Mischlej 14 משלי
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
חַכְמ֣וֹת נָ֭שִׁים בָּנְתָ֣ה בֵיתָ֑הּ וְ֝אִוֶּ֗לֶת בְּיָדֶ֥יהָ תֶהֶרְסֶֽנּוּ׃
ZunzEin kluges Weib bauet ihr Haus, aber die Thorheit reißt es mit eignen Händen nieder.
2
הוֹלֵ֣ךְ בְּ֭יׇשְׁרוֹ יְרֵ֣א יְהֹוָ֑ה וּנְל֖וֹז דְּרָכָ֣יו בּוֹזֵֽהוּ׃
ZunzEs wandelt in seiner Geradheit, der den Ewigen fürchtet, aber auf krummen Wegen, wer ihn verachtet.
3
בְּֽפִי־אֱ֭וִיל חֹ֣טֶר גַּאֲוָ֑ה וְשִׂפְתֵ֥י חֲ֝כָמִ֗ים תִּשְׁמוּרֵֽם׃
ZunzIm Munde des Narren ist der Stock für (seinen) Hochmuth; aber die Lippen der Klugen bewahren sie.
4
בְּאֵ֣ין אֲ֭לָפִים אֵב֣וּס בָּ֑ר וְרׇב־תְּ֝בוּא֗וֹת בְּכֹ֣חַ שֽׁוֹר׃
ZunzWo keine Rinder, ist der Futterstall rein, aber eine Fülle von Ernte ist in der Kraft des Stiers.
5
עֵ֣ד אֱ֭מוּנִים לֹ֣א יְכַזֵּ֑ב וְיָפִ֥יחַ כְּ֝זָבִ֗ים עֵ֣ד שָֽׁקֶר׃
ZunzEin wahrhafter Zeuge, wer nicht lügt; wer aber Lügen spricht, ist ein falscher Zeuge.
6
בִּקֶּשׁ־לֵ֣ץ חׇכְמָ֣ה וָאָ֑יִן וְדַ֖עַת לְנָב֣וֹן נָקָֽל׃
ZunzDer Spötter sucht nach Weisheit, sie ist nicht da, aber dem Einsichtigen ist die Erkenntniß leicht.
7
לֵ֣ךְ מִ֭נֶּגֶד לְאִ֣ישׁ כְּסִ֑יל וּבַל־יָ֝דַ֗עְתָּ שִׂפְתֵי־דָֽעַת׃
ZunzEntferne dich von dem thörichten Mann, und den du kennst (als) sonder verständige Worte.
8
חׇכְמַ֣ת עָ֭רוּם הָבִ֣ין דַּרְכּ֑וֹ וְאִוֶּ֖לֶת כְּסִילִ֣ים מִרְמָֽה׃
ZunzDie Klugheit des Vorsichtigen ist: auf seinen Weg merken, und die Narrheit des Thoren ist: der Betrug.
9
אֱ֭וִלִים יָלִ֣יץ אָשָׁ֑ם וּבֵ֖ין יְשָׁרִ֣ים רָצֽוֹן׃
Zunz(Zwischen) Thoren ist die Schuld Dolmetsch; aber zwischen Redlichen das Wohlwollen.
10
לֵ֗ב י֭וֹדֵעַ מׇרַּ֣ת נַפְשׁ֑וֹ וּ֝בְשִׂמְחָת֗וֹ לֹא־יִתְעָ֥רַב זָֽר׃
ZunzDas Herz fühlt seinen eignen Gram, auch in seine Freude kann sich kein Fremder mischen.
11
בֵּ֣ית רְ֭שָׁעִים יִשָּׁמֵ֑ד וְאֹ֖הֶל יְשָׁרִ֣ים יַפְרִֽיחַ׃
ZunzDas Haus der Frevler wird vertilgt, aber das Zelt der Redlichen grünt.
