Jirmejahu 9 ירמיהו

Buch: Kapitel: Vers:
Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
Haftarot in diesem Kapitel: Tzaw
1
מִֽי־יִתְּנֵ֣נִי בַמִּדְבָּ֗ר מְלוֹן֙ אֹֽרְחִ֔ים וְאֶֽעֶזְבָה֙ אֶת־עַמִּ֔י וְאֵלְכָ֖ה מֵאִתָּ֑ם כִּ֤י כֻלָּם֙ מְנָ֣אֲפִ֔ים עֲצֶ֖רֶת בֹּגְדִֽים׃
ZunzWer mich doch in die Wüste brächte, in das Nachtlager der Wanderer, so verließe ich mein Volk und ginge von ihnen; denn sie alle sind Ehebrecher, eine Rotte Verräther.
2
וַֽיַּדְרְכ֤וּ אֶת־לְשׁוֹנָם֙ קַשְׁתָּ֣ם שֶׁ֔קֶר וְלֹ֥א לֶאֱמוּנָ֖ה גָּבְר֣וּ בָאָ֑רֶץ כִּי֩ מֵרָעָ֨ה אֶל־רָעָ֧ה ׀ יָצָ֛אוּ וְאֹתִ֥י לֹא־יָדָ֖עוּ נְאֻם־יְהֹוָֽה׃
ZunzUnd sie spannen ihre Zunge, ihren Bogen der Lüge, und nicht für die Wahrheit sind sie stark im Lande; sondern sie gehen über von einer Bosheit zur andern, und mich erkennen sie nicht, ist der Spruch des Ewigen.
3
אִ֤ישׁ מֵרֵעֵ֙הוּ֙ הִשָּׁמֵ֔רוּ וְעַל־כׇּל־אָ֖ח אַל־תִּבְטָ֑חוּ כִּ֤י כׇל־אָח֙ עָק֣וֹב יַעְקֹ֔ב וְכׇל־רֵ֖עַ רָכִ֥יל יַהֲלֹֽךְ׃
ZunzDer Freund hüte sich vor dem Freunde, und auf keinen Bruder verlasset euch; denn jeglicher Bruder hintergeht, und jeglicher Freund geht als Späher umher.
4
וְאִ֤ישׁ בְּרֵעֵ֙הוּ֙ יְהָתֵ֔לּוּ וֶאֱמֶ֖ת לֹ֣א יְדַבֵּ֑רוּ לִמְּד֧וּ לְשׁוֹנָ֛ם דַּבֶּר־שֶׁ֖קֶר הַעֲוֵ֥ה נִלְאֽוּ׃
ZunzUnd Einer täuscht den Andern, und redet keine Wahrheit; sie lehren ihre Zunge Lügen reden, sie mühen sich ab zu Verbrechen.
5
שִׁבְתְּךָ֖ בְּת֣וֹךְ מִרְמָ֑ה בְּמִרְמָ֛ה מֵאֲנ֥וּ דַעַת־אוֹתִ֖י נְאֻם־יְהֹוָֽה׃ {ס}
ZunzDein Wohnen ist unter Trug, vor Trug wollen sie mich nicht erkennen, ist der Spruch des Ewigen.
6
לָכֵ֗ן כֹּ֤ה אָמַר֙ יְהֹוָ֣ה צְבָא֔וֹת הִנְנִ֥י צוֹרְפָ֖ם וּבְחַנְתִּ֑ים כִּי־אֵ֣יךְ אֶֽעֱשֶׂ֔ה מִפְּנֵ֖י בַּת־עַמִּֽי׃
ZunzDarum, so spricht der Ewige der Heerschaaren, siehe, ich läutere sie und prüfe sie; denn was sonst sollte ich thun wegen der Tochter meines Volks?
7
חֵ֥ץ (שוחט) [שָׁח֛וּט] לְשׁוֹנָ֖ם מִרְמָ֣ה דִבֵּ֑ר בְּפִ֗יו שָׁל֤וֹם אֶת־רֵעֵ֙הוּ֙ יְדַבֵּ֔ר וּבְקִרְבּ֖וֹ יָשִׂ֥ים אׇרְבּֽוֹ׃
ZunzEin mörderischer Pfeil ist ihre Zunge, Trug redet (Jeglicher), mit seinem Munde redet er freundlich mit seinem Nächsten, aber in seinem Herzen stellt er ihm einen Hinterhalt.
