Mischlej 12 משלי

Buch: Kapitel: Vers:
Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
אֹהֵ֣ב מ֭וּסָר אֹ֣הֵֽב דָּ֑עַת וְשׂוֹנֵ֖א תוֹכַ֣חַת בָּֽעַר׃
ZunzWer Zucht liebt, liebt Erkenntniß, aber wer Zurechtweisung hasset, bleibt unwissend.
2
ט֗וֹב יָפִ֣יק רָ֭צוֹן מֵיְהֹוָ֑ה וְאִ֖ישׁ מְזִמּ֣וֹת יַרְשִֽׁיעַ׃
ZunzDer Gute gewinnt Wohlgefallen vom Ewigen, aber den tückischen Mann verdammt er.
3
לֹא־יִכּ֣וֹן אָדָ֣ם בְּרֶ֑שַׁע וְשֹׁ֥רֶשׁ צַ֝דִּיקִ֗ים בַּל־יִמּֽוֹט׃
ZunzDer Mensch besteht nicht durch Frevel, aber die Wurzel der Gerechten wankt nimmer.
4
אֵֽשֶׁת־חַ֭יִל עֲטֶ֣רֶת בַּעְלָ֑הּ וּכְרָקָ֖ב בְּעַצְמוֹתָ֣יו מְבִישָֽׁה׃
ZunzEin wackeres Weib ist die Krone ihres Mannes, aber wie Fraß in seinen Gebeinen ist die Schandbare.
5
מַחְשְׁב֣וֹת צַדִּיקִ֣ים מִשְׁפָּ֑ט תַּחְבֻּל֖וֹת רְשָׁעִ֣ים מִרְמָֽה׃
ZunzDie Gedanken der Gerechten sind das Recht, die Anschläge der Frevler der Betrug.
6
דִּבְרֵ֣י רְשָׁעִ֣ים אֱרׇב־דָּ֑ם וּפִ֥י יְ֝שָׁרִ֗ים יַצִּילֵֽם׃
ZunzDie Reden der Frevler sind Meuchelmord, aber der Mund der Redlichen rettet sie.
7
הָפ֣וֹךְ רְשָׁעִ֣ים וְאֵינָ֑ם וּבֵ֖ית צַדִּיקִ֣ים יַעֲמֹֽד׃
ZunzUmgestürzt werden die Frevler und sind nicht mehr, aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.
8
לְֽפִי־שִׂ֭כְלוֹ יְהֻלַּל־אִ֑ישׁ וְנַעֲוֵה־לֵ֝֗ב יִהְיֶ֥ה לָבֽוּז׃
ZunzGemäß seinem Verstande wird ein Mann gepriesen, aber ein verschrobener kommt zu Spott.
9
ט֣וֹב נִ֭קְלֶה וְעֶ֣בֶד ל֑וֹ מִ֝מִּתְכַּבֵּ֗ד וַחֲסַר־לָֽחֶם׃
ZunzBesser der Geringe, der einen Knecht hat, als wer vornehm thut und an Brod darbt.
10
יוֹדֵ֣עַ צַ֭דִּיק נֶ֣פֶשׁ בְּהֶמְתּ֑וֹ וְֽרַחֲמֵ֥י רְ֝שָׁעִ֗ים אַכְזָרִֽי׃
ZunzDer Gerechte weiß, wie seinem Vieh zu Muth ist, aber des Frevlers Herz ist grausam.
11
עֹבֵ֣ד אַ֭דְמָתוֹ יִֽשְׂבַּֽע־לָ֑חֶם וּמְרַדֵּ֖ף רֵיקִ֣ים חֲסַר־לֵֽב׃
ZunzWer seinen Acker bestellt, hat satt Brod, wer aber leeren Dingen nachjagt, ist sinnlos.
12
חָמַ֣ד רָ֭שָׁע מְצ֣וֹד רָעִ֑ים וְשֹׁ֖רֶשׁ צַדִּיקִ֣ים יִתֵּֽן׃
ZunzDes Frevlers Gelüst ist der Fang der Bösen; aber den Gerechten gibt er Wurzel.
13
בְּפֶ֣שַׁע שְׂ֭פָתַיִם מוֹקֵ֣שׁ רָ֑ע וַיֵּצֵ֖א מִצָּרָ֣ה צַדִּֽיק׃
ZunzIm Vergehn der Lippen ist der Fallstrick des Bösen, aber der Noth entgeht der Gerechte.
14
מִפְּרִ֣י פִי־אִ֭ישׁ יִשְׂבַּע־ט֑וֹב וּגְמ֥וּל יְדֵי־אָ֝דָ֗ם (ישוב) [יָשִׁ֥יב] לֽוֹ׃
ZunzVon des Mundes Frucht wird man satt des Guten, und was des Menschen Hände gethan, vergilt man ihm.
