Jeschajahu 39 ישעיהו

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1
בָּעֵ֣ת הַהִ֡יא שָׁלַ֡ח מְרֹדַ֣ךְ בַּ֠לְאֲדָ֠ן בֶּֽן־בַּלְאֲדָ֧ן מֶלֶךְ־בָּבֶ֛ל סְפָרִ֥ים וּמִנְחָ֖ה אֶל־חִזְקִיָּ֑הוּ וַיִּשְׁמַ֕ע כִּ֥י חָלָ֖ה וַֽיֶּחֱזָֽק׃
BernfeldIn jener Zeit sandte Merodach-Baladan, Sohn Baladans, König von Babel, Briefe und Geschenke an Hiskija; denn er hatte gehört, dass Hiskija erkrankt war und nun genas.
ZunzIn dieser Zeit sandte Merodach Baladan, Sohn Baladan's, König von Babel, Briefe und Geschenke an Chiskijahu, denn er hatte gehört, daß er erkrankt war und genesen.
J. J. HirschUm diese Zeit sandte Merodach Baladan, der Sohn Baladans, König von Babel, Briefe und Geschenke an Chiskijahu, da er hörte, er sei krank gewesen und wieder erstarkt:
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kommentar von Julius Jehuda Hirsch

Kap. 39. Oben Kap. 8, 9, 10 fanden wir bereits im voraus den niederschmetternden Eindruck geschildert, den die Vernichtung der assyrischen Streitkräfte durch das direkte Eingreifen Gottes selbst auf weit entfernte Völkerschaften machen werde. Mächtig vertieft ward dieser noch durch das Wunder des Rückgangs des Sonnenschattens, welches aller Welt sichtbar wurde. Wie ergriffen mögen die Völker, ganz besonders die Juda feindlichen, gewesen sein, als sie erfuhren, zu wessen Gunsten und durch welche Veranlassung Gott dieses Wunder vollbracht hatte. 2. Chron. 32, 23 deutet mit wenigen Worten die gewaltige Wirkung des ganzen Ereignisses an: „Und viele brachten Gott Huldigungsgaben nach Jerusalem und Kostbarkeiten Chiskijahu, dem Könige von Juda, hocherhoben stand er von da an in den Augen aller Völker da.“

Hier, und in ähnlicher Weise auch 2. Könige 20, 12 u. f. wird von einer solchen Gesandtschaft berichtet, vielleicht war es die bedeutendste, jedenfalls aber, wie wir sehen werden, die folgenreichste.

Babylon, bis kurz vor diesem Zeitpunkte, wenn auch von eigenem Könige beherrscht, Vasallenstaat unter der Oberhoheit Assyriens, hatte sich, so scheint es, jetzt unabhängig gemacht. Vielleicht hatte es bereits, als es Sanherib mit Ägypten beschäftigt wußte, begonnen, sein Joch abzuschütteln und ward nun von lautem Jubel erfaßt, als es den riesigen Zusammenbruch seiner Streitmacht vernahm.

Im Triumph über seines Gegners Sturz, sandte der König von Babylon dem Könige Chiskijahu Gratulationsbriefe zu dem weithin leuchtenden Wunder seiner glücklichen Genesung und Geschenke. Der Plural ספרים (dem wir allerdings auch oben Kap. 37, 14 begegneten, ohne ihn näher erklären zu können) läßt vermuten, daß dem eigentlichen Glückwunschschreiben noch andere Schriftstücke politischen Inhalts beigefügt waren. Möglich wäre es schon, daß sich der König von Babylon die Unterstützung Judas gegen einen späteren Angriff von Seiten Assyriens zu sichern suchte.

Diese Gesandtschaft erregte Aufsehen: „וישמע עליהם“ „er hörte über sie“, wird im Buche der Könige berichtet, das heißt wohl: noch bevor sie eintraf, hatte Chiskijahu viel über sie reden hören, und וישמח עליהם, heißt es hier V. 2, er freute sich darob sehr, als ob durch diese Teilnahme und Anerkennung der heidnischen Fremden die Gottesrettung und das Gotteswunder noch an Glanz und Bedeutung hätte gewinnen können, gewinnen dürfen.

