Mischlej 22 משלי

Buch: Kapitel: Vers:
Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
נִבְחָ֣ר שֵׁ֭ם מֵעֹ֣שֶׁר רָ֑ב מִכֶּ֥סֶף וּ֝מִזָּהָ֗ב חֵ֣ן טֽוֹב׃
ZunzVorzüglicher ist Ruf als großer Reichthum, als Silber und Gold Wohlgefallen.
2
עָשִׁ֣יר וָרָ֣שׁ נִפְגָּ֑שׁוּ עֹשֵׂ֖ה כֻלָּ֣ם יְהֹוָֽה׃
ZunzArme und Reiche begegnen einander, der Schöpfer aller ist der Ewige.
3
עָר֤וּם ׀ רָאָ֣ה רָעָ֣ה (ויסתר) [וְנִסְתָּ֑ר] וּ֝פְתָיִ֗ים עָבְר֥וּ וְֽנֶעֱנָֽשׁוּ׃
ZunzDer Kluge sieht das Uebel und birgt sich, aber die Einfältigen gehen weiter und büssen es.
4
עֵ֣קֶב עֲ֭נָוָה יִרְאַ֣ת יְהֹוָ֑ה עֹ֖שֶׁר וְכָב֣וֹד וְחַיִּֽים׃
ZunzDer Lohn der Demuth, der Furcht des Ewigen ist Reichthum und Ehre und Leben.
5
צִנִּ֣ים פַּ֭חִים בְּדֶ֣רֶךְ עִקֵּ֑שׁ שׁוֹמֵ֥ר נַ֝פְשׁ֗וֹ יִרְחַ֥ק מֵהֶֽם׃
ZunzDornen und Schlingen sind auf dem Wege des Falschen; wer seine Seele wahren will, halte sich fern davon.
6
חֲנֹ֣ךְ לַ֭נַּעַר עַל־פִּ֣י דַרְכּ֑וֹ גַּ֥ם כִּי־יַ֝זְקִ֗ין לֹא־יָס֥וּר מִמֶּֽנָּה׃
ZunzUebe den Knaben gemäß seinem Wandel, auch wenn er alt wird, weicht er nicht davon.
7
עָ֭שִׁיר בְּרָשִׁ֣ים יִמְשׁ֑וֹל וְעֶ֥בֶד לֹ֝וֶ֗ה לְאִ֣ישׁ מַלְוֶֽה׃
ZunzDer Reiche herrscht über Arme, und Knecht ist der Borger dem Gläubiger.
8
זוֹרֵ֣עַ עַ֭וְלָה (יקצור) [יִקְצׇר־]אָ֑וֶן וְשֵׁ֖בֶט עֶבְרָת֣וֹ יִכְלֶֽה׃
ZunzWer Unrecht säet, wird Unthat ernten, und seine Strafruthe fertigt er selber.
9
טֽוֹב־עַ֭יִן ה֣וּא יְבֹרָ֑ךְ כִּֽי־נָתַ֖ן מִלַּחְמ֣וֹ לַדָּֽל׃
ZunzWer wohlwollenden Auges ist, wird gesegnet, denn er giebt von seinem Brode dem Armen.
10
גָּ֣רֵֽשׁ לֵ֭ץ וְיֵצֵ֣א מָד֑וֹן וְ֝יִשְׁבֹּ֗ת דִּ֣ין וְקָלֽוֹן׃
ZunzTreib aus den Spötter, so geht auch der Zank mit, und aufhört Streit und Schimpf.
11
אֹהֵ֥ב (טהור) [טְהׇר־]לֵ֑ב חֵ֥ן שְׂ֝פָתָ֗יו רֵעֵ֥הוּ מֶֽלֶךְ׃
ZunzEin Freund sei reines Herzens; habe Anmuth auf seinen Lippen, wessen Genoß der König ist.
12
עֵינֵ֣י יְ֭הֹוָה נָ֣צְרוּ דָ֑עַת וַ֝יְסַלֵּ֗ף דִּבְרֵ֥י בֹגֵֽד׃
ZunzDie Augen des Ewigen bewachen den Weisen, aber er verdrehet die Worte des Verräthers.
13
אָמַ֣ר עָ֭צֵל אֲרִ֣י בַח֑וּץ בְּת֥וֹךְ רְ֝חֹב֗וֹת אֵרָצֵֽחַ׃
ZunzDer Träge spricht: Ein Löwe ist auf der Gasse, und mitten in den Straßen könnte ich ermordet werden.
14
שׁוּחָ֣ה עֲ֭מֻקָּה פִּ֣י זָר֑וֹת זְע֥וּם יְ֝הֹוָ֗ה (יפול) [יִפׇּל־]שָֽׁם׃
ZunzEine tiefe Grube ist der Mund der Buhlerinnen, der vom Ewigen Verwünschte fällt hinein.
15
אִ֭וֶּלֶת קְשׁוּרָ֣ה בְלֶב־נָ֑עַר שֵׁ֥בֶט מ֝וּסָ֗ר יַרְחִיקֶ֥נָּה מִמֶּֽנּוּ׃
ZunzIst Thorheit geknüpft an das Herz des Knaben, muß die Zuchtruthe sie daraus entfernen.
