Jirmejahu 10 ירמיהו
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
Haftarot in diesem Kapitel:
Tzaw
1
שִׁמְע֣וּ אֶת־הַדָּבָ֗ר אֲשֶׁ֨ר דִּבֶּ֧ר יְהֹוָ֛ה עֲלֵיכֶ֖ם בֵּ֥ית יִשְׂרָאֵֽל׃
ZunzHöret das Wort, das der Ewige zu euch redet, Haus Jisraël!
2
כֹּ֣ה ׀ אָמַ֣ר יְהֹוָ֗ה אֶל־דֶּ֤רֶךְ הַגּוֹיִם֙ אַל־תִּלְמָ֔דוּ וּמֵאֹת֥וֹת הַשָּׁמַ֖יִם אַל־תֵּחָ֑תּוּ כִּי־יֵחַ֥תּוּ הַגּוֹיִ֖ם מֵהֵֽמָּה׃
ZunzSo spricht der Ewige: An den Weg der Völker gewöhnt euch nicht, und vor den Zeichen des Himmels zaget nicht, ob auch die Völker davor zagen.
3
כִּֽי־חֻקּ֥וֹת הָעַמִּ֖ים הֶ֣בֶל ה֑וּא כִּי־עֵץ֙ מִיַּ֣עַר כְּרָת֔וֹ מַעֲשֵׂ֥ה יְדֵי־חָרָ֖שׁ בַּֽמַּעֲצָֽד׃
ZunzDenn die Satzungen der Völker sind Tand; denn ein Baum ist es, den er im Walde gehauen, bearbeitet von den Händen des Künstlers mit dem Beil.
4
בְּכֶ֥סֶף וּבְזָהָ֖ב יְיַפֵּ֑הוּ בְּמַסְמְר֧וֹת וּבְמַקָּב֛וֹת יְחַזְּק֖וּם וְל֥וֹא יָפִֽיק׃
ZunzMit Silber und Gold verziert er es, mit Nägeln, die er mit Hämmern festschlägt, daß Nichts losgehe.
5
כְּתֹ֨מֶר מִקְשָׁ֥ה הֵ֙מָּה֙ וְלֹ֣א יְדַבֵּ֔רוּ נָשׂ֥וֹא יִנָּשׂ֖וּא כִּ֣י לֹ֣א יִצְעָ֑דוּ אַל־תִּֽירְא֤וּ מֵהֶם֙ כִּי־לֹ֣א יָרֵ֔עוּ וְגַם־הֵיטֵ֖יב אֵ֥ין אוֹתָֽם׃ {פ}
ZunzWie eine gediegene Säule stehen sie, ohne zu reden, sie müssen getragen werden, denn sie thun keinen Schritt. Fürchtet euch nicht vor ihnen, denn sie schaden nicht, können aber auch nicht nützen.
Haftarah Tzaw Zusatz: Italiener lesen ab hier.
6
מֵאֵ֥ין כָּמ֖וֹךָ יְהֹוָ֑ה גָּד֥וֹל אַתָּ֛ה וְגָד֥וֹל שִׁמְךָ֖ בִּגְבוּרָֽה׃
ZunzWeil Niemand dir gleich ist, Ewiger; groß bist du und groß ist dein Name durch mächtige That.
7
מִ֣י לֹ֤א יִרָֽאֲךָ֙ מֶ֣לֶךְ הַגּוֹיִ֔ם כִּ֥י לְךָ֖ יָאָ֑תָה כִּ֣י בְכׇל־חַכְמֵ֧י הַגּוֹיִ֛ם וּבְכׇל־מַלְכוּתָ֖ם מֵאֵ֥ין כָּמֽוֹךָ׃
ZunzWer sollte dich nicht fürchten, König der Völker? Denn dir ist es zuerkannt; denn bei allen Weisen der Völker und in all ihren Reichen (sagt man), daß Niemand dir gleich ist.
Haftarah Tzaw Ende des Zusatzes (Italiener).
8
וּבְאַחַ֖ת יִבְעֲר֣וּ וְיִכְסָ֑לוּ מוּסַ֥ר הֲבָלִ֖ים עֵ֥ץ הֽוּא׃
ZunzAber mit einem Mal werden sie dumm und bethört. Die Rüge (ihres) Wahns ist das Holz.
9
כֶּ֣סֶף מְרֻקָּ֞ע מִתַּרְשִׁ֣ישׁ יוּבָ֗א וְזָהָב֙ מֵֽאוּפָ֔ז מַעֲשֵׂ֥ה חָרָ֖שׁ וִידֵ֣י צוֹרֵ֑ף תְּכֵ֤לֶת וְאַרְגָּמָן֙ לְבוּשָׁ֔ם מַעֲשֵׂ֥ה חֲכָמִ֖ים כֻּלָּֽם׃
ZunzGeschlagenes Silber aus Tarschisch wird gebracht, und Gold aus Ufas, Werk des Künstlers und von den Händen des Goldschmiedes. Himmelblaue Wolle und Purpur ist ihre Kleidung, ein Werk Kunstverständiger sind sie alle.
