Jirmejahu 13 ירמיהו
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
כֹּה־אָמַ֨ר יְהֹוָ֜ה אֵלַ֗י הָל֞וֹךְ וְקָנִ֤יתָ לְּךָ֙ אֵז֣וֹר פִּשְׁתִּ֔ים וְשַׂמְתּ֖וֹ עַל־מׇתְנֶ֑יךָ וּבַמַּ֖יִם לֹ֥א תְבִאֵֽהוּ׃
ZunzSo hat der Ewige zu mir gesprochen: Geh und kaufe dir einen leinenen Gurt, und schlage ihn um deine Lenden, aber ins Wasser bringe ihn nicht.
2
וָאֶקְנֶ֥ה אֶת־הָאֵז֖וֹר כִּדְבַ֣ר יְהֹוָ֑ה וָאָשִׂ֖ם עַל־מׇתְנָֽי׃ {פ}
ZunzUnd ich kaufte den Gurt nach dem Worte des Ewigen und schlug ihn um meine Lenden.
3
וַיְהִ֧י דְבַר־יְהֹוָ֛ה אֵלַ֖י שֵׁנִ֥ית לֵאמֹֽר׃
ZunzUnd es erging das Wort des Ewigen an mich zum zweiten Mal also:
4
קַ֧ח אֶת־הָאֵז֛וֹר אֲשֶׁ֥ר קָנִ֖יתָ אֲשֶׁ֣ר עַל־מׇתְנֶ֑יךָ וְקוּם֙ לֵ֣ךְ פְּרָ֔תָה וְטׇמְנֵ֥הוּ שָׁ֖ם בִּנְקִ֥יק הַסָּֽלַע׃
ZunzNimm den Gurt, den du gekauft, der um deine Lenden ist, und mache dich auf, gehe an den Frat und verbirg ihn daselbst in einen Felsenspalt.
5
וָאֵלֵ֕ךְ וָאֶטְמְנֵ֖הוּ בִּפְרָ֑ת כַּאֲשֶׁ֛ר צִוָּ֥ה יְהֹוָ֖ה אוֹתִֽי׃
ZunzUnd ich ging und verbarg ihn am Frat, so wie der Ewige mir geboten.
6
וַיְהִ֕י מִקֵּ֖ץ יָמִ֣ים רַבִּ֑ים וַיֹּ֨אמֶר יְהֹוָ֜ה אֵלַ֗י ק֚וּם לֵ֣ךְ פְּרָ֔תָה וְקַ֤ח מִשָּׁם֙ אֶת־הָ֣אֵז֔וֹר אֲשֶׁ֥ר צִוִּיתִ֖יךָ לְטׇמְנוֹ־שָֽׁם׃
ZunzUnd es geschah nach Verlauf vieler Tage, sprach der Ewige zu mir: Mache dich auf, gehe an den Frat und nimm von dannen den Gurt, den ich dir geboten, ihn dort zu verbergen.
7
וָאֵלֵ֣ךְ פְּרָ֔תָה וָאֶחְפֹּ֗ר וָֽאֶקַּח֙ אֶת־הָ֣אֵז֔וֹר מִן־הַמָּק֖וֹם אֲשֶׁר־טְמַנְתִּ֣יו שָׁ֑מָּה וְהִנֵּה֙ נִשְׁחַ֣ת הָאֵז֔וֹר לֹ֥א יִצְלַ֖ח לַכֹּֽל׃ {פ}
ZunzUnd ich ging an den Frat und grub nach und nahm den Gurt von der Stelle, woselbst ich ihn verborgen hatte, und siehe, verdorben war der Gurt, taugte zu Nichts.
9
כֹּ֖ה אָמַ֣ר יְהֹוָ֑ה כָּ֠כָה אַשְׁחִ֞ית אֶת־גְּא֧וֹן יְהוּדָ֛ה וְאֶת־גְּא֥וֹן יְרוּשָׁלַ֖͏ִם הָרָֽב׃
ZunzSo spricht der Ewige: Also werde ich verderben den Stolz Jehudah's und den Stolz Jeruschalajim's, den großen.
