Jirmejahu 4 ירמיהו
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
Haftarot in diesem Kapitel:
Masej
Haftarah Masej Zusatz: Sefardim, Jemeniten und Romanioten lesen ab hier.
1
אִם־תָּשׁ֨וּב יִשְׂרָאֵ֧ל ׀ נְאֻם־יְהֹוָ֛ה אֵלַ֖י תָּשׁ֑וּב וְאִם־תָּסִ֧יר שִׁקּוּצֶ֛יךָ מִפָּנַ֖י וְלֹ֥א תָנֽוּד׃
ZunzWenn du umkehrst, Jisraël, ist der Spruch des Ewigen, — kehre zu mir um, — und wenn du wegschaffest deine Scheusale aus meinem Angesicht und nicht umherschweifst;
2
וְנִשְׁבַּ֙עְתָּ֙ חַי־יְהֹוָ֔ה בֶּאֱמֶ֖ת בְּמִשְׁפָּ֣ט וּבִצְדָקָ֑ה וְהִתְבָּ֥רְכוּ ב֛וֹ גּוֹיִ֖ם וּב֥וֹ יִתְהַלָּֽלוּ׃ {ס}
ZunzUnd schwörest: So wahr der Ewige lebt! mit Wahrheit, mit Gebühr und Recht; so werden sich mit ihm segnen Völker und sich seiner rühmen.
Haftarah Matot Algier enden hier.(erschlossen)Algier: Umfang aus der -Tabelle erschlossen
Haftarah Masej Ende des Zusatzes (Sefardim, Jemeniten und Romanioten).
3
כִּי־כֹ֣ה ׀ אָמַ֣ר יְהֹוָ֗ה לְאִ֤ישׁ יְהוּדָה֙ וְלִיר֣וּשָׁלַ֔͏ִם נִ֥ירוּ לָכֶ֖ם נִ֑יר וְאַֽל־תִּזְרְע֖וּ אֶל־קֹצִֽים׃
ZunzDenn so spricht der Ewige zu den Männern Jehudah's und zu Jeruschalajim: Brachet euch Brachfelder, auf daß ihr nicht säet unter Dornen.
4
הִמֹּ֣לוּ לַיהֹוָ֗ה וְהָסִ֙רוּ֙ עׇרְל֣וֹת לְבַבְכֶ֔ם אִ֥ישׁ יְהוּדָ֖ה וְיֹשְׁבֵ֣י יְרוּשָׁלָ֑͏ִם פֶּן־תֵּצֵ֨א כָאֵ֜שׁ חֲמָתִ֗י וּבָֽעֲרָה֙ וְאֵ֣ין מְכַבֶּ֔ה מִפְּנֵ֖י רֹ֥עַ מַעַלְלֵיכֶֽם׃
ZunzLasset euch beschneiden für den Ewigen und thuet ab die Vorhaut eures Herzens, Männer Jehudah's und Bewohner Jeruschalajim's, daß nicht wie Feuer ausbreche mein Grimm und brenne, daß Niemand löschen mag, wegen eurer bösen Handlungen.
5
הַגִּ֣ידוּ בִֽיהוּדָ֗ה וּבִירוּשָׁלַ֙͏ִם֙ הַשְׁמִ֔יעוּ וְאִמְר֕וּ (ותקעו) [תִּקְע֥וּ] שׁוֹפָ֖ר בָּאָ֑רֶץ קִרְא֤וּ מַלְאוּ֙ וְאִמְר֔וּ הֵאָסְפ֥וּ וְנָב֖וֹאָה אֶל־עָרֵ֥י הַמִּבְצָֽר׃
ZunzSaget an in Jehudah und in Jeruschalajim verkündet und sprechet: Stoßet in die Posaune im Lande, rufet zusammen und sprechet: Versammelt euch und laßt uns in die festen Städte gehen.
6
שְׂאוּ־נֵ֣ס צִיּ֔וֹנָה הָעִ֖יזוּ אַֽל־תַּעֲמֹ֑דוּ כִּ֣י רָעָ֗ה אָנֹכִ֛י מֵבִ֥יא מִצָּפ֖וֹן וְשֶׁ֥בֶר גָּדֽוֹל׃
ZunzErhebet das Panier nach Zijon hin, flüchtet, wartet nicht; denn Unglück lasse ich kommen aus Norden und großes Unheil.
7
עָלָ֤ה אַרְיֵה֙ מִֽסֻּבְּכ֔וֹ וּמַשְׁחִ֣ית גּוֹיִ֔ם נָסַ֖ע יָצָ֣א מִמְּקֹמ֑וֹ לָשׂ֤וּם אַרְצֵךְ֙ לְשַׁמָּ֔ה עָרַ֥יִךְ תִּצֶּ֖ינָה מֵאֵ֥ין יוֹשֵֽׁב׃
ZunzEs steigt herauf der Löwe aus seinem Dickicht, und der Völker-Verheerende bricht auf, kommt heran von seinem Orte, zur Wüste zu machen dein Land; deine Städte veröden aus Mangel an Bewohnern.
8
עַל־זֹ֛את חִגְר֥וּ שַׂקִּ֖ים סִפְד֣וּ וְהֵילִ֑ילוּ כִּ֥י לֹֽא־שָׁ֛ב חֲר֥וֹן אַף־יְהֹוָ֖ה מִמֶּֽנּוּ׃ {פ}
ZunzDarum gürtet euch mit Säcken, klaget und heulet; dennoch hat die Zorngluth des Ewigen sich nicht von uns gewandt.
9
וְהָיָ֤ה בַיּוֹם־הַהוּא֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה יֹאבַ֥ד לֵב־הַמֶּ֖לֶךְ וְלֵ֣ב הַשָּׂרִ֑ים וְנָשַׁ֙מּוּ֙ הַכֹּ֣הֲנִ֔ים וְהַנְּבִאִ֖ים יִתְמָֽהוּ׃ {ס}
ZunzUnd es geschieht selbigen Tages, ist der Spruch des Ewigen, daß der Sinn des Königs schwindet und der Sinn der Fürsten, und es starren die Priester, und die Propheten sind bestürzt.
10
וָֽאֹמַ֞ר אֲהָ֣הּ ׀ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֗ה אָכֵן֩ הַשֵּׁ֨א הִשֵּׁ֜אתָ לָעָ֤ם הַזֶּה֙ וְלִירוּשָׁלַ֣͏ִם לֵאמֹ֔ר שָׁל֖וֹם יִהְיֶ֣ה לָכֶ֑ם וְנָגְעָ֥ה חֶ֖רֶב עַד־הַנָּֽפֶשׁ׃
ZunzUnd ich sprach: Ach Herr o Gott! fürwahr berückt hast du dieses Volk und Jeruschalajim, als es hieß: Ihr werdet Frieden haben, da doch das Schwert ans Leben dringt.
11
בָּעֵ֣ת הַהִ֗יא יֵאָמֵ֤ר לָעָם־הַזֶּה֙ וְלִיר֣וּשָׁלַ֔͏ִם ר֣וּחַ צַ֤ח שְׁפָיִם֙ בַּמִּדְבָּ֔ר דֶּ֖רֶךְ בַּת־עַמִּ֑י ל֥וֹא לִזְר֖וֹת וְל֥וֹא לְהָבַֽר׃
ZunzIn derselben Zeit wird diesem Volke und Jeruschalajim angemeldet ein dürrer Wind der Bergspitzen durch die Wüste, auf dem Wege hin zur Tochter meines Volks, nicht zum Worfeln und nicht zum Säubern.
12
ר֧וּחַ מָלֵ֛א מֵאֵ֖לֶּה יָ֣בוֹא לִ֑י עַתָּ֕ה גַּם־אֲנִ֛י אֲדַבֵּ֥ר מִשְׁפָּטִ֖ים אוֹתָֽם׃
ZunzEin starker Wind kommt zu mir aus diesen Gegenden. Nun werd' auch ich sie zur Rede stellen.
13
הִנֵּ֣ה ׀ כַּעֲנָנִ֣ים יַעֲלֶ֗ה וְכַסּוּפָה֙ מַרְכְּבוֹתָ֔יו קַלּ֥וּ מִנְּשָׁרִ֖ים סוּסָ֑יו א֥וֹי לָ֖נוּ כִּ֥י שֻׁדָּֽדְנוּ׃
ZunzSiehe, gleich dem Gewölk steigt er herauf und dem Sturm gleich sind seine Wagen, schneller denn Adler seine Rosse; weh uns, denn wir werden verwüstet!
14
כַּבְּסִ֨י מֵרָעָ֤ה לִבֵּךְ֙ יְר֣וּשָׁלַ֔͏ִם לְמַ֖עַן תִּוָּשֵׁ֑עִי עַד־מָתַ֛י תָּלִ֥ין בְּקִרְבֵּ֖ךְ מַחְשְׁב֥וֹת אוֹנֵֽךְ׃
ZunzWasche von Bosheit dein Herz, Jeruschalajim, damit dir geholfen werde; wielange willst du herbergen in deinem Innern deine heillosen Gedanken?
