Mischlej 30 משלי

Buch: Kapitel: Vers:
Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
דִּבְרֵ֤י ׀ אָג֥וּר בִּן־יָקֶ֗ה הַמַּ֫שָּׂ֥א נְאֻ֣ם הַ֭גֶּבֶר לְאִיתִיאֵ֑ל לְאִ֖יתִיאֵ֣ל וְאֻכָֽל׃
ZunzWorte Agur's, Sohnes Jakeh's, der Vortrag, den gesprochen der Mann zu Itiel, zu Itiel und Ukkal.
2
כִּ֤י בַ֣עַר אָנֹכִ֣י מֵאִ֑ישׁ וְלֹֽא־בִינַ֖ת אָדָ֣ם לִֽי׃
ZunzWohl bin ich dümmer, denn irgend wer, und habe nicht die Einsicht eines Menschen,
3
וְלֹֽא־לָמַ֥דְתִּי חׇכְמָ֑ה וְדַ֖עַת קְדֹשִׁ֣ים אֵדָֽע׃
ZunzUnd habe nicht gelernt Weisheit, daß ich Kunde vom Heiligen hätte.
4
מִ֤י עָלָֽה־שָׁמַ֨יִם ׀ וַיֵּרַ֡ד מִ֤י אָֽסַף־ר֨וּחַ ׀ בְּחׇפְנָ֡יו מִ֤י צָֽרַר־מַ֨יִם ׀ בַּשִּׂמְלָ֗ה מִ֭י הֵקִ֣ים כׇּל־אַפְסֵי־אָ֑רֶץ מַה־שְּׁמ֥וֹ וּמַֽה־שֶּׁם־בְּ֝נ֗וֹ כִּ֣י תֵדָֽע׃
ZunzWer stieg den Himmel hinan, und kam hernieder? Wer sammelte den Wind in seine Fäuste? Wer band das Wasser in ein Gewand? Wer hat aufgestellt all die Enden der Erde? Wie ist sein Name, und wie der Name seines Sohnes, so du es weißt?
5
כׇּל־אִמְרַ֣ת אֱל֣וֹהַּ צְרוּפָ֑ה מָגֵ֥ן ה֝֗וּא לַחֹסִ֥ים בּֽוֹ׃
ZunzJegliches Wort Gottes ist geläutert; ein Schild ist er denen, die sich bei ihm bergen.
6
אַל־תּ֥וֹסְףְּ עַל־דְּבָרָ֑יו פֶּן־יוֹכִ֖יחַ בְּךָ֣ וְנִכְזָֽבְתָּ׃ {פ}
ZunzThue nichts hinzu zu seinen Worten, daß er dich nicht zur Rede stelle, und du zum Lügner werdest. —
7
שְׁ֭תַּיִם שָׁאַ֣לְתִּי מֵאִתָּ֑ךְ אַל־תִּמְנַ֥ע מִ֝מֶּ֗נִּי בְּטֶ֣רֶם אָמֽוּת׃
ZunzZweierlei erbitte ich mir von dir; entziehe sie mir nicht, bis ich sterbe.
8
שָׁ֤וְא ׀ וּֽדְבַר־כָּזָ֡ב הַרְחֵ֬ק מִמֶּ֗נִּי רֵ֣אשׁ וָ֭עֹשֶׁר אַל־תִּֽתֶּן־לִ֑י הַ֝טְרִיפֵ֗נִי לֶ֣חֶם חֻקִּֽי׃
ZunzFalsches und Lügenrede halte von mir fern; Armuth und Reichthum gieb mir nicht, lass' mich essen mein beschieden Brod.
9
פֶּ֥ן־אֶשְׂבַּ֨ע ׀ וְכִחַשְׁתִּי֮ וְאָמַ֗רְתִּי מִ֥י־יְ֫הֹוָ֥ה וּפֶֽן־אִוָּרֵ֥שׁ וְגָנַ֑בְתִּי וְ֝תָפַ֗שְׂתִּי שֵׁ֣ם אֱלֹהָֽי׃ {פ}
ZunzDaß ich nicht übersatt verleugne und spreche: Wer ist der Ewige? Und daß ich nicht verarme und stehle, und mich vergreife am Namen meines Gottes. —
10
אַל־תַּלְשֵׁ֣ן עֶ֭בֶד אֶל־אֲדֹנָ֑ו פֶּֽן־יְקַלֶּלְךָ֥ וְאָשָֽׁמְתָּ׃
ZunzVerläumde nicht den Knecht bei seinem Herrn, daß er dir nicht fluche und du büßest.
