Jirmejahu 3 ירמיהו

Buch: Kapitel: Vers:
Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
Haftarot in diesem Kapitel: Masej
1
לֵאמֹ֡ר הֵ֣ן יְשַׁלַּ֣ח אִ֣ישׁ אֶת־אִשְׁתּוֹ֩ וְהָלְכָ֨ה מֵאִתּ֜וֹ וְהָיְתָ֣ה לְאִישׁ־אַחֵ֗ר הֲיָשׁ֤וּב אֵלֶ֙יהָ֙ ע֔וֹד הֲל֛וֹא חָנ֥וֹף תֶּחֱנַ֖ף הָאָ֣רֶץ הַהִ֑יא וְאַ֗תְּ זָנִית֙ רֵעִ֣ים רַבִּ֔ים וְשׁ֥וֹב אֵלַ֖י נְאֻם־יְהֹוָֽה׃
ZunzAlso sprechend: Siehe, es entläßt ein Mann sein Weib, und sie geht von ihm, und wird eines andern Mannes; wird er wieder zu ihr zurückkehren? Würde nicht selbiges Land verrucht werden? Und du buhlst mit vielen Buhlen und willst zu mir zurückkehren! ist der Spruch des Ewigen.
2
שְׂאִי־עֵינַ֨יִךְ עַל־שְׁפָיִ֜ם וּרְאִ֗י אֵיפֹה֙ לֹ֣א (שגלת) [שֻׁכַּ֔בְתְּ] עַל־דְּרָכִים֙ יָשַׁ֣בְתְּ לָהֶ֔ם כַּעֲרָבִ֖י בַּמִּדְבָּ֑ר וַתַּחֲנִ֣יפִי אֶ֔רֶץ בִּזְנוּתַ֖יִךְ וּבְרָעָתֵֽךְ׃
ZunzHebe deine Augen zu den Bergspitzen empor, und siehe zu, wo du nicht bist geschändet worden; auf den Wegen erwartetest du sie, wie der Arabi in der Wüste, und du machtest das Land verrucht durch deine Buhlerei und durch deine Bosheit.
3
וַיִּמָּנְע֣וּ רְבִבִ֔ים וּמַלְק֖וֹשׁ ל֣וֹא הָיָ֑ה וּמֵ֨צַח אִשָּׁ֤ה זוֹנָה֙ הָ֣יָה לָ֔ךְ מֵאַ֖נְתְּ הִכָּלֵֽם׃
ZunzAls nun Güsse zurückgehalten wurden und Spätregen nicht kam — und die Stirn eines buhlerischen Weibes hattest du, wolltest dich nicht schämen.
Haftarah Masej Zusatz: Aschkenasim lesen ab hier.
4
הֲל֣וֹא מֵעַ֔תָּה (קראתי) [קָרָ֥את] לִ֖י אָבִ֑י אַלּ֥וּף נְעֻרַ֖י אָֽתָּה׃
ZunzNicht wahr, von da ab nanntest du mich: mein Vater! der Traute meiner Jugend bist du.
Haftarah Masej Ende des Zusatzes (Aschkenasim).
5
הֲיִנְטֹ֣ר לְעוֹלָ֔ם אִם־יִשְׁמֹ֖ר לָנֶ֑צַח הִנֵּ֥ה דִבַּ֛רְתְּ וַתַּעֲשִׂ֥י הָרָע֖וֹת וַתּוּכָֽל׃ {פ}
ZunzWird er ewig nachtragen? sich es merken auf immer? — Siehe, so redest du, vermochtest dennoch das Böse zu thun.
6
וַיֹּ֨אמֶר יְהֹוָ֜ה אֵלַ֗י בִּימֵי֙ יֹאשִׁיָּ֣הוּ הַמֶּ֔לֶךְ הֲֽרָאִ֔יתָ אֲשֶׁ֥ר עָשְׂתָ֖ה מְשֻׁבָ֣ה יִשְׂרָאֵ֑ל הֹלְכָ֨ה הִ֜יא עַל־כׇּל־הַ֣ר גָּבֹ֗הַּ וְאֶל־תַּ֛חַת כׇּל־עֵ֥ץ רַעֲנָ֖ן וַתִּזְנִי־שָֽׁם׃
ZunzUnd der Ewige sprach zu mir in den Tagen Joschijahu's des Königs: Siehest du, was sie gethan, die abtrünnige Jisraël? Da geht sie auf jeglichen hohen Berg und unter jeglichen belaubten Baum und buhlet dort.
