Jirmejahu 8 ירמיהו
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
Haftarot in diesem Kapitel:
9. Aw, Schacharit
1
בָּעֵ֣ת הַהִ֣יא נְאֻם־יְהֹוָ֡ה (ויציאו) [יוֹצִ֣יאוּ] אֶת־עַצְמ֣וֹת מַלְכֵי־יְהוּדָ֣ה וְאֶת־עַצְמוֹת־שָׂרָיו֩ וְאֶת־עַצְמ֨וֹת הַכֹּהֲנִ֜ים וְאֵ֣ת ׀ עַצְמ֣וֹת הַנְּבִיאִ֗ים וְאֵ֛ת עַצְמ֥וֹת יוֹשְׁבֵֽי־יְרוּשָׁלָ֖͏ִם מִקִּבְרֵיהֶֽם׃
ZunzIn selbiger Zeit, ist der Spruch des Ewigen, wird man herausschaffen die Gebeine der Könige von Jehudah und die Gebeine seiner Fürsten, und die Gebeine der Priester und die Gebeine der Propheten, und die Gebeine der Bewohner Jeruschalajim's aus ihren Gräbern,
2
וּשְׁטָחוּם֩ לַשֶּׁ֨מֶשׁ וְלַיָּרֵ֜חַ וּלְכֹ֣ל ׀ צְבָ֣א הַשָּׁמַ֗יִם אֲשֶׁ֨ר אֲהֵב֜וּם וַאֲשֶׁ֤ר עֲבָדוּם֙ וַֽאֲשֶׁר֙ הָלְכ֣וּ אַחֲרֵיהֶ֔ם וַאֲשֶׁ֣ר דְּרָשׁ֔וּם וַאֲשֶׁ֥ר הִֽשְׁתַּחֲו֖וּ לָהֶ֑ם לֹ֤א יֵאָֽסְפוּ֙ וְלֹ֣א יִקָּבֵ֔רוּ לְדֹ֛מֶן עַל־פְּנֵ֥י הָאֲדָמָ֖ה יִהְיֽוּ׃
ZunzUnd sie ausbreiten vor der Sonne und dem Monde, und all dem Heere des Himmels, das sie geliebt und denen sie gedient, und denen sie nachgegangen und die sie befragt, und vor denen sie sich gebückt haben; nicht werden sie gesammelt und nicht begraben; zu Dünger auf dem Acker werden sie.
3
וְנִבְחַ֥ר מָ֙וֶת֙ מֵחַיִּ֔ים לְכֹ֗ל הַשְּׁאֵרִית֙ הַנִּשְׁאָרִ֔ים מִן־הַמִּשְׁפָּחָ֥ה הָרָעָ֖ה הַזֹּ֑את בְּכׇל־הַמְּקֹמ֤וֹת הַנִּשְׁאָרִים֙ אֲשֶׁ֣ר הִדַּחְתִּ֣ים שָׁ֔ם נְאֻ֖ם יְהֹוָ֥ה צְבָאֽוֹת׃ {ס}
ZunzUnd der Tod wird lieber seyn als das Leben dem ganzen Ueberrest (derer), die übrig bleiben von diesem bösen Geschlechte, die übrig bleiben in all den Orten, wohin ich sie verstoßen, ist der Spruch des Ewigen der Heerschaaren.
Haftarah Tzaw Aschkenasim und Sefardim enden hier.
Haftarah Tzaw Aschkenasim und Sefardim fügen Jirmejahu 9,22–23 hinzu.
4
וְאָמַרְתָּ֣ אֲלֵיהֶ֗ם כֹּ֚ה אָמַ֣ר יְהֹוָ֔ה הֲיִפְּל֖וּ וְלֹ֣א יָק֑וּמוּ אִם־יָשׁ֖וּב וְלֹ֥א יָשֽׁוּב׃
ZunzUnd sprich zu ihnen: So spricht der Ewige: Fällt man und erhebt sich nicht wieder, oder kehrt man sich ab und kehret nicht um?
5
מַדּ֨וּעַ שׁוֹבְבָ֜ה הָעָ֥ם הַזֶּ֛ה יְרוּשָׁלַ֖͏ִם מְשֻׁבָ֣ה נִצַּ֑חַת הֶחֱזִ֙יקוּ֙ בַּתַּרְמִ֔ת מֵאֲנ֖וּ לָשֽׁוּב׃
ZunzWarum treibt sich dieses Volk, Jeruschalajim umher in dauernder Abtrünnigkeit? sie halten fest an der Täuschung, wollen nicht umkehren.
6
הִקְשַׁ֤בְתִּי וָֽאֶשְׁמָע֙ לוֹא־כֵ֣ן יְדַבֵּ֔רוּ אֵ֣ין אִ֗ישׁ נִחָם֙ עַל־רָ֣עָת֔וֹ לֵאמֹ֖ר מֶ֣ה עָשִׂ֑יתִי כֻּלֹּ֗ה שָׁ֚ב (במרצותם) [בִּמְר֣וּצָתָ֔ם] כְּס֥וּס שׁוֹטֵ֖ף בַּמִּלְחָמָֽה׃
ZunzIch merkte auf und hörte, sie reden nicht so, Niemand läßt sich seiner Bosheit gereuen, daß er spreche: Was hab' ich gethan! Alle wiederholen ihren Lauf, wie ein dahin stürmendes Roß im Kriege.
7
גַּם־חֲסִידָ֣ה בַשָּׁמַ֗יִם יָֽדְעָה֙ מוֹעֲדֶ֔יהָ וְתֹ֤ר (וסוס) [וְסִיס֙] וְעָג֔וּר שָׁמְר֖וּ אֶת־עֵ֣ת בֹּאָ֑נָה וְעַמִּ֕י לֹ֣א יָדְע֔וּ אֵ֖ת מִשְׁפַּ֥ט יְהֹוָֽה׃
ZunzAuch der Storch am Himmel kennt seine Zeit, und Turteltaube und Schwalbe und Kranich merken sich die Zeit ihrer Heimkunft, aber mein Volk kennt nicht das Recht des Ewigen.
8
אֵיכָ֤ה תֹֽאמְרוּ֙ חֲכָמִ֣ים אֲנַ֔חְנוּ וְתוֹרַ֥ת יְהֹוָ֖ה אִתָּ֑נוּ אָכֵן֙ הִנֵּ֣ה לַשֶּׁ֣קֶר עָשָׂ֔ה עֵ֖ט שֶׁ֥קֶר סֹפְרִֽים׃
ZunzWie möget ihr sprechen: Wir sind weise und die Lehre des Herrn haben wir inne. Wahrlich, unnütz ja schuf der Griffel, unnütz die Schreiber.
9
הֹבִ֣שׁוּ חֲכָמִ֔ים חַ֖תּוּ וַיִּלָּכֵ֑דוּ הִנֵּ֤ה בִדְבַר־יְהֹוָה֙ מָאָ֔סוּ וְחׇכְמַ֥ת מֶ֖ה לָהֶֽם׃
ZunzBeschämt stehen die Weisen, verzagt und gefangen; siehe, das Wort des Ewigen haben sie verworfen, welche Weisheit haben sie nun?
10
לָכֵן֩ אֶתֵּ֨ן אֶת־נְשֵׁיהֶ֜ם לַאֲחֵרִ֗ים שְׂדֽוֹתֵיהֶם֙ לְי֣וֹרְשִׁ֔ים כִּ֤י מִקָּטֹן֙ וְעַד־גָּד֔וֹל כֻּלֹּ֖ה בֹּצֵ֣עַ בָּ֑צַע מִנָּבִיא֙ וְעַד־כֹּהֵ֔ן כֻּלֹּ֖ה עֹ֥שֶׂה שָּֽׁקֶר׃
ZunzDarum werde ich ihre Weiber Fremden geben, ihre Aecker neuen Besitzern; denn von Klein bis Groß geizt Alles nach Gewinn, vom Propheten bis zum Priester übt Alles Trug.
