Jehoschua 2 יהושע

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Haftarot in diesem Kapitel: Schlach
Haftarah Schlach Aschkenasim, Sefardim, Jemeniten, Italiener, Romanioten und Karäer beginnen hier.
1
וַיִּשְׁלַ֣ח יְהוֹשֻֽׁעַ־בִּן־נ֠וּן מִֽן־הַשִּׁטִּ֞ים שְׁנַֽיִם־אֲנָשִׁ֤ים מְרַגְּלִים֙ חֶ֣רֶשׁ לֵאמֹ֔ר לְכ֛וּ רְא֥וּ אֶת־הָאָ֖רֶץ וְאֶת־יְרִיח֑וֹ וַיֵּ֨לְכ֜וּ וַ֠יָּבֹ֠אוּ בֵּית־אִשָּׁ֥ה זוֹנָ֛ה וּשְׁמָ֥הּ רָחָ֖ב וַיִּשְׁכְּבוּ־שָֽׁמָּה׃
BernfeldJosua Sohn Nuns schickte nun von Sittim zwei Männer aus als Kundschafter, in der Stille, und sprach: Gehet, sehet das Land und [hauptsächlich] Jericho. Und sie gingen und kamen in das Haus eines Weibes, einer Buhlerin, deren Name Rahab war, und sie legten sich daselbst nieder.
R. BreuerEs entsandte Josua, Sohn Nuns, aus Schittim zwei Männer als Kundschafter mit dem geheimen Auftrag: Gehet und beschauet das Land und Jericho. Da gingen sie hin und kamen in das Haus einer Wirtsfrau, deren Name Rachab war, und legten sich dort nieder.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

Kap. 2. V. 1. השטים. „Die Gegend heißt השטים (Micha 6, 5)“. (Komm. Num. 25, 1)

חרש. Stillschweigen und adv. stillschweigend.

את הארץ ואת יריחו. Das Land und insbesondere Jericho.

זונה. Von alten Kommentatoren nicht als Buhlerin, sondern als מוכרת מזון, Wirtin, verstanden.

2
וַיֵּ֣אָמַ֔ר לְמֶ֥לֶךְ יְרִיח֖וֹ לֵאמֹ֑ר הִנֵּ֣ה אֲ֠נָשִׁ֠ים בָּ֣אוּ הֵ֧נָּה הַלַּ֛יְלָה מִבְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל לַחְפֹּ֥ר אֶת־הָאָֽרֶץ׃
BernfeldEs ward aber dem König von Jericho gesagt also: Diese Nacht sind Männer hierher gekommen von den Kindern Israel, auszuspähen das Land.
R. BreuerEs wurde aber dem König von Jericho gemeldet: Siehe, Männer kamen hierher des Nachts von den Söhnen Jisraels, um das Land auszuspähen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 2. ויאמר. Wer's ihm meldete, wird nicht gesagt. Das weiß Keiner. Wer kennt denn die Winkelzüge, auf welchen Fama an das Ziel ihres Fluges gelangt?

למלך יריחו. „Wir sehen hier das mit Nimrods königlicher Majestät die Weltgeschichte einleitende System schon sehr früh die üppigsten Früchte tragen ... Sehen da schon keine Völker*geschichte, sondern *Königs*geschichten. Und auf so kleinem Raum wie die jordanische Talebene *fünf Könige. Haben hier den Anfang des Königswesens. Jede Stadt ihren König. Noch später sehen wir hier zu Josuas Zeiten in dem kleinen Ländchen einunddreißig Könige! ...“ (Komm. Gen. 14, 1).

לחפר את הארץ. חפר את הארץ scheint „vorzugsweise ein Erspähen der schwachen Seiten eines Landes zum Zwecke der Eroberung zu bedeuten. So Josua 2, 2 und 3. So auch Job 39, 29: משם חפר אכל, von dem Beuteerspähen des Adlers. Bezeichnet doch חפר intransitiv auch das Schamgefühl über entdeckte Schwächen, und liegt wohl überhaupt die Bedeutung: Ausgraben zu Grunde, als ans Licht heben dessen, was eigentlich verborgen bleiben sollte.“ (Komm. Num. 13, 2).

