Mischlej 24 משלי
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
אַל־תְּ֭קַנֵּא בְּאַנְשֵׁ֣י רָעָ֑ה וְאַל־תִּ֝תְאָ֗ו לִֽהְי֥וֹת אִתָּֽם׃
ZunzBeneide nicht die Männer der Bosheit, und laß dich nicht gelüsten, es mit ihnen zu halten.
2
כִּי־שֹׁ֭ד יֶהְגֶּ֣ה לִבָּ֑ם וְ֝עָמָ֗ל שִׂפְתֵיהֶ֥ם תְּדַבֵּֽרְנָה׃
ZunzDenn Unheil sinnt ihr Herz, und Verderbliches reden ihre Lippen.
3
בְּ֭חׇכְמָה יִבָּ֣נֶה בָּ֑יִת וּ֝בִתְבוּנָ֗ה יִתְכּוֹנָֽן׃
ZunzDurch Klugheit wird ein Haus erbauet, und durch Einsicht wird es im Stand gehalten.
4
וּ֭בְדַעַת חֲדָרִ֣ים יִמָּלְא֑וּ כׇּל־ה֖וֹן יָקָ֣ר וְנָעִֽים׃
ZunzUnd durch Kenntniß füllen sich die Kammern mit allerlei Gut, selten und lieblich.
5
גֶּבֶר־חָכָ֥ם בַּע֑וֹז וְאִֽישׁ־דַּ֝֗עַת מְאַמֶּץ־כֹּֽחַ׃
ZunzEin kluger Mann verfährt stark, und der Einsichtige strengt seine Kraft an.
6
כִּ֣י בְ֭תַחְבֻּלוֹת תַּעֲשֶׂה־לְּךָ֣ מִלְחָמָ֑ה וּ֝תְשׁוּעָ֗ה בְּרֹ֣ב יוֹעֵֽץ׃
ZunzDenn mit Ueberlegung mußt du Krieg führen, und Sieg kommt durch vielen Rath.
7
רָאמ֣וֹת לֶאֱוִ֣יל חׇכְמ֑וֹת בַּ֝שַּׁ֗עַר לֹ֣א יִפְתַּח־פִּֽיהוּ׃
ZunzEdelsteine sind dem Narren kluge Reden, im Thor thut er seinen Mund nicht auf.
8
מְחַשֵּׁ֥ב לְהָרֵ֑עַ ל֝֗וֹ בַּעַל־מְזִמּ֥וֹת יִקְרָֽאוּ׃
ZunzWer darauf sinnt Böses zu thun, den nennt man einen Meister in Entwürfen.
9
זִמַּ֣ת אִוֶּ֣לֶת חַטָּ֑את וְתוֹעֲבַ֖ת לְאָדָ֣ם לֵֽץ׃
ZunzDas Dichten der Thorheit ist die Sünde, und was dem Menschen ein Greuel ist — des Spötters.
10
הִ֭תְרַפִּיתָ בְּי֥וֹם צָרָ֗ה צַ֣ר כֹּחֶֽכָה׃
ZunzZeigst du dich schlaff am Tage der Noth, ist deine Kraft beschränkt.
11
הַ֭צֵּל לְקֻחִ֣ים לַמָּ֑וֶת וּמָטִ֥ים לַ֝הֶ֗רֶג אִם־תַּחְשֽׂוֹךְ׃
ZunzRette die zum Tode Geführten, und die dem Würgen verfallen sind; wenn du dich weigerst,
12
כִּֽי־תֹאמַ֗ר הֵן֮ לֹא־יָדַ֢עְנ֫וּ זֶ֥ה הֲֽלֹא־תֹ֘כֵ֤ן לִבּ֨וֹת ׀ הֽוּא־יָבִ֗ין וְנֹצֵ֣ר נַ֭פְשְׁךָ ה֣וּא יֵדָ֑ע וְהֵשִׁ֖יב לְאָדָ֣ם כְּפׇעֳלֽוֹ׃
ZunzSo du sprichst: Siehe, wir kennen den nicht! wird der, welcher die Herzen erwägt, es nicht merken? Und der deine Seele beachtet, der weiß es! Und er wird dem Menschen vergelten nach seinem Thun.