7
וָאֹמַ֗ר אַחֲרֵ֨י עֲשׂוֹתָ֧הּ אֶת־כׇּל־אֵ֛לֶּה אֵלַ֥י תָּשׁ֖וּב וְלֹא־שָׁ֑בָה (ותראה) [וַתֵּ֛רֶא] בָּגוֹדָ֥ה אֲחוֹתָ֖הּ יְהוּדָֽה׃
ZunzUnd ich dachte, nachdem sie alles das gethan, werde sie zu mir zurückkehren; aber sie kehrte nicht zurück. Und das sah ihre treulose Schwester Jehudah.
8
וָאֵ֗רֶא כִּ֤י עַל־כׇּל־אֹדוֹת֙ אֲשֶׁ֤ר נִֽאֲפָה֙ מְשֻׁבָ֣ה יִשְׂרָאֵ֔ל שִׁלַּחְתִּ֕יהָ וָאֶתֵּ֛ן אֶת־סֵ֥פֶר כְּרִיתֻתֶ֖יהָ אֵלֶ֑יהָ וְלֹ֨א יָרְאָ֜ה בֹּגֵדָ֤ה יְהוּדָה֙ אֲחוֹתָ֔הּ וַתֵּ֖לֶךְ וַתִּ֥זֶן גַּם־הִֽיא׃
ZunzUnd ich sah, daß, obwohl ich um ihres Ehebruchs willen die abtrünnige Jisraël verstoßen, und ihr den Scheidebrief gegeben hatte, sich dennoch nicht fürchtete die treulose Jehudah, ihre Schwester, sondern auch sie ging und buhlte.
9
וְהָיָה֙ מִקֹּ֣ל זְנוּתָ֔הּ וַתֶּחֱנַ֖ף אֶת־הָאָ֑רֶץ וַתִּנְאַ֥ף אֶת־הָאֶ֖בֶן וְאֶת־הָעֵֽץ׃
ZunzUnd es geschah durch leichtfertige Buhlerei, daß sie das Land verrucht machte; denn sie trieb Ehebruch mit dem Stein und mit dem Holze.
10
וְגַם־בְּכׇל־זֹ֗את לֹא־שָׁ֨בָה אֵלַ֜י בָּגוֹדָ֧ה אֲחוֹתָ֛הּ יְהוּדָ֖ה בְּכׇל־לִבָּ֑הּ כִּ֥י אִם־בְּשֶׁ֖קֶר נְאֻם־יְהֹוָֽה׃ {ס}
ZunzUnd bei all dem kehrte sie nicht zu mir zurück, ihre treulose Schwester Jehudah, mit ganzem Herzen, sondern mit Lüge; ist der Spruch des Ewigen.
11
וַיֹּ֤אמֶר יְהֹוָה֙ אֵלַ֔י צִדְּקָ֥ה נַפְשָׁ֖הּ מְשֻׁבָ֣ה יִשְׂרָאֵ֑ל מִבֹּגֵדָ֖ה יְהוּדָֽה׃
ZunzDa sprach der Ewige zu mir: Gerechtfertigt hat sich die abtrünnige Jisraël durch die treulose Jehudah.
12
הָלֹ֡ךְ וְֽקָרָ֩אתָ֩ אֶת־הַדְּבָרִ֨ים הָאֵ֜לֶּה צָפ֗וֹנָה וְ֠אָמַרְתָּ֠ שׁ֣וּבָה מְשֻׁבָ֤ה יִשְׂרָאֵל֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה לוֹא־אַפִּ֥יל פָּנַ֖י בָּכֶ֑ם כִּֽי־חָסִ֤יד אֲנִי֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה לֹ֥א אֶטּ֖וֹר לְעוֹלָֽם׃
ZunzGehe und rufe diese Worte gen Norden und sprich: Kehre um, abtrünnige Jisraël, ist der Spruch des Ewigen, ich werde nicht finster blicken auf euch, denn liebevoll bin ich, ist der Spruch des Ewigen, ich werde nicht ewig nachtragen.
13
אַ֚ךְ דְּעִ֣י עֲוֺנֵ֔ךְ כִּ֛י בַּיהֹוָ֥ה אֱלֹהַ֖יִךְ פָּשָׁ֑עַתְּ וַתְּפַזְּרִ֨י אֶת־דְּרָכַ֜יִךְ לַזָּרִ֗ים תַּ֚חַת כׇּל־עֵ֣ץ רַעֲנָ֔ן וּבְקוֹלִ֥י לֹֽא־שְׁמַעְתֶּ֖ם נְאֻם־יְהֹוָֽה׃
ZunzNur erkenne deine Schuld, daß du vom Ewigen deinem Gott abgefallen bist; und du warest verschwenderisch mit deinen Wegen zu den fremden (Göttern) unter jeglichen belaubten Baum, aber auf meine Stimme hörtet ihr nicht, ist der Spruch des Ewigen.
