Jeschajahu 9 ישעיהו

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Haftarot in diesem Kapitel: Jitro
1
הָעָם֙ הַהֹלְכִ֣ים בַּחֹ֔שֶׁךְ רָא֖וּ א֣וֹר גָּד֑וֹל יֹֽשְׁבֵי֙ בְּאֶ֣רֶץ צַלְמָ֔וֶת א֖וֹר נָגַ֥הּ עֲלֵיהֶֽם׃
BernfeldDas Volk, das im Finstern gewandelt, schaut nun großes Licht, und die im Lande des finstern Nebels geweilt, über sie strahlt Helle.
ZunzDas Volk, das im Finstern wandelt, schaut großes Licht, die im Lande des Todesschattens wohnen, Licht glänzt über ihnen.
J. J. HirschJedoch das Volk, auch wenn es in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht geschaut — die im Lande des Todesschattens wohnen, ein Licht strahlte über sie!
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

Kap. 9. V. 1. Gegenüber der Verzweiflung, welcher alle die zur Beute fallen, die, wie das Reich Israel, sich hilfeheischend heidnischem Unwesen zuwenden, deren Orakel zwar zeitweilig leidende Sterbliche zu täuschen vermögen, um sie aber schließlich in noch grausigeres Elend versinken zu lassen: zeichnen die ersten Verse unseres Kapitels die belebende Hoffnung und die endliche hohe Befriedigung, welche die göttliche Verheißung dem jüdischen Volke bringen werde.

העם ההלכים בחשך. Auch die dunkelste Geschicksnacht, welche mit Sanheribs beutegierigen Horden über Juda heraufzieht, erleuchtet der funkelnde Stern der Zuversicht auf Gottes Wort, und während des Todes schwarze Fittiche bereits Jerusalems Bewohner umschatten, sendet das Morgenrot schon seine goldenen Strahlen. Es ist die wunderbare Errettung, der „Flügelsturz“ Aschurs, wie sie der achte Vers des vorigen Kapitels bezeichnet, auf welche unser Vers hinblickt.

2
הִרְבִּ֣יתָ הַגּ֔וֹי (לא) [ל֖וֹ] הִגְדַּ֣לְתָּ הַשִּׂמְחָ֑ה שָׂמְח֤וּ לְפָנֶ֙יךָ֙ כְּשִׂמְחַ֣ת בַּקָּצִ֔יר כַּאֲשֶׁ֥ר יָגִ֖ילוּ בְּחַלְּקָ֥ם שָׁלָֽל׃
BernfeldDu hast groß gemacht das Volk, ihm die Freude erhöht; sie freuen sich vor dir wie Freude in der Ernte, wie man jubelt beim Beuteteilen.
ZunzDu hast gemehrt das Volk, ihm groß gemacht die Freude; sie freuen sich vor dir, wie Freude in der Ernte, wie man jubelt beim Beute theilen.
J. J. HirschGröße verliehest du dem Staate, ihm botest du hohe Freude, sie freuten sich deines Angesichts gleich der Freude anderer an der Ernte, wie sie jubeln werden bei der Verteilung der Beute.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 2. הרבית הגוי. Hifil von רבה. Sowohl רבה als רבב kommen auch in der Bedeutung „groß an Macht werden“ vor. So von רבה: וענותך תרבני deine Herablassung machte mich groß (Ps. 18,36). Hier ist wohl das hohe Ansehen gemeint, welches Juda als Staat, was ja die eigentliche Bedeutung von גוי das Volk als Körper nach außen, in den Augen der anderen Völker gewann.

לו „ihm“ ist als das verneinende לא geschrieben. Es dürfte hierdurch angedeutet sein, daß die Freude, wenigstens die Chiskijahus, nicht allzulange ungetrübt bleiben werde durch das, Unglück über seine Nachkommen offenbarende, Gotteswort Jesaias. Die Grundursache für diese Verkündigung wurzelte aber gerade in dem großen Respekt, den die anderen Nationen — hier Babylon — vor Juda und seinem Könige bekommen hatten. Vgl. weiter Kap. 39.

כשמחת der Form nach סמיכות ohne נסמך, vielleicht: wie die Freude anderer. Doch kommt die gleiche Form auch sonst vor, ohne daß ihr diese Bedeutung innewohnt: אם אתן שנת (Ps. 132, 4 und and.). שמחו präter. ihre Freude galt dem wunderbaren Walten Gottes „לפניך“, und konnte selbst durch die spätere Teilung der von Aschur zurückgelassenen Beute nicht weiter gesteigert werden: יגילו ist Futurum.

3
כִּ֣י ׀ אֶת־עֹ֣ל סֻבֳּל֗וֹ וְאֵת֙ מַטֵּ֣ה שִׁכְמ֔וֹ שֵׁ֖בֶט הַנֹּגֵ֣שׂ בּ֑וֹ הַחִתֹּ֖תָ כְּי֥וֹם מִדְיָֽן׃
BernfeldDenn sein schwer lastendes Joch und den Stock auf seinem Rücken, den Stecken seines Treibers hast du gebrochen wie am Tage Midjans, [als Gideon die Midjaniten besiegt hatte].
ZunzDenn sein lastendes Joch und den Stock auf seinem Rücken, den Stecken seines Treibers hast du gebrochen wie am Tage Midjan's.
J. J. HirschDenn das auf ihm lastende Joch und den Stab, der seine Schulter trifft, das Szepter, das es bedrängt, hast du zerbrochen wie am Midjanstage.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 3. על סבלו. Die schweren Lasten, welche die Invasion solcher Truppenmassen dem Lande auferlegt, מטה שכמו die grausame Härte, mit der die Requisitionen durchgeführt wurden, שבט הנגש בו, das Szepter Sanheribs, der „treibenden“ Kraft aller dieser Juda „bedrängenden“ Momente. „Wie am Midjanstage“ blickt auf die Richter 7 erzählte Vernichtung Midjans vergleichend hin, die ebenfalls erfolgte, ohne daß von seiten Israels auch nur das Schwert gezogen ward, Gott war es, der die Midjaniter durch ihr Schwert fallen ließ.

4
כִּ֤י כׇל־סְאוֹן֙ סֹאֵ֣ן בְּרַ֔עַשׁ וְשִׂמְלָ֖ה מְגוֹלָלָ֣ה בְדָמִ֑ים וְהָיְתָ֥ה לִשְׂרֵפָ֖ה מַאֲכֹ֥לֶת אֵֽשׁ׃
BernfeldDenn alle Rüstung rief Getöse hervor, und das mit Blut besudelte Kriegskleid wurde verbrannt, vom Feuer verzehrt.
ZunzDenn all die Rüstung der Gerüsteten mit Getöse, und das Kriegskleid im Blute umhergerollt, wird verbrannt, ein Fraß des Feuers.
J. J. HirschWenn auch alles Kriegsgetöse im Sturme herantost und das Gewand in Blut gewälzt ist, so verfällt doch nur dem Brande, was schon des Feuers Speise war.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 4. סאון kommt nur hier vor. Unter שמלה Gewand glauben wir hier die nächste Umgebung Jerusalems verstehen zu dürfen. והיתה לשרפה entspricht dem obigen למהר שלל חש בז: Trotz des wütenden Anpralls und so weiten Vordringens des Verderbens werden ihm nur diejenigen erliegen, die durch ihre Lebensweise selbst das Feuer angefacht haben, welches sie vernichtet. Wohl waren sie durch Achas zum Abfall verführt worden, aber nachdem Achas gestorben und mit Chiskijahu die Gottestreue zur Herrschaft in Juda gelangt war, hätten sie Zeit genug gehabt, sich zu bessern. — Das dürfte die Ideenverbindung sein, die zu dem nächsten Verse führt.