Jede solche Idee, die in ihren äußersten Konsequenzen leicht dazu führen kann, die Wertschätzung und Heiligung unserer Thora und ihrer Gesetze, die uns hoch erhaben über alles dazustehen hat, von dem Beifall und dem Respekt, den die uns umgebende Welt ihnen zollt, abhängig zu machen, muß dem Gedankengange eines jeden wahrhaften Juden fern bleiben. Hatte sie auch bei Chiskijahu keinerlei solche Folge, so steigerte sie doch in unjüdischer Weise das Selbstgefühl des jüdischen Königs, und ganz erfüllt von diesem, zeigte er den babylonischen Gesandten all die Pracht und den Reichtum seiner königlichen Schätze, deren er — uneingedenk der dem jüdischen Könige 5. B. M. 17, 17 gegebenen Weisung וכסף וזהב לא ירבה לו מאוד „Silber und Gold darf er sich nicht übermäßig sammeln“ — eine übergroße Menge gesammelt hatte.

Dieses stolze Selbstbewußtsein zog ihm auch das Mißfallen des ins Herz des Menschen schauenden Gottes zu, und wohl um es zu dämpfen, ehe die Befürchtung, mit der das zitierte Königsstatut schließt: „damit sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebe und damit er von dem Gebote nicht rechts noch links abweiche u. s. w.“ zur Wahrheit geworden wäre, mußte er die rügenden Worte Gottes durch Jesaia hören, mußte hören, daß von allen den Schätzen nichts übrig bleiben, alles vielmehr nach Babel geschleppt werde an den Hof des Königs, woselbst von Chiskijahus Nachkommen Höflingsdienste zu leisten sein werden.

2. Chron. 32, 25—31 findet sich manches, was zum besseren Verständnis unseres Kapitels beizutragen geeignet ist. Dort heißt es: ולא כגמול עליו השיב יחזקיהו כי גבה לבו וגו' Aber Chiskijahu entsprach nicht dem ihm (von Gott) Erwiesenen, vielmehr erhob sein Herz sich stolz u. s. w. Dort werden auch die übergroßen Schätze, die er aufgespeichert, geschildert, trotzdem er für die Wohlfahrt des Landes reichlich sorgte und dessen materiellem Gedeihen und Sicherheit in vollem Maße seine Aufmerksamkeit zuwandte. Zum Schlusse wird auf die Gesandtschaft der babylonischen Fürsten hingewiesen, „die über das Wunder, welches sich im Lande ereignet hatte, Näheres hören wollten“. Dabei wird die Entsendung dieser Botschafter als eine von Gott zugelassene Prüfung bezeichnet, „לדעת כל בלבבו“, damit Chiskijahu selbst erkenne „alles, was in seinem Herzen ist“, das heißt ja, damit ihm zum Bewußtsein komme, wie sehr dieses in ihm erwachte unjüdische Selbstgefühl seine hohe Aufgabe zu gefährden drohe. Diese „Prüfung“ bestand er nicht. Aber daß er seiner Verirrung sofort innewurde und sich in Demut vor Gott beugte, wird dort wenige Verse vorher berichtet: ויכנע יחזקיהו בגבה לבו הוא ויושבי ירושלם וגו'. Aus dem beigefügten ויושבי ירושלם geht zur Evidenz hervor, daß wenigstens für „die Einwohner Jerusalems“ die von uns oben bezeichnete Gefahr, die Wertschätzung unserer heiligen Thora von der Beurteilung fremder Anschauungen abhängig sein zu lassen, nicht ganz ausgeschlossen war. Andererseits sind die beiden Worte aber auch ein Beweis für den großen Einfluß zum Guten, den Chiskijahu auf seine Zeitgenossen auszuüben verstand. Seine Gesinnung, sein Beispiel war maßgebend für sein Volk. Daß der von ihm ausgehende wohltätige Einfluß sich naturgemäß zuerst in seiner Umgebung kundgeben mußte, ehe er weitere Kreise des Volkes durchdrang, haben wir schon oben zu Kapitel 32, 2 bemerkt.

Hier ist es der Schlußvers unseres Kapitels, der uns mit knappen, aber gerade durch ihre Kürze ergreifenden Worten mitteilt, wie Chiskijahu augenblicklich das Bewußtsein seiner Verirrung überkam, und er die ihm soeben gewordene Enthüllung der trüben Zukunft als eine ihm gebührende Rüge empfand, die er in tiefster Demut annahm. Zugleich vermittelt uns dieser Vers eine Ahnung von seiner Frömmigkeit, Gottergebenheit und fast übermenschlichen Seelengröße.

Es war ihm eben die schicksalsschwere Zeit gezeigt worden, der sein Haus und sein Volk entgegengehen — er bricht nicht in Jammer aus und verzweifelt nicht. Wohl fühlt er tief, daß nicht das kommende Unglück, aber die Offenbarung desselben in diesem Augenblicke eine Ahndung seines Fehlers sein soll, und er beugt sich ihr in Ergebenheit. Ja er preist dankend die Güte des ihm gewordenen Gotteswortes, dem er die Zusicherung entnimmt, daß der Friede während seiner Lebensdauer gewahrt bleibt, und er so für die göttliche Wahrheit wirken könne. Die Offenbarung Gottes ist ihm ein Sporn, alle seine Kräfte im höchsten Grade anzuspannen, um der Wahrheit Eingang zu verschaffen in die Geister und Gemüter seiner Nation, damit sie dauernd ihren Platz in der Nation behaupte, auch wenn diese als jüdisch-nationaler Staat zusammenbricht.

Dabei ist es für ihn doch nicht ausgeschlossen, daß es seinen angestrengtesten Bemühungen für die geistig-sittliche Hebung seines Volkes gelingen könne, das drohende Verhängnis abzuwenden; ist es doch ד', der in seinem Erbarmen jeden Augenblick zur Spende neuen Lebens bereite Gott, der ihm diese Aufgabe gestellt hat und ihn dazu mit den nötigen Mitteln und Kräften ausstatten wird, der ihm durch den Mund seines Propheten diese Offenbarung zukommen ließ!

Aber wie immer auch: „gütig und gnadenreich ist das Wort Gottes, das mir ermöglicht, den Rest meiner Tage in Frieden für die Wahrheit zu arbeiten“!

Was Chiskijahu hiermit gelobte, das erfüllte er mit wahrhaft hingebender Treue. Er ward der Regenerator und Retter des Gottesheiligtums für seine Zeit und damit zugleich für alle Zeiten. Durch ihn erstarkte der bescheidene Rest der Gottgetreuen, wie wir dies wiederholt in den vorhergehenden Kapiteln erläutert haben, zu jenem Vollbewußtsein und jener hingebenden Energie, die das Judentum über die Zertrümmerung des jüdischen Staates hinaus rettete, und als dieser ins Grab sank, die Auferstehung des jüdischen Gesetzes für alle Ewigkeit einleitete.

Darum konnte auch das historisch berichtende Prophetenwort Jeremias 2. Könige 18, 5, 6 auf sein Leben gleichsam die Grabschrift verfassen: „Auf ד', den Gott Jisraels vertraute er; unter denen, die ihm nachfolgten, war keiner ihm gleich unter allen Königen von Juda, und auch nicht unter seinen Vorgängern. Er klammerte sich an Gott an, wich nicht aus seiner Nachfolge und hütete seine Gebote, die Gott Moscheh befohlen hatte“.

