Jirmejahu 15 ירמיהו
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
וַיֹּ֤אמֶר יְהֹוָה֙ אֵלַ֔י אִם־יַעֲמֹ֨ד מֹשֶׁ֤ה וּשְׁמוּאֵל֙ לְפָנַ֔י אֵ֥ין נַפְשִׁ֖י אֶל־הָעָ֣ם הַזֶּ֑ה שַׁלַּ֥ח מֵעַל־פָּנַ֖י וְיֵצֵֽאוּ׃
ZunzUnd der Ewige sprach zu mir: Wenn Moscheh und Schemuel vor mich treten, so wird mein Herz diesem Volke nicht zugewandt; treibe sie weg mir aus dem Angesicht, und sie mögen gehen.
2
וְהָיָ֛ה כִּי־יֹאמְר֥וּ אֵלֶ֖יךָ אָ֣נָה נֵצֵ֑א וְאָמַרְתָּ֨ אֲלֵיהֶ֜ם כֹּה־אָמַ֣ר יְהֹוָ֗ה אֲשֶׁ֨ר לַמָּ֤וֶת לַמָּ֙וֶת֙ וַאֲשֶׁ֤ר לַחֶ֙רֶב֙ לַחֶ֔רֶב וַאֲשֶׁ֤ר לָרָעָב֙ לָרָעָ֔ב וַאֲשֶׁ֥ר לַשְּׁבִ֖י לַשֶּֽׁבִי׃
ZunzUnd geschieht es, daß sie zu dir sprechen; Wohin sollen wir gehen? so sprich zu ihnen: So spricht der Ewige: Die dem Sterben geweiht sind, — zum Sterben, und die dem Schwerte geweiht sind, — zum Schwerte, und die dem Hunger, — zum Hunger, und die der Gefangenschaft — zur Gefangenschaft!
3
וּפָקַדְתִּ֨י עֲלֵיהֶ֜ם אַרְבַּ֤ע מִשְׁפָּחוֹת֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה אֶת־הַחֶ֣רֶב לַהֲרֹ֔ג וְאֶת־הַכְּלָבִ֖ים לִסְחֹ֑ב וְאֶת־ע֧וֹף הַשָּׁמַ֛יִם וְאֶת־בֶּהֱמַ֥ת הָאָ֖רֶץ לֶאֱכֹ֥ל וּלְהַשְׁחִֽית׃
ZunzUnd ich bestelle über sie vier Geschlechter, ist der Spruch des Ewigen: das Schwert zum Erschlagen und die Hunde zum Schleifen, und die Vögel des Himmels und das Gethier der Erde zum Fressen und zum Verderben.
4
וּנְתַתִּ֣ים (לזועה) [לְזַעֲוָ֔ה] לְכֹ֖ל מַמְלְכ֣וֹת הָאָ֑רֶץ בִּ֠גְלַ֠ל מְנַשֶּׁ֤ה בֶן־יְחִזְקִיָּ֙הוּ֙ מֶ֣לֶךְ יְהוּדָ֔ה עַ֥ל אֲשֶׁר־עָשָׂ֖ה בִּירוּשָׁלָֽ͏ִם׃
ZunzUnd ich mache sie zum Entsetzen aller Königreiche der Erde, um Menascheh's willen, Sohnes Jechiskijahu, des Königs von Jehudah, in Folge des, was er gethan in Jeruschalajim.
5
כִּ֠י מִֽי־יַחְמֹ֤ל עָלַ֙יִךְ֙ יְר֣וּשָׁלַ֔͏ִם וּמִ֖י יָנ֣וּד לָ֑ךְ וּמִ֣י יָס֔וּר לִשְׁאֹ֥ל לְשָׁלֹ֖ם לָֽךְ׃
ZunzDenn wer mag Erbarmen mit dir haben, Jeruschalajim, und wer mag dir Beileid zeigen? Und wer mag hereintreten, dich zu fragen nach deinem Wohlsein?
6
אַ֣תְּ נָטַ֥שְׁתְּ אֹתִ֛י נְאֻם־יְהֹוָ֖ה אָח֣וֹר תֵּלֵ֑כִי וָאַ֨ט אֶת־יָדִ֤י עָלַ֙יִךְ֙ וָֽאַשְׁחִיתֵ֔ךְ נִלְאֵ֖יתִי הִנָּחֵֽם׃
ZunzDu hast mich verlassen, ist der Spruch des Ewigen, bist zurückgewichen; so streck' ich meine Hand über dich und verderbe dich, ich, bin des Erbarmens müde;
7
וָאֶזְרֵ֥ם בְּמִזְרֶ֖ה בְּשַׁעֲרֵ֣י הָאָ֑רֶץ שִׁכַּ֤לְתִּי אִבַּ֙דְתִּי֙ אֶת־עַמִּ֔י מִדַּרְכֵיהֶ֖ם לוֹא־שָֽׁבוּ׃
ZunzUnd ich worfele sie mit der Wurfschaufel in den Thoren des Landes, ich mache kinderlos, vernichte mein Volk, das von seinem Wege nicht zurückkehrt.
8
עָֽצְמוּ־לִ֤י אַלְמְנוֹתָו֙ מֵח֣וֹל יַמִּ֔ים הֵבֵ֨אתִי לָהֶ֥ם עַל־אֵ֛ם בָּח֖וּר שֹׁדֵ֣ד בַּֽצׇּהֳרָ֑יִם הִפַּ֤לְתִּי עָלֶ֙יהָ֙ פִּתְאֹ֔ם עִ֖יר וּבֶהָלֽוֹת׃
ZunzZahlreicher seien mir seine Wittwen als Sand der Meere; ich führe über sie, über die Mütter der Jünglinge den Verwüster am hellen Tage, ich lasse plötzlich auf sie fallen Tumult und Schrecken.
9
אֻמְלְלָ֞ה יֹלֶ֣דֶת הַשִּׁבְעָ֗ה נָפְחָ֥ה נַפְשָׁ֛הּ (באה) [בָּ֥א] שִׁמְשָׁ֛הּ בְּעֹ֥ד יוֹמָ֖ם בּ֣וֹשָׁה וְחָפֵ֑רָה וּשְׁאֵרִיתָ֗ם לַחֶ֧רֶב אֶתֵּ֛ן לִפְנֵ֥י אֹיְבֵיהֶ֖ם נְאֻם־יְהֹוָֽה׃ {ס}
ZunzVerschmachtet ist, die sieben hat geboren, sie haucht ihre Seele aus, untergegangen ist ihre Sonne am hohen Tage, sie ist beschämt und erröthet, und ihren Ueberrest werde ich dem Schwerte geben, ihren Feinden hin, ist der Spruch des Ewigen. —
10
אֽוֹי־לִ֣י אִמִּ֔י כִּ֣י יְלִדְתִּ֗נִי אִ֥ישׁ רִ֛יב וְאִ֥ישׁ מָד֖וֹן לְכׇל־הָאָ֑רֶץ לֹֽא־נָשִׁ֥יתִי וְלֹא־נָֽשׁוּ־בִ֖י כֻּלֹּ֥ה מְקַֽלְלַֽוְנִי׃ {ס}
ZunzWehe mir, meine Mutter, daß du mich geboren, einen Mann des Streites und des Haders aller Welt! Ich habe nicht geliehen und Niemand hat mir geliehen, (dennoch) verfluchen sie mich Alle.
11
אָמַ֣ר יְהֹוָ֔ה אִם־לֹ֥א (שרותך) [שֵׁרִיתִ֖יךָ] לְט֑וֹב אִם־ל֣וֹא ׀ הִפְגַּ֣עְתִּֽי בְךָ֗ בְּעֵ֥ת רָעָ֛ה וּבְעֵ֥ת צָרָ֖ה אֶת־הָאֹיֵֽב׃
ZunzDer Ewige spricht: So ich dich nicht löse zum Glück, so ich nicht auf dich den Feind stoßen lasse in der Zeit des Unglücks und der Noth . . . .
12
הֲיָרֹ֨עַ בַּרְזֶ֧ל ׀ בַּרְזֶ֛ל מִצָּפ֖וֹן וּנְחֹֽשֶׁת׃
ZunzKann Eisen das Eisen aus Norden und Erz zerschlagen?
13
חֵילְךָ֧ וְאוֹצְרוֹתֶ֛יךָ לָבַ֥ז אֶתֵּ֖ן לֹ֣א בִמְחִ֑יר וּבְכׇל־חַטֹּאותֶ֖יךָ וּבְכׇל־גְּבוּלֶֽיךָ׃
ZunzDeinen Reichthum und deine Schätze gebe ich dem Raube hin, nicht um Zahlung, und das wegen all deiner Sünden, und in all deinen Grenzen.
14
וְהַֽעֲבַרְתִּי֙ אֶת־אֹ֣יְבֶ֔יךָ בְּאֶ֖רֶץ לֹ֣א יָדָ֑עְתָּ כִּי־אֵ֛שׁ קָדְחָ֥ה בְאַפִּ֖י עֲלֵיכֶ֥ם תּוּקָֽד׃ {ס}
ZunzUnd bringe (sie) mit deinen Feinden in ein Land, das du nicht gekannt, denn ein Feuer lodert auf in meinem Grimme, über euch entbrennt es. —
15
אַתָּ֧ה יָדַ֣עְתָּ יְהֹוָ֗ה זׇכְרֵ֤נִי וּפׇקְדֵ֙נִי֙ וְהִנָּ֤קֶם לִי֙ מֵרֹ֣דְפַ֔י אַל־לְאֶ֥רֶךְ אַפְּךָ֖ תִּקָּחֵ֑נִי דַּ֕ע שְׂאֵתִ֥י עָלֶ֖יךָ חֶרְפָּֽה׃
ZunzDu weißt es, Ewiger, gedenke mein und sieh auf mich, und schaffe mir Rache an meinen Verfolgern, nicht nach deiner Langmuth nimm es mit mir, wisse, wie ich Schmach um deinetwillen duldete.
16
נִמְצְא֤וּ דְבָרֶ֙יךָ֙ וָאֹ֣כְלֵ֔ם וַיְהִ֤י (דבריך) [דְבָֽרְךָ֙] לִ֔י לְשָׂשׂ֖וֹן וּלְשִׂמְחַ֣ת לְבָבִ֑י כִּֽי־נִקְרָ֤א שִׁמְךָ֙ עָלַ֔י יְהֹוָ֖ה אֱלֹהֵ֥י צְבָאֽוֹת׃ {ס}
ZunzGelangten (zu mir) deine Worte, so nahm ich sie in mich auf, und dein Wort ward mir zur Wonne und zu meiner Herzensfreude; denn dein Name ist über mich genannt, Ewiger, Gott der Heerschaaren.
17
לֹא־יָשַׁ֥בְתִּי בְסוֹד־מְשַׂחֲקִ֖ים וָאֶעְלֹ֑ז מִפְּנֵ֤י יָֽדְךָ֙ בָּדָ֣ד יָשַׁ֔בְתִּי כִּי־זַ֖עַם מִלֵּאתָֽנִי׃
ZunzIch saß nicht im Kreise der Lustigen und war fröhlich; vor deiner Gewalt saß ich einsam, denn mit Zorn erfülltest du mich.
18
לָ֣מָּה הָיָ֤ה כְאֵבִי֙ נֶ֔צַח וּמַכָּתִ֖י אֲנוּשָׁ֑ה מֵֽאֲנָה֙ הֵרָפֵ֔א הָי֨וֹ תִהְיֶ֥ה לִי֙ כְּמ֣וֹ אַכְזָ֔ב מַ֖יִם לֹ֥א נֶאֱמָֽנוּ׃ {ס}
ZunzWarum ist mein Schmerz dauernd und meine Wunde tödtlich? Sie will nicht heilen; sie ist mir geworden gleich einem Lügenquell, Wasser ohne Bestand.
19
לָכֵ֞ן כֹּה־אָמַ֣ר יְהֹוָ֗ה אִם־תָּשׁ֤וּב וַאֲשִֽׁיבְךָ֙ לְפָנַ֣י תַּעֲמֹ֔ד וְאִם־תּוֹצִ֥יא יָקָ֛ר מִזּוֹלֵ֖ל כְּפִ֣י תִֽהְיֶ֑ה יָשֻׁ֤בוּ הֵ֙מָּה֙ אֵלֶ֔יךָ וְאַתָּ֖ה לֹא־תָשׁ֥וּב אֲלֵיהֶֽם׃
ZunzDarum, so spricht der Ewige, wo du zurückkehrst oder ich dich zurückbringe . . .! vor mir stehest du; und wo du ausscheiden sollst Werthvolles vom Schlechten . . .! wie mein Mund sollst du seyn; sie sollen zu dir zurückkehren, du aber sollst nicht zu ihnen zurückkehren.
20
וּנְתַתִּ֜יךָ לָעָ֣ם הַזֶּ֗ה לְחוֹמַ֤ת נְחֹ֙שֶׁת֙ בְּצוּרָ֔ה וְנִלְחֲמ֥וּ אֵלֶ֖יךָ וְלֹא־י֣וּכְלוּ לָ֑ךְ כִּֽי־אִתְּךָ֥ אֲנִ֛י לְהוֹשִׁיעֲךָ֥ וּלְהַצִּילֶ֖ךָ נְאֻם־יְהֹוָֽה׃
ZunzUnd ich mache dich wider dieses Volk zu einer festen Mauer von Erz, und streiten sie mit dir, werden sie nichts gegen dich vermögen, denn ich bin bei dir zu deiner Hülfe und zu deiner Rettung, ist der Spruch des Ewigen.
21
וְהִצַּלְתִּ֖יךָ מִיַּ֣ד רָעִ֑ים וּפְדִתִ֖יךָ מִכַּ֥ף עָרִצִֽים׃ {ס}
ZunzUnd ich rette dich aus der Hand der Bösen und erlöse dich aus der Faust der Uebermüthigen.