14
שׁ֣וּבוּ בָנִ֤ים שֽׁוֹבָבִים֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה כִּ֥י אָנֹכִ֖י בָּעַ֣לְתִּי בָכֶ֑ם וְלָקַחְתִּ֨י אֶתְכֶ֜ם אֶחָ֣ד מֵעִ֗יר וּשְׁנַ֙יִם֙ מִמִּשְׁפָּחָ֔ה וְהֵבֵאתִ֥י אֶתְכֶ֖ם צִיּֽוֹן׃
ZunzKehret um, abtrünnige Söhne, ist der Spruch des Ewigen, denn ich habe Eheherrenrecht über euch: so nehme ich euch, Eis nen aus der Stadt und Zwei aus dem Geschlechte, und bringe euch nach Zijon.
15
וְנָתַתִּ֥י לָכֶ֛ם רֹעִ֖ים כְּלִבִּ֑י וְרָע֥וּ אֶתְכֶ֖ם דֵּעָ֥ה וְהַשְׂכֵּֽיל׃
ZunzUnd gebe euch Hirten nach meinem Herzen, und sie weiden euch mit Verstand und Einsicht.
16
וְהָיָ֡ה כִּ֣י תִרְבּוּ֩ וּפְרִיתֶ֨ם בָּאָ֜רֶץ בַּיָּמִ֤ים הָהֵ֙מָּה֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה לֹא־יֹ֣אמְרוּ ע֗וֹד אֲרוֹן֙ בְּרִית־יְהֹוָ֔ה וְלֹ֥א יַעֲלֶ֖ה עַל־לֵ֑ב וְלֹ֤א יִזְכְּרוּ־בוֹ֙ וְלֹ֣א יִפְקֹ֔דוּ וְלֹ֥א יֵעָשֶׂ֖ה עֽוֹד׃
ZunzUnd es wird geschehen, wenn ihr euch mehret und fruchtbar seid im Lande, in jenen Tagen, ist der Spruch des Ewigen, wird man nicht mehr sagen: Die Bundeslade des Ewigen; und sie wird keinem in den Sinn kommen, und man wird ihrer nicht gedenken und nicht erwähnen, und es wird keine wieder gemacht werden.
17
בָּעֵ֣ת הַהִ֗יא יִקְרְא֤וּ לִירוּשָׁלַ֙͏ִם֙ כִּסֵּ֣א יְהֹוָ֔ה וְנִקְו֨וּ אֵלֶ֧יהָ כׇֽל־הַגּוֹיִ֛ם לְשֵׁ֥ם יְהֹוָ֖ה לִירוּשָׁלָ֑͏ִם וְלֹא־יֵלְכ֣וּ ע֔וֹד אַחֲרֵ֕י שְׁרִר֖וּת לִבָּ֥ם הָרָֽע׃ {ס}
ZunzIn derselben Zeit nennt man Jeruschalajim: Thron des Ewigen. Und es versammeln sich dahin alle Völker, zu dem Namen des Ewigen, nach Jeruschalajim, und sie folgen fortan nicht dem Uebermuth ihres bösen Herzens.
18
בַּיָּמִ֣ים הָהֵ֔מָּה יֵלְכ֥וּ בֵית־יְהוּדָ֖ה עַל־בֵּ֣ית יִשְׂרָאֵ֑ל וְיָבֹ֤אוּ יַחְדָּו֙ מֵאֶ֣רֶץ צָפ֔וֹן עַל־הָאָ֕רֶץ אֲשֶׁ֥ר הִנְחַ֖לְתִּי אֶת־אֲבוֹתֵיכֶֽם׃
ZunzIn jenen Tagen gehet das Haus Jehudah sammt dem Hause Jisraël und kommen miteinander aus dem Lande des Nordens in das Land, das ich euren Vätern zum Erbe gegeben.