16
עֹ֣שֵֽׁק דָּ֭ל לְהַרְבּ֣וֹת ל֑וֹ נֹתֵ֥ן לְ֝עָשִׁ֗יר אַךְ־לְמַחְסֽוֹר׃
ZunzWer den Armen drückt sich zu bereichern, muß den Reichen geben, doch nur zu seinem Schaden. —
17
הַ֥ט אׇזְנְךָ֗ וּ֭שְׁמַע דִּבְרֵ֣י חֲכָמִ֑ים וְ֝לִבְּךָ֗ תָּשִׁ֥ית לְדַעְתִּֽי׃
ZunzNeige dein Ohr und höre die Worte der Weisen, und dein Herz wende sich meiner Lehre zu.
18
כִּֽי־נָ֭עִים כִּֽי־תִשְׁמְרֵ֣ם בְּבִטְנֶ֑ךָ יִכֹּ֥נוּ יַ֝חְדָּ֗ו עַל־שְׂפָתֶֽיךָ׃
ZunzDenn angenehm wird es dir seyn, wenn du sie verwahrst in deinem Innern, sie allesammt festigst auf deinen Lippen.
19
לִֽהְי֣וֹת בַּ֭יהֹוָה מִבְטַחֶ֑ךָ הוֹדַעְתִּ֖יךָ הַיּ֣וֹם אַף־אָֽתָּה׃
ZunzAuf den Ewigen zu setzen deine Zuversicht, auch das habe ich dich heute gelehrt.
20
הֲלֹ֤א כָתַ֣בְתִּֽי לְ֭ךָ (שלשום) [שָׁלִישִׁ֑ים] בְּמֹ֖עֵצ֣וֹת וָדָֽעַת׃
ZunzHabe ich dir nicht geschrieben Herrliches an Rathschlägen und Lehren?
21
לְהֽוֹדִיעֲךָ֗ קֹ֭שְׁטְ אִמְרֵ֣י אֱמֶ֑ת לְהָשִׁ֥יב אֲמָרִ֥ים אֱ֝מֶ֗ת לְשֹׁלְחֶֽיךָ׃
ZunzUm dich getreulich zu lehren die Aussprüche der Wahrheit, auf daß du wahrhaft Antwort giebst denen, die dich gesandt.
22
אַֽל־תִּגְזׇל־דָּ֭ל כִּ֣י דַל־ה֑וּא וְאַל־תְּדַכֵּ֖א עָנִ֣י בַשָּֽׁעַר׃
ZunzBeraube nicht den Geringen, weil er gering ist, und unterdrücke nicht den Armen im Thore.
23
כִּֽי־יְ֭הֹוָה יָרִ֣יב רִיבָ֑ם וְקָבַ֖ע אֶת־קֹבְעֵיהֶ֣ם נָֽפֶשׁ׃
ZunzDenn der Ewige wird ihren Streit führen, und ihre Räuber des Lebens berauben.
24
אַל־תִּ֭תְרַע אֶת־בַּ֣עַל אָ֑ף וְאֶת־אִ֥ישׁ חֵ֝מ֗וֹת לֹ֣א תָבֽוֹא׃
ZunzGeselle dich nicht zu dem Zornmüthigen, und mit dem hitzigen Manne gehe nicht um;
25
פֶּן־תֶּאֱלַ֥ף אֹרְחֹתָ֑ו וְלָקַחְתָּ֖ מוֹקֵ֣שׁ לְנַפְשֶֽׁךָ׃
ZunzDaß du dich nicht gewöhnest an seinen Wandel, und dir einen Fallstrick holest für deine Seele.
26
אַל־תְּהִ֥י בְתֹֽקְעֵי־כָ֑ף בַּ֝עֹרְבִ֗ים מַשָּׁאֽוֹת׃
ZunzGehöre nicht zu denen, welche die Hand einschlagen, die sich verbürgen für Darlehne;
27
אִם־אֵֽין־לְךָ֥ לְשַׁלֵּ֑ם לָ֥מָּה יִקַּ֥ח מִ֝שְׁכָּבְךָ֗ מִתַּחְתֶּֽיךָ׃
ZunzWenn du nichts zu zahlen hast, warum soll man dir dein Lager nehmen unter dir weg?
28
אַל־תַּ֭סֵּג גְּב֣וּל עוֹלָ֑ם אֲשֶׁ֖ר עָשׂ֣וּ אֲבוֹתֶֽיךָ׃
ZunzVerrücke nicht die alte Grenze, welche deine Väter gemacht.
29
חָזִ֡יתָ אִ֤ישׁ ׀ מָ֘הִ֤יר בִּמְלַאכְתּ֗וֹ לִֽפְנֵי־מְלָכִ֥ים יִתְיַצָּ֑ב בַּל־יִ֝תְיַצֵּ֗ב לִפְנֵ֥י חֲשֻׁכִּֽים׃ {פ}
ZunzSiehest du einen Mann geübt in seiner Kunst; — vor Könige stelle er sich, aber er stelle sich nicht vor Niedrige.