15
דֶּ֣רֶךְ אֱ֭וִיל יָשָׁ֣ר בְּעֵינָ֑יו וְשֹׁמֵ֖עַ לְעֵצָ֣ה חָכָֽם׃
ZunzDer Weg des Narren dünkt ihm grade; auf Rath aber hört der Kluge.
16
אֱוִ֗יל בַּ֭יּוֹם יִוָּדַ֣ע כַּעְס֑וֹ וְכֹסֶ֖ה קָל֣וֹן עָרֽוּם׃
ZunzDer Narr — zu selbiger Stunde giebt sich sein Aerger kund; aber es verbirgt die Beschimpfung der Kluge.
17
יָפִ֣יחַ אֱ֭מוּנָה יַגִּ֣יד צֶ֑דֶק וְעֵ֖ד שְׁקָרִ֣ים מִרְמָֽה׃
ZunzWer Wahrheit spricht, verkündet das Rechte; aber ein lügenhafter Zeuge — Trügliches.
18
יֵ֣שׁ בּ֭וֹטֶה כְּמַדְקְר֣וֹת חָ֑רֶב וּלְשׁ֖וֹן חֲכָמִ֣ים מַרְפֵּֽא׃
ZunzMancher stößt Reden aus, wie Schwertstiche; aber die Zunge der Weisen ist Heilung.
19
שְֽׂפַת־אֱ֭מֶת תִּכּ֣וֹן לָעַ֑ד וְעַד־אַ֝רְגִּ֗יעָה לְשׁ֣וֹן שָֽׁקֶר׃
ZunzDie Lippe der Wahrheit hat Bestand auf die Dauer; aber auf einen Augenblick die Zunge der Lüge.
20
מִ֭רְמָה בְּלֶב־חֹ֣רְשֵׁי רָ֑ע וּֽלְיֹעֲצֵ֖י שָׁל֣וֹם שִׂמְחָֽה׃
ZunzBetrug ist im Herzen derer, die Böses schmieden, aber in denen, die zum Frieden rathen, ist Freude.
21
לֹא־יְאֻנֶּ֣ה לַצַּדִּ֣יק כׇּל־אָ֑וֶן וּ֝רְשָׁעִ֗ים מָ֣לְאוּ רָֽע׃
ZunzDem Gerechten begegnet keine Unthat, aber die Frevler sind voll des Bösen.
22
תּוֹעֲבַ֣ת יְ֭הֹוָה שִׂפְתֵי־שָׁ֑קֶר וְעֹשֵׂ֖י אֱמוּנָ֣ה רְצוֹנֽוֹ׃
ZunzEin Greuel sind dem Ewigen die Lippen der Lüge, aber die Treue üben, sein Wohlgefallen.
23
אָדָ֣ם עָ֭רוּם כֹּ֣סֶה דָּ֑עַת וְלֵ֥ב כְּ֝סִילִ֗ים יִקְרָ֥א אִוֶּֽלֶת׃
ZunzEin kluger Mensch verbirgt (seine) Einsicht, aber das Herz der Thoren schreiet aus (seine) Narrheit.
24
יַד־חָרוּצִ֥ים תִּמְשׁ֑וֹל וּ֝רְמִיָּ֗ה תִּהְיֶ֥ה לָמַֽס׃
ZunzDie Hand der Fleißigen wird herrschen, aber die lässige wird dienstbar.
25
דְּאָגָ֣ה בְלֶב־אִ֣ישׁ יַשְׁחֶ֑נָּה וְדָבָ֖ר ט֣וֹב יְשַׂמְּחֶֽנָּה׃
ZunzKummer im Herzen des Mannes beugt es, aber ein gutes Wort erfreut es.
26
יָתֵ֣ר מֵרֵעֵ֣הוּ צַדִּ֑יק וְדֶ֖רֶךְ רְשָׁעִ֣ים תַּתְעֵֽם׃
ZunzEs verwarnt seinen Nächsten der Gerechte; aber der Weg der Frevler führt sie irre.
27
לֹא־יַחֲרֹ֣ךְ רְמִיָּ֣ה צֵיד֑וֹ וְהוֹן־אָדָ֖ם יָקָ֣ר חָרֽוּץ׃
ZunzDer Lässige ergattert nicht sein Wildpret; aber des Menschen edles Gut ist Fleiß.
28
בְּאֹֽרַח־צְדָקָ֥ה חַיִּ֑ים וְדֶ֖רֶךְ נְתִיבָ֣הֿ אַל־מָֽוֶת׃
ZunzAuf dem Pfade der Gerechtigkeit ist Leben, und auf ihrem gebahnten Steige ist der Tod nicht.