13
אֱכׇל־בְּנִ֣י דְבַ֣שׁ כִּי־ט֑וֹב וְנֹ֥פֶת מָ֝ת֗וֹק עַל־חִכֶּֽךָ׃
ZunzIß, mein Sohn, Honig, denn er ist gut, und Seim, der süß ist deinem Gaumen;
14
כֵּ֤ן ׀ דְּעֶ֥ה חׇכְמָ֗ה לְנַ֫פְשֶׁ֥ךָ אִם־מָ֭צָאתָ וְיֵ֣שׁ אַחֲרִ֑ית וְ֝תִקְוָתְךָ֗ לֹ֣א תִכָּרֵֽת׃ {פ}
ZunzAlso erlerne Weisheit für deine Seele; wenn du sie erworben, so giebt es eine Zukunft, und deine Hoffnung wird nicht abgeschnitten.
15
אַל־תֶּאֱרֹ֣ב רָ֭שָׁע לִנְוֵ֣ה צַדִּ֑יק אַֽל־תְּשַׁדֵּ֥ד רִבְצֽוֹ׃
ZunzLauere nicht auf, Frevler, der Wohnung der Gerechten, verwüste nicht seine Lagerstätte.
16
כִּ֤י שֶׁ֨בַע ׀ יִפּ֣וֹל צַדִּ֣יק וָקָ֑ם וּ֝רְשָׁעִ֗ים יִכָּשְׁל֥וּ בְרָעָֽה׃
ZunzDenn fällt der Gerechte sieben Mal, er erhebt sich dennoch, aber die Frevler stürzen in Unheil.
17
בִּנְפֹ֣ל (אויביך) [א֭וֹיִבְךָ] אַל־תִּשְׂמָ֑ח וּ֝בִכָּשְׁל֗וֹ אַל־יָגֵ֥ל לִבֶּֽךָ׃
ZunzOb dem Falle deines Feindes freue dich nicht, und ob seinem Sturze juble nicht dein Herz.
18
פֶּן־יִרְאֶ֣ה יְ֭הֹוָה וְרַ֣ע בְּעֵינָ֑יו וְהֵשִׁ֖יב מֵעָלָ֣יו אַפּֽוֹ׃
ZunzDaß es nicht der Ewige sehe und es mißfällt ihm, und er wendet von ihm seinen Zorn.
19
אַל־תִּתְחַ֥ר בַּמְּרֵעִ֑ים אַל־תְּ֝קַנֵּ֗א בָּֽרְשָׁעִֽים׃
ZunzWerde nicht unmuthig ob den Bösewichtern, ereifere dich nicht über die Frevler.
20
כִּ֤י ׀ לֹא־תִהְיֶ֣ה אַחֲרִ֣ית לָרָ֑ע נֵ֖ר רְשָׁעִ֣ים יִדְעָֽךְ׃
ZunzDenn der Böse hat keine Dauer, die Leuchte der Frevler erlischt.
21
יְרָא־אֶת־יְהֹוָ֣ה בְּנִ֣י וָמֶ֑לֶךְ עִם־שׁ֝וֹנִ֗ים אַל־תִּתְעָרָֽב׃
ZunzFürchte den Ewigen, mein Sohn, und den König; mit Veränderlichen lasse dich nicht ein.
22
כִּֽי־פִ֭תְאֹם יָק֣וּם אֵידָ֑ם וּפִ֥יד שְׁ֝נֵיהֶ֗ם מִ֣י יוֹדֵֽעַ׃ {פ}
ZunzDenn jählings kommt das Verderben von ihnen, und das Unheil von beiden (verhängt), wer kennt es (voraus)? —
23
גַּם־אֵ֥לֶּה לַחֲכָמִ֑ים הַֽכֵּר־פָּנִ֖ים בְּמִשְׁפָּ֣ט בַּל־טֽוֹב׃
ZunzAuch dieses ist von den Weisen: Ansehen der Person achten im Gerichte, ist nicht gut.
