Jