Jirmejahu 14 ירמיהו
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
אֲשֶׁ֨ר הָיָ֤ה דְבַר־יְהֹוָה֙ אֶֽל־יִרְמְיָ֔הוּ עַל־דִּבְרֵ֖י הַבַּצָּרֽוֹת׃
ZunzDas Wort des Ewigen, welches an Jirmejahu erging wegen der Dürre.
2
אָבְלָ֣ה יְהוּדָ֔ה וּשְׁעָרֶ֥יהָ אֻמְלְל֖וּ קָדְר֣וּ לָאָ֑רֶץ וְצִוְחַ֥ת יְרוּשָׁלַ֖͏ִם עָלָֽתָה׃
ZunzEs trauert Jehudah und seine Thore schmachten, liegen betrübt zu Boden, und der Hülferuf Jeruschalajim's steigt empor.
3
וְאַדִּ֣רֵיהֶ֔ם שָׁלְח֥וּ (צעוריהם) [צְעִֽירֵיהֶ֖ם] לַמָּ֑יִם בָּ֣אוּ עַל־גֵּבִ֞ים לֹא־מָ֣צְאוּ מַ֗יִם שָׁ֤בוּ כְלֵיהֶם֙ רֵיקָ֔ם בֹּ֥שׁוּ וְהׇכְלְמ֖וּ וְחָפ֥וּ רֹאשָֽׁם׃
ZunzUnd ihre Vornehmen schicken ihre Untergebenen nach Wasser; sie kommen an die Gruben und finden kein Wasser; sie kehren zurück mit leeren Geräthen, sind beschämt und verwirrt und verhüllen ihr Haupt.
4
בַּעֲב֤וּר הָֽאֲדָמָה֙ חַ֔תָּה כִּ֛י לֹא־הָיָ֥ה גֶ֖שֶׁם בָּאָ֑רֶץ בֹּ֥שׁוּ אִכָּרִ֖ים חָפ֥וּ רֹאשָֽׁם׃
ZunzWegen der Flur, die zu Grunde gerichtet ist, weil kein Regen auf die Erde kam, sind die Landbauer verschämt, verhüllen ihr Haupt.
5
כִּ֤י גַם־אַיֶּ֙לֶת֙ בַּשָּׂדֶ֔ה יָלְדָ֖ה וְעָז֑וֹב כִּ֥י לֹֽא־הָיָ֖ה דֶּֽשֶׁא׃
ZunzJa selbst die Hindin auf dem Felde gebiert und verläßt (ihre Jungen), denn kein Gras ist da.
6
וּפְרָאִים֙ עָמְד֣וּ עַל־שְׁפָיִ֔ם שָׁאֲפ֥וּ ר֖וּחַ כַּתַּנִּ֑ים כָּל֥וּ עֵינֵיהֶ֖ם כִּי־אֵ֥ין עֵֽשֶׂב׃
ZunzUnd Waldesel stehen auf den kahlen Bergspitzen, schnauben wie die Schakale, ihre Augen schmachten, denn kein Kraut ist da.
7
אִם־עֲוֺנֵ֙ינוּ֙ עָ֣נוּ בָ֔נוּ יְהֹוָ֕ה עֲשֵׂ֖ה לְמַ֣עַן שְׁמֶ֑ךָ כִּי־רַבּ֥וּ מְשׁוּבֹתֵ֖ינוּ לְךָ֥ חָטָֽאנוּ׃
ZunzWenn unsere Missethaten zeugen wider uns, Ewiger, so handle um deines Namens willen; denn groß ist unsere Abtrünnigkeit, gegen dich haben wir gesündigt.
8
מִקְוֵה֙ יִשְׂרָאֵ֔ל מוֹשִׁיע֖וֹ בְּעֵ֣ת צָרָ֑ה לָ֤מָּה תִֽהְיֶה֙ כְּגֵ֣ר בָּאָ֔רֶץ וּכְאֹרֵ֖חַ נָטָ֥ה לָלֽוּן׃
ZunzHoffnung Jisraél's, sein Helfer in der Zeit der Roth, warum wolltest du sehn, wie ein Fremdling in dem Lande, und wie ein Wanderer, der zum Uebernachten einkehrt?
9
לָ֤מָּה תִֽהְיֶה֙ כְּאִ֣ישׁ נִדְהָ֔ם כְּגִבּ֖וֹר לֹא־יוּכַ֣ל לְהוֹשִׁ֑יעַ וְאַתָּ֧ה בְקִרְבֵּ֣נוּ יְהֹוָ֗ה וְשִׁמְךָ֛ עָלֵ֥ינוּ נִקְרָ֖א אַל־תַּנִּחֵֽנוּ׃ {ס}
ZunzWarum willst du seyn, wie ein überraschter Mann, wie ein Held, der nicht helfen kann? Du bist ja in unserer Mitte, Ewiger, und dein Name wird über uns genannt; verlaß uns nicht!