11
וַיְרַפּ֞וּ אֶת־שֶׁ֤בֶר בַּת־עַמִּי֙ עַל־נְקַלָּ֔ה לֵאמֹ֖ר שָׁל֣וֹם ׀ שָׁל֑וֹם וְאֵ֖ין שָׁלֽוֹם׃
ZunzSie heilten die Wunde der Tochter meines Volks leichthin, sprechend: Heil, Heil! und doch ist kein Heil.
12
הֹבִ֕שׁוּ כִּ֥י תוֹעֵבָ֖ה עָשׂ֑וּ גַּם־בּ֣וֹשׁ לֹֽא־יֵבֹ֗שׁוּ וְהִכָּלֵם֙ לֹ֣א יָדָ֔עוּ לָכֵ֞ן יִפְּל֣וּ בַנֹּפְלִ֗ים בְּעֵ֧ת פְּקֻדָּתָ֛ם יִכָּשְׁל֖וּ אָמַ֥ר יְהֹוָֽה׃ {פ}
ZunzSie sollten beschämt seyn, daß sie Gräuel gethan; aber weder schämen sie sich noch kennen sie das Erröthen. Darum werden sie fallen unter den Fallenden, zur Zeit, da an ihnen geahndet wird, werden sie stürzen, spricht der Ewige.
Haftarah 9. Aw, Schacharit Jemeniten stellen Jirmejahu 6,16–17 voran.
Haftarah 9. Aw, Schacharit Jemeniten stellen Jirmejahu 6,15–16 voran.
Haftarah 9. Aw, Schacharit Aschkenasim, Sefardim, Jemeniten, Italiener, Romanioten und Karäer beginnen hier.
13
אָסֹ֥ף אֲסִיפֵ֖ם נְאֻם־יְהֹוָ֑ה אֵין֩ עֲנָבִ֨ים בַּגֶּ֜פֶן וְאֵ֧ין תְּאֵנִ֣ים בַּתְּאֵנָ֗ה וְהֶעָלֶה֙ נָבֵ֔ל וָאֶתֵּ֥ן לָהֶ֖ם יַעַבְרֽוּם׃
ZunzEin Ende will ich mit ihnen machen, ist der Spruch des Ewigen; keine Trauben bleiben am Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum, und das Blatt welkt ab, und was ich ihnen gegeben, das entschwindet ihnen.
14
עַל־מָה֙ אֲנַ֣חְנוּ יֹֽשְׁבִ֔ים הֵאָסְפ֗וּ וְנָב֛וֹא אֶל־עָרֵ֥י הַמִּבְצָ֖ר וְנִדְּמָה־שָּׁ֑ם כִּי֩ יְהֹוָ֨ה אֱלֹהֵ֤ינוּ הֲדִמָּ֙נוּ֙ וַיַּשְׁקֵ֣נוּ מֵי־רֹ֔אשׁ כִּ֥י חָטָ֖אנוּ לַיהֹוָֽה׃
ZunzWozu sitzen wir? Versammelt euch und laßt uns gehen in die festen Städte und dort verstummen; denn der Ewige, unser Gott, hat uns verstummen machen, und uns Gift-Wasser trinken lassen, weil wir dem Ewigen gesündigt haben.
15
קַוֵּ֥ה לְשָׁל֖וֹם וְאֵ֣ין ט֑וֹב לְעֵ֥ת מַרְפֵּ֖ה וְהִנֵּ֥ה בְעָתָֽה׃
ZunzWir hoffen auf Heil, und nichts Gutes ist da, auf Zeit der Heilung und siehe da Schrecken.
