Mischlej 7 משלי

Buch: Kapitel: Vers:
Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
בְּ֭נִי שְׁמֹ֣ר אֲמָרָ֑י וּ֝מִצְוֺתַ֗י תִּצְפֹּ֥ן אִתָּֽךְ׃
ZunzMein Sohn, wahre meine Aussprüche, und meine Gebote verbirg bei dir.
2
שְׁמֹ֣ר מִצְוֺתַ֣י וֶחְיֵ֑ה וְ֝תוֹרָתִ֗י כְּאִישׁ֥וֹן עֵינֶֽיךָ׃
ZunzWahre meine Gebote, daß du lebest, und meine Weisung wie das Männlein deines Auges.
3
קׇשְׁרֵ֥ם עַל־אֶצְבְּעֹתֶ֑יךָ כׇּ֝תְבֵ֗ם עַל־ל֥וּחַ לִבֶּֽךָ׃
ZunzKnüpfe sie um deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.
4
אֱמֹ֣ר לַ֭חׇכְמָה אֲחֹ֣תִי אָ֑תְּ וּ֝מֹדָ֗ע לַבִּינָ֥ה תִקְרָֽא׃
ZunzSprich zur Weisheit: Meine Schwester bist du; und Verwandte nenne die Einsicht.
5
לִ֭שְׁמׇרְךָ מֵאִשָּׁ֣ה זָרָ֑ה מִ֝נׇּכְרִיָּ֗ה אֲמָרֶ֥יהָ הֶחֱלִֽיקָה׃
ZunzDaß sie dich wahren vor dem fremden Weibe, vor der Ausländerin, die glatte Reden führt.
6
כִּ֭י בְּחַלּ֣וֹן בֵּיתִ֑י בְּעַ֖ד אֶשְׁנַבִּ֣י נִשְׁקָֽפְתִּי׃
ZunzDenn durch das Fenster meines Hauses, durch mein Gitter schaute ich hinaus;
7
וָאֵ֤רֶא בַפְּתָאיִ֗ם אָ֘בִ֤ינָה בַבָּנִ֗ים נַ֣עַר חֲסַר־לֵֽב׃
ZunzUnd erblickte unter den Einfältigen, bemerkte unter den Söhnen einen unverständigen Jüngling.
8
עֹבֵ֣ר בַּ֭שּׁוּק אֵ֣צֶל פִּנָּ֑הּ וְדֶ֖רֶךְ בֵּיתָ֣הּ יִצְעָֽד׃
ZunzDer ging umher auf dem Markt, neben ihrer Ecke, und schritt einher auf dem Wege zu ihrem Hause;
9
בְּנֶֽשֶׁף־בְּעֶ֥רֶב י֑וֹם בְּאִישׁ֥וֹן לַ֝֗יְלָה וַאֲפֵלָֽה׃
Zunz(Bald) in der Dämmerung, am Abend des Tages, (bald) in der Dichte der Nacht und des Dunkels.
10
וְהִנֵּ֣ה אִ֭שָּׁה לִקְרָאת֑וֹ שִׁ֥ית ז֝וֹנָ֗ה וּנְצֻ֥רַת לֵֽב׃
ZunzUnd siehe, ein Weib kam ihm entgegen, im Anzuge der Buhlerin, und verstockten Sinnes.
11
הֹמִיָּ֣ה הִ֣יא וְסֹרָ֑רֶת בְּ֝בֵיתָ֗הּ לֹא־יִשְׁכְּנ֥וּ רַגְלֶֽיהָ׃
ZunzSie tobt und ist unbändig, in ihrem Hause weilen ihre Füße nicht.
12
פַּ֤עַם ׀ בַּח֗וּץ פַּ֥עַם בָּרְחֹב֑וֹת וְאֵ֖צֶל כׇּל־פִּנָּ֣ה תֶאֱרֹֽב׃
ZunzBald auf den Gassen, bald auf den Plätzen, und an jeder Ecke lauert sie.
13
וְהֶחֱזִ֣יקָה בּ֭וֹ וְנָ֣שְׁקָה לּ֑וֹ הֵעֵ֥זָה פָ֝נֶ֗יהָ וַתֹּ֣אמַר לֽוֹ׃
ZunzUnd sie faßt ihn und küßt ihn, mit frechem Angesicht spricht sie zu ihm:
14
זִבְחֵ֣י שְׁלָמִ֣ים עָלָ֑י הַ֝יּ֗וֹם שִׁלַּ֥מְתִּי נְדָרָֽי׃
ZunzMahlopfer liegen mir ob, heute bezahl’ ich meine Gelübde.