In betreff unserer Erläuterung des letzten Verses unseres Kapitels ist zu bemerken, daß nach unserer unmaßgeblichen Meinung hier, wie in der entsprechenden Stelle im B. d. Kön., das zweite ויאמר zu dem Wortlaute der mit dem ersten ויאמר eingeleiteten Rede Chiskijahus gehört und sich auf Gott bezieht, der, indem er das kommende Unglück erst für später ankündigte, damit seiner Lebenszeit den Frieden gesichert habe. Veranlaßt zu dieser von der gewöhnlichen Annahme abweichenden Auffassung wurden wir dadurch, daß wir keine Analogie dafür finden konnten, daß in einem Verse die Rede derselben Person durch ein zweites ויאמר unterbrochen und damit eine neue Rede eingeleitet wird, ohne daß inzwischen die Gegenrede einer anderen Person erfolgt wäre. Die Stelle 1. B. M. 22, 7: ויאמר יצחק אל אברהם ויאמר אבי bietet hierfür kein Beispiel. Dort berichtet das erste ויאמר nur, daß er das dreitägige Schweigen unterbrach und erst das zweite, was er sagte. S. Komm. daselbst.

Doch würde, selbst wenn die übliche Übersetzung des zweiten ויאמר hier: denn er sprach, oder er sprach ferner u. s. w. richtiger sein sollte als unsere hier gegebene, unsere Auffassung des ganzen Satzes keine Einbuße erleiden.

Entschieden zurückzuweisen ist aber die von nichtjüdischer Seite versuchte Exegese, Chiskijahus Worte als Ausdruck seines Egoismus aufzufassen, der sich freut, daß das Unglück nicht ihn persönlich, sondern erst seine Kinder treffen werde und in unväterlicher Weise recht zufrieden damit ist.

Man verweist dabei auf 1. Könige 21, 28, 29 und vergleicht das dort Mitgeteilte mit unserer Stelle. Dort wird berichtet, daß der Prophet Elijahu dem Könige Achab zuerst ihn persönlich treffendes Verderben angekündigt hatte, Gott ihn aber infolge seiner Zerknirschung und Demütigung für seine Person begnadigte und das Unheil erst in den Tagen seines Sohnes eintreten zu lassen beschloß. Abgesehen davon, daß selbst dort mit keinem Worte eines Ausdrucks oder Empfindens von Befriedigung, die Achab darüber fühlte, Erwähnung geschieht, ist doch jedenfalls noch ein gewaltiger Unterschied zwischen einem Achab und einem Chiskijahu. Einen solch herrlichen, edlen Charakter herzloser Selbstsucht zu zeihen, dafür bietet sich in der ganzen heiligen Schrift nicht die geringste Handhabe dar.

Und wie naiv, um keinen anderen Ausdruck zu gebrauchen, müßte man sich Chiskijahus Verstandes- und Geistesleben vorstellen, um annehmen zu dürfen, daß er, selbst wenn ihm ein so egoistisches Wort entschlüpft wäre, es für alle Zeiten in diesem Buche verewigt haben sollte. Wissen wir doch aus der mehrfach zitierten Stelle Baba bathra 15a: חזקיה וסיעתו כתבו ישעיה, daß wir ihm und seinen Getreuen die Zusammenstellung des Buches Jesaia, wie es uns vorliegt, zu verdanken haben.

