Mischlej 31 משלי

Buch: Kapitel: Vers:
Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
דִּ֭בְרֵי לְמוּאֵ֣ל מֶ֑לֶךְ מַ֝שָּׂ֗א אֲֽשֶׁר־יִסְּרַ֥תּוּ אִמּֽוֹ׃
ZunzWorte an Lemuel, den König. Vortrag, womit seine Mutter ihn belehrte.
2
מַה־בְּ֭רִי וּמַֽה־בַּר־בִּטְנִ֑י וּ֝מֶ֗ה בַּר־נְדָרָֽי׃
ZunzWie sehr, mein Sohn, und wie sehr, Sohn meines Leibes, und wie sehr, Sohn meiner Gelübde . . . . . !
3
אַל־תִּתֵּ֣ן לַנָּשִׁ֣ים חֵילֶ֑ךָ וּ֝דְרָכֶ֗יךָ לַֽמְח֥וֹת מְלָכִֽין׃
ZunzGieb nicht den Weibern deine Kraft, und laß dich nicht leiten von denen, die Könige entnerven.
4
אַ֤ל לַֽמְלָכִ֨ים ׀ לְֽמוֹאֵ֗ל אַ֣ל לַֽמְלָכִ֣ים שְׁתוֹ־יָ֑יִן וּ֝לְרוֹזְנִ֗ים (או) [אֵ֣י] שֵׁכָֽר׃
ZunzNicht den Königen (ziemt es), Lemuel, nicht den Königen, Wein zu trinken, und den Fürsten nicht Rauschtrank.
5
פֶּן־יִ֭שְׁתֶּה וְיִשְׁכַּ֣ח מְחֻקָּ֑ק וִ֝ישַׁנֶּ֗ה דִּ֣ין כׇּל־בְּנֵי־עֹֽנִי׃
ZunzDaß er nicht trinke und vergesse das Gesetz, und verdrehe das Recht aller Gedrückten.
6
תְּנוּ־שֵׁכָ֥ר לְאוֹבֵ֑ד וְ֝יַ֗יִן לְמָ֣רֵי נָֽפֶשׁ׃
ZunzGebt Rauschtrank dem Herumirrenden, und Wein dem, der erbitterten Gemüthes ist.
7
יִ֭שְׁתֶּה וְיִשְׁכַּ֣ח רִישׁ֑וֹ וַ֝עֲמָל֗וֹ לֹ֣א יִזְכׇּר־עֽוֹד׃ {פ}
ZunzEr trinke und vergesse seiner Armuth, und gedenke nicht mehr seines Mühsals.
8
פְּתַח־פִּ֥יךָ לְאִלֵּ֑ם אֶל־דִּ֝֗ין כׇּל־בְּנֵ֥י חֲלֽוֹף׃
ZunzThu' auf deinen Mund dem Stummen, zur Rechtssache aller verwaiseten Kinder.
9
פְּתַח־פִּ֥יךָ שְׁפׇט־צֶ֑דֶק וְ֝דִ֗ין עָנִ֥י וְאֶבְיֽוֹן׃ {פ}
ZunzThu' auf deinen Mund, urtheile gerecht, und richte Arme und Dürftige! —
10
אֵֽשֶׁת־חַ֭יִל מִ֣י יִמְצָ֑א וְרָחֹ֖ק מִפְּנִינִ֣ים מִכְרָֽהּ׃
ZunzEin wackeres Weib, wer findet es? denn schwerer zu erkaufen ist sie als Perlen.
11
בָּ֣טַח בָּ֭הּ לֵ֣ב בַּעְלָ֑הּ וְ֝שָׁלָ֗ל לֹ֣א יֶחְסָֽר׃
ZunzEs vertrauet auf sie das Herz ihres Mannes, und sein Erwerb nimmt nicht ab.
12
גְּמָלַ֣תְהוּ ט֣וֹב וְלֹא־רָ֑ע כֹּ֝֗ל יְמֵ֣י חַיֶּֽיהָ׃
ZunzSie erweiset ihm Gutes und nimmer Böses, alle Tage ihres Lebens.
13
דָּ֭רְשָׁה צֶ֣מֶר וּפִשְׁתִּ֑ים וַ֝תַּ֗עַשׂ בְּחֵ֣פֶץ כַּפֶּֽיהָ׃
ZunzSie sieht sich um nach Wolle und Leinen, und arbeitet mit muntern Händen.
14
הָ֭יְתָה כׇּאֳנִיּ֣וֹת סוֹחֵ֑ר מִ֝מֶּרְחָ֗ק תָּבִ֥יא לַחְמָֽהּ׃
ZunzSie ist gleich dem Kaufmannschisse, das aus der Ferne sein Brod bringt.
15
וַתָּ֤קׇם ׀ בְּע֬וֹד לַ֗יְלָה וַתִּתֵּ֣ן טֶ֣רֶף לְבֵיתָ֑הּ וְ֝חֹ֗ק לְנַעֲרֹתֶֽיהָ׃
ZunzUnd sie steht auf, wenn noch Nacht ist, und giebt Speise ihrem Hause, und das Tagewerk ihren Mägden.