10
כֹּה־אָמַ֨ר יְהֹוָ֜ה לָעָ֣ם הַזֶּ֗ה כֵּ֤ן אָֽהֲבוּ֙ לָנ֔וּעַ רַגְלֵיהֶ֖ם לֹ֣א חָשָׂ֑כוּ וַֽיהֹוָה֙ לֹ֣א רָצָ֔ם עַתָּה֙ יִזְכֹּ֣ר עֲוֺנָ֔ם וְיִפְקֹ֖ד חַטֹּאתָֽם׃ {פ}
ZunzSo spricht der Ewige zu diesem Volke: So hatten sie es gern, herumzuschweifen, ihre Füße hemmten sie nicht; darum nimmt sie der Ewige nicht gnädig auf; nun gedenkt er ihrer Missethaten und ahndet ihre Sünden.
11
וַיֹּ֥אמֶר יְהֹוָ֖ה אֵלָ֑י אַל־תִּתְפַּלֵּ֛ל בְּעַד־הָעָ֥ם הַזֶּ֖ה לְטוֹבָֽה׃
ZunzUnd der Ewige sprach zu mir: Bete nicht für dieses Volk zu seinem Besten.
12
כִּ֣י יָצֻ֗מוּ אֵינֶ֤נִּי שֹׁמֵ֙עַ֙ אֶל־רִנָּתָ֔ם וְכִ֧י יַעֲל֛וּ עֹלָ֥ה וּמִנְחָ֖ה אֵינֶ֣נִּי רֹצָ֑ם כִּ֗י בַּחֶ֙רֶב֙ וּבָרָעָ֣ב וּבַדֶּ֔בֶר אָנֹכִ֖י מְכַלֶּ֥ה אוֹתָֽם׃ {ס}
ZunzSo sie fasten, höre ich nicht auf ihren Ruf, und so sie Ganzopfer und Speiseopfer darbringen, nehme ich sie nicht gnädig auf, sondern durch Schwert und Hunger und Pest reibe ich sie auf.
13
וָאֹמַ֞ר אֲהָ֣הּ ׀ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֗ה הִנֵּ֨ה הַנְּבִאִ֜ים אֹמְרִ֤ים לָהֶם֙ לֹא־תִרְא֣וּ חֶ֔רֶב וְרָעָ֖ב לֹֽא־יִהְיֶ֣ה לָכֶ֑ם כִּֽי־שְׁל֤וֹם אֱמֶת֙ אֶתֵּ֣ן לָכֶ֔ם בַּמָּק֖וֹם הַזֶּֽה׃ {ס}
ZunzUnd ich sprach: Ach Herr, Gott! siehe, die Propheten sprechen zu ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen, und Hunger wird bei euch nicht seyn, sondern dauernden Frieden werd' ich euch geben an diesem Ort.
14
וַיֹּ֨אמֶר יְהֹוָ֜ה אֵלַ֗י שֶׁ֚קֶר הַנְּבִאִים֙ נִבְּאִ֣ים בִּשְׁמִ֔י לֹ֤א שְׁלַחְתִּים֙ וְלֹ֣א צִוִּיתִ֔ים וְלֹ֥א דִבַּ֖רְתִּי אֲלֵיהֶ֑ם חֲז֨וֹן שֶׁ֜קֶר וְקֶ֤סֶם (ואלול ותרמות) [וֶאֱלִיל֙ וְתַרְמִ֣ית] לִבָּ֔ם הֵ֖מָּה מִֽתְנַבְּאִ֥ים לָכֶֽם׃ {ס}
ZunzDa sprach der Ewige zu mir: Lüge weissagen die Propheten in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, und ihnen nichts geboten, und zu ihnen nicht geredet; Lügen-Gesichte und Wahrsagerei und Götzentand und ihres Herzens Wahn weissagen sie euch.
15
לָכֵ֞ן כֹּה־אָמַ֣ר יְהֹוָ֗ה עַֽל־הַנְּבִאִ֞ים הַנִּבְּאִ֣ים בִּשְׁמִי֮ וַאֲנִ֣י לֹֽא־שְׁלַחְתִּים֒ וְהֵ֙מָּה֙ אֹֽמְרִ֔ים חֶ֣רֶב וְרָעָ֔ב לֹ֥א יִהְיֶ֖ה בָּאָ֣רֶץ הַזֹּ֑את בַּחֶ֤רֶב וּבָֽרָעָב֙ יִתַּ֔מּוּ הַנְּבִאִ֖ים הָהֵֽמָּה׃
ZunzDarum, so spricht der Ewige über die Propheten, die in meinem Namen weissagen, da ich sie doch nicht gesandt und sie sagen: Schwert und Hunger wird nicht kommen in dieses Land; durch das Schwert und durch Hunger sollen jene Propheten enden.