3
וַיִּשְׁלַח֙ מֶ֣לֶךְ יְרִיח֔וֹ אֶל־רָחָ֖ב לֵאמֹ֑ר ה֠וֹצִ֠יאִי הָאֲנָשִׁ֨ים הַבָּאִ֤ים אֵלַ֙יִךְ֙ אֲשֶׁר־בָּ֣אוּ לְבֵיתֵ֔ךְ כִּ֛י לַחְפֹּ֥ר אֶת־כׇּל־הָאָ֖רֶץ בָּֽאוּ׃
BernfeldDer König von Jericho sandte darauf zu Rahab und sprach: Gib heraus die Männer, welche in dein Haus gekommen, denn auszuspähen das ganze Land sind sie gekommen.
R. BreuerDa ließ der König von Jericho Rachab sagen: Gieb heraus die Männer, die bei dir eingekehrt sind, die in dein Haus kamen, denn auszukundschaften das ganze Land sind sie gekommen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 3. Dem Könige von Jericho kam es darauf an, Rachab ihre an diesen Männern geübte Gastfreundschaft als eine vollkommen deplacierte, ja verhängnisvolle so grell wie möglich darzustellen. Aus diesem Bestreben erklärt sich die an sich überflüssige Wiederholung אשר באו לביתך, ferner die Beifügung des כל zu הארץ im Gegensatz zu לחפר את הארץ im vorigen Verse. Beides deutet die ängstliche Erregung an, die den Befehl des Königs durchzitterte: Weißt du auch, was das für Männer sind, die da einkehrten bei dir? Die du ahnungslos als Hausgenossen bewirten willst? Feindliche Kundschafter sind's, die das ganze Land auszuspionieren trachten! — Im Affekt wiederholt und übertreibt man gerne.

4
וַתִּקַּ֧ח הָאִשָּׁ֛ה אֶת־שְׁנֵ֥י הָאֲנָשִׁ֖ים וַֽתִּצְפְּנ֑וֹ וַתֹּ֣אמֶר ׀ כֵּ֗ן בָּ֤אוּ אֵלַי֙ הָאֲנָשִׁ֔ים וְלֹ֥א יָדַ֖עְתִּי מֵאַ֥יִן הֵֽמָּה׃
BernfeldAber die Frau hatte die beiden Männer genommen und verborgen. Und sie sprach: Gewiß, die Männer sind zu mir gekommen, aber ich wusste nicht, woher sie sind.
R. BreuerDa nahm die Frau die beiden Männer und verbarg sie. Und sie sprach: Gewiß, es kamen zu mir die Männer, aber ich wußte nicht, woher sie sind.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 4. ותצפנו. Man hätte ותצפנם erwartet. Wenn es aber nun doch in distributivem Sinne ותצפנו „sie verbarg jeden einzelnen“ heißt, so dürfte sich dies im Zusammenhang mit dem ותטמנם des 6. Verses erklären. Wir haben uns doch die Situation folgendermaßen vorzustellen. Ein Bote des Königs erscheint im Hause Rachabs. Sie findet keine Zeit, ihre Gäste derart zu verbergen, daß sie einer eventuellen Nachforschung unauffindbar wären. In hastiger Eile drängte sie die Gäste aus ihrer Nähe. Wo und wie zwei Männer versteckt werden können: das zu überlegen, ist jetzt keine Zeit. Nur fort! Sie werden beide gleichzeitig von ihr hinausgeschoben, und sie bedeutet ihnen, schleunigst zum Dach hinaufzusteigen. Von diesem Wink zum Dach hinauf wird hier nichts erzählt. Es heißt aber nachträglich in V. 6: והיא העלתם הגגה, sie hatte sie das Dach besteigen lassen, schon zur Zeit, da der königliche Bote das Haus betreten hatte, und erst nachdem dieser sich entfernt hatte: ותטמנם בפשתי העץ וגו', ging sie daran, ihre Gäste gründlich zu verbergen. Zuerst galt es blos, diese beiden Männer aus der Nähe des königlichen Boten zu entfernen. Der provisorische Charakter dieser hastigen Entfernung kann aber nicht treffender angedeutet werden, als durch die singulare Form des auf שני אנשים bezüglichen ותצפנו: es schien, als ob sie nur einen eiligst hinausschob und der andere so nebenher mitgeschoben wurde; erst nachdem die königliche Gesandtschaft sich entfernt hatte, ging Rachab daran, richtige Vorkehrung zu treffen, damit ihre Gäste bei einer etwaigen Wiederkehr der die Gegend absuchenden Männer nicht entdeckt werden würden.

5
וַיְהִ֨י הַשַּׁ֜עַר לִסְגּ֗וֹר בַּחֹ֙שֶׁךְ֙ וְהָאֲנָשִׁ֣ים יָצָ֔אוּ לֹ֣א יָדַ֔עְתִּי אָ֥נָה הָלְכ֖וּ הָאֲנָשִׁ֑ים רִדְפ֥וּ מַהֵ֛ר אַחֲרֵיהֶ֖ם כִּ֥י תַשִּׂיגֽוּם׃
BernfeldUnd es geschah um die Zeit des Torschlusses, da es finster war, da gingen die Männer hinaus. Ich weiß nicht, wohin die Männer gegangen. Setzet ihnen eilends nach, denn ihr holt sie ein.
R. BreuerAls jedoch das Tor geschlossen werden sollte, beim Dunkelwerden, da gingen die Männer hinaus; ich weiß nicht, wohin die Männer gegangen sind; setzet ihnen eilends nach, ihr werdet sie gewiß erreichen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 5. והאנשים — האנשים. Beim Gebrauch einer Ausrede sucht man das Gefühl der inneren Unsicherheit dadurch zu paralysiren, daß man in der Art und Weise des Redens eine erhöhte Exaktheit zur Schau trägt, die oft an Pedanterie grenzt. So läßt sich die Wiederholung des האנשים psychologisch deuten.