11
דּ֭וֹר אָבִ֣יו יְקַלֵּ֑ל וְאֶת־אִ֝מּ֗וֹ לֹ֣א יְבָרֵֽךְ׃
ZunzEin Geschlecht, es flucht dem Vater und die Mutter segnet es nicht.
12
דּ֭וֹר טָה֣וֹר בְּעֵינָ֑יו וּ֝מִצֹּאָת֗וֹ לֹ֣א רֻחָֽץ׃
ZunzEin Geschlecht, rein in seinen Augen, und ist doch von seinem Unflat nicht gewaschen.
13
דּ֭וֹר מָה־רָמ֣וּ עֵינָ֑יו וְ֝עַפְעַפָּ֗יו יִנָּשֵֽׂאוּ׃
ZunzEin Geschlecht — wie hoch trägt es die Augen, wie erheben sich seine Blicke!
14
דּ֤וֹר ׀ חֲרָב֣וֹת שִׁנָּיו֮ וּֽמַאֲכָל֢וֹת מְֽתַלְּעֹ֫תָ֥יו לֶאֱכֹ֣ל עֲנִיִּ֣ים מֵאֶ֑רֶץ וְ֝אֶבְיוֹנִ֗ים מֵאָדָֽם׃ {פ}
ZunzEin Geschlecht — Schwerter sind seine Zähne, und Messer seine Gebisse, zu fressen die Armen aus dem Lande und die Dürftigen unter den Menschen. —
15
לַ֥עֲלוּקָ֨ה ׀ שְׁתֵּ֥י בָנוֹת֮ הַ֤ב ׀ הַ֥֫ב שָׁל֣וֹשׁ הֵ֭נָּה לֹ֣א תִשְׂבַּ֑עְנָה אַ֝רְבַּ֗ע לֹא־אָ֥מְרוּ הֽוֹן׃
ZunzVon Alukah. Zwei Töchter sagen: Gieb! Gieb! drei sind, die nimmer satt werden; vier sprechen nie: Genug!
16
שְׁאוֹל֮ וְעֹ֢צֶ֫ר רָ֥חַם אֶ֭רֶץ לֹא־שָׂ֣בְעָה מַּ֑יִם וְ֝אֵ֗שׁ לֹא־אָ֥מְרָה הֽוֹן׃
ZunzDas Grab und der unfruchtbare Schoß; die Erde wird nicht satt des Wassers, und das Feuer spricht nie: Genug! —
17
עַ֤יִן ׀ תִּ֥לְעַ֣ג לְאָב֮ וְתָבֻ֢ז לִֽיקְּהַ֫ת־אֵ֥ם יִקְּר֥וּהָ עֹֽרְבֵי־נַ֑חַל וְֽיֹאכְל֥וּהָ בְנֵי־נָֽשֶׁר׃ {פ}
ZunzDas Auge, das des Vaters spottet und den Gehorsam gegen die Mutter mißachtet, das werden die Raben des Thales aushacken und die Jungen des Adlers fressen. —
18
שְׁלֹשָׁ֣ה הֵ֭מָּה נִפְלְא֣וּ מִמֶּ֑נִּי (וארבע) [וְ֝אַרְבָּעָ֗ה] לֹ֣א יְדַעְתִּֽים׃
ZunzDrei sind mir unbegreiflich, und vier kenne ich nicht:
19
דֶּ֤רֶךְ הַנֶּ֨שֶׁר ׀ בַּשָּׁמַיִם֮ דֶּ֥רֶךְ נָחָ֗שׁ עֲלֵ֫י־צ֥וּר דֶּרֶךְ־אֳנִיָּ֥ה בְלֶב־יָ֑ם וְדֶ֖רֶךְ גֶּ֣בֶר בְּעַלְמָֽה׃
ZunzDen Weg des Adlers in der Luft, den Weg der Schlange auf dem Felsen, den Weg des Schiffes in des Meeres Mitte, und den Weg des Mannes bei dem Mädchen.
20
כֵּ֤ן ׀ דֶּ֥רֶךְ אִשָּׁ֗ה מְנָ֫אָ֥פֶת אָ֭כְלָה וּמָ֣חֲתָה פִ֑יהָ וְ֝אָמְרָ֗ה לֹא־פָעַ֥לְתִּי אָֽוֶן׃ {פ}
ZunzImgleichen den Weg des ehebrecherischen Weibes; sie hat gegessen und wischt sich den Mund und spricht: Ich habe nichts Ungebührliches gethan.
