Mischlej 25 משלי
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
גַּם־אֵ֭לֶּה מִשְׁלֵ֣י שְׁלֹמֹ֑ה אֲשֶׁ֥ר הֶ֝עְתִּ֗יקוּ אַנְשֵׁ֤י ׀ חִזְקִיָּ֬ה מֶלֶךְ־יְהוּדָֽה׃
ZunzAuch dies sind die Sprüche Schelomoh's, welche zusammengetragen haben die Männer Chiskijah's, Königs von Jehudah.
2
כְּבֹ֣ד אֱ֭לֹהִים הַסְתֵּ֣ר דָּבָ֑ר וּכְבֹ֥ד מְ֝לָכִ֗ים חֲקֹ֣ר דָּבָֽר׃
ZunzDie Ehre Gottes ist, die Dinge verbergen; aber die Ehre der Könige, die Dinge erforschen.
3
שָׁמַ֣יִם לָ֭רוּם וָאָ֣רֶץ לָעֹ֑מֶק וְלֵ֥ב מְ֝לָכִ֗ים אֵ֣ין חֵֽקֶר׃
ZunzDer Himmel an Höhe und die Erde an Tiefe und das Herz der Könige sind unergründlich.
4
הָג֣וֹ סִיגִ֣ים מִכָּ֑סֶף וַיֵּצֵ֖א לַצֹּרֵ֣ף כֶּֽלִי׃
ZunzWeg die Schlacken aus dem Silber, und dem Schmelzer geht hervor ein Geräth.
5
הָג֣וֹ רָ֭שָׁע לִפְנֵי־מֶ֑לֶךְ וְיִכּ֖וֹן בַּצֶּ֣דֶק כִּסְאֽוֹ׃
ZunzWeg den Frevler von dem Könige, und auf Gerechtigkeit steht fest sein Thron.
6
אַל־תִּתְהַדַּ֥ר לִפְנֵי־מֶ֑לֶךְ וּבִמְק֥וֹם גְּ֝דֹלִ֗ים אַֽל־תַּעֲמֹֽד׃
ZunzPrunke nicht vor einem Könige, und an den Platz der Großen stelle dich nicht.
7
כִּ֤י ט֥וֹב אֲמׇר־לְךָ֗ עֲֽלֵ֫ה־הֵ֥נָּה מֵ֭הַשְׁפִּ֣ילְךָ לִפְנֵ֣י נָדִ֑יב אֲשֶׁ֖ר רָא֣וּ עֵינֶֽיךָ׃
ZunzDenn besser ist es, daß man dir sage: Komm herauf hierher, als daß man dich heiße heruntersteigen vor dem Edeln; was deine Augen (oft) gesehen.
8
אַל־תֵּצֵ֥א לָרִ֗ב מַ֫הֵ֥ר פֶּ֣ן מַה־תַּ֭עֲשֶׂה בְּאַחֲרִיתָ֑הּ בְּהַכְלִ֖ים אֹתְךָ֣ רֵעֶֽךָ׃
ZunzFahre nicht hastig los zum Streite, du möchtest nicht wissen, was du am Ende thuest, wenn dein Nächster dich beschämt.
9
רִ֭יבְךָ רִ֣יב אֶת־רֵעֶ֑ךָ וְס֖וֹד אַחֵ֣ר אַל־תְּגָֽל׃
ZunzDeinen Streit führe mit deinem Nächsten, aber eines Fremden Geheimniß enthülle nicht.
10
פֶּֽן־יְחַסֶּדְךָ֥ שֹׁמֵ֑עַ וְ֝דִבָּתְךָ֗ לֹ֣א תָשֽׁוּב׃
ZunzDaß dich nicht schmähe, wer es hört, und deine üble Nachrede kann nicht mehr zurück.
11
תַּפּוּחֵ֣י זָ֭הָב בְּמַשְׂכִּיּ֣וֹת כָּ֑סֶף דָּ֝בָ֗ר דָּבֻ֥ר עַל־אׇפְנָֽיו׃
ZunzGoldene Aepfel in silbernen Schalen, ist ein Wort gesprochen zur Gelegenheit.
12
נֶ֣זֶם זָ֭הָב וַחֲלִי־כָ֑תֶם מוֹכִ֥יחַ חָ֝כָ֗ם עַל־אֹ֥זֶן שֹׁמָֽעַת׃
ZunzEin goldener Nasenring und Geschmeide von feinem Gold — ein kluger Zurechtweiser für ein aufmerksames Ohr.
13
כְּצִנַּת־שֶׁ֨לֶג ׀ בְּי֬וֹם קָצִ֗יר צִ֣יר נֶ֭אֱמָן לְשֹׁלְחָ֑יו וְנֶ֖פֶשׁ אֲדֹנָ֣יו יָשִֽׁיב׃ {פ}
ZunzWie Schneekühlung am Tage der Ernte ist ein getreuer Bote denen, die ihn gesandt; denn er erquickt die Seele seines Herrn.
14
נְשִׂיאִ֣ים וְ֭רוּחַ וְגֶ֣שֶׁם אָ֑יִן אִ֥ישׁ מִ֝תְהַלֵּ֗ל בְּמַתַּת־שָֽׁקֶר׃
ZunzWolken und Wind ohne Regen — Jemand, der sich einer Gabe fälschlich rühmt.