6
וְהִ֖יא הֶעֱלָ֣תַם הַגָּ֑גָה וַֽתִּטְמְנֵם֙ בְּפִשְׁתֵּ֣י הָעֵ֔ץ הָעֲרֻכ֥וֹת לָ֖הּ עַל־הַגָּֽג׃
BernfeldSie hatte sie aber hinaufgeführt auf das Dach und verbarg sie unter ihren Flachsstengeln, die aufgeschichtet lagen auf dem Dache.
R. BreuerSie aber hatte sie zum Dach hinaufgehen lassen. Sie verbarg sie nun unter den Flachsstengeln, die ihr auf dem Dache aufgeschichtet lagen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 6. והיא וגו'. Vgl. das zu V. 4 Bemerkte.

בפשתי העץ. Holzflachs: Flachsstengel, die noch nicht bearbeitet sind und auf das Dach gelegt werden, um sie an der Sonne zu trocknen.

7
וְהָאֲנָשִׁ֗ים רָדְפ֤וּ אַֽחֲרֵיהֶם֙ דֶּ֣רֶךְ הַיַּרְדֵּ֔ן עַ֖ל הַֽמַּעְבְּר֑וֹת וְהַשַּׁ֣עַר סָגָ֔רוּ אַחֲרֵ֕י כַּאֲשֶׁ֛ר יָצְא֥וּ הָרֹדְפִ֖ים אַחֲרֵיהֶֽם׃
BernfeldDie Männer setzten ihnen nach, den Weg des Jordan an den Furten, und das Tor wurde geschlossen, sobald jene hinaus waren, die ihnen nachsetzten.
R. BreuerDie Männer aber verfolgten sie in der Richtung nach dem Jarden, an den Furten; und das Tor verschloß man, nachdem die jenen Nacheilenden hinausgetreten waren.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 7. והאנשים. Bisher wußten wir nicht, ob es ein Mann oder mehrere Männer waren, die der König (V. 3) entsandt hatte. Es war auch bisher ziemlich gleichgültig. Jetzt erst, wo es galt, die vermeintlich Entflohenen einzuholen, wobei es natürlich nicht einerlei ist, wie viel Leute es sind, die sich der Verfolgung widmen, interessieren wir uns dafür, ob es mehrere waren oder nicht.

דרך הירדן וגו'. Um von Jericho zurück an den Standort der בני ישראל zu gelangen, mußte man seinen Weg über die Furten des Jardens nehmen.

והשער סגרו. Hinter den Nacheilenden schlossen die Wächter die Tore, damit für den Fall, daß die Spione sich doch noch in der Stadt befinden sollten, ihnen das Entrinnen abgeschnitten würde.

8
וְהֵ֖מָּה טֶ֣רֶם יִשְׁכָּב֑וּן וְהִ֛יא עָלְתָ֥ה עֲלֵיהֶ֖ם עַל־הַגָּֽג׃
BernfeldSie aber hatten sich noch nicht niedergelegt, da ging [Rahab] zu ihnen hinauf auf das Dach,
R. BreuerSie aber waren noch vor dem Schlafengehen, da ging sie zu ihnen hinauf auf das Dach.
9
וַתֹּ֙אמֶר֙ אֶל־הָ֣אֲנָשִׁ֔ים יָדַ֕עְתִּי כִּֽי־נָתַ֧ן יְהֹוָ֛ה לָכֶ֖ם אֶת־הָאָ֑רֶץ וְכִֽי־נָפְלָ֤ה אֵֽימַתְכֶם֙ עָלֵ֔ינוּ וְכִ֥י נָמֹ֛גוּ כׇּל־יֹשְׁבֵ֥י הָאָ֖רֶץ מִפְּנֵיכֶֽם׃
BernfeldUnd sprach zu den Männern: Ich weiß, dass der Herr euch dies Land gegeben und dass euer Schrecken auf uns gefallen, und dass alle Bewohner des Landes vor euch in Angst aufgelöst sind.
R. BreuerUnd sie sprach zu den Männern: Ich weiß, daß Gott euch das Land gegeben hat, daß Schrecken vor euch uns befallen hat und daß aufgelöst sind alle Bewohner des Landes vor euch.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 9. ידעתי. Mit Ausnahme dieses ersten Satzes giebt sich diese ganze Ansprache in der Form der Mehrzahl. Daß Gott dieses Land seinen Bewohnern entreißen wird, daß jeder Widerstand vergebens ist und schon jetzt das Land so gut wie in der Macht der בני ישראל sich befindet (daher die Perfektform נתן), das denkt Rachab still für sich, das würde sie niemals wagen, öffentlich zu äußern. Was aber von jedermann gefühlt und ohne weiteres zugegeben wird, das ist der Schrecken vor Israel, der alle Bewohner des Landes mutlos macht.