12
יֵ֤שׁ דֶּ֣רֶךְ יָ֭שָׁר לִפְנֵי־אִ֑ישׁ וְ֝אַחֲרִיתָ֗הּ דַּרְכֵי־מָֽוֶת׃
ZunzMancher Weg ist grade vor einem Manne, aber am Ende sind es Wege zum Tode.
13
גַּם־בִּשְׂחֹ֥ק יִכְאַב־לֵ֑ב וְאַחֲרִיתָ֖הּ שִׂמְחָ֣ה תוּגָֽה׃
ZunzAuch beim Lachen leidet das Herz, wenn am Ende die Freude Trauer wird.
14
מִדְּרָכָ֣יו יִ֭שְׂבַּע ס֣וּג לֵ֑ב וּ֝מֵעָלָ֗יו אִ֣ישׁ טֽוֹב׃
ZunzVon seinem Wandel wird satt der Verstellte, und von dem, was an ihm ist, der gute Mann.
15
פֶּ֭תִי יַאֲמִ֣ין לְכׇל־דָּבָ֑ר וְ֝עָר֗וּם יָבִ֥ין לַאֲשֻׁרֽוֹ׃
ZunzDer Einfältige glaubt jedes Ding, aber der Vorsichtige merkt auf seinen Schritt.
16
חָכָ֣ם יָ֭רֵא וְסָ֣ר מֵרָ֑ע וּ֝כְסִ֗יל מִתְעַבֵּ֥ר וּבוֹטֵֽחַ׃
ZunzDer Kluge ist behutsam und weicht dem Bösen aus, aber der Thor übernimmt sich und ist sorglos.
17
קְֽצַר־אַ֭פַּיִם יַעֲשֶׂ֣ה אִוֶּ֑לֶת וְאִ֥ישׁ מְ֝זִמּ֗וֹת יִשָּׂנֵֽא׃
ZunzDer Jähzornige begeht Thorheit, und der Ränkevolle wird gehaßt.
18
נָחֲל֣וּ פְתָאיִ֣ם אִוֶּ֑לֶת וַ֝עֲרוּמִ֗ים יַכְתִּ֥רוּ דָֽעַת׃
ZunzDie Einfältigen erwerben Thorheit; aber die Klugen kränzen sich mit Erkenntniß.
19
שַׁח֣וּ רָ֭עִים לִפְנֵ֣י טוֹבִ֑ים וּ֝רְשָׁעִ֗ים עַֽל־שַׁעֲרֵ֥י צַדִּֽיק׃
ZunzEs sinken die Bösen vor den Guten, und die Frevler sind an den Thoren des Gerechten.
20
גַּם־לְ֭רֵעֵהוּ יִשָּׂ֣נֵא רָ֑שׁ וְאֹהֲבֵ֖י עָשִׁ֣יר רַבִּֽים׃
ZunzAuch seinem Gespielen wird der Arme verhaßt, aber des Reichen Freunde sind viele.
21
בׇּז־לְרֵעֵ֥הוּ חוֹטֵ֑א וּמְחוֹנֵ֖ן (עניים) [עֲנָוִ֣ים] אַשְׁרָֽיו׃
ZunzWer seinen Nächsten verachtet, ist ein Sünder; aber wer gegen Gebeugte mildthätig ist, Heil ihm!
22
הֲֽלוֹא־יִ֭תְעוּ חֹ֣רְשֵׁי רָ֑ע וְחֶ֥סֶד וֶ֝אֱמֶ֗ת חֹ֣רְשֵׁי טֽוֹב׃
ZunzGehen nicht irre, die Böses schmieden? Aber Liebe und Treue (leitet), die Gutes sinnen.
23
בְּכׇל־עֶ֭צֶב יִהְיֶ֣ה מוֹתָ֑ר וּדְבַר־שְׂ֝פָתַ֗יִם אַךְ־לְמַחְסֽוֹר׃
ZunzAus jeglicher Anstrengung kommt Ueberfluß, aber Geschwätz der Lippen (führt) nur zum Mangel.