10
הָעָם֩ הַזֶּ֨ה הָרָ֜ע הַֽמֵּאֲנִ֣ים ׀ לִשְׁמ֣וֹעַ אֶת־דְּבָרַ֗י הַהֹֽלְכִים֙ בִּשְׁרִר֣וּת לִבָּ֔ם וַיֵּלְכ֗וּ אַֽחֲרֵי֙ אֱלֹהִ֣ים אֲחֵרִ֔ים לְעׇבְדָ֖ם וּלְהִשְׁתַּחֲוֺ֣ת לָהֶ֑ם וִיהִי֙ כָּאֵז֣וֹר הַזֶּ֔ה אֲשֶׁ֥ר לֹֽא־יִצְלַ֖ח לַכֹּֽל׃ {ס}
ZunzDieses böse Volk, die sich weigern mein Wort zu hören, die dem Uebermuth ihres Herzens folgen und fremden Göttern nachgehen, ihnen zu dienen und sich vor ihnen zu bücken — es soll diesem Gurte gleich seyn, der zu Nichts taugt.
11
כִּ֡י כַּאֲשֶׁר֩ יִדְבַּ֨ק הָאֵז֜וֹר אֶל־מׇתְנֵי־אִ֗ישׁ כֵּ֣ן הִדְבַּ֣קְתִּי אֵ֠לַ֠י אֶת־כׇּל־בֵּ֨ית יִשְׂרָאֵ֜ל וְאֶת־כׇּל־בֵּ֤ית יְהוּדָה֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה לִֽהְי֥וֹת לִי֙ לְעָ֔ם וּלְשֵׁ֥ם וְלִתְהִלָּ֖ה וּלְתִפְאָ֑רֶת וְלֹ֖א שָׁמֵֽעוּ׃
ZunzDenn so wie der Gurt anschließt an die Lenden eines Mannes, so habe ich mir angeschlossen das ganze Haus Jisraél und das ganze Haus Jehudah, ist der Spruch des Ewigen, daß sie mir ein Volk seien und zum Namen und zum Ruhm und zum Schmuck, aber sie hörten nicht.
12
וְאָמַרְתָּ֨ אֲלֵיהֶ֜ם אֶת־הַדָּבָ֣ר הַזֶּ֗ה {ס} כֹּֽה־אָמַ֤ר יְהֹוָה֙ אֱלֹהֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל כׇּל־נֵ֖בֶל יִמָּ֣לֵא יָ֑יִן וְאָמְר֣וּ אֵלֶ֔יךָ הֲיָדֹ֙עַ֙ לֹ֣א נֵדַ֔ע כִּ֥י כׇל־נֵ֖בֶל יִמָּ֥לֵא יָֽיִן׃
ZunzUnd sprich ferner zu ihnen Folgendes: So spricht der Ewige, Gott Jisraél's: Jeglicher Schlauch wird mit Wein gefüllt; und sprechen sie zu dir: Wissen wir denn nicht, daß jeglicher Schlauch mit Wein gefüllt wird?
13
וְאָמַרְתָּ֨ אֲלֵיהֶ֜ם כֹּֽה־אָמַ֣ר יְהֹוָ֗ה הִנְנִ֣י מְמַלֵּ֣א אֶת־כׇּל־יֹשְׁבֵ֣י הָאָ֪רֶץ הַזֹּ֟את וְאֶת־הַמְּלָכִ֣ים הַיֹּשְׁבִים֩ לְדָוִ֨ד עַל־כִּסְא֜וֹ וְאֶת־הַכֹּהֲנִ֣ים וְאֶת־הַנְּבִאִ֗ים וְאֵ֛ת כׇּל־יֹשְׁבֵ֥י יְרוּשָׁלָ֖͏ִם שִׁכָּרֽוֹן׃
ZunzDann sprich zu ihnen: So spricht der Ewige: Siehe, ich erfülle alle Bewohner dieses Landes und die Könige, welche auf dem Throne Dawid's sitzen, und die Priester und Propheten und alle Bewohner Jeruschalajim's mit Trunkenheit.