15
בְּאֹ֣רֶךְ אַ֭פַּיִם יְפֻתֶּ֣ה קָצִ֑ין וְלָשׁ֥וֹן רַ֝כָּ֗ה תִּשְׁבׇּר־גָּֽרֶם׃
ZunzDurch Langmuth wird ein Fürst beredet; und eine weiche Zunge bricht Knochen.
16
דְּבַ֣שׁ מָ֭צָאתָ אֱכֹ֣ל דַּיֶּ֑ךָּ פֶּן־תִּ֝שְׂבָּעֶ֗נּוּ וַהֲקֵאתֽוֹ׃
ZunzHast du Honig gefunden, iß dein Genüge, daß du ihn nicht satt habest und ihn ausspeiest.
17
הֹקַ֣ר רַ֭גְלְךָ מִבֵּ֣ית רֵעֶ֑ךָ פֶּן־יִ֝שְׂבָּעֲךָ֗ וּשְׂנֵאֶֽךָ׃
ZunzSetze deinen Fuß selten in das Haus deines Nächsten, daß er dich nicht satt habe und dich hasse.
18
מֵפִ֣יץ וְ֭חֶרֶב וְחֵ֣ץ שָׁנ֑וּן אִ֥ישׁ עֹנֶ֥ה בְ֝רֵעֵ֗הוּ עֵ֣ד שָֽׁקֶר׃
ZunzBeil und Schwert und scharfer Pfeil — Jemand, der wider seinen Nächsten zeugt als falscher Zeuge.
19
שֵׁ֣ן רֹ֭עָה וְרֶ֣גֶל מוּעָ֑דֶת מִבְטָ֥ח בּ֝וֹגֵ֗ד בְּי֣וֹם צָרָֽה׃
ZunzEin morscher Zahn und ein wankender Fuß — die Zuversicht auf Verräther am Tage der Noth.
20
מַ֥עֲדֶה־בֶּ֨גֶד ׀ בְּי֣וֹם קָ֭רָה חֹ֣מֶץ עַל־נָ֑תֶר וְשָׁ֥ר בַּ֝שִּׁרִ֗ים עַ֣ל לֶב־רָֽע׃ {פ}
ZunzWer das Kleid ausziehet am Tage des Frostes, Essig auf Nitron (gießt): so wer Lieder singt einem betrübten Herzen.
21
אִם־רָעֵ֣ב שֹׂ֭נַאֲךָ הַאֲכִלֵ֣הוּ לָ֑חֶם וְאִם־צָ֝מֵ֗א הַשְׁקֵ֥הוּ מָֽיִם׃
ZunzWenn deinen Feind hungert, gieb ihm Brod zu essen, und wenn ihn dürstet, gieb ihm Wasser zu trinken.
22
כִּ֤י גֶחָלִ֗ים אַ֭תָּה חֹתֶ֣ה עַל־רֹאשׁ֑וֹ וַ֝יהֹוָ֗ה יְשַׁלֶּם־לָֽךְ׃
ZunzDenn Kohlen sammelst du auf sein Haupt, und der Ewige wird es dir vergelten.
23
ר֣וּחַ צָ֭פוֹן תְּח֣וֹלֵֽל גָּ֑שֶׁם וּפָנִ֥ים נִ֝זְעָמִ֗ים לְשׁ֣וֹן סָֽתֶר׃
ZunzDer Nordwind erzeugt Regen, und ein finsteres Gesicht die heimliche Zunge.
24
ט֗וֹב שֶׁ֥בֶת עַל־פִּנַּת־גָּ֑ג מֵאֵ֥שֶׁת (מדונים) [מִ֝דְיָנִ֗ים] וּבֵ֥ית חָֽבֶר׃
ZunzBesser zu wohnen auf der Dachzinne, als mit einem zänkischen Weibe in einem gemeinsamen Hause.
25
מַ֣יִם קָ֭רִים עַל־נֶ֣פֶשׁ עֲיֵפָ֑ה וּשְׁמוּעָ֥ה ט֝וֹבָ֗ה מֵאֶ֥רֶץ מֶרְחָֽק׃
ZunzFrisches Wasser für den Lechzenden, und eine gute Nachricht aus fernem Lande.
26
מַעְיָ֣ן נִ֭רְפָּשׂ וּמָק֣וֹר מׇשְׁחָ֑ת צַ֝דִּ֗יק מָ֣ט לִפְנֵֽי־רָשָֽׁע׃
ZunzEin getrübter Quell und ein verdorbener Born — ein Gerechter, der dem Frevler weicht.
27
אָ֘כֹ֤ל דְּבַ֣שׁ הַרְבּ֣וֹת לֹא־ט֑וֹב וְחֵ֖קֶר כְּבֹדָ֣ם כָּבֽוֹד׃
ZunzZu viel Honig essen ist nicht gut, und der Ehre Grenzen setzen ist Ehre.
28
עִ֣יר פְּ֭רוּצָה אֵ֣ין חוֹמָ֑ה אִ֝֗ישׁ אֲשֶׁ֤ר אֵ֖ין מַעְצָ֣ר לְרוּחֽוֹ׃
ZunzEine erbrochene Stadt, die nun keine Mauer hat — Jemand, der sein Gemüth nicht zähmen kann.