15
עַל־כֵּ֭ן יָצָ֣אתִי לִקְרָאתֶ֑ךָ לְשַׁחֵ֥ר פָּ֝נֶ֗יךָ וָאֶמְצָאֶֽךָּ׃
ZunzDarum ging ich aus, dir entgegen, dich aufzusuchen, und da finde ich dich.
16
מַ֭רְבַדִּים רָבַ֣דְתִּי עַרְשִׂ֑י חֲ֝טֻב֗וֹת אֵט֥וּן מִצְרָֽיִם׃
ZunzMit Teppichen hab’ ich geschmückt mein Bett, mit gestickten von Garn aus Mizrajim.
17
נַ֥פְתִּי מִשְׁכָּבִ֑י מֹ֥ר אֲ֝הָלִ֗ים וְקִנָּמֽוֹן׃
ZunzBesprengt hab’ ich mein Lager mit Myrrhen, Aloe und Zimmt.
18
לְכָ֤ה נִרְוֶ֣ה דֹ֭דִים עַד־הַבֹּ֑קֶר נִ֝תְעַלְּסָ֗ה בׇּאֳהָבִֽים׃
ZunzKomm, laß uns schwelgen in Liebe bis an den Morgen, uns ergötzen in Lust.
19
כִּ֤י אֵ֣ין הָאִ֣ישׁ בְּבֵית֑וֹ הָ֝לַ֗ךְ בְּדֶ֣רֶךְ מֵרָחֽוֹק׃
ZunzDenn der Ehemann ist nicht zu Hause, er ist verreist in die Ferne.
20
צְֽרוֹר־הַ֭כֶּסֶף לָקַ֣ח בְּיָד֑וֹ לְי֥וֹם הַ֝כֵּ֗סֶא יָבֹ֥א בֵיתֽוֹ׃
ZunzDen Geldbeutel hat er mitgenommen, auf den Tag des Mondfestes kommt er heim. —
21
הִ֭טַּתּוּ בְּרֹ֣ב לִקְחָ֑הּ בְּחֵ֥לֶק שְׂ֝פָתֶ֗יהָ תַּדִּיחֶֽנּוּ׃
ZunzSie verleitet ihn durch ihr vieles Gerede, durch die Glätte ihrer Lippen verführt sie ihn.
22
ה֤וֹלֵ֥ךְ אַחֲרֶ֗יהָ פִּ֫תְאֹ֥ם כְּ֭שׁוֹר אֶל־טֶ֣בַח יָבֹ֑א וּ֝כְעֶ֗כֶס אֶל־מוּסַ֥ר אֱוִֽיל׃
ZunzEr folgt ihr jählings, wie ein Stier zur Schlachtbank geht, und wie in Fesseln zu (seiner) Strafe der Thor,
23
עַ֤ד יְפַלַּ֪ח חֵ֡ץ כְּֽבֵד֗וֹ כְּמַהֵ֣ר צִפּ֣וֹר אֶל־פָּ֑ח וְלֹא־יָ֝דַ֗ע כִּֽי־בְנַפְשׁ֥וֹ הֽוּא׃
ZunzBis ein Pfeil durchbohrt seine Leber; wie ein Vogel in die Schlinge eilt, und nicht weiß, daß es um sein Leben geschehn ist.
24
וְעַתָּ֣ה בָ֭נִים שִׁמְעוּ־לִ֑י וְ֝הַקְשִׁ֗יבוּ לְאִמְרֵי־פִֽי׃
ZunzUnd nun, Kinder, höret auf mich, und merket auf die Sprüche meines Mundes!
25
אַל־יֵ֣שְׂטְ אֶל־דְּרָכֶ֣יהָ לִבֶּ֑ךָ אַל־תֵּ֝֗תַע בִּנְתִיבוֹתֶֽיהָ׃
ZunzEs schweife nicht zu ihren Wegen dein Herz, und irre nicht umher auf ihren Steigen.
26
כִּֽי־רַבִּ֣ים חֲלָלִ֣ים הִפִּ֑ילָה וַ֝עֲצֻמִ֗ים כׇּל־הֲרֻגֶֽיהָ׃
ZunzDenn viele hat sie hingestreckt erschlagen, und zahlreich sind die von ihr Gewürgten.
27
דַּרְכֵ֣י שְׁא֣וֹל בֵּיתָ֑הּ יֹ֝רְד֗וֹת אֶל־חַדְרֵי־מָֽוֶת׃ {פ}
ZunzDie Wege zur Hölle sind ihr Haus, sie steigen nieder in die Kammern des Todes.