8
הַעַל־אֵ֥לֶּה לֹא־אֶפְקׇד־בָּ֖ם נְאֻם־יְהֹוָ֑ה אִ֚ם בְּג֣וֹי אֲשֶׁר־כָּזֶ֔ה לֹ֥א תִתְנַקֵּ֖ם נַפְשִֽׁי׃ {ס}
ZunzSoll ich nun solches an ihnen nicht ahnden, ist der Spruch des Ewigen, oder an einem Volke wie dieses meine Seele nicht Rache üben?
9
עַל־הֶ֨הָרִ֜ים אֶשָּׂ֧א בְכִ֣י וָנֶ֗הִי וְעַל־נְא֤וֹת מִדְבָּר֙ קִינָ֔ה כִּ֤י נִצְּתוּ֙ מִבְּלִי־אִ֣ישׁ עֹבֵ֔ר וְלֹ֥א שָׁמְע֖וּ ק֣וֹל מִקְנֶ֑ה מֵע֤וֹף הַשָּׁמַ֙יִם֙ וְעַד־בְּהֵמָ֔ה נָדְד֖וּ הָלָֽכוּ׃
ZunzAuf den Bergen will ich in Weinen und Jammer ausbrechen, und auf den Angern der Wüste in Klagelieder; denn verödet sind sie, daß kein Mensch da wandelt und sie nicht hören die Stimme der Heerde; die Vögel des Himmels wie das Vieh sind ausgewandert, weggezogen.
10
וְנָתַתִּ֧י אֶת־יְרוּשָׁלַ֛͏ִם לְגַלִּ֖ים מְע֣וֹן תַּנִּ֑ים וְאֶת־עָרֵ֧י יְהוּדָ֛ה אֶתֵּ֥ן שְׁמָמָ֖ה מִבְּלִ֥י יוֹשֵֽׁב׃ {ס}
ZunzUnd ich mache Jeruschalajim zu Steinhaufen, zur Wohnung der Schakale, und die Städte Jehudah's mache ich zur Oede, leer von Bewohnern.
11
מִֽי־הָאִ֤ישׁ הֶחָכָם֙ וְיָבֵ֣ן אֶת־זֹ֔את וַאֲשֶׁ֨ר דִּבֶּ֧ר פִּֽי־יְהֹוָ֛ה אֵלָ֖יו וְיַגִּדָ֑הּ עַל־מָה֙ אָבְדָ֣ה הָאָ֔רֶץ נִצְּתָ֥ה כַמִּדְבָּ֖ר מִבְּלִ֥י עֹבֵֽר׃ {ס}
ZunzWer ist der Mann, der weise, daß er dies einsehe, und wer, zu welchem des Ewigen Mund geredet, daß er es verkünde: Warum ist das Land zu Grunde gerichtet, verödet wie eine Wüste, leer von Wanderern?
12
וַיֹּ֣אמֶר יְהֹוָ֔ה עַל־עׇזְבָם֙ אֶת־תּ֣וֹרָתִ֔י אֲשֶׁ֥ר נָתַ֖תִּי לִפְנֵיהֶ֑ם וְלֹא־שָׁמְע֥וּ בְקוֹלִ֖י וְלֹא־הָ֥לְכוּ בָֽהּ׃
ZunzUnd der Ewige sprach; Weil sie verlassen meine Lehre, die ich ihnen vorgelegt, und nicht gehört haben auf meine Stimme und ihr nicht gefolgt sind;
13
וַיֵּ֣לְכ֔וּ אַחֲרֵ֖י שְׁרִר֣וּת לִבָּ֑ם וְאַֽחֲרֵי֙ הַבְּעָלִ֔ים אֲשֶׁ֥ר לִמְּד֖וּם אֲבוֹתָֽם׃ {פ}
ZunzSondern folgten dem Uebermuthe ihres Herzens und den Baalim, wie es ihre Väter sie gelehrt;
14
לָכֵ֗ן כֹּה־אָמַ֞ר יְהֹוָ֤ה צְבָאוֹת֙ אֱלֹהֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל הִנְנִ֧י מַאֲכִילָ֛ם אֶת־הָעָ֥ם הַזֶּ֖ה לַעֲנָ֑ה וְהִשְׁקִיתִ֖ים מֵי־רֹֽאשׁ׃
ZunzDarum, so spricht der Ewige der Heerschaaren, der Gott Jisraël's, speise ich dies Volk mit Wermuth und tränke sie mit Gift-Wasser.