15
כִּ֛י ק֥וֹל מַגִּ֖יד מִדָּ֑ן וּמַשְׁמִ֥יעַ אָ֖וֶן מֵהַ֥ר אֶפְרָֽיִם׃
ZunzDenn eine Stimme berichtet von Dan, und macht Unheil kund vom Gebirge Efrajim.
16
הַזְכִּ֣ירוּ לַגּוֹיִ֗ם הִנֵּה֙ הַשְׁמִ֣יעוּ עַל־יְרוּשָׁלַ֔͏ִם נֹצְרִ֥ים בָּאִ֖ים מֵאֶ֣רֶץ הַמֶּרְחָ֑ק וַֽיִּתְּנ֛וּ עַל־עָרֵ֥י יְהוּדָ֖ה קוֹלָֽם׃
ZunzMeldet es den Völkern, siehe da, machet kund Jeruschalajim: Belagerer kommen aus fernem Lande und lassen ihre Stimme erschallen wider die Städte Jehudah's.
17
כְּשֹׁמְרֵ֣י שָׂדַ֔י הָי֥וּ עָלֶ֖יהָ מִסָּבִ֑יב כִּי־אֹתִ֥י מָרָ֖תָה נְאֻם־יְהֹוָֽה׃
ZunzWie Feldhüter sind sie um sie her von allen Seiten, weil sie gegen mich widerspenstig war, ist der Spruch des Ewigen.
18
דַּרְכֵּךְ֙ וּמַ֣עֲלָלַ֔יִךְ עָשׂ֥וֹ אֵ֖לֶּה לָ֑ךְ זֹ֤את רָעָתֵךְ֙ כִּ֣י מָ֔ר כִּ֥י נָגַ֖ע עַד־לִבֵּֽךְ׃ {פ}
ZunzDein Wandel und deine Handlungen haben dir dies bereitet; dieses dein Unglück, das so bitter ist, das dir an das Herz dringt.
19
מֵעַ֣י ׀ מֵעַ֨י ׀ [אוֹחִ֜ילָה] (אחולה) קִיר֥וֹת לִבִּ֛י הֹמֶה־לִּ֥י לִבִּ֖י לֹ֣א אַחֲרִ֑שׁ כִּ֣י ק֤וֹל שׁוֹפָר֙ (שמעתי) [שָׁמַ֣עַתְּ] נַפְשִׁ֔י תְּרוּעַ֖ת מִלְחָמָֽה׃
ZunzMeine Eingeweide, meine Eingeweide pochen in mir, die Wände meines Herzens; mir tobt mein Herz, ich kann nicht schweigen! denn Posaunenschall hörst du, meine Seele, Kriegeslärm.
20
שֶׁ֤בֶר עַל־שֶׁ֙בֶר֙ נִקְרָ֔א כִּ֥י שֻׁדְּדָ֖ה כׇּל־הָאָ֑רֶץ פִּתְאֹם֙ שֻׁדְּד֣וּ אֹֽהָלַ֔י רֶ֖גַע יְרִיעֹתָֽי׃
ZunzUnheil über Unheil wird geschrien, denn das ganze Land wird verwüstet; plötzlich werden meine Zelte verwüstet, im Nu meine Umhänge.
21
עַד־מָתַ֖י אֶרְאֶה־נֵּ֑ס אֶשְׁמְעָ֖ה ק֥וֹל שׁוֹפָֽר׃ {פ}
ZunzWie lange soll ich das Panier sehn, den Posaunenschall hören?
22
כִּ֣י ׀ אֱוִ֣יל עַמִּ֗י אוֹתִי֙ לֹ֣א יָדָ֔עוּ בָּנִ֤ים סְכָלִים֙ הֵ֔מָּה וְלֹ֥א נְבוֹנִ֖ים הֵ֑מָּה חֲכָמִ֥ים הֵ֙מָּה֙ לְהָרַ֔ע וּלְהֵיטִ֖יב לֹ֥א יָדָֽעוּ׃
ZunzDenn thöricht ist mein Volk, mich erkennet es nicht; dumme Kinder sind es und unverständig sind sie; weise sind sie, Böses zu thun, aber Gutes zu thun verstehen sie nicht.
23
רָאִ֙יתִי֙ אֶת־הָאָ֔רֶץ וְהִנֵּה־תֹ֖הוּ וָבֹ֑הוּ וְאֶל־הַשָּׁמַ֖יִם וְאֵ֥ין אוֹרָֽם׃
ZunzIch blicke auf die Erde und siehe, sie ist öde und wüste; und zum Himmel, und sein Licht ist nicht da.