14
וְנִפַּצְתִּים֩ אִ֨ישׁ אֶל־אָחִ֜יו וְהָאָב֧וֹת וְהַבָּנִ֛ים יַחְדָּ֖ו נְאֻם־יְהֹוָ֑ה לֹֽא־אֶחְמ֧וֹל וְלֹא־אָח֛וּס וְלֹ֥א אֲרַחֵ֖ם מֵהַשְׁחִיתָֽם׃
ZunzUnd zerschlage sie aneinander, Väter und Söhne zusammen, ist der Spruch des Ewigen; ich habe kein Mitleid und keine Schonung und kein Erbarmen, daß ich sie nicht verderbe.
15
שִׁמְע֥וּ וְהַאֲזִ֖ינוּ אַל־תִּגְבָּ֑הוּ כִּ֥י יְהֹוָ֖ה דִּבֵּֽר׃
ZunzHöret und horchet auf, seid nicht stolz, denn der Ewige redet.
16
תְּנוּ֩ לַיהֹוָ֨ה אֱלֹהֵיכֶ֤ם כָּבוֹד֙ בְּטֶ֣רֶם יַחְשִׁ֔ךְ וּבְטֶ֛רֶם יִֽתְנַגְּפ֥וּ רַגְלֵיכֶ֖ם עַל־הָ֣רֵי נָ֑שֶׁף וְקִוִּיתֶ֤ם לְאוֹר֙ וְשָׂמָ֣הּ לְצַלְמָ֔וֶת (ישית) [וְשִׁ֖ית] לַעֲרָפֶֽל׃
ZunzGebet dem Ewigen, euerm Gott, die Ehre, ehe es dunkelt und ehe eure Füße sich stoßen auf den Bergen der Dämmerung, wo ihr wartet auf Licht, und er es zum Todesschatten macht und in Finsterniß verwandelt.
17
וְאִם֙ לֹ֣א תִשְׁמָע֔וּהָ בְּמִסְתָּרִ֥ים תִּבְכֶּֽה־נַפְשִׁ֖י מִפְּנֵ֣י גֵוָ֑ה וְדָמֹ֨עַ תִּדְמַ֜ע וְתֵרַ֤ד עֵינִי֙ דִּמְעָ֔ה כִּ֥י נִשְׁבָּ֖ה עֵ֥דֶר יְהֹוָֽה׃ {ס}
ZunzAber, wenn ihr nicht darauf höret, dann weint im Verborgenen meine Seele wegen des Hochmuthes, und es thränt und von Thränen rinnet mein Auge, weil hinweggetrieben wird die Heerde des Ewigen.
18
אֱמֹ֥ר לַמֶּ֛לֶךְ וְלַגְּבִירָ֖ה הַשְׁפִּ֣ילוּ שֵׁ֑בוּ כִּ֤י יָרַד֙ מַרְאֲשׁ֣וֹתֵיכֶ֔ם עֲטֶ֖רֶת תִּֽפְאַרְתְּכֶֽם׃
ZunzSprich zum König und zur Königin: Setzet euch tief danieder, denn gesunken ist euer Hauptschmuck, eure glänzende Krone.
19
עָרֵ֥י הַנֶּ֛גֶב סֻגְּר֖וּ וְאֵ֣ין פֹּתֵ֑חַ הׇגְלָ֧ת יְהוּדָ֛ה כֻּלָּ֖הּ הׇגְלָ֥ת שְׁלוֹמִֽים׃ {ס}
ZunzDie Städte des Südens sind verschlossen und Niemand öffnet; Jehudah muß auswandern insgesammt, muß gänzlich auswandern.
20
(שאי) [שְׂא֤וּ] עֵֽינֵיכֶם֙ (וראי) [וּרְא֔וּ] הַבָּאִ֖ים מִצָּפ֑וֹן אַיֵּ֗ה הָעֵ֙דֶר֙ נִתַּן־לָ֔ךְ צֹ֖אן תִּפְאַרְתֵּֽךְ׃
ZunzErhebet eure Augen und sehet die aus Norden Kommenden! Wo ist die Heerde, die dir übergeben worden, die Heerde deiner Herrlichkeit?