10
וַיהֹוָ֤ה אֱלֹהִים֙ אֱמֶ֔ת הֽוּא־אֱלֹהִ֥ים חַיִּ֖ים וּמֶ֣לֶךְ עוֹלָ֑ם מִקִּצְפּוֹ֙ תִּרְעַ֣שׁ הָאָ֔רֶץ וְלֹא־יָכִ֥לוּ גוֹיִ֖ם זַעְמֽוֹ׃ {פ}
ZunzAber der Ewige, Gott ist Wahrheit. Er ist ein lebendiger Gott und ein ewiger König; von seinem Zorn erbebt die Erde: und Völker ertragen nicht seinen Grimm.
11
כִּדְנָה֙ תֵּאמְר֣וּן לְה֔וֹם אֱלָ֣הַיָּ֔א דִּֽי־שְׁמַיָּ֥א וְאַרְקָ֖א לָ֣א עֲבַ֑דוּ יֵאבַ֧דוּ מֵאַרְעָ֛א וּמִן־תְּח֥וֹת שְׁמַיָּ֖א אֵֽלֶּה׃ {ס}
ZunzAlso sollt ihr zu ihnen sprechen: Götter, die Himmel und Erde nicht gemacht, werden schwinden von der Erde und hinweg unter diesem Himmel.
12
עֹשֵׂ֥ה אֶ֙רֶץ֙ בְּכֹח֔וֹ מֵכִ֥ין תֵּבֵ֖ל בְּחׇכְמָת֑וֹ וּבִתְבוּנָת֖וֹ נָטָ֥ה שָׁמָֽיִם׃
ZunzEr schuf die Erde durch seine Kraft, bereitete das Erdenrund durch seine Weisheit, und durch seine Kunst spannte er die Himmel.
13
לְק֨וֹל תִּתּ֜וֹ הֲמ֥וֹן מַ֙יִם֙ בַּשָּׁמַ֔יִם וַיַּעֲלֶ֥ה נְשִׂאִ֖ים מִקְצֵ֣ה (ארץ) [הָאָ֑רֶץ] בְּרָקִ֤ים לַמָּטָר֙ עָשָׂ֔ה וַיּ֥וֹצֵא ר֖וּחַ מֵאֹצְרֹתָֽיו׃
ZunzBei dem Getöse, wenn er rauschen läßt das Wasser im Himmel und heraufbringt Wolken vom Rande der Erde, Blitze beim Regen erschafft, und den Wind hervorführt aus seinen Schatzkammern,
14
נִבְעַ֤ר כׇּל־אָדָם֙ מִדַּ֔עַת הֹבִ֥ישׁ כׇּל־צוֹרֵ֖ף מִפָּ֑סֶל כִּ֛י שֶׁ֥קֶר נִסְכּ֖וֹ וְלֹא־ר֥וּחַ בָּֽם׃
ZunzSteht verdummt jeglicher Mensch mit seinem Verstande, wird zu Schanden jeglicher Goldschmied mit dem Bilde; denn eine Lüge ist sein Gußwerk und kein Geist ist darin.
15
הֶ֣בֶל הֵ֔מָּה מַעֲשֵׂ֖ה תַּעְתֻּעִ֑ים בְּעֵ֥ת פְּקֻדָּתָ֖ם יֹאבֵֽדוּ׃
ZunzTand sind sie, ein Werk des Wahnes, zur Zeit, da an ihnen geahndet wird, gehen sie unter.
16
לֹֽא־כְאֵ֜לֶּה חֵ֣לֶק יַעֲקֹ֗ב כִּֽי־יוֹצֵ֤ר הַכֹּל֙ ה֔וּא וְיִ֨שְׂרָאֵ֔ל שֵׁ֖בֶט נַחֲלָת֑וֹ יְהֹוָ֥ה צְבָא֖וֹת שְׁמֽוֹ׃ {ס}
ZunzNicht diesen gleich ist der Antheil Jaakob's, denn er ist es, der das All gebildet, und Israël ist der Stamm seines Eigenthums; der Ewige der Heerschaaren ist sein Name.
17
אִסְפִּ֥י מֵאֶ֖רֶץ כִּנְעָתֵ֑ךְ (ישבתי) [יֹשֶׁ֖בֶת] בַּמָּצֽוֹר׃ {ס}
ZunzRaff' auf von der Erde dein Gepäck, du in der Belagerung Weilende.