24
רָאִ֙יתִי֙ הֶהָרִ֔ים וְהִנֵּ֖ה רֹעֲשִׁ֑ים וְכׇל־הַגְּבָע֖וֹת הִתְקַלְקָֽלוּ׃
ZunzIch blicke auf die Berge, und siehe, sie beben und alle Hügel schwanken.
25
רָאִ֕יתִי וְהִנֵּ֖ה אֵ֣ין הָאָדָ֑ם וְכׇל־ע֥וֹף הַשָּׁמַ֖יִם נָדָֽדוּ׃
ZunzIch blicke hin und siehe, da ist kein Mensch, und alle Vögel des Himmels sind weggeflogen.
26
רָאִ֕יתִי וְהִנֵּ֥ה הַכַּרְמֶ֖ל הַמִּדְבָּ֑ר וְכׇל־עָרָ֗יו נִתְּצוּ֙ מִפְּנֵ֣י יְהֹוָ֔ה מִפְּנֵ֖י חֲר֥וֹן אַפּֽוֹ׃ {ס}
ZunzIch blicke hin, und siehe, das Fruchtgefilde ist eine Wüste, und all seine Städte sind verödet vor dem Blicke des Ewigen, vor dem Brande seiner Zorngluth.
27
כִּי־כֹה֙ אָמַ֣ר יְהֹוָ֔ה שְׁמָמָ֥ה תִֽהְיֶ֖ה כׇּל־הָאָ֑רֶץ וְכָלָ֖ה לֹ֥א אֶעֱשֶֽׂה׃
ZunzDenn so spricht der Ewige: Eine Oede soll das ganze Land werden, aber vernichten will ich es nicht.
28
עַל־זֹאת֙ תֶּאֱבַ֣ל הָאָ֔רֶץ וְקָדְר֥וּ הַשָּׁמַ֖יִם מִמָּ֑עַל עַ֤ל כִּֽי־דִבַּ֙רְתִּי֙ זַמֹּ֔תִי וְלֹ֥א נִחַ֖מְתִּי וְלֹא־אָשׁ֥וּב מִמֶּֽנָּה׃
ZunzDarum trauert das Land und dunkeln die Himmel droben; denn ich habe geredet, was ich beschlossen, und bedenke mich nicht, und stehe nicht ab davon.
29
מִקּ֨וֹל פָּרָ֜שׁ וְרֹ֣מֵה קֶ֗שֶׁת בֹּרַ֙חַת֙ כׇּל־הָעִ֔יר בָּ֚אוּ בֶּעָבִ֔ים וּבַכֵּפִ֖ים עָל֑וּ כׇּל־הָעִ֣יר עֲזוּבָ֔ה וְאֵין־יוֹשֵׁ֥ב בָּהֵ֖ן אִֽישׁ׃
ZunzVor dem Getöse der Reiter und der Bogenschützen fliehet jegliche Stadt; sie gehen in Dickichte und ersteigen Felsen, jegliche Stadt ist verlassen und Niemand wohnt darin.
30
(ואתי) [וְאַ֨תְּ] שָׁד֜וּד מַֽה־תַּעֲשִׂ֗י כִּֽי־תִלְבְּשִׁ֨י שָׁנִ֜י כִּֽי־תַעְדִּ֣י עֲדִֽי־זָהָ֗ב כִּֽי־תִקְרְעִ֤י בַפּוּךְ֙ עֵינַ֔יִךְ לַשָּׁ֖וְא תִּתְיַפִּ֑י מָאֲסוּ־בָ֥ךְ עֹגְבִ֖ים נַפְשֵׁ֥ךְ יְבַקֵּֽשׁוּ׃
ZunzUnd du, Verwüstete, was willst du machen? Ob du Purpur anlegest, ob du dich schmückest mit goldenem Schmuck, ob du schminkest mit Farbe deine Augen, umsonst putzest du dich; es verschmähen dich die Buhlen, nach dem Leben trachten sie dir.
31
כִּי֩ ק֨וֹל כְּחוֹלָ֜ה שָׁמַ֗עְתִּי צָרָה֙ כְּמַבְכִּירָ֔ה ק֧וֹל בַּת־צִיּ֛וֹן תִּתְיַפֵּ֖חַ תְּפָרֵ֣שׂ כַּפֶּ֑יהָ אֽוֹי־נָ֣א לִ֔י כִּֽי־עָיְפָ֥ה נַפְשִׁ֖י לְהֹרְגִֽים׃ {פ}
ZunzDenn eine Stimme, wie einer Kreisenden, höre ich, Angstgeschrei wie von einer Erstgebärenden, die Stimme der Tochter Sion; sie stöhnt, die Hände ringend: Wehe mir, denn meine Seele erliegt den Mördern.