15
וַהֲפִֽצוֹתִים֙ בַּגּוֹיִ֔ם אֲשֶׁר֙ לֹ֣א יָדְע֔וּ הֵ֖מָּה וַאֲבוֹתָ֑ם וְשִׁלַּחְתִּ֤י אַֽחֲרֵיהֶם֙ אֶת־הַחֶ֔רֶב עַ֥ד כַּלּוֹתִ֖י אוֹתָֽם׃ {פ}
ZunzUnd zerstreue sie unter die Völker, die weder sie noch ihre Väter gekannt, und sende das Schwert ihnen nach, bis ich sie aufgerieben habe.
16
כֹּ֤ה אָמַר֙ יְהֹוָ֣ה צְבָא֔וֹת הִתְבּ֥וֹנְנ֛וּ וְקִרְא֥וּ לַמְקוֹנְנ֖וֹת וּתְבוֹאֶ֑ינָה וְאֶל־הַחֲכָמ֥וֹת שִׁלְח֖וּ וְתָבֽוֹאנָה׃
ZunzSo spricht der Ewige der Heerschaaren: Sehet euch um und rufet die Klageweiber, daß sie kommen, und zu den kundigen Weibern sendet, daß sie kommen,
17
וּתְמַהֵ֕רְנָה וְתִשֶּׂ֥נָה עָלֵ֖ינוּ נֶ֑הִי וְתֵרַ֤דְנָה עֵינֵ֙ינוּ֙ דִּמְעָ֔ה וְעַפְעַפֵּ֖ינוּ יִזְּלוּ־מָֽיִם׃
ZunzUnd eilends ein Klaglied über uns erheben, daß unsere Augen von Thränen rinnen und unsere Wimpern von Wasser fließen.
18
כִּ֣י ק֥וֹל נְהִ֛י נִשְׁמַ֥ע מִצִּיּ֖וֹן אֵ֣יךְ שֻׁדָּ֑דְנוּ בֹּ֤שְׁנֽוּ מְאֹד֙ כִּֽי־עָזַ֣בְנוּ אָ֔רֶץ כִּ֥י הִשְׁלִ֖יכוּ מִשְׁכְּנוֹתֵֽינוּ׃ {ס}
ZunzDenn eine Jammerstimme wird gehört aus Zijon: Wie verwüstet sind wir! Wir sind sehr zu Schanden, denn wir müssen das Land verlassen, denn sie haben unsere Wohnungen niedergeworfen.
19
כִּֽי־שְׁמַ֤עְנָה נָשִׁים֙ דְּבַר־יְהֹוָ֔ה וְתִקַּ֥ח אׇזְנְכֶ֖ם דְּבַר־פִּ֑יו וְלַמֵּ֤דְנָה בְנֽוֹתֵיכֶם֙ נֶ֔הִי וְאִשָּׁ֥ה רְעוּתָ֖הּ קִינָֽה׃
ZunzDenn höret, Weiber, das Wort des Ewigen, und es vernehme euer Ohr das Wort seines Mundes und lehret eure Töchter jammern und ein Weib das andere Klagelieder.
20
כִּי־עָ֤לָֽה מָ֙וֶת֙ בְּחַלּוֹנֵ֔ינוּ בָּ֖א בְּאַרְמְנוֹתֵ֑ינוּ לְהַכְרִ֤ית עוֹלָל֙ מִח֔וּץ בַּחוּרִ֖ים מֵרְחֹבֽוֹת׃
ZunzDenn es steigt der Tod durch unsere Fenster, kommt in unsere Paläste, auszurotten die Kinder von den Straßen, Jünglinge von den Plätzen.
