dem Ewigen sind, die tückischen Herzens, aber sein Wohlgefallen, die von untadligem Wandel sind.
21
יָ֣ד לְ֭יָד לֹא־יִנָּ֣קֶה רָּ֑ע וְזֶ֖רַע צַדִּיקִ֣ים נִמְלָֽט׃
ZunzHandvoll zu Handvoll — der Böse bleibt nicht ungestraft; aber der Same der Gerechten entrinnt.
22
נֶ֣זֶם זָ֭הָב בְּאַ֣ף חֲזִ֑יר אִשָּׁ֥ה יָ֝פָ֗ה וְסָ֣רַת טָֽעַם׃
ZunzEin goldner Nasenring am Rüssel des Schweins, (so) ein schönes Weib, das ohne Anmuth ist.
23
תַּאֲוַ֣ת צַדִּיקִ֣ים אַךְ־ט֑וֹב תִּקְוַ֖ת רְשָׁעִ֣ים עֶבְרָֽה׃
ZunzDer Wunsch der Gerechten ist nur Gutes, die Hoffnung der Frevler ist (Gottes) Zorn.
24
יֵ֣שׁ מְ֭פַזֵּר וְנוֹסָ֥ף ע֑וֹד וְחֹשֵׂ֥ךְ מִ֝יֹּ֗שֶׁר אַךְ־לְמַחְסֽוֹר׃
ZunzMancher spendet und wird noch reicher, und Mancher spart über Gebühr nur zum Mangel.
25
נֶֽפֶשׁ־בְּרָכָ֥ה תְדֻשָּׁ֑ן וּ֝מַרְוֶ֗ה גַּם־ה֥וּא יוֹרֶֽא׃
ZunzEin freigebiges Herz gedeihet, und wer tränket, wird selber getränkt.
26
מֹ֣נֵֽעַ בָּ֭ר יִקְּבֻ֣הוּ לְא֑וֹם וּ֝בְרָכָ֗ה לְרֹ֣אשׁ מַשְׁבִּֽיר׃
ZunzWer Getraide zurückhält, den verwünscht das Volk, aber Segen kommt auf das Haupt dessen, der Nahrung verkauft.
27
שֹׁ֣חֵֽר ט֭וֹב יְבַקֵּ֣שׁ רָצ֑וֹן וְדֹרֵ֖שׁ רָעָ֣ה תְבוֹאֶֽנּוּ׃
ZunzWer nach Gutem forscht, sucht Wohlwollen, und wer nach Unheil trachtet, über den kommt es.
28
בּוֹטֵ֣חַ בְּ֭עׇשְׁרוֹ ה֣וּא יִפּ֑וֹל וְ֝כֶעָלֶ֗ה צַדִּיקִ֥ים יִפְרָֽחוּ׃
ZunzWer seinem Reichthum vertraut, der stürzt; aber wie Laub grünen die Gerechten.
29
עֹכֵ֣ר בֵּ֭יתוֹ יִנְחַל־ר֑וּחַ וְעֶ֥בֶד אֱ֝וִ֗יל לַֽחֲכַם־לֵֽב׃
ZunzWer sein Haus verderbt, wird Wind besitzen; und Knecht wird der Dumme bei dem Klugen.
30
פְּֽרִי־צַ֭דִּיק עֵ֣ץ חַיִּ֑ים וְלֹקֵ֖חַ נְפָשׁ֣וֹת חָכָֽם׃
ZunzDie Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und Seelen erwirbt der Kluge.
31
הֵ֣ן צַ֭דִּיק בָּאָ֣רֶץ יְשֻׁלָּ֑ם אַ֝֗ף כִּֽי־רָשָׁ֥ע וְחוֹטֵֽא׃
ZunzSiehe, dem Gerechten auf Erden wird vergolten, wie vielmehr dem Frevler und Sünder.