Haftarah Jitro Zusatz: Aschkenasim, Jemeniten und Italiener lesen ab hier.
5
כִּֽי־יֶ֣לֶד יֻלַּד־לָ֗נוּ בֵּ֚ן נִתַּן־לָ֔נוּ וַתְּהִ֥י הַמִּשְׂרָ֖ה עַל־שִׁכְמ֑וֹ וַיִּקְרָ֨א שְׁמ֜וֹ פֶּ֠לֶא יוֹעֵץ֙ אֵ֣ל גִּבּ֔וֹר אֲבִי־עַ֖ד שַׂר־שָׁלֽוֹם׃
BernfeldDenn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, die Herrschaft ist auf seiner Schulter, man darf ihn nennen: Pele-Joez El-Gibbor-Abiad-Sar-Salom.
ZunzDenn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunder, Berather, starker Gott, ewiger Vater, Fürst des Friedens;
J. J. HirschDenn ein Kind ist uns geboren, uns ein Sohn geschenkt worden, auf dessen Schulter die Herrschaft ruht; seinen Namen nannte der Wunderbares planende, allmächtige Gott, der Vater der Ewigkeit: „Fürst des Friedens“.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 5. ילד ילד לנו בן נתן לנו. Nicht dem Achas und der Förderung seiner Reformbestrebungen, uns, der kleinen als Verschwörer gebrandmarkten Minderheit, in deren Brust das Zeugnis und die Lehre Gottes eingesiegelt ist, ward in Achas' Hause ein Kind geboren, uns ein Sohn, ein Baustein (בן von בנה bauen) geschenkt für die Wiederherstellung der Gottesherrschaft, deren Träger dieser Sohn des Achas, Chiskijahu, sein wird. ויקרא שמו: „Gott nannte seinen Namen“, das heißt, er gab ihm die Bestimmung und stattete ihn mit den Fähigkeiten aus, dieser gerecht zu werden. Vgl. Komm. zu 2. B. M. 31, 2. Die Worte פלא יועץ אל גבור אבי עד bilden das Subjekt und beziehen sich auf Gott, der den Namen des Kindes שר שלום nannte. Das, was Gott plant, ist wunderbar, entzieht sich dem Verständnis der Menschen und ihrem Urteile, seine Allmacht überwindet alle Hemmnisse, und die Zeit, die ja allen Bestrebungen und Plänen der Menschen ein Ziel setzt, ist seinem Willen untertan. Gottes Wille aber ist die Herbeiführung des Friedens auf Erden, und für dieses Ziel zu wirken, ist die Aufgabe dieses Kindes: darum ernennt Gott es zum „Fürsten des Friedens“.

6
(לם רבה) [לְמַרְבֵּ֨ה] הַמִּשְׂרָ֜ה וּלְשָׁל֣וֹם אֵֽין־קֵ֗ץ עַל־כִּסֵּ֤א דָוִד֙ וְעַל־מַמְלַכְתּ֔וֹ לְהָכִ֤ין אֹתָהּ֙ וּֽלְסַעֲדָ֔הּ בְּמִשְׁפָּ֖ט וּבִצְדָקָ֑ה מֵֽעַתָּה֙ וְעַד־עוֹלָ֔ם קִנְאַ֛ת יְהֹוָ֥ה צְבָא֖וֹת תַּעֲשֶׂה־זֹּֽאת׃ {פ}
BernfeldSeine Macht wird gemehrt und des Friedens ist kein Ende auf dem Throne Davids und in seinem Königreiche; es wird aufgerichtet und gestützt durch Gebühr und Recht von nun an bis auf ewig. Der Eifer des Herrn Zebaot tut solches. Gegen die Hochmütigen in Schomron.
ZunzAuf daß zunehme die Herrschaft und des Friedens kein Ende sei auf dem Throne Dawid's und in seinem Königreiche; es aufzurichten und zu stützen durch Gebühr und Recht von nun bis auf ewig. Der Eifer des Ewigen der Heerschaaren thut Solches.
J. J. HirschAuf daß ein Mehrer der Herrschaft und Frieden ohne Ende auf den Thron Davids und über sein Reich komme, es auf Gerechtigkeit und Menschenliebe zu gründen und erstarken zu lassen — wird von jetzt an bis in Ewigkeit der Eifer Gottes Zebaoth dieses bewirken.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 6. Denn mit Chiskijahu soll das Gottesgesetz den Thron Davids besteigen, er als dessen echter Sprößling gründet seine Herrschaft nicht auf Gewalt und Unrecht, sondern auf „Recht und Liebe“. Diese beiden bilden die Stützen des Reiches, welches berufen ist, auf einen „Frieden ohne Ende“ hinzuarbeiten. Nach diesem „ewigen Frieden“ sehnt sich freilich die Menschheit, aber belächelt den Gedanken an seine einstige Verwirklichung als einen schönen Traum, als das Hirngespinnst kindlich aber auch kindisch denkender Menschen. Und das ist er auch, solange die Menschheit sich sträubt, ihm das Recht und die Liebe als Basis zu bieten. Aber auf der Huldigung des durch Israel der Menschheit überbrachten göttlichen Sittengesetzes wird er sich aufbauen. Auf dieses Ziel hin arbeitet קנאת ד' צבא' — קנא heißt für sein Recht eintreten — der sein Recht eifrig wahrende Herr aller Wesen von nun an bis in alle Ewigkeit. Seine Waltung ruht nicht, bis sie die Menschheit zu diesem beglückenden Ziele geführt hat, und alle Ereignisse der Weltgeschichte dienen diesem Werke. Mag auch der Davidsthron den Blicken der Menschheit für jetzt entschwunden sein, auf ihm ist doch der Gottesgedanke zur ewigen Herrschaft gelangt und bricht sich mehr und mehr Bahn in den Kreisen der Menschheit.