16
זָמְמָ֣ה שָׂ֭דֶה וַתִּקָּחֵ֑הוּ מִפְּרִ֥י כַ֝פֶּ֗יהָ (נטע) [נָ֣טְעָה] כָּֽרֶם׃
ZunzIhr Sinn steht nach einem Felde, und sie kauft es; von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg.
17
חָֽגְרָ֣ה בְע֣וֹז מׇתְנֶ֑יהָ וַ֝תְּאַמֵּ֗ץ זְרוֹעֹתֶֽיהָ׃
ZunzSie gürtet mit Kraft ihre Lenden, und strengt ihre Arme an.
18
טָ֭עֲמָה כִּי־ט֣וֹב סַחְרָ֑הּ לֹא־יִכְבֶּ֖ה (בליל) [בַלַּ֣יְלָה] נֵרָֽהּ׃
ZunzSie spürt, wie ihr Erwerb gut ist; es erlischt in der Nacht nicht ihre Leuchte.
19
יָ֭דֶיהָ שִׁלְּחָ֣ה בַכִּישׁ֑וֹר וְ֝כַפֶּ֗יהָ תָּ֣מְכוּ פָֽלֶךְ׃
ZunzIhre Hände streckt sie nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die Spindel.
20
כַּ֭פָּהּ פָּֽרְשָׂ֣ה לֶעָנִ֑י וְ֝יָדֶ֗יהָ שִׁלְּחָ֥ה לָאֶבְיֽוֹן׃
ZunzIhre Hand bricht Brod dem Armen, und ihre Hände streckt sie aus dem Dürftigen.
21
לֹא־תִירָ֣א לְבֵיתָ֣הּ מִשָּׁ֑לֶג כִּ֥י כׇל־בֵּ֝יתָ֗הּ לָבֻ֥שׁ שָׁנִֽים׃
ZunzSie fürchtet nicht für ihr Haus vor dem Schnee, denn ihr ganzes Haus ist gekleidet in Karmesin.
22
מַרְבַדִּ֥ים עָֽשְׂתָה־לָּ֑הּ שֵׁ֖שׁ וְאַרְגָּמָ֣ן לְבוּשָֽׁהּ׃
ZunzTeppiche macht sie sich, Byssus und Purpur ist ihr Gewand.
23
נוֹדָ֣ע בַּשְּׁעָרִ֣ים בַּעְלָ֑הּ בְּ֝שִׁבְתּ֗וֹ עִם־זִקְנֵי־אָֽרֶץ׃
ZunzGekannt ist in den Thoren ihr Mann, wenn er sitzt mit den Aeltesten des Landes.
24
סָדִ֣ין עָ֭שְׂתָה וַתִּמְכֹּ֑ר וַ֝חֲג֗וֹר נָתְנָ֥ה לַֽכְּנַעֲנִֽי׃
ZunzHemden macht sie und verkauft sie, und Gürtel giebt sie an den Kenaani.
25
עֹז־וְהָדָ֥ר לְבוּשָׁ֑הּ וַ֝תִּשְׂחַ֗ק לְי֣וֹם אַחֲרֽוֹן׃
ZunzWürde und Glanz ist ihr Gewand, und sie lacht des späten Tages.
26
פִּ֭יהָ פָּתְחָ֣ה בְחׇכְמָ֑ה וְת֥וֹרַת חֶ֝֗סֶד עַל־לְשׁוֹנָֽהּ׃
ZunzIhren Mund thut sie auf mit Weisheit, und milde Lehre ist auf ihrer Zunge.
27
צ֭וֹפִיָּה (הילכות) [הֲלִיכ֣וֹת] בֵּיתָ֑הּ וְלֶ֥חֶם עַ֝צְל֗וּת לֹ֣א תֹאכֵֽל׃
ZunzSie bewacht die Gänge ihres Hauses, daß Keines das Brod der Trägheit esse.
28
קָ֣מוּ בָ֭נֶיהָ וַֽיְאַשְּׁר֑וּהָ בַּ֝עְלָ֗הּ וַֽיְהַלְלָֽהּ׃
ZunzEs treten ihre Söhne auf und preisen sie, ihr Mann, und rühmet sie.
29
רַבּ֣וֹת בָּ֭נוֹת עָ֣שׂוּ חָ֑יִל וְ֝אַ֗תְּ עָלִ֥ית עַל־כֻּלָּֽנָה׃
ZunzViele Töchter haben sich wacker erwiesen, du aber gehst über Alle.
30
שֶׁ֣קֶר הַ֭חֵן וְהֶ֣בֶל הַיֹּ֑פִי אִשָּׁ֥ה יִרְאַת־יְ֝הֹוָ֗ה הִ֣יא תִתְהַלָּֽל׃
ZunzTrug ist die Anmuth, und eitel die Schönheit; ein Weib, das den Ewigen fürchtet, das werde gerühmt.
31
תְּנוּ־לָ֭הּ מִפְּרִ֣י יָדֶ֑יהָ וִיהַלְל֖וּהָ בַשְּׁעָרִ֣ים מַֽעֲשֶֽׂיהָ׃
ZunzGebet ihr von der Frucht ihrer Hände, und es rühmen sie in den Thoren ihre Werke.