21
מַה־תֹּֽאמְרִי֙ כִּֽי־יִפְקֹ֣ד עָלַ֔יִךְ וְ֠אַ֠תְּ לִמַּ֨דְתְּ אֹתָ֥ם עָלַ֛יִךְ אַלֻּפִ֖ים לְרֹ֑אשׁ הֲל֤וֹא חֲבָלִים֙ יֹֽאחֱז֔וּךְ כְּמ֖וֹ אֵ֥שֶׁת לֵדָֽה׃
ZunzWas willst du sagen, wenn er an dir ahndet, da du sie gewöhnt hast, über dich Fürsten und Oberhaupt zu seyn? Werden dich nicht Wehen ergreifen, wie ein Weib in der Geburtsstunde?
22
וְכִ֤י תֹֽאמְרִי֙ בִּלְבָבֵ֔ךְ מַדּ֖וּעַ קְרָאֻ֣נִי אֵ֑לֶּה בְּרֹ֧ב עֲוֺנֵ֛ךְ נִגְל֥וּ שׁוּלַ֖יִךְ נֶחְמְס֥וּ עֲקֵבָֽיִךְ׃
ZunzUnd so du sprichst in deinem Herzen: Warum begegnet mir Solches? Ob deinen vielen Missethaten ist deine Schleppe aufgedeckt, deine Ferse gewaltsam entblößt.
23
הֲיַהֲפֹ֤ךְ כּוּשִׁי֙ עוֹר֔וֹ וְנָמֵ֖ר חֲבַרְבֻּרֹתָ֑יו גַּם־אַתֶּם֙ תּוּכְל֣וּ לְהֵיטִ֔יב לִמֻּדֵ֖י הָרֵֽעַ׃
ZunzKann ein Mohr seine Haut wandeln und ein Parder seine Flecken? So könnt ihr Gutes thun, Eingeübte in der Bosheit.
24
וַאֲפִיצֵ֖ם כְּקַשׁ־עוֹבֵ֑ר לְר֖וּחַ מִדְבָּֽר׃
ZunzUnd ich will sie zerstieben wie Spreu, die dahinfährt, in den Wind der Steppe.
25
זֶ֣ה גוֹרָלֵ֧ךְ מְנָת־מִדַּ֛יִךְ מֵאִתִּ֖י נְאֻם־יְהֹוָ֑ה אֲשֶׁר֙ שָׁכַ֣חַתְּ אוֹתִ֔י וַֽתִּבְטְחִ֖י בַּשָּֽׁקֶר׃
ZunzDas ist dein Loos, dein zugemessenes Theil von mir, ist der Spruch des Ewigen; weil du mich vergessen und dich verlassen hast auf die Lüge.
26
וְגַם־אֲנִ֛י חָשַׂ֥פְתִּי שׁוּלַ֖יִךְ עַל־פָּנָ֑יִךְ וְנִרְאָ֖ה קְלוֹנֵֽךְ׃
ZunzUnd darum auch habe ich deine Schleppe aufgestreift über dein Angesicht, daß deine Schaam gesehen werde.
27
נִאֻפַ֤יִךְ וּמִצְהֲלוֹתַ֙יִךְ֙ זִמַּ֣ת זְנוּתֵ֔ךְ עַל־גְּבָעוֹת֙ בַּשָּׂדֶ֔ה רָאִ֖יתִי שִׁקּוּצָ֑יִךְ א֥וֹי לָךְ֙ יְר֣וּשָׁלַ֔͏ִם לֹ֣א תִטְהֲרִ֔י אַחֲרֵ֥י מָתַ֖י עֹֽד׃ {ס}
ZunzDeine Ehebrecherei und deine Geilheit, deine unzüchtige Buhlerei auf den Anhöhen im Felde — ich sah deine Abscheulichkeiten; wehe dir Jeruschalajim! Noch immer wirst du nicht rein, nach o! wie langer Zeit.