נפלה אימתכם. Vgl. Ex. 15, 16. „אימה ist überall der Schreckeindruck einer gegenwärtigen zu fürchtenden überlegenen Größe und Macht.“ (Komm. das.)

נמגו. Vgl. Ex. 15, 15. „מיי, מקק, מכך, מגג, alles gradativ verschiedene Ausdrücke des Zergehens, Zerfließens.“ (Komm. das.)

10
כִּ֣י שָׁמַ֗עְנוּ אֵ֠ת אֲשֶׁר־הוֹבִ֨ישׁ יְהֹוָ֜ה אֶת־מֵ֤י יַם־סוּף֙ מִפְּנֵיכֶ֔ם בְּצֵאתְכֶ֖ם מִמִּצְרָ֑יִם וַאֲשֶׁ֣ר עֲשִׂיתֶ֡ם לִשְׁנֵי֩ מַלְכֵ֨י הָאֱמֹרִ֜י אֲשֶׁ֨ר בְּעֵ֤בֶר הַיַּרְדֵּן֙ לְסִיחֹ֣ן וּלְע֔וֹג אֲשֶׁ֥ר הֶחֱרַמְתֶּ֖ם אוֹתָֽם׃
BernfeldDenn wir haben gehört, dass der Herr ausgetrocknet das Wasser des Schilfmeeres vor euch, bei eurem Auszuge aus Ägypten, und was ihr getan den beiden Königen des Emori, die jenseits des Jordan, dem Sichon und dem Og, welche ihr gebannt habt.
R. BreuerDenn wir haben gehört, daß Gott ausgetrocknet hat das Wasser des Schilfmeeres vor euch, bei eurem Auszuge aus Ägypten, und was ihr getan den beiden Emoriterkönigen jenseits des Jardens, Sichon und Og, die ihr gebannt habt.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 10. Vgl. Num. 21.

החרמתם. Vgl. Komm. Ex. 22, 19.

11
וַנִּשְׁמַע֙ וַיִּמַּ֣ס לְבָבֵ֔נוּ וְלֹא־קָ֨מָה ע֥וֹד ר֛וּחַ בְּאִ֖ישׁ מִפְּנֵיכֶ֑ם כִּ֚י יְהֹוָ֣ה אֱלֹהֵיכֶ֔ם ה֤וּא אֱלֹהִים֙ בַּשָּׁמַ֣יִם מִמַּ֔עַל וְעַל־הָאָ֖רֶץ מִתָּֽחַת׃
BernfeldAls wir dies hörten, schmolz unser Herz und es blieb kein Mut mehr in einem Mann vor euch; denn der Herr, euer Gott, ist der Gott des Himmels oben und auf der Erde hier unten.
R. BreuerWir hörten es und da ward verzagt unser Herz und es blieb kein Mut mehr in einem Manne vor euch; denn Gott, euer Gott, er ist Gott im Himmel in der Höhe und auf Erden in der Tiefe.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 11. מתחת — ממעל. „Gott ist Gott im Himmel ממעל: von dir aufwärts in dem ganzen ungemessenen Weltenraum der Höhe, und auf Erden מתחת: von dir abwärts in dem ganzen ungemessenen Weltenraum der Tiefe. Durch die Beifügungen ממעל und מתחת wird Himmel und Erde noch näher präzisiert zum Ausdruck für die Totalität des Weltalls.“ (Komm. Deut. 4, 39). Wer kann einem Volke widerstehen, das einen solchen Gott den seinen nennt?