19
וְאָנֹכִ֣י אָמַ֗רְתִּי אֵ֚יךְ אֲשִׁיתֵ֣ךְ בַּבָּנִ֔ים וְאֶתֶּן־לָךְ֙ אֶ֣רֶץ חֶמְדָּ֔ה נַחֲלַ֥ת צְבִ֖י צִבְא֣וֹת גּוֹיִ֑ם וָאֹמַ֗ר אָבִי֙ (תקראו) [תִּקְרְאִי־]לִ֔י וּמֵאַחֲרַ֖י לֹ֥א (תשובו) [תָשֽׁוּבִי]׃
ZunzUnd ich hatte gedacht: Wie will ich dich ausstatten mit Kindern! und will dir geben ein anmuthiges Land, ein Eigenthum, das die Zierde ist unter den Zierden der Völker; und ich dachte, du wirst mich Vater nennen und von mir nicht zurückweichen.
20
אָכֵ֛ן בָּגְדָ֥ה אִשָּׁ֖ה מֵרֵעָ֑הּ כֵּ֣ן בְּגַדְתֶּ֥ם בִּ֛י בֵּ֥ית יִשְׂרָאֵ֖ל נְאֻם־יְהֹוָֽה׃
ZunzDoch wie ein Weib untren wird ihrem Lieben, so wurdet ihr mir untreu, Haus Jisraël, ist der Spruch des Ewigen.
21
ק֚וֹל עַל־שְׁפָיִ֣ים נִשְׁמָ֔ע בְּכִ֥י תַחֲנוּנֵ֖י בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל כִּ֤י הֶעֱווּ֙ אֶת־דַּרְכָּ֔ם שָׁכְח֖וּ אֶת־יְהֹוָ֥ה אֱלֹהֵיהֶֽם׃
ZunzEine Stimme auf den Bergspitzen wird gehört, das flehentliche Weinen der Kinder Jisraël, daß sie gewandelt auf Abwegen, vergessen den Ewigen ihren Gott.
22
שׁ֚וּבוּ בָּנִ֣ים שׁוֹבָבִ֔ים אֶרְפָּ֖ה מְשׁוּבֹתֵיכֶ֑ם הִנְנוּ֙ אָתָ֣נוּ לָ֔ךְ כִּ֥י אַתָּ֖ה יְהֹוָ֥ה אֱלֹהֵֽינוּ׃
ZunzKehret um, abtrünnige Kinder! Ich will heilen eure Abtrünnigkeit. — Siehe, wir kommen zu dir, denn du bist der Ewige unser Gott.
23
אָכֵ֥ן לַשֶּׁ֛קֶר מִגְּבָע֖וֹת הָמ֣וֹן הָרִ֑ים אָכֵן֙ בַּיהֹוָ֣ה אֱלֹהֵ֔ינוּ תְּשׁוּעַ֖ת יִשְׂרָאֵֽל׃
ZunzFürwahr, umsonst von den Hügeln (erwartend) war das Tummeln (auf) Bergen; fürwahr beim Ewigen unserm Gott ist die Hülfe Jisraël's.
24
וְהַבֹּ֗שֶׁת אָ֥כְלָ֛ה אֶת־יְגִ֥יעַ אֲבוֹתֵ֖ינוּ מִנְּעוּרֵ֑ינוּ אֶת־צֹאנָם֙ וְאֶת־בְּקָרָ֔ם אֶת־בְּנֵיהֶ֖ם וְאֶת־בְּנוֹתֵיהֶֽם׃
ZunzUnd die Schande fraß den Erwerb unerer Väter von unserer Jugend an: ihre Schafe und ihre Rinder, ihre Söhne und ihre Töchter.
25
נִשְׁכְּבָ֣ה בְּבׇשְׁתֵּ֗נוּ וּֽתְכַסֵּ֘נוּ֮ כְּלִמָּתֵ֒נוּ֒ כִּי֩ לַיהֹוָ֨ה אֱלֹהֵ֜ינוּ חָטָ֗אנוּ אֲנַ֙חְנוּ֙ וַאֲבוֹתֵ֔ינוּ מִנְּעוּרֵ֖ינוּ וְעַד־הַיּ֣וֹם הַזֶּ֑ה וְלֹ֣א שָׁמַ֔עְנוּ בְּק֖וֹל יְהֹוָ֥ה אֱלֹהֵֽינוּ׃ {ס}
ZunzWir mögen nun liegen in unserer Schande, und es bedecke uns unsere Schmach; denn gegen den Ewigen, unsern Gott, haben wir gesündigt, wir und unsere Väter von unserer Jugend an bis auf diesen Tag, und wir haben nicht gehört auf die Stimme des Ewigen unseres Gottes.