16
וְהָעָ֣ם אֲשֶׁר־הֵ֣מָּה נִבְּאִ֣ים לָהֶ֡ם יִהְי֣וּ מֻשְׁלָכִים֩ בְּחֻצ֨וֹת יְרוּשָׁלַ֜͏ִם מִפְּנֵ֣י ׀ הָרָעָ֣ב וְהַחֶ֗רֶב וְאֵ֤ין מְקַבֵּר֙ לָהֵ֔מָּה הֵ֣מָּה נְשֵׁיהֶ֔ם וּבְנֵיהֶ֖ם וּבְנֹתֵיהֶ֑ם וְשָׁפַכְתִּ֥י עֲלֵיהֶ֖ם אֶת־רָעָתָֽם׃
ZunzUnd das Volk, dem sie weissagen, soll hingeworfen liegen in den Straßen Jeruschalajim's vor Hunger und Schwert, und Niemand sie begraben, sie, ihre Weiber und ihre Söhne und ihre Töchter, und ich schütte über sie aus ihre Bosheit.
17
וְאָמַרְתָּ֤ אֲלֵיהֶם֙ אֶת־הַדָּבָ֣ר הַזֶּ֔ה תֵּרַ֨דְנָה עֵינַ֥י דִּמְעָ֛ה לַ֥יְלָה וְיוֹמָ֖ם וְאַל־תִּדְמֶ֑ינָה כִּי֩ שֶׁ֨בֶר גָּד֜וֹל נִשְׁבְּרָ֗ה בְּתוּלַת֙ בַּת־עַמִּ֔י מַכָּ֖ה נַחְלָ֥ה מְאֹֽד׃
ZunzUnd sprich zu ihnen dieses Wort: Es rinnen meine Augen von Thränen, Nachts und Tags und stillen sich nicht; denn einen großen Schaden hat die jungfräuliche Tochter meines Volks erlitten, einen sehr schmerzlichen Schlag.
18
אִם־יָצָ֣אתִי הַשָּׂדֶ֗ה וְהִנֵּה֙ חַלְלֵי־חֶ֔רֶב וְאִם֙ בָּ֣אתִי הָעִ֔יר וְהִנֵּ֖ה תַּחֲלוּאֵ֣י רָעָ֑ב כִּֽי־גַם־נָבִ֧יא גַם־כֹּהֵ֛ן סָחֲר֥וּ אֶל־אֶ֖רֶץ וְלֹ֥א יָדָֽעוּ׃ {ס}
ZunzWenn ich auf das Feld gehe, siehe, da sind Erschlagene vom Schwert, und wenn ich in die Stadt komme, siehe, da sind Krankheiten des Hungers, denn so Priester wie Prophet thun sich um nach einem Lande, aber erkunden keines.
19
הֲמָאֹ֨ס מָאַ֜סְתָּ אֶת־יְהוּדָ֗ה אִם־בְּצִיּוֹן֙ גָּעֲלָ֣ה נַפְשֶׁ֔ךָ מַדּ֙וּעַ֙ הִכִּיתָ֔נוּ וְאֵ֥ין לָ֖נוּ מַרְפֵּ֑א קַוֵּ֤ה לְשָׁלוֹם֙ וְאֵ֣ין ט֔וֹב וּלְעֵ֥ת מַרְפֵּ֖א וְהִנֵּ֥ה בְעָתָֽה׃
ZunzHast du Jehudah verworfen? Oder ekelt dir vor Zijon? Warum hast du uns geschlagen, daß keine Genesung für uns ist? Wir hoffen auf Heil und da ist nichts Gutes, und auf Zeit der Heilung, und siehe da Schrecken.
20
יָדַ֧עְנוּ יְהֹוָ֛ה רִשְׁעֵ֖נוּ עֲוֺ֣ן אֲבוֹתֵ֑ינוּ כִּ֥י חָטָ֖אנוּ לָֽךְ׃
ZunzWir kennen, Ewiger, unsern Frevel, die Missethat unserer Väter, daß wir gesündigt haben gegen dich.
21
אַל־תִּנְאַץ֙ לְמַ֣עַן שִׁמְךָ֔ אַל־תְּנַבֵּ֖ל כִּסֵּ֣א כְבוֹדֶ֑ךָ זְכֹ֕ר אַל־תָּפֵ֥ר בְּרִיתְךָ֖ אִתָּֽנוּ׃
ZunzBringe nicht Schmach, um deines Namens willen, bringe nicht Schande über den Thron deiner Herrlichkeit, bedenke, brich nicht deinen Bund mit uns.
22
הֲיֵ֨שׁ בְּהַבְלֵ֤י הַגּוֹיִם֙ מַגְשִׁמִ֔ים וְאִם־הַשָּׁמַ֖יִם יִתְּנ֣וּ רְבִבִ֑ים הֲלֹ֨א אַתָּה־ה֜וּא יְהֹוָ֤ה אֱלֹהֵ֙ינוּ֙ וּנְקַוֶּה־לָּ֔ךְ כִּֽי־אַתָּ֥ה עָשִׂ֖יתָ אֶת־כׇּל־אֵֽלֶּה׃ {פ}
ZunzGiebt es, die Regen gewähren, unter dem Götzentand der Völker, oder können die Himmel Güsse senden? Bist du es nicht, Ewiger, unser Gott? Und auf dich hoffen wir; denn du thust alles dieses.