12
וְעַתָּ֗ה הִשָּֽׁבְעוּ־נָ֥א לִי֙ בַּֽיהֹוָ֔ה כִּֽי־עָשִׂ֥יתִי עִמָּכֶ֖ם חָ֑סֶד וַעֲשִׂיתֶ֨ם גַּם־אַתֶּ֜ם עִם־בֵּ֤ית אָבִי֙ חֶ֔סֶד וּנְתַתֶּ֥ם לִ֖י א֥וֹת אֱמֶֽת׃
BernfeldUnd nun schwöret mir bei dem Herrn, weil ich euch Liebe erwiesen, dass auch ihr Liebe erweiset dem Hause meines Vaters, und gebet mir darauf ein Zeichen der Gewähr:
R. BreuerUnd nun schwöret mir doch bei Gott — denn ich habe euch Liebe erwiesen — daß auch ihr meinem Vaterhause Liebe erweiset, und gebt mir ein Zeichen der Treue:
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 12—13. Als Entgelt für die erwiesene Wohltat verlangt Rachab zuerst allgemein: ועשיתם גם אתם עם בית אבי חסד, daß ihrem Vaterhause seitens der Männer Liebe erwiesen werde. Im Leben können immer wieder Fälle eintreten, wo es vorteilhaft ist, Männer zu Freunden zu haben, die einem Volke angehören, das unter dem besonderen Schutze eines so mächtigen Gottes steht, wie ihn die vorhergehenden Verse geschildert haben. Um aber schon jetzt ein אות אמת in Händen zu haben, daß sie auf diese Liebe in allen Lebenslagen unbedingt werde rechnen können, bittet sie um Schonung des Lebens ihrer Angehörigen bei der bevorstehenden Einnahme der Stadt und um Gewährleistung, daß diese Schonung nicht nur von ihnen, sondern von jedermann geübt werde: nicht blos והחיתם וכו', sondern auch והצלתם וכו'.

13
וְהַחֲיִתֶ֞ם אֶת־אָבִ֣י וְאֶת־אִמִּ֗י וְאֶת־אַחַי֙ וְאֶת־[אַחְיוֹתַ֔י] (אחותי) וְאֵ֖ת כׇּל־אֲשֶׁ֣ר לָהֶ֑ם וְהִצַּלְתֶּ֥ם אֶת־נַפְשֹׁתֵ֖ינוּ מִמָּֽוֶת׃
BernfeldDass ihr leben lasset meinen Vater und meine Mutter und meine Brüder und meine Schwestern und all das Ihrige, und unser Leben vom Tode rettet.
R. Breuerdaß ihr am Leben erhaltet meinen Vater und meine Mutter, meine Brüder und meine Schwestern und alles zu ihnen Gehörige, und unsere Seelen vom Tode retten werdet.
14
וַיֹּ֧אמְרוּ לָ֣הּ הָאֲנָשִׁ֗ים נַפְשֵׁ֤נוּ תַחְתֵּיכֶם֙ לָמ֔וּת אִ֚ם לֹ֣א תַגִּ֔ידוּ אֶת־דְּבָרֵ֖נוּ זֶ֑ה וְהָיָ֗ה בְּתֵת־יְהֹוָ֥ה לָ֙נוּ֙ אֶת־הָאָ֔רֶץ וְעָשִׂ֥ינוּ עִמָּ֖ךְ חֶ֥סֶד וֶאֱמֶֽת׃
BernfeldDie Männer sprachen zu ihr: Unser Leben statt euer dem Tode — wenn ihr unser Vorhaben nicht aussaget; wenn der Herr uns das Land gibt, so werden wir dir Liebe und Treue erweisen.
R. BreuerDie Männer sprachen zu ihr: Unser Leben sei an eurer Statt dem Tode geweiht, wenn ihr unser Vorhaben da nicht verraten werdet; dann soll es sein, wenn Gott uns das Land giebt, so werden wir dir Liebe und Treue erweisen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 14. את דברנו זה. Es ist nicht ganz klar, worauf sich dies bezieht. Es kann sich auf die ganze מרגלים-Mission beziehen, die sie nicht dem öffentlichen Gerede preisgeben wollen, oder auch auf die Abmachung, durch welche das Leben der Rachabschen Familie gesichert werden sollte. Die letztere Möglichkeit paßt mehr in den Zusammenhang der Erzählung, wie auch aus V. 20 ersichtlich ist, wenn auch das Motiv der aufgestellten Bedingung hier weniger verständlich ist, als wenn die erste Möglichkeit festgehalten wird.

חסד ואמת. „Was אהבה in der Gesinnung ist, das ist חסד in der Tat, אמת ist gewissermaßen ein beschränkender Beisatz. חסד ואמת ist eine solche Liebestat, in welcher doch der Wahrheit nicht zu nahe getreten wird. Des Menschen Liebe ist blind. Sie erfüllt des Geliebten Wünsche ohne Rücksicht auf den wahren Wert dieser Wünsche. Gottes Liebe ist חסד ואמת, sie erfüllt nur solche Wünsche, in denen das Wahre gewahrt ist, die wahrhaft zum Heile gereichen. So bei Jakob (Kap. 47, 29). Die Fürsorge für seine Bestattung ist das חסד, die Beachtung der Bedingung: aber nicht in Mizrajim, das אמת. So auch das von den Kundschaftern der Rachab zu Leistende (Jos. 2, 14) war ein חסד ואמת, eine bedingte Wohltat. אמת ist überall das Salz, die Klausel, daß in Erfüllung der Liebe das Wahre, die Hauptsache, nicht verloren gehe.“ (Komm. Gen. 24, 27).

15
וַתּוֹרִדֵ֥ם בַּחֶ֖בֶל בְּעַ֣ד הַחַלּ֑וֹן כִּ֤י בֵיתָהּ֙ בְּקִ֣יר הַחוֹמָ֔ה וּבַחוֹמָ֖ה הִ֥יא יוֹשָֽׁבֶת׃
BernfeldSie ließ sie darauf hinunter an einem Seil durch das Fenster, denn ihr Haus war in der Wand der Stadtmauer, und in der Stadtmauer wohnte sie.
R. BreuerSie ließ sie darauf hinunter an einem Seile durch das Fenster, denn ihr Haus war in der Wand der Stadtmauer, und in der Stadtmauer wohnte sie.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 15. Da die Tore bereits geschlossen waren (vgl. V. 7), konnten die Kundschafter nur durch das Fenster entkommen; dieses war so gelegen, daß sofort außerhalb der Stadt sich befand, wer sich durch dasselbe hinunterließ. Diesen ein Entkommen von Kundschaftern so ungemein begünstigenden Umstand hätten die Torwächter wohl in Berechnung ziehen müssen, als sie durch Verschließen der Stadttore ihre Pflicht vollkommen erfüllt zu haben glaubten. Man wußte jedoch nur ganz allgemein, daß בחומה היא יושבת, daß Rachab an der Mauer wohnte, ohne jedoch immer vor Augen zu haben, כי ביתה בקיר החומה, daß ihr Haus förmlich in die Stadtmauer hineingebaut war und darum eine unkontrollierbare Flucht sehr wohl zu begünstigen vermochte.

Haftarah Schlach Karäer enden hier.
16
וַתֹּ֤אמֶר לָהֶם֙ הָהָ֣רָה לֵּ֔כוּ פֶּֽן־יִפְגְּע֥וּ בָכֶ֖ם הָרֹֽדְפִ֑ים וְנַחְבֵּתֶ֨ם שָׁ֜מָּה שְׁלֹ֣שֶׁת יָמִ֗ים עַ֚ד שׁ֣וֹב הָרֹֽדְפִ֔ים וְאַחַ֖ר תֵּלְכ֥וּ לְדַרְכְּכֶֽם׃
BernfeldUnd sie sprach zu ihnen: Gehet in das Gebirge, dass die Verfolger euch nicht treffen, und verberget euch daselbst drei Tage bis zur Rückkehr der Verfolger, und nachher gehet eures Weges.
R. BreuerUnd sie sprach zu ihnen: Zum Gebirge hin gehet, damit euch die Verfolger nicht treffen, und verberget euch daselbst drei Tage, bis zurückkehren die Verfolger, dann möget ihr eures Weges ziehen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 16. שלשת ימים. Warum gerade drei Tage? נצנצה בה רוח הקדש שישובו לסוף שלשת ימים (Raschi). Sie ahnte es, daß die Verfolger, wie es auch wirklich geschah (vgl. V. 22), nach drei Tagen zurückkehren würden. Sie ahnte es. Wie fernab liegt die neblige Unbestimmtheit des Ausdrucks „sie ahnte es“ von der stillen Ergriffenheit, mit welcher die jüdische Denkweise den seltsamen Drang der Menschennatur, das Resultat einer Wahrscheinlichkeitsberechnung in den Rang beweisbarer Wahrheiten zu heben, als ein heiliges Wetterleuchten, als Aufblitzen des רוח הקדש bezeichnet.

17
וַיֹּאמְר֥וּ אֵלֶ֖יהָ הָאֲנָשִׁ֑ים נְקִיִּ֣ם אֲנַ֔חְנוּ מִשְּׁבֻעָתֵ֥ךְ הַזֶּ֖ה אֲשֶׁ֥ר הִשְׁבַּעְתָּֽנוּ׃
BernfeldUnd die Männer sprachen zu ihr: Wir sind frei dieses deines Schwures, den du uns hast schwören lassen.
R. BreuerUnd es sprachen zu ihr die Männer: Wir sind frei von diesem deinem Eide, den du uns hast schwören lassen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 17. Ein schwer verständlicher Satz. Vielleicht wollten die Männer, indem sie schon jetzt sich des Eides frei erklärten, Rachab damit ihre unbedingte Bereitwilligkeit aussprechen, ihren Wunsch zu erfüllen: Wir haben schon jetzt den Schwur gehalten, den du uns hast schwören lassen; was du von uns verlangst, es ist so gut, als sei es bereits geschehen.