24
עֲטֶ֣רֶת חֲכָמִ֣ים עׇשְׁרָ֑ם אִוֶּ֖לֶת כְּסִילִ֣ים אִוֶּֽלֶת׃
ZunzEine Krone ist für die Klugen ihr Reichthum, die Narrheit der Thoren (bleibt) Narrheit.
25
מַצִּ֣יל נְ֭פָשׁוֹת עֵ֣ד אֱמֶ֑ת וְיָפִ֖חַ כְּזָבִ֣ים מִרְמָֽה׃
ZunzSeelen erbeutet ein wahrhafter Zeuge; aber wer Lügen aussagt, Betrug.
26
בְּיִרְאַ֣ת יְ֭הֹוָה מִבְטַח־עֹ֑ז וּ֝לְבָנָ֗יו יִהְיֶ֥ה מַחְסֶֽה׃
ZunzIn der Furcht des Ewigen ist ein fester Verlaß, und seinen Kindern ist er eine Zuflucht.
27
יִרְאַ֣ת יְ֭הֹוָה מְק֣וֹר חַיִּ֑ים לָ֝ס֗וּר מִמֹּ֥קְשֵׁי מָֽוֶת׃
ZunzDie Furcht des Ewigen ist eine Quelle des Lebens, zu entgehen den Schlingen des Todes.
28
בְּרׇב־עָ֥ם הַדְרַת־מֶ֑לֶךְ וּבְאֶ֥פֶס לְ֝אֹ֗ם מְחִתַּ֥ת רָזֽוֹן׃
ZunzIn der Menge des Volkes besteht der Schmuck des Königs, aber im Mangel an Leuten der Sturz des Fürsten.
29
אֶ֣רֶךְ אַ֭פַּיִם רַב־תְּבוּנָ֑ה וּקְצַר־ר֝֗וּחַ מֵרִ֥ים אִוֶּֽלֶת׃
ZunzLangmuth ist (bei) großem Verstande, aber der Jähzornige trägt Thorheit zur Schau.
30
חַיֵּ֣י בְ֭שָׂרִים לֵ֣ב מַרְפֵּ֑א וּרְקַ֖ב עֲצָמ֣וֹת קִנְאָֽה׃
ZunzLeben des Leibes ist ein gelassenes Herz, aber Knochenfraß ist Eifersucht.
31
עֹ֣שֵֽׁק דָּ֭ל חֵרֵ֣ף עֹשֵׂ֑הוּ וּ֝מְכַבְּד֗וֹ חֹנֵ֥ן אֶבְיֽוֹן׃
ZunzWer den Armen bedrückt, lästert seinen Schöpfer, aber wer ihn ehrt, ist mildthätig gegen den Dürftigen.
32
בְּֽ֭רָעָתוֹ יִדָּחֶ֣ה רָשָׁ֑ע וְחֹסֶ֖ה בְמוֹת֣וֹ צַדִּֽיק׃
ZunzIn seine Bosheit wird hinabgestoßen der Frevler, aber im Tode noch ist der Gerechte geborgen.
33
בְּלֵ֣ב נָ֭בוֹן תָּנ֣וּחַ חׇכְמָ֑ה וּבְקֶ֥רֶב כְּ֝סִילִ֗ים תִּוָּדֵֽעַ׃
ZunzIm Herzen des Einsichtigen ruhet die Klugheit; aber was in der Brust der Thoren ist, thut sich kund.
34
צְדָקָ֥ה תְרוֹמֵֽם־גּ֑וֹי וְחֶ֖סֶד לְאֻמִּ֣ים חַטָּֽאת׃
ZunzGerechtigkeit erhöhet ein Volk, aber die Schande der Nationen ist die Sünde.
35
רְֽצוֹן־מֶ֭לֶךְ לְעֶ֣בֶד מַשְׂכִּ֑יל וְ֝עֶבְרָת֗וֹ תִּהְיֶ֥ה מֵבִֽישׁ׃
ZunzDes Königs Wohlgefallen wird dem verständigen Knechte, aber sein Unwille dem schandbaren.