Jirmejahu 12 ירמיהו
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
צַדִּ֤יק אַתָּה֙ יְהֹוָ֔ה כִּ֥י אָרִ֖יב אֵלֶ֑יךָ אַ֤ךְ מִשְׁפָּטִים֙ אֲדַבֵּ֣ר אֹתָ֔ךְ מַדּ֗וּעַ דֶּ֤רֶךְ רְשָׁעִים֙ צָלֵ֔חָה שָׁל֖וּ כׇּל־בֹּ֥גְדֵי בָֽגֶד׃
ZunzGerecht bist du, Ewiger, als daß ich mit dir streiten sollte, dennoch muß ich vom Rechte mit dir reden. Warum gelingt ihr Weg den Frevlern, geht es wohl allen Treulosen?
2
נְטַעְתָּם֙ גַּם־שֹׁרָ֔שׁוּ יֵלְכ֖וּ גַּם־עָ֣שׂוּ פֶ֑רִי קָר֤וֹב אַתָּה֙ בְּפִיהֶ֔ם וְרָח֖וֹק מִכִּלְיוֹתֵיהֶֽם׃
ZunzDu pflanzest sie und sie wurzeln, sie wachsen und bringen Früchte. Nahe bist du ihrem Munde, aber fern von ihrem Sinn.
3
וְאַתָּ֤ה יְהֹוָה֙ יְדַעְתָּ֔נִי תִּרְאֵ֕נִי וּבָחַנְתָּ֥ לִבִּ֖י אִתָּ֑ךְ הַתִּקֵם֙ כְּצֹ֣אן לְטִבְחָ֔ה וְהַקְדִּשֵׁ֖ם לְי֥וֹם הֲרֵגָֽה׃ {פ}
ZunzDu aber, Ewiger, kennst mich, du siehest mich und prüfest meinen Sinn gegen dich, reiße sie hin wie Schaafe zum Schlachten und weihe sie dem Tage des Würgens.
4
עַד־מָתַי֙ תֶּאֱבַ֣ל הָאָ֔רֶץ וְעֵ֥שֶׂב כׇּל־הַשָּׂדֶ֖ה יִיבָ֑שׁ מֵרָעַ֣ת יֹֽשְׁבֵי־בָ֗הּ סָפְתָ֤ה בְהֵמוֹת֙ וָע֔וֹף כִּ֣י אָֽמְר֔וּ לֹ֥א יִרְאֶ֖ה אֶת־אַחֲרִיתֵֽנוּ׃
ZunzWie lange soll das Land trauern und das Gras alles Feldes dorren? Wegen der Bosheit der Bewohner darin sind weggerafft Thiere und Vögel, denn sie sprechen: Er sieht unsere Zukunft nicht.
5
כִּ֣י אֶת־רַגְלִ֥ים ׀ רַ֙צְתָּה֙ וַיַּלְא֔וּךָ וְאֵ֥יךְ תְּתַחֲרֶ֖ה אֶת־הַסּוּסִ֑ים וּבְאֶ֤רֶץ שָׁלוֹם֙ אַתָּ֣ה בוֹטֵ֔חַ וְאֵ֥יךְ תַּעֲשֶׂ֖ה בִּגְא֥וֹן הַיַּרְדֵּֽן׃
ZunzWenn du mit Fußgängern läufst und sie dich müde machen, wie willst du mit Rossen wetteifern? Und bist du sicher im Lande der Ruhe, was willst du thun, wenn der Jarden anschwillt?
6
כִּ֧י גַם־אַחֶ֣יךָ וּבֵית־אָבִ֗יךָ גַּם־הֵ֙מָּה֙ בָּ֣גְדוּ בָ֔ךְ גַּם־הֵ֛מָּה קָרְא֥וּ אַחֲרֶ֖יךָ מָלֵ֑א אַל־תַּאֲמֵ֣ן בָּ֔ם כִּֽי־יְדַבְּר֥וּ אֵלֶ֖יךָ טוֹבֽוֹת׃ {ס}
ZunzDenn selbst deine Brüder und das Haus deines Vaters, auch sie wurden dir untreu, auch sie rufen hinter dir eine Rotte zusammen. Traue ihnen nicht, wenn sie auch freundlich zu dir reden.
7
עָזַ֙בְתִּי֙ אֶת־בֵּיתִ֔י נָטַ֖שְׁתִּי אֶת־נַחֲלָתִ֑י נָתַ֛תִּי אֶת־יְדִד֥וּת נַפְשִׁ֖י בְּכַ֥ף אֹיְבֶֽיהָ׃
ZunzVerlassen habe ich mein Haus, verstoßen mein Eigenthum, preisgegeben das Liebste meiner Seele der Hand ihrer Feinde.
8
הָיְתָה־לִּ֥י נַחֲלָתִ֖י כְּאַרְיֵ֣ה בַיָּ֑עַר נָתְנָ֥ה עָלַ֛י בְּקוֹלָ֖הּ עַל־כֵּ֥ן שְׂנֵאתִֽיהָ׃
ZunzMein Eigenthum ist mir geworden gleich dem Löwen im Walde, es ließ gegen mich aus sein Gebrüll, darum ward ich ihm gram.
9
הַעַ֨יִט צָב֤וּעַ נַֽחֲלָתִי֙ לִ֔י הַעַ֖יִט סָבִ֣יב עָלֶ֑יהָ לְכ֗וּ אִסְפ֛וּ כׇּל־חַיַּ֥ת הַשָּׂדֶ֖ה הֵתָ֥יוּ לְאׇכְלָֽה׃
ZunzRaubvögel und Hyäne ist mein Eigenthum mir; Raubvögel seien darüber her ringsum! Gehet, sammelt alle Thiere des Feldes, bringet sie herbei zum Fraß!
10
רֹעִ֤ים רַבִּים֙ שִׁחֲת֣וּ כַרְמִ֔י בֹּסְס֖וּ אֶת־חֶלְקָתִ֑י נָ֥תְנ֛וּ אֶת־חֶלְקַ֥ת חֶמְדָּתִ֖י לְמִדְבַּ֥ר שְׁמָמָֽה׃
ZunzViele Hirten zerstören meinen Weinberg, zertreten meinen Acker, sie machen meinen Lustacker zur öden Wüste.
11
שָׂמָהּ֙ לִשְׁמָמָ֔ה אָבְלָ֥ה עָלַ֖י שְׁמֵמָ֑ה נָשַׁ֙מָּה֙ כׇּל־הָאָ֔רֶץ כִּ֛י אֵ֥ין אִ֖ישׁ שָׂ֥ם עַל־לֵֽב׃
ZunzMan hat ihn zur Oede gemacht, wüst trauert er um mich her; das ganze Land ist verwüstet worden, weil kein Mensch es zu Herzen nahm.
12
עַֽל־כׇּל־שְׁפָיִ֣ם בַּמִּדְבָּ֗ר בָּ֚אוּ שֹֽׁדְדִ֔ים כִּ֣י חֶ֤רֶב לַֽיהֹוָה֙ אֹֽכְלָ֔ה מִקְצֵה־אֶ֖רֶץ וְעַד־קְצֵ֣ה הָאָ֑רֶץ אֵ֥ין שָׁל֖וֹם לְכׇל־בָּשָֽׂר׃ {ס}
ZunzUeber alle Bergspitzen in der Wüste kamen die Verwüster einher, denn das Schwert des Ewigen frißt von einem Ende des Landes bis zum andern; Friede keinem Sterblichen.
13
זָרְע֤וּ חִטִּים֙ וְקֹצִ֣ים קָצָ֔רוּ נֶחְל֖וּ לֹ֣א יוֹעִ֑לוּ וּבֹ֙שׁוּ֙ מִתְּבוּאֹ֣תֵיכֶ֔ם מֵחֲר֖וֹן אַף־יְהֹוָֽה׃ {פ}
ZunzWaizen haben sie gesäet und Dornen ernten sie, sie matten sich ab und haben keinen Nutzen; so schämt euch eures Ertrages bei der Zornglut des Ewigen.
14
כֹּ֣ה ׀ אָמַ֣ר יְהֹוָ֗ה עַל־כׇּל־שְׁכֵנַי֙ הָֽרָעִ֔ים הַנֹּֽגְעִים֙ בַּֽנַּחֲלָ֔ה אֲשֶׁר־הִנְחַ֥לְתִּי אֶת־עַמִּ֖י אֶת־יִשְׂרָאֵ֑ל הִנְנִ֤י נֹֽתְשָׁם֙ מֵעַ֣ל אַדְמָתָ֔ם וְאֶת־בֵּ֥ית יְהוּדָ֖ה אֶתּ֥וֹשׁ מִתּוֹכָֽם׃
ZunzSo spricht der Ewige über all meine bösen Nachbaren, die das Eigenthum antasten, das ich meinem Volke Jisraél in Besitz gegeben: wehe, ich reiße sie heraus aus ihrem Boden, und das Haus Jehudah reiße ich aus ihrer Mitte.
15
וְהָיָ֗ה אַֽחֲרֵי֙ נׇתְשִׁ֣י אוֹתָ֔ם אָשׁ֖וּב וְרִחַמְתִּ֑ים וַהֲשִׁבֹתִ֛ים אִ֥ישׁ לְנַחֲלָת֖וֹ וְאִ֥ישׁ לְאַרְצֽוֹ׃
ZunzUnd es geschieht, nachdem ich sie herausgerissen, erbarme ich mich ihrer wieder, und führe sie hin, Jeglichen in sein Erbe und Jeglichen in sein Land.
Haftarah Tetzaweh Romanioten und Karäer enden hier.
16
וְהָיָ֡ה אִם־לָמֹ֣ד יִלְמְדוּ֩ אֶת־דַּֽרְכֵ֨י עַמִּ֜י לְהִשָּׁבֵ֤עַ בִּשְׁמִי֙ חַי־יְהֹוָ֔ה כַּאֲשֶׁ֤ר לִמְּדוּ֙ אֶת־עַמִּ֔י לְהִשָּׁבֵ֖עַ בַּבָּ֑עַל וְנִבְנ֖וּ בְּת֥וֹךְ עַמִּֽי׃
ZunzUnd es geschieht, wenn sie lernen die Wege meines Volkes, zu schwören bei meinem Namen: So wahr der Ewige lebt! so wie sie mein Volk gelehrt beim Baal zu schwören; so sollen sie aufgebauet werden unter meinem Volke.
17
וְאִ֖ם לֹ֣א יִשְׁמָ֑עוּ וְנָ֨תַשְׁתִּ֜י אֶת־הַגּ֥וֹי הַה֛וּא נָת֥וֹשׁ וְאַבֵּ֖ד נְאֻם־יְהֹוָֽה׃ {ס}
ZunzWenn sie aber nicht hören, so reiße ich selbiges Volk aus; ausgerissen und vernichtet! ist der Spruch des Ewigen.