18
הִנֵּ֛ה אֲנַ֥חְנוּ בָאִ֖ים בָּאָ֑רֶץ אֶת־תִּקְוַ֡ת חוּט֩ הַשָּׁנִ֨י הַזֶּ֜ה תִּקְשְׁרִ֗י בַּֽחַלּוֹן֙ אֲשֶׁ֣ר הוֹרַדְתֵּ֣נוּ ב֔וֹ וְאֶת־אָבִ֨יךְ וְאֶת־אִמֵּ֜ךְ וְאֶת־אַחַ֗יִךְ וְאֵת֙ כׇּל־בֵּ֣ית אָבִ֔יךְ תַּאַסְפִ֥י אֵלַ֖יִךְ הַבָּֽיְתָה׃
BernfeldNämlich wenn wir in das Land kommen, so knüpfest du die Schnur dieses Purpurfadens an das Fenster, wodurch du uns heruntergelassen, und dein Vater und deine Mutter und deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters versammelst du zu dir ins Haus.
R. BreuerSiehe, kommen wir in das Land, so knüpfst du die Schnur dieses Purpurfadens an das Fenster, durch welches du uns heruntergelassen, und deinen Vater und deine Mutter, deine Brüder und dein ganzes Vaterhaus versammelst du zu dir ins Haus.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 18. תקות. Wie קו die Schnur. Vgl. Komm. Gen. 1, 9. Warum sie gerade auf das Erkennungsmittel eines roten Fadens verfielen, läßt sich aus verschiedenen Gedankenassociationen erklären. Zunächst stand ihnen das Seil vor Augen, an welchem sie zum Fenster herausgelassen wurden. Dann aber mag bei der Wahl eines roten Fadens die Erinnerung an das Blutzeichen mitgewirkt haben, dem einst andere Häuser in anderem Land die Rettung vor dem Tode dankten (Ex. 12, 13).

ואת כל בית אביך. Eine summarische Zusammenfassung des in V. 13 durch ואת אחותי ואת כל אשר להם Spezialisierten. Sie standen ja bereits im Freien und mußten sich darum in ihrer Ausdrucksform beschränken.

19
וְהָיָ֡ה כֹּ֣ל אֲשֶׁר־יֵצֵא֩ מִדַּלְתֵ֨י בֵיתֵ֧ךְ ׀ הַח֛וּצָה דָּמ֥וֹ בְרֹאשׁ֖וֹ וַאֲנַ֣חְנוּ נְקִיִּ֑ם וְ֠כֹ֠ל אֲשֶׁ֨ר יִֽהְיֶ֤ה אִתָּךְ֙ בַּבַּ֔יִת דָּמ֣וֹ בְרֹאשֵׁ֔נוּ אִם־יָ֖ד תִּֽהְיֶה־בּֽוֹ׃
BernfeldJeder nun, der aus der Türe deines Hauses auf die Straße gehet, deß Blut ist auf seinem Haupte, wir aber sind schuldfrei; jeder aber, der bei dir im Hause sein wird, deß Blut ist auf unserm Haupte, wenn eine Hand an ihn gelegt wird.
R. BreuerUnd es soll sein, jeder, der aus der Tür deines Hauses hinausgeht, dessen Blut ist auf seinem Haupte, wir aber sind frei; jeder aber, der bei dir im Hause sein wird, dessen Blut ist auf unserem Haupte, wenn Hand an ihn gelegt wird.
20
וְאִם־תַּגִּ֖ידִי אֶת־דְּבָרֵ֣נוּ זֶ֑ה וְהָיִ֣ינוּ נְקִיִּ֔ם מִשְּׁבֻעָתֵ֖ךְ אֲשֶׁ֥ר הִשְׁבַּעְתָּֽנוּ׃
BernfeldWenn du aber unser Vorhaben verrätst, so sind wir frei deines Schwures, den du uns hast schwören lassen.
R. BreuerWenn du aber unser Vorhaben da verrätst, so sind wir frei von deinem Eide, den du uns hast schwören lassen.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 20. Vgl. das zu V. 14 Bemerkte.

21
וַתֹּ֙אמֶר֙ כְּדִבְרֵיכֶ֣ם כֶּן־ה֔וּא וַֽתְּשַׁלְּחֵ֖ם וַיֵּלֵ֑כוּ וַתִּקְשֹׁ֛ר אֶת־תִּקְוַ֥ת הַשָּׁנִ֖י בַּחַלּֽוֹן׃
BernfeldSie sprach: Nach euren Worten, so sei es! Sie entließ sie dann und sie gingen. Und sie band die Purpurschnur an das Fenster.
R. BreuerSie sprach: Wie eure Worte, so sei es; sie entließ sie dann, und sie gingen. Darauf band sie die Purpurschnur an das Fenster.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 21. Es ist auffallend, daß diese ganze Unterredung von V. 16 bis hierher erst stattfand, nachdem die Männer (V. 15) das Haus verlassen hatten. Sie hätten doch ihr Vorhaben viel bequemer und sicherer drinnen im Hause besprechen können, während sie unten auf der Straße mit der Rückkehr der auslugenden Gesandten rechnen mußten, die jeden Augenblick erfolgen konnte. Sie dürften aber auf die Idee des Purpurfadens als Erkennungsmerkmal erst dann verfallen sein, nachdem Rachab (V. 16) in wahrhaft rührender Weise ihre ängstliche Fürsorge dadurch kundgegeben hatte, daß sie ihre Gäste mit einer wohlerwogenen Verhaltungsmaßregel ausstattete. Jetzt erst mag in den Gästen das Bedürfnis wach geworden sein, auch ihrerseits der Fürsorge für Rachab und ihr Haus durch detaillierende Kundgabe einer ihre und ihres Hauses Rettung ermöglichenden Maßregel entsprechenden Ausdruck zu verleihen.