16
מִדָּ֤ן נִשְׁמַע֙ נַחְרַ֣ת סוּסָ֔יו מִקּוֹל֙ מִצְהֲל֣וֹת אַבִּירָ֔יו רָעֲשָׁ֖ה כׇּל־הָאָ֑רֶץ וַיָּב֗וֹאוּ וַיֹּֽאכְלוּ֙ אֶ֣רֶץ וּמְלוֹאָ֔הּ עִ֖יר וְיֹ֥שְׁבֵי בָֽהּ׃ {פ}
ZunzVon Dan her wird gehört das Schnauben seiner Rosse, vom Getöse des Wieherns seiner Hengste erbebt das ganze Land, und sie kommen und verzehren das Land und seine Fülle, die Stadt und ihre Bewohner.
17
כִּי֩ הִנְנִ֨י מְשַׁלֵּ֜חַ בָּכֶ֗ם נְחָשִׁים֙ צִפְעֹנִ֔ים אֲשֶׁ֥ר אֵין־לָהֶ֖ם לָ֑חַשׁ וְנִשְּׁכ֥וּ אֶתְכֶ֖ם נְאֻם־יְהֹוָֽה׃ {ס}
ZunzJa siehe, ich lasse los gegen euch Schlangen und Ottern, für die es keine Beschwörung gibt, und sie werden euch beißen, ist der Spruch des Ewigen.
18
מַבְלִ֥יגִיתִ֖י עֲלֵ֣י יָג֑וֹן עָלַ֖י לִבִּ֥י דַוָּֽי׃
ZunzEine Erheiterung mir auf den Kummer! Mein Herz in mir ist krank.
19
הִנֵּה־ק֞וֹל שַֽׁוְעַ֣ת בַּת־עַמִּ֗י מֵאֶ֙רֶץ֙ מַרְחַקִּ֔ים הַֽיהֹוָה֙ אֵ֣ין בְּצִיּ֔וֹן אִם־מַלְכָּ֖הּ אֵ֣ין בָּ֑הּ מַדּ֗וּעַ הִכְעִס֛וּנִי בִּפְסִלֵיהֶ֖ם בְּהַבְלֵ֥י נֵכָֽר׃
ZunzSiehe, das Wehegeschrei der Tochter meines Volks (erschallt) aus fernem Lande: Ist denn der Ewige nicht in Zijon? oder ist ein König nicht daselbst? Warum haben sie mich gekränkt durch ihre Bilder, durch fremden Tand?
20
עָבַ֥ר קָצִ֖יר כָּ֣לָה קָ֑יִץ וַאֲנַ֖חְנוּ ל֥וֹא נוֹשָֽׁעְנוּ׃
ZunzVorüber ist die Ernte, beendet ist der Sommer, und uns ist nicht geholfen.
21
עַל־שֶׁ֥בֶר בַּת־עַמִּ֖י הׇשְׁבָּ֑רְתִּי קָדַ֕רְתִּי שַׁמָּ֖ה הֶחֱזִקָֽתְנִי׃
ZunzOb dem Schlage der Tochter meines Volks bin ich zerschlagen; ich bin betrübt, Entsetzen ergreift mich.
22
הַצֳּרִי֙ אֵ֣ין בְּגִלְעָ֔ד אִם־רֹפֵ֖א אֵ֣ין שָׁ֑ם כִּ֗י מַדּ֙וּעַ֙ לֹ֣א עָֽלְתָ֔ה אֲרֻכַ֖ת בַּת־עַמִּֽי׃ {ס}
ZunzIst kein Balsam (mehr) in Gilead, oder ist dort kein Arzt? Warum gelingt denn nicht die Heilung der Tochter meines Volks?
23
מִֽי־יִתֵּ֤ן רֹאשִׁי֙ מַ֔יִם וְעֵינִ֖י מְק֣וֹר דִּמְעָ֑ה וְאֶבְכֶּה֙ יוֹמָ֣ם וָלַ֔יְלָה אֵ֖ת חַֽלְלֵ֥י בַת־עַמִּֽי׃ {ס}
ZunzWäre doch mein Kopf ein Gewässer und meine Augen ein Thränenquell, daß ich beweinen könnte Tag und Nacht die Erschlagenen der Tochter meines Volks.