18
כִּי־כֹה֙ אָמַ֣ר יְהֹוָ֔ה הִנְנִ֥י קוֹלֵ֛עַ אֶת־יוֹשְׁבֵ֥י הָאָ֖רֶץ בַּפַּ֣עַם הַזֹּ֑את וַהֲצֵרֹ֥תִי לָהֶ֖ם לְמַ֥עַן יִמְצָֽאוּ׃ {ס}
ZunzDenn also spricht der Ewige: Siehe, ich schleudere dahin die Bewohner des Landes dieses Mal, und ich habe sie eingeengt, damit man sie finde.
19
א֥וֹי לִי֙ עַל־שִׁבְרִ֔י נַחְלָ֖ה מַכָּתִ֑י וַאֲנִ֣י אָמַ֔רְתִּי אַ֛ךְ זֶ֥ה חֳלִ֖י וְאֶשָּׂאֶֽנּוּ׃
ZunzWehe mir ob meinem Schaden! Schmerzlich ist mein Schlag! Und ich dachte: nur dieses Leiden, und ich werde es ertragen können.
20
אׇהֳלִ֣י שֻׁדָּ֔ד וְכׇל־מֵיתָרַ֖י נִתָּ֑קוּ בָּנַ֤י יְצָאֻ֙נִי֙ וְאֵינָ֔ם אֵין־נֹטֶ֥ה עוֹד֙ אׇֽהֳלִ֔י וּמֵקִ֖ים יְרִיעוֹתָֽי׃
ZunzDoch mein Zelt ist zerstört und all meine Seile sind abgerissen, meine Söhne sind von mir gegangen und sind dahin. Keiner ist, der mein Zelt wieder aufspannt und meine Umhänge befestigt.
21
כִּ֤י נִבְעֲרוּ֙ הָרֹעִ֔ים וְאֶת־יְהֹוָ֖ה לֹ֣א דָרָ֑שׁוּ עַל־כֵּן֙ לֹ֣א הִשְׂכִּ֔ילוּ וְכׇל־מַרְעִיתָ֖ם נָפֽוֹצָה׃ {פ}
ZunzDenn dumm waren die Hirten, und den Ewigen suchten sie nicht, darum hatten sie kein Glück und ihre ganze Heerde ward zerstreut.
22
ק֤וֹל שְׁמוּעָה֙ הִנֵּ֣ה בָאָ֔ה וְרַ֥עַשׁ גָּד֖וֹל מֵאֶ֣רֶץ צָפ֑וֹן לָשׂ֞וּם אֶת־עָרֵ֧י יְהוּדָ֛ה שְׁמָמָ֖ה מְע֥וֹן תַּנִּֽים׃ {ס}
ZunzDas Gerücht ertönt, siehe, es kommt! und ein großes Toben vom Lande des Nordens, die Städte Jehudah's zur Oede zu machen, zur Wohnung der Schakale.
23
יָדַ֣עְתִּי יְהֹוָ֔ה כִּ֛י לֹ֥א לָאָדָ֖ם דַּרְכּ֑וֹ לֹֽא־לְאִ֣ישׁ הֹלֵ֔ךְ וְהָכִ֖ין אֶֽת־צַעֲדֽוֹ׃
ZunzIch weiß, Ewiger, daß des Menschen Weg nicht in seiner Gewalt ist, nicht in des vergänglichen Mannes, daß er richte seinen Schritt.
24
יַסְּרֵ֥נִי יְהֹוָ֖ה אַךְ־בְּמִשְׁפָּ֑ט אַל־בְּאַפְּךָ֖ פֶּן־תַּמְעִטֵֽנִי׃
ZunzZüchtige mich, Ewiger, doch mit Maßen! Nicht mit deinem Zorn, daß du mich nicht aufreibest.
25
שְׁפֹ֣ךְ חֲמָתְךָ֗ עַל־הַגּוֹיִם֙ אֲשֶׁ֣ר לֹֽא־יְדָע֔וּךָ וְעַל֙ מִשְׁפָּח֔וֹת אֲשֶׁ֥ר בְּשִׁמְךָ֖ לֹ֣א קָרָ֑אוּ כִּֽי־אָכְל֣וּ אֶֽת־יַעֲקֹ֗ב וַאֲכָלֻ֙הוּ֙ וַיְכַלֻּ֔הוּ וְאֶת־נָוֵ֖הוּ הֵשַֽׁמּוּ׃ {פ}
ZunzSchütte aus deinen Grimm über die Völker, welche dich nicht erkennen, und über Geschlechter, die deinen Namen nicht anrufen; denn sie haben Jaakob gefressen, ja gefressen, aufgerieben, und seine Wohnung verwüstet.