2
וַיִּשְׂמַ֣ח עֲלֵיהֶם֮ חִזְקִיָּ֒הוּ֒ וַיַּרְאֵ֣ם אֶת־בֵּ֣ית נְכֹתֹ֡ה אֶת־הַכֶּסֶף֩ וְאֶת־הַזָּהָ֨ב וְאֶת־הַבְּשָׂמִ֜ים וְאֵ֣ת ׀ הַשֶּׁ֣מֶן הַטּ֗וֹב וְאֵת֙ כׇּל־בֵּ֣ית כֵּלָ֔יו וְאֵ֛ת כׇּל־אֲשֶׁ֥ר נִמְצָ֖א בְּאֹצְרֹתָ֑יו לֹא־הָיָ֣ה דָבָ֗ר אֲ֠שֶׁ֠ר לֹֽא־הֶרְאָ֧ם חִזְקִיָּ֛הוּ בְּבֵית֖וֹ וּבְכׇל־מֶמְשַׁלְתּֽוֹ׃ {ס}
BernfeldHiskija freute sich mit ihnen und ließ sie sehen alle seine Schatzhäuser, das Silber und das Gold, die Gewürze und das köstliche Oel, sein ganzes Zeughaus und alles, was sich in seinen Schatzkammern fand; es war nichts, was Hiskija sie nicht sehen ließ in seinem Hause und in seiner ganzen Herrschaft.
ZunzUnd Chiskijahu freute sich ihrer, und ließ sie sehn seine Schatzhäuser, das Silber und das Gold, und die Gewürze, und das köstliche Oel, und sein ganzes Zeughaus, und alles, was sich fand in seinen Schatzkammern; es war nichts, was Chiskijahu sie nicht sehn ließ in seinem Hause, und in seiner ganzen Herrschaft.
J. J. HirschDa freute sich Chiskijahu über sie, zeigte ihnen seine Schatzkammer, das Silber, das Gold, die Gewürze, das köstliche Öl und sein ganzes Zeughaus und alles, was sich in seinen Vorratshäusern befand; da war nichts, was Chiskijahu ihnen nicht gezeigt hätte in seinem Hause und in seinem ganzen Machtbereiche.
3
וַיָּבֹא֙ יְשַֽׁעְיָ֣הוּ הַנָּבִ֔יא אֶל־הַמֶּ֖לֶךְ חִזְקִיָּ֑הוּ וַיֹּ֨אמֶר אֵלָ֜יו מָ֥ה אָמְר֣וּ ׀ הָאֲנָשִׁ֣ים הָאֵ֗לֶּה וּמֵאַ֙יִן֙ יָבֹ֣אוּ אֵלֶ֔יךָ וַיֹּ֙אמֶר֙ חִזְקִיָּ֔הוּ מֵאֶ֧רֶץ רְחוֹקָ֛ה בָּ֥אוּ אֵלַ֖י מִבָּבֶֽל׃
BernfeldDa kam der Prophet Jesaja zum Könige Hiskija und sprach zu ihm: Was wollten die Männer, und woher kamen sie zu dir? Hiskija erwiderte: Aus einem fernen Lande kamen sie, aus Babel.
ZunzDa kam Jeschajahu, der Prophet, zum Könige Chiskijahu und sprach zu ihm: Was sagten diese Männer und woher kamen sie zu dir? Und Chiskijahu sprach: Aus einem fernen Lande kamen sie zu mir, aus Babel.
J. J. HirschDa kam Jeschajahu, der Prophet, zum König Chiskijahu und sprach zu ihm: Was haben diese Männer geredet und woher kamen sie zu dir? Da sagte Chiskijahu: Aus fernem Lande sind sie zu mir gekommen, aus Babel.
4
וַיֹּ֕אמֶר מָ֥ה רָא֖וּ בְּבֵיתֶ֑ךָ וַיֹּ֣אמֶר חִזְקִיָּ֗הוּ אֵ֣ת כׇּל־אֲשֶׁ֤ר בְּבֵיתִי֙ רָא֔וּ לֹא־הָיָ֥ה דָבָ֛ר אֲשֶׁ֥ר לֹֽא־הִרְאִיתִ֖ים בְּאוֹצְרֹתָֽי׃
Bernfeld[Jesaja] fragte weiter: Was sahen sie in deinem Hause? Hiskija antwortete: Alles, was in meinem Hause ist, sahen sie. Es war nichts, was ich sie nicht sehen ließ in meinen Schatzkammern.
ZunzUnd er sprach: Was sahen sie in deinem Hause? Und Chiskijahu sprach: Alles, was in meinem Hause ist, sahen sie. Es war nichts, was ich sie nicht sehn ließ in meinen Schatzkammern.