Scheint auch mitunter blöden Augen die Gottesidee in der Menschengesellschaft dem Erlöschen nahe, so datiert doch gerade oft von einem solchen Momente ihre Wiederherstellung und der Beginn einer neuen, die göttlichen Zwecke fördernden Aera. Darin eben zeigt sich das Wunderbare der göttlichen Waltung, das lehren den denkenden Menschen die Annalen der Geschichte auf manchem Blatte. Diesen Gedanken legt das Schluß-„ם“ in לםרבה המשרה, welches statt eines „מ“ steht, nahe. Jahrelang hatte Achas die Herrschaft Gottes mit allen Kräften bekämpft, sie mußte in Juda ihrem Ende nahe scheinen — aber in seinem eigenen Sohne, der unter seinen Augen heranreifte, erwuchs ihr ein begeisterter Wiedererwecker und Pfleger, und das trübe Ende-ם gestaltete sich zu einem מ des glücklichen, heiteren Anfangs.

Haftarah Jitro Ende des Zusatzes (Aschkenasim, Jemeniten und Italiener).
7
דָּבָ֛ר שָׁלַ֥ח אֲדֹנָ֖י בְּיַעֲקֹ֑ב וְנָפַ֖ל בְּיִשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldEin Wort entsendet der Herr gen Jakob, und es kommt herab auf Israel,
ZunzEin Wort entsendet der Herr gen Jaakob und es kommt herab zu Jisraël.
J. J. HirschEin Wort hat der Herr ausgesandt an Jakob, aber es ist zu Falle gekommen in Israel.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 7. Von dieser Ausschau auf die unter der Herrschaft des Gottesgesetzes zunächst für Juda anbrechende Periode des Glücks, während welcher die Saat für das dereinstige Heil der Menschheit in den Boden der Zukunft gestreut wird, wendet der Prophet sein Auge der Katastrophe zu, welche die Verkennung dieses Gesetzes über das Reich Israel bringt.

דבר שלח וגו'. Wiederholt wird das gesamte Gottesgesetz, die Thora, als דבר, als das „Wort“ bezeichnet. So: לא תספו על הדבר (5. B. M. 4, 2), כי קרוב אליך הדבר (5. B. M. 30, 14), דבר צוה לאלף דור (Ps. 105, 8). יעקב begreift hier die Jakobsfamilie, die sich später in die Reiche Juda und Israel spaltete. Dem ganzen Hause Jakobs oblag die Verwirklichung des Gotteswortes — aber in Israel gelangte es nicht zur Erfüllung, נפל es ward hinfällig. In diesem Sinne des Hinfälligwerdens oder der Nichterfüllung eines Wortes heißt es Josua 23, 14: כי לא נפל דבר אחד, לא נפל ממנו דבר אחד; Esther 6, 10: אל תפל דבר. Mit der Hut dieses „Wortes“ aber steht und fällt der jüdische Staat. Das hat uns unser Lehrer Moses noch am letzten Tage seines Lebens zur Beherzigung auf die Seele gebunden: (5. B. M. 32, 47): כי לא דבר רק הוא מכם כי הוא חייכם ובדבר הזה תאריכו ימים על האדמה אשר אתם עוברים את הירדן שמה לרשתה, denn es ist kein von euch leeres Wort, es ist vielmehr euer Leben, und nur durch dieses Wort verlängert ihr eure Tage auf dem Boden, zu dem hin ihr den Jarden überschreitet, um ihn in Besitz zu nehmen. —

Diese unsere Auffassung steht dem Sinne nach durchaus in keinem Widerspruche mit den Worten unserer Weisen, Chulin 91, a, welche das דבר שלח אד' ביעקב als das an unseren Stammvater Jakob ergangene Verbot des Genusses der Spannader גיד הנשה erläutern. Spricht doch aus diesem Verbote die stete Mahnung an Jakobs Nachkommen, daß nicht das, was anderen Nationen Kraft und sicheren Gang durch die Zeiten gewährt, auch ihr Dasein friste und sichere, dieses vielmehr allein von Gottes Schutz getragen und erhalten werde und ohne denselben zu Boden sinke. Vgl. Komm. zu 1. B. M. 32, 33.