21
תַּ֣חַת שָׁ֭לוֹשׁ רָ֣גְזָה אֶ֑רֶץ וְתַ֥חַת אַ֝רְבַּ֗ע לֹא־תוּכַ֥ל שְׂאֵֽת׃
ZunzUnter dreien erzittert die Erde, und unter vieren kann sie es nicht aushalten:
22
תַּֽחַת־עֶ֭בֶד כִּ֣י יִמְל֑וֹךְ וְ֝נָבָ֗ל כִּ֣י יִֽשְׂבַּֽע־לָֽחֶם׃
ZunzUnter dem Sklaven, so er König wird; und dem Niederträchtigen, wenn er Brod satt hat;
23
תַּ֣חַת שְׂ֭נוּאָה כִּ֣י תִבָּעֵ֑ל וְ֝שִׁפְחָ֗ה כִּֽי־תִירַ֥שׁ גְּבִרְתָּֽהּ׃ {פ}
ZunzUnter einer Häßlichen, die zu einem Manne kommt, und einer Sklavin, die ihre Gebieterin verdrängt.
24
אַרְבָּ֣עָה הֵ֭ם קְטַנֵּי־אָ֑רֶץ וְ֝הֵ֗מָּה חֲכָמִ֥ים מְחֻכָּמִֽים׃
ZunzVier sind die Kleinsten auf Erden, dennoch sind sie durchtrieben klug:
25
הַ֭נְּמָלִים עַ֣ם לֹא־עָ֑ז וַיָּכִ֖ינוּ בַקַּ֣יִץ לַחְמָֽם׃
ZunzDie Ameisen, ein ohnmächtiges Völkchen, und bereiten im Sommer ihre Speise vor.
26
שְׁ֭פַנִּים עַ֣ם לֹא־עָצ֑וּם וַיָּשִׂ֖ימוּ בַסֶּ֣לַע בֵּיתָֽם׃
ZunzDie Kaninchen, ein kraftloses Völkchen, und setzen auf Felsen ihr Haus.
27
מֶ֭לֶךְ אֵ֣ין לָאַרְבֶּ֑ה וַיֵּצֵ֖א חֹצֵ֣ץ כֻּלּֽוֹ׃
ZunzKeinen König haben die Heuschrecken, und ziehen doch alle geschaart aus.
28
שְׂ֭מָמִית בְּיָדַ֣יִם תְּתַפֵּ֑שׂ וְ֝הִ֗יא בְּהֵ֣יכְלֵי מֶֽלֶךְ׃ {פ}
ZunzDie Spinne kannst du mit Händen fangen, und doch ist sie in Königs-Palästen.
29
שְׁלֹשָׁ֣ה הֵ֭מָּה מֵיטִ֣יבֵי צָ֑עַד וְ֝אַרְבָּעָ֗ה מֵיטִ֥בֵי לָֽכֶת׃
ZunzDrei haben einen stattlichen Gang, und vier einen stattlichen Schritt.
30
לַ֭יִשׁ גִּבּ֣וֹר בַּבְּהֵמָ֑ה וְלֹא־יָ֝שׁ֗וּב מִפְּנֵי־כֹֽל׃
ZunzDer Löwe, das stärkste unter den Thieren, der vor Keinem weicht;
31
זַרְזִ֣יר מׇתְנַ֣יִם אוֹ־תָ֑יִשׁ וּ֝מֶ֗לֶךְ אַלְק֥וּם עִמּֽוֹ׃
ZunzDer Lendenkräftige und der Bock, und der König mit seiner Heeresmacht. —
32
אִם־נָבַ֥לְתָּ בְהִתְנַשֵּׂ֑א וְאִם־זַ֝מּ֗וֹתָ יָ֣ד לְפֶֽה׃
ZunzHandeltest du thöricht durch Uebermuth, so thue, wenn du klug wirst, die Hand auf den Mund.
33
כִּ֤י מִ֪יץ חָלָ֡ב י֘וֹצִ֤יא חֶמְאָ֗ה וּֽמִיץ־אַ֭ף י֣וֹצִיא דָ֑ם וּמִ֥יץ אַ֝פַּ֗יִם י֣וֹצִיא רִֽיב׃ {פ}
ZunzDenn Druck der Milch giebt Butter, und Druck der Nase giebt Blut, und Druck des Zornes giebt Streit.