24
אֹ֤מֵ֨ר ׀ לְרָשָׁע֮ צַדִּ֢יק אָ֥֫תָּה יִקְּבֻ֥הוּ עַמִּ֑ים יִזְעָמ֥וּהוּ לְאֻמִּֽים׃
ZunzWer zum Schuldigen spricht: Du bist gerecht! den verfluchen Völker, verwünschen Nationen.
25
וְלַמּוֹכִיחִ֥ים יִנְעָ֑ם וַ֝עֲלֵיהֶ֗ם תָּב֥וֹא בִרְכַּת־טֽוֹב׃
ZunzAber denen, die recht entscheiden, geht es wohl, und auf sie kommt der Segen des Guten.
26
שְׂפָתַ֥יִם יִשָּׁ֑ק מֵ֝שִׁ֗יב דְּבָרִ֥ים נְכֹחִֽים׃
ZunzAuf die Lippen küßt man den, welcher treffende Antwort giebt.
27
הָ֘כֵ֤ן בַּח֨וּץ ׀ מְלַאכְתֶּ֗ךָ וְעַתְּדָ֣הּ בַּשָּׂדֶ֣ה לָ֑ךְ אַ֝חַ֗ר וּבָנִ֥יתָ בֵיתֶֽךָ׃ {פ}
ZunzVerrichte draußen dein Werk, und bestelle es auf deinem Felde; alsdann baue dein Haus.
28
אַל־תְּהִ֣י עֵד־חִנָּ֣ם בְּרֵעֶ֑ךָ וַ֝הֲפִתִּ֗יתָ בִּשְׂפָתֶֽיךָ׃
ZunzSei nicht unaufgefordert Zeuge wider deinen Nächsten, daß du schwatzest mit deinen Lippen.
29
אַל־תֹּאמַ֗ר כַּאֲשֶׁ֣ר עָֽשָׂה־לִ֭י כֵּ֤ן אֶֽעֱשֶׂה־לּ֑וֹ אָשִׁ֖יב לָאִ֣ישׁ כְּפׇעֳלֽוֹ׃ {פ}
ZunzSprich nicht: So wie er mir gethan, so will ich ihm thun, ich will Jedermann vergelten nach seinem Thun.
30
עַל־שְׂדֵ֣ה אִישׁ־עָצֵ֣ל עָבַ֑רְתִּי וְעַל־כֶּ֝֗רֶם אָדָ֥ם חֲסַר־לֵֽב׃
ZunzAn dem Felde eines trägen Mannes ging ich vorbei, und an dem Weinberg eines unverständigen Menschen.
31
וְהִנֵּ֨ה עָ֘לָ֤ה כֻלּ֨וֹ ׀ קִמְּשֹׂנִ֗ים כׇּסּ֣וּ פָנָ֣יו חֲרֻלִּ֑ים וְגֶ֖דֶר אֲבָנָ֣יו נֶהֱרָֽסָה׃
ZunzUnd siehe, er ging ganz auf in Dornen, seine Fläche war bedeckt mit Nesseln, und seine steinerne Mauer war niedergerissen.
32
וָאֶחֱזֶ֣ה אָ֭נֹכִי אָשִׁ֣ית לִבִּ֑י רָ֝אִ֗יתִי לָקַ֥חְתִּי מוּסָֽר׃
ZunzUnd ich schaute das und nahm es zu Herzen; ich sah es und nahm Zucht an.
33
מְעַ֣ט שֵׁ֭נוֹת מְעַ֣ט תְּנוּמ֑וֹת מְעַ֓ט ׀ חִבֻּ֖ק יָדַ֣יִם לִשְׁכָּֽב׃
ZunzEin wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Ineinanderschlagen der Hände zum Liegen.
34
וּבָֽא־מִתְהַלֵּ֥ךְ רֵישֶׁ֑ךָ וּ֝מַחְסֹרֶ֗יךָ כְּאִ֣ישׁ מָגֵֽן׃ {פ}
ZunzUnd es kommt, ein Wanderer, deine Armuth, und dein Mangel wie ein gewappneter Mann.