J. J. HirschDa sagte er: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Chiskijahu sagte: Alles, was in meinem Hause befindlich, haben sie gesehen, es gab nichts, was ich ihnen nicht gezeigt hätte in meinen Vorratshäusern.
5
וַיֹּ֥אמֶר יְשַֽׁעְיָ֖הוּ אֶל־חִזְקִיָּ֑הוּ שְׁמַ֖ע דְּבַר־יְהֹוָ֥ה צְבָאֽוֹת׃
BernfeldJesaja sprach darauf zu Hiskija: Höre das Wort des Herrn.
ZunzUnd Jeschajahu sprach zu Chiskijahu: Höre das Wort des Ewigen der Heerschaaren:
J. J. HirschDa sprach Jeschajahu zu Chiskijahu: Höre das Wort Gottes Zebaoth.
6
הִנֵּה֮ יָמִ֣ים בָּאִים֒ וְנִשָּׂ֣א ׀ כׇּל־אֲשֶׁ֣ר בְּבֵיתֶ֗ךָ וַאֲשֶׁ֨ר אָצְר֧וּ אֲבֹתֶ֛יךָ עַד־הַיּ֥וֹם הַזֶּ֖ה בָּבֶ֑ל לֹֽא־יִוָּתֵ֥ר דָּבָ֖ר אָמַ֥ר יְהֹוָֽה׃
BernfeldEs werden Tage kommen, wo alles, was in deinem Hause ist, was deine Väter aufgesammelt bis auf diesen Tag, nach Babel weggebracht wird; es wird nichts übrigbleiben, spricht der Herr.
ZunzSiehe, es kommen Tage, wo weggebracht wird alles, was in deinem Hause ist, und was deine Väter aufgesammelt bis auf diesen Tag, nach Babel; es wird nichts übrig bleiben, spricht der Ewige.
J. J. HirschSiehe, es kommen Tage heran, da alles hinweggetragen wird, was in deinem Hause ist und was deine Väter bis zu diesem Tage aufgespeichert haben — nach Babel. Es wird nichts übrig bleiben, hat Gott gesprochen.
7
וּמִבָּנֶ֜יךָ אֲשֶׁ֨ר יֵצְא֧וּ מִמְּךָ֛ אֲשֶׁ֥ר תּוֹלִ֖יד יִקָּ֑חוּ וְהָיוּ֙ סָרִיסִ֔ים בְּהֵיכַ֖ל מֶ֥לֶךְ בָּבֶֽל׃
BernfeldVon deinen Söhnen, die von dir abstammen die du zeugen wirst, werden sie nehmen. Sie werden Hofbediente sein im Palast des Königs von Babel.
ZunzUnd von deinen Söhnen, die ausgehen werden von dir, die du zeugen wirst, werden sie nehmen, und sie werden Hofbediente seyn im Pallast des Königs von Babel.
J. J. HirschUnd von deinen Söhnen, die von dir abstammen werden, die du erzeugen wirst, wird man nehmen, und sie werden Hofbeamte sein im Palaste des Königs von Babel!
8
וַיֹּ֤אמֶר חִזְקִיָּ֙הוּ֙ אֶֽל־יְשַׁעְיָ֔הוּ ט֥וֹב דְּבַר־יְהֹוָ֖ה אֲשֶׁ֣ר דִּבַּ֑רְתָּ וַיֹּ֕אמֶר כִּ֥י יִהְיֶ֛ה שָׁל֥וֹם וֶאֱמֶ֖ת בְּיָמָֽי׃ {פ}
BernfeldHiskija sprach zu Jesaja: Gerecht ist das Wort des Herrn, das du geredet. Er sprach weiter: Wenn nur Friede und Bestand sein wird in meinen Tagen.
ZunzUnd Chiskijahu sprach zu Jeschajahu: Gut ist das Wort des Ewigen, das du geredet. Und er sprach (weiter): Wenn nur Friede und Bestand seyn wird in meinen Tagen.
J. J. HirschDa sprach Chiskijahu zu Jeschajahu: „Gütig ist das Wort Gottes, welches du geredet hast, sagte Er doch, daß Friede bleiben werde und Wahrheit in meinen Tagen.“