תקות השני. Oben (V. 18) hieß es תקות חוט השני, weil bei Kundgabe einer so wichtigen Verhaltungsmaßregel auch die Ausdrucksform zur Verhütung eines etwaigen Mißverständnisses nicht pedantisch genug gewählt werden kann. — Verwunderlich könnte es scheinen, daß Rachab jetzt schon, nachdem sich die Männer kaum entfernt hatten, den Purpurfaden an das Fenster band. Allein entweder fürchtete sie, später, wenn beim Einzug des Feindes eine allgemeine Aufregung losbrach, daran zu vergessen, oder sie wollte schon jetzt, solange es noch unauffällig war und damit die Umwohner sich allmählich an den Anblick gewöhnen könnten, eine Maßregel treffen, die später, wenn der Feind einmal da war, sie und ihr verräterisches Spiel aufmerksam gewordenen Mitbürgern ausliefern konnte!

Haftarah Schlach Romanioten enden hier.
22
וַיֵּֽלְכוּ֙ וַיָּבֹ֣אוּ הָהָ֔רָה וַיֵּ֤שְׁבוּ שָׁם֙ שְׁלֹ֣שֶׁת יָמִ֔ים עַד־שָׁ֖בוּ הָרֹֽדְפִ֑ים וַיְבַקְשׁ֧וּ הָרֹדְפִ֛ים בְּכׇל־הַדֶּ֖רֶךְ וְלֹ֥א מָצָֽאוּ׃
Bernfeld[Die Männer] gingen und kamen ins Gebirge und verweilten daselbst drei Tage, bis zur Rückkehr der Verfolger, und die Verfolger suchten auf dem ganzen Wege und fanden sie nicht.
R. BreuerSie gingen und kamen ins Gebirge und verweilten dort drei Tage, bis die Verfolger zurückkehrten; die Verfolger suchten auf dem ganzen Wege und fanden nicht.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 22. Wenn die Kundschafter erst nachdem die Verfolger den Rückzug angetreten hatten die Heimkehr beschlossen, so mußten sie dieselben aus ihrem Versteck (vgl. V. 16) wohl haben sehen und beobachten können, während jene achtlos an ihnen vorüberstreiften.

23
וַיָּשֻׁ֜בוּ שְׁנֵ֤י הָֽאֲנָשִׁים֙ וַיֵּרְד֣וּ מֵֽהָהָ֔ר וַיַּֽעַבְרוּ֙ וַיָּבֹ֔אוּ אֶל־יְהוֹשֻׁ֖עַ בִּן־נ֑וּן וַ֨יְסַפְּרוּ־ל֔וֹ אֵ֥ת כׇּל־הַמֹּצְא֖וֹת אוֹתָֽם׃
BernfeldDie beiden Männer stiegen wieder hinab von dem Gebirge und zogen über [den Jordan] und kamen zu Josua Sohn Nuns und erzählten ihm alles, was sie betroffen.
R. BreuerDarauf machten sich auf den Heimweg die beiden Männer, stiegen herab vom Gebirge und zogen hinüber zu Josua, dem Sohne Nuns, und erzählten ihm alles, was ihnen begegnet war.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 23. ויעברו. Über den Jarden.

24
וַיֹּֽאמְרוּ֙ אֶל־יְהוֹשֻׁ֔עַ כִּֽי־נָתַ֧ן יְהֹוָ֛ה בְּיָדֵ֖נוּ אֶת־כׇּל־הָאָ֑רֶץ וְגַם־נָמֹ֛גוּ כׇּל־יֹשְׁבֵ֥י הָאָ֖רֶץ מִפָּנֵֽינוּ׃ {ס}
BernfeldUnd sie sprachen zu Josua: Gegeben hat der Herr in unsere Hand das ganze Land, denn alle Bewohner des Landes sind vor uns in Angst aufgelöst.
R. BreuerUnd sie sprachen zu Josua: Gegeben hat Gott in unsere Hand das ganze Land; ja aufgelöst sind alle Bewohner des Landes vor uns.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 24. Aus dem Josua erstatteten ausführlichen Bericht wird hier nur das Wesentliche hervorgehoben: das Wichtigste, was die Kundschafter von Rachab (V. 9) erfahren hatten.

Haftarah Schlach Aschkenasim, Sefardim, Jemeniten und Italiener enden hier.