21
דַּבֵּ֗ר כֹּ֚ה נְאֻם־יְהֹוָ֔ה וְנָֽפְלָה֙ נִבְלַ֣ת הָאָדָ֔ם כְּדֹ֖מֶן עַל־פְּנֵ֣י הַשָּׂדֶ֑ה וּכְעָמִ֛יר מֵאַחֲרֵ֥י הַקֹּצֵ֖ר וְאֵ֥ין מְאַסֵּֽף׃ {ס}
ZunzRede: Also ist der Spruch des Ewigen: Es wird das Aas von Menschen daliegen wie Dünger auf dem freien Felde, und wie eine Garbe hinter dem Schnitter, die Niemand aufnimmt.
Haftarah Tzaw Zusatz: Aschkenasim, Sefardim, Jemeniten und Chabad lesen ab hier.
22
כֹּ֣ה ׀ אָמַ֣ר יְהֹוָ֗ה אַל־יִתְהַלֵּ֤ל חָכָם֙ בְּחׇכְמָת֔וֹ וְאַל־יִתְהַלֵּ֥ל הַגִּבּ֖וֹר בִּגְבוּרָת֑וֹ אַל־יִתְהַלֵּ֥ל עָשִׁ֖יר בְּעׇשְׁרֽוֹ׃
ZunzSo spricht der Ewige: Nicht rühme sich der Weise seiner Weisheit, und nicht rühme sich der Starke seiner Stärke, nicht rühme sich der Reiche seines Reichthums.
23
כִּ֣י אִם־בְּזֹ֞את יִתְהַלֵּ֣ל הַמִּתְהַלֵּ֗ל הַשְׂכֵּל֮ וְיָדֹ֣עַ אוֹתִי֒ כִּ֚י אֲנִ֣י יְהֹוָ֔ה עֹ֥שֶׂה חֶ֛סֶד מִשְׁפָּ֥ט וּצְדָקָ֖ה בָּאָ֑רֶץ כִּֽי־בְאֵ֥לֶּה חָפַ֖צְתִּי נְאֻם־יְהֹוָֽה׃ {ס}
ZunzSondern deß rühme sich, wer sich rühmen mag: einzusehen und mich zu erkennen, daß ich der Ewige Liebe, Recht und Gerechtigkeit übe auf Erden; daß ich daran Wohlgefallen habe, ist der Spruch des Ewigen.
Haftarah Tzaw Ende des Zusatzes (Aschkenasim, Sefardim, Jemeniten und Chabad).
Haftarah 9. Aw, Schacharit Aschkenasim, Sefardim, Jemeniten, Italiener, Romanioten und Karäer enden hier.
24
הִנֵּ֛ה יָמִ֥ים בָּאִ֖ים נְאֻם־יְהֹוָ֑ה וּפָ֣קַדְתִּ֔י עַל־כׇּל־מ֖וּל בְּעׇרְלָֽה׃
ZunzSiehe, Tage kommen, ist der Spruch, des Ewigen, da ich ahnden werde an allen Beschnittenen sammt den Unbeschnittenen:
25
עַל־מִצְרַ֣יִם וְעַל־יְהוּדָ֗ה וְעַל־אֱד֞וֹם וְעַל־בְּנֵ֤י עַמּוֹן֙ וְעַל־מוֹאָ֔ב וְעַל֙ כׇּל־קְצוּצֵ֣י פֵאָ֔ה הַיֹּשְׁבִ֖ים בַּמִּדְבָּ֑ר כִּ֤י כׇל־הַגּוֹיִם֙ עֲרֵלִ֔ים וְכׇל־בֵּ֥ית יִשְׂרָאֵ֖ל עַרְלֵי־לֵֽב׃ {פ}
ZunzAn Mizrajim und an Jehudah und an Edom, und an den Söhnen Ammon und an Moab, und an denen mit gestutztem Haar, die in der Wüste wohnen. Denn alle Völker sind unbeschnitten, und das ganze Haus Jisraël ist unbeschnittenen Herzens.