8
וְיָֽדְעוּ֙ הָעָ֣ם כֻּלּ֔וֹ אֶפְרַ֖יִם וְיוֹשֵׁ֣ב שֹׁמְר֑וֹן בְּגַאֲוָ֛ה וּבְגֹ֥דֶל לֵבָ֖ב לֵאמֹֽר׃
BernfeldDass es erfahren soll das Volk allzumal, Efraim und die Bewohner Samarias, die im Stolz und Hochmut sprechen:
ZunzUnd erfahren soll es das Volk allzumal, Efrajim und die Bewohner Schomron's im Stolz und Hochmuth sprechend:
J. J. HirschDas soll das Volk ganz erkennen lernen, Efrajim und Schomrons Bewohner, die im Stolze und Hochmute des Herzens sprechen:
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 8. 9. וידעו העם וגו'. Das Verständnis für dieses Wort in seiner ganzen Bedeutsamkeit — כלו bezieht sich auf דבר — ist aber dem Staate und seinen Bürgern völlig entschwunden, sonst würden sie in dem Verfall des Gesetzes in ihrer Mitte die Ursache ihres staatlichen Verfalls und des über sie gekommenen Unglücks erkennen. So aber wähnen sie in ihrem „Hochmut“, selbst im Besitze der „Quadersteine“ und „Zedern“ zu noch besserer Wiederherstellung ihres Staatenbaues zu sein, an dessen Zusammenbruch nur das ungenügende Baumaterial schuld gewesen sei. Tief bedeutsam wird der Fall des Staates mit לבנים נפלו bezeichnet, demselben Ausdruck, der für den Fall des Gotteswortes gebraucht ist.

10. 11. In ihrer Verblendung erkennen sie in allem nicht die Hand Gottes. Wie Aschur Rezin bezwungen hat, so wird es auch stark genug ihnen gegenüber sein. שגב als stark sein kommt im Kal 5. B. M. 2, 36 vor, hier Piel: stark machen. עליו und איביו bezieht sich auf אפרים ויושב שמרון. יסכסך scheint verwandt mit שוך, wovon שכים Stacheln (4. B. M. 33, 55) und aufstacheln, anspornen zu bedeuten. Dies Futurum bedeutet die Dauer dieses Zustandes. ארם, ihr bisheriger Bundesgenosse, jetzt durch Aschur unterjocht, verstärkt noch dessen Heer, und der alte Urfeind, die Philister, benutzen Israels Notlage zu einem Angriff.

בכל זאת וגו'. Alles bisher Erlittene konnte ihre Verirrungen nicht sühnen, sie verharren in ihrer Sündhaftigkeit, darum fährt Gott fort, sie zu züchtigen.

9
לְבֵנִ֥ים נָפָ֖לוּ וְגָזִ֣ית נִבְנֶ֑ה שִׁקְמִ֣ים גֻּדָּ֔עוּ וַאֲרָזִ֖ים נַחֲלִֽיף׃
BernfeldZiegel sind gefallen, dafür bauen wir Werkstücke; Maulbeerbäume sind gefällt, Zedern setzen wir dafür ein. [Wir werden uns zu neuer Kraft emporschwingen].
ZunzZiegel sind gefallen, bauen wir Werktücke; Maulbeerbäume gefällt, und Zedern setzen wir dafür.
J. J. Hirsch„Ziegel sind zu Falle gekommen, Quadern bauen wir auf, Sykomoren sind gefällt worden, Zedern setzen wir an ihre Stelle.“
10
וַיְשַׂגֵּ֧ב יְהֹוָ֛ה אֶת־צָרֵ֥י רְצִ֖ין עָלָ֑יו וְאֶת־אֹיְבָ֖יו יְסַכְסֵֽךְ׃
BernfeldAber der Herr macht stark die Feinde Rezins über dasselbe und seine Widersacher wappnet er.
ZunzSo macht der Ewige stark die Feinde Rezin's über dasselbe, und seine Widersacher wappnet er;
J. J. HirschUnd doch ist es Gott, der die Gegner Rezins gegen es stark machte und seine Feinde anspornt:
11
אֲרָ֣ם מִקֶּ֗דֶם וּפְלִשְׁתִּים֙ מֵאָח֔וֹר וַיֹּאכְל֥וּ אֶת־יִשְׂרָאֵ֖ל בְּכׇל־פֶּ֑ה בְּכׇל־זֹאת֙ לֹא־שָׁ֣ב אַפּ֔וֹ וְע֖וֹד יָד֥וֹ נְטוּיָֽה׃
BernfeldAram greift es von Osten an und die Philister von Westen und sie fressen Israel ganz auf. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn und noch ist seine Hand ausgestreckt [sie zu strafen].
ZunzAram von vorn, und die Pelischtim von hinten, und sie fressen Jisraél mit vollem Maul. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
J. J. HirschAram war vorn und die Philister von hinten, daß sie Israel verzehrten mit vollem Munde. Bei allem diesem hat sich sein Zorn nicht gelegt und noch ist seine Hand ausgestreckt!
12
וְהָעָ֥ם לֹא־שָׁ֖ב עַד־הַמַּכֵּ֑הוּ וְאֶת־יְהֹוָ֥ה צְבָא֖וֹת לֹ֥א דָרָֽשׁוּ׃ {ס}
BernfeldDenn das Volk kehrt nicht zu dem zurück, der es straft, und den Herrn Zebaot suchen sie nicht.
ZunzUnd das Volk kehrt nicht zu dem zurück, der es schlägt, und den Ewigen der Heerschaaren suchen sie nicht.
J. J. HirschAllein das Volk kehrt nicht zurück zu dem, der es schlägt, und Gott Zebaoth suchen sie nicht.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 12. והעם וגו'. Noch immer sucht das Volk in äußeren Gestaltungen die Ursache seines Mißgeschicks und sieht nicht, daß sein Abfall von Gott sein einziges Unglück ist und Aram, Philister und Aschur nur die Zuchtmittel in der Hand המכהו desjenigen sind, der es für seinen Ungehorsam züchtigt, weil es fahnenflüchtig den ihm von ד' צבא' angewiesenen Posten verlassen hat.

13
וַיַּכְרֵ֨ת יְהֹוָ֜ה מִיִּשְׂרָאֵ֗ל רֹ֧אשׁ וְזָנָ֛ב כִּפָּ֥ה וְאַגְמ֖וֹן י֥וֹם אֶחָֽד׃
BernfeldDer Herr vernichtet aus Israel Haupt und Schwanz, Palmzweig und Buche an einem Tage.
ZunzUnd der Ewige tilgt aus Jisraël Haupt und Schwanz, Palmzweig und Binse an einem Tage.
J. J. HirschDa vernichtete Gott von Israel Haupt und Schweif, fruchttragenden Zweig und Schilfrohr an einem Tage:
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 13—15. ויכרת וגו'. Die Großen und die, auf deren Erfahrung und Weisheit, schon ihres Alters wegen, das Volk sich verläßt, die bilden das Haupt, und der Lügenprophet ist der „Schweif“. Er befand sich stets in der Gefolgschaft der Tonangebenden, predigte und lehrte nur, was den Großen gefiel. So ward denn auch mancher Zweig, der unter anderen Verhältnissen segensreiche Früchte getragen hätte, in seiner Entwicklung gehemmt und mußte in Gemeinschaft mit dem schwankenden, unfruchtbaren Schilfrohr sich dem herrschenden Luftzuge beugen. כפה Zweig eines Fruchtbaumes. Vgl. Job 15, 32: וכפתו לא רעננה. — ויהיו מאשרי וגו'. Vgl. oben 3, 12. מְבֻלָּעִים: Moralisch untergehen, wie die von Korah Verführten physisch, von denen es ותבלע אותם heißt.

14
זָקֵ֥ן וּנְשֽׂוּא־פָנִ֖ים ה֣וּא הָרֹ֑אשׁ וְנָבִ֥יא מֽוֹרֶה־שֶּׁ֖קֶר ה֥וּא הַזָּנָֽב׃
BernfeldDer Greis und Angesehene ist das Haupt, und der Prophet, der Lüge lehrt, ist der Schwanz.
ZunzDer Greis und Angesehene ist das Haupt, und der Prophet, der Lüge lehrt, ist der Schwanz.
J. J. HirschDer Älteste und Hochangesehene ist das Haupt, und der Prophet, der Lüge lehrt, ist der Schweif.
15
וַיִּֽהְי֛וּ מְאַשְּׁרֵ֥י הָֽעָם־הַזֶּ֖ה מַתְעִ֑ים וּמְאֻשָּׁרָ֖יו מְבֻלָּעִֽים׃
BernfeldDie Leiter dieses Volkes führen es irre, und seine Geleiteten sind verblendet.
ZunzUnd es sind die Leiter dieses Volkes Irreführer und seine Geleiteten Verblendete.
J. J. HirschSo wurden, die den Fortschritt dieses Volkes preisen, Irreführer, und die als im Fortschritt Gepriesenen zugrunde gerichtet.
16
עַל־כֵּ֨ן עַל־בַּחוּרָ֜יו לֹא־יִשְׂמַ֣ח ׀ אֲדֹנָ֗י וְאֶת־יְתֹמָ֤יו וְאֶת־אַלְמְנוֹתָיו֙ לֹ֣א יְרַחֵ֔ם כִּ֤י כֻלּוֹ֙ חָנֵ֣ף וּמֵרַ֔ע וְכׇל־פֶּ֖ה דֹּבֵ֣ר נְבָלָ֑ה בְּכׇל־זֹאת֙ לֹא־שָׁ֣ב אַפּ֔וֹ וְע֖וֹד יָד֥וֹ נְטוּיָֽה׃
BernfeldDarum hat der Herr keine Freude an seinen Jünglingen, und seiner Waisen und seiner Witwen erbarmt er sich nicht; denn ganz ist es gottlos und vom Argen, und jeder Mund spricht Schändliches. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
ZunzDarum über seine Jünglinge freut sich der Herr nicht, und seiner Waisen und seiner Wittwen erbarmt er sich nicht; denn ganz ist es gottlos und vom Argen, und jeder Mund spricht Schändliches. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
J. J. HirschDarum freut sich der Herr nicht über seine Jünglinge, und seiner Waisen und Witwen erbarmt er sich nicht; denn seine Gesamtheit ist heuchlerisch und von böser Art, und jeder Mund redet Schändliches. Bei allem diesem hat sich sein Zorn nicht gelegt, und noch ist seine Hand ausgestreckt!
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 16. על בחוריו. Alle Hoffnung auf Besserung ist geschwunden, denn schon die Jugend ist so verderbt, daß an ihr gar keine Eigenschaft und nach keiner Richtung hin zu entdecken wäre, deren sich Gott freuen könnte, und selbst der Einfluß der verwitweten Mütter, welche der herbe Verlust ihrer Männer im Kriege zu reuiger Rückkehr zu Gott bewegen müßte, wirkt auf ihre kleinen Kinder schädlich. Höchstens wahrt noch einer den äußeren Schein des Guten, sein Inneres aber ist bösartig.

נבל, נְבָלָה bezeichnet ein Schwinden der Lebenskraft, bei Pflanzen welken, bei Tieren: נְבֵלָה das Aas; bei Menschen: Schwinden der physischen oder geistigen Kräfte: ermüden, ermatten, Schwinden jeder sittlichen Kraft: entarten, נבל der Schändliche, sittlich Entartete, hier נְבָלָה: das jedes sittlichen Gehalts ermangelnde Wort. Es gehörte zum „guten Ton“ — und da וכל פה וגו' erst zuletzt steht, wohl nicht nur der Jugend — die Rede mit Obszönitäten zu würzen.

17
כִּֽי־בָעֲרָ֤ה כָאֵשׁ֙ רִשְׁעָ֔ה שָׁמִ֥יר וָשַׁ֖יִת תֹּאכֵ֑ל וַתִּצַּת֙ בְּסִֽבְכֵ֣י הַיַּ֔עַר וַיִּֽתְאַבְּכ֖וּ גֵּא֥וּת עָשָֽׁן׃
BernfeldDenn es brennt wie Feuer die Bosheit, sie frisst Dornen und Disteln und zündet in des Waldes Dickicht, dass die Rauchwirbel ihn verhüllen.
ZunzDenn es entbrennt wie Feuer die Bosheit, frißt Dornen und Disteln, und zündet in des Waldes Dickicht, daß die Rauchwirbel ihn verhüllen.
J. J. HirschDenn dem Feuer gleich brennt die Bosheit, das Dorn und Distel verzehrt und die Gebüsche des Waldes entzündet, daß sie aufsteigen in stolzen Rauchwirbeln.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 17. כי בערה וגו'. Die leidenschaftliche Bosheit רשעה wirkt verzehrend wie Feuer und erfaßt alle ohne Unterschied des Standes. שמיר ושית sind wohl die Niederen und סבכי היער die Hohen, die sich zu einer Kaste aneinander schließen, miteinander verzweigen zur Sicherung ihrer gemeinsamen Interessen; סבך heißt verzweigen. Von diesen wird hier gesagt ויתאבכו, sie wirbelten stolz empor, sie unterlegten der Leidenschaft, welche sie entzündete, edle Motive, suchten den Schein des Erhabenen, Majestätischen zu erwecken — es war aber die Majestät des Rauches, der sich gar bald in nichts auflöst. Diese waren eben die Heuchler des vorigen Verses. Die Wurzel von ויתאבכו ist אבך, verwandt mit אבק Staub, welches im Nifal „miteinander ringen“ bedeutet. Danach dürfte der Hispael von אבך wohl: sich emporringen, aufwallen, aufwirbeln bezeichnen. Das Wort kommt sonst nicht wieder vor.

18
בְּעֶבְרַ֛ת יְהֹוָ֥ה צְבָא֖וֹת נֶעְתַּ֣ם אָ֑רֶץ וַיְהִ֤י הָעָם֙ כְּמַאֲכֹ֣לֶת אֵ֔שׁ אִ֥ישׁ אֶל־אָחִ֖יו לֹ֥א יַחְמֹֽלוּ׃
BernfeldVom Grimm des Herrn Zebaot ist das Land durchheizt, dass das Volk wie vom Feuer verzehrt wurde. Einer schont den andern nicht.
ZunzVom Grimm des Ewigen der Heerschaaren ist das Land durchheizt, daß das Volk wie ein Fraß des Feuers wurde. Einer den Andern schonen sie nicht.
J. J. HirschDurch das zürnende Einschreiten Gottes Zebaoth ward das Land versengt und das Volk gleichsam Speise für das Feuer — keiner hat Gefühl für seinen Bruder.
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

V. 18—20. בעברת וגו'. Der Unwille Gottes, der sich durch strafendes Einschreiten den Menschen sichtbar und fühlbar macht. נעתם kommt nicht wieder vor; wir folgten der Jonathanischen Übersetzung חרוכא ארעא. ארץ auch männlich, so 1. B. M. 13, 6: ולא נשא אותם הארץ, Ps. 105, 30: שרץ ארצם צפרדעים.

ויהי העם כמאכלת אש. Seine Entartung hatte es für das kommende Verhängnis reif gemacht. War ja zu dem Abfall von Gott noch das Unrecht im sozialen Leben hinzugekommen. איש אל אחיו לא יחמלו. Gewöhnlich heißt es חמל על und bezeichnet ein durch Mitleid hervorgerufenes Erbarmen, חמל אל bedeutet, unseres Erachtens nach, eine Abschwächung dieses Begriffs, entsprechend dem Worte אל, das die Richtung bezeichnet; also hier: Bei keinem regte sich ein Gefühl für den Bruder.

ויגזר וגו'. Das zeigte sich in dem schonungslosen Vorgehen eines jeden, genug konnte keiner bekommen. Der schroffste Egoismus feierte seine Orgien — jeder sucht so viel wie möglich zu erhaschen und bedenkt nicht, daß, indem er des Bruders Ruin herbeiführt, er sich ins eigene Fleisch schneidet und den Arm lähmt, der ihn selbst vielleicht noch stützen konnte. Diese Lieblosigkeit zeigt sich nicht nur im Einzelverkehr, sondern auch in der Wahrung der Stammesinteressen. Der Bruderkrieg entbrennt, Efraim und Menasse, diese Kinder eines Stammes, zerfleischen sich gegenseitig und vereinigen sich nur, um über Juda herzufallen.

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וַיִּגְזֹ֤ר עַל־יָמִין֙ וְרָעֵ֔ב וַיֹּ֥אכַל עַל־שְׂמֹ֖אול וְלֹ֣א שָׂבֵ֑עוּ אִ֥ישׁ בְּשַׂר־זְרֹע֖וֹ יֹאכֵֽלוּ׃
BernfeldEs schneidet ab zur Rechten und hungert, und isst zur Linken, aber sie werden nicht satt. Das Fleisch seines Armes isst ein jeder.
ZunzUnd es schneidet ab zur Rechten, und hungert, und ist zur Linken, und sie erstatten nicht. Das Fleisch seines Armes essen sie jeglicher.
J. J. HirschEr schneidet zur Rechten und hungert, er ißt zur Linken, aber gesättigt werden sie nicht, jeder verzehrt seines Armes Fleisch,
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מְנַשֶּׁ֣ה אֶת־אֶפְרַ֗יִם וְאֶפְרַ֙יִם֙ אֶת־מְנַשֶּׁ֔ה יַחְדָּ֥ו הֵ֖מָּה עַל־יְהוּדָ֑ה בְּכׇל־זֹאת֙ לֹא־שָׁ֣ב אַפּ֔וֹ וְע֖וֹד יָד֥וֹ נְטוּיָֽה׃ {ס}
BernfeldManasse [verzehrt] den Efraim und Efraim den Manasse, beide zusammen fallen über Jehuda her. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
ZunzMenascheh den Efrajim, und Efrajim den Menascheh, zusammen beide über Jehudah. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn, und noch ist seine Hand ausgestreckt.
J. J. HirschMenasche den Efrajim und Efrajim der Menasche, einig sind sie nur gegen Juda. Bei allem diesem hat sich sein Zorn nicht gelegt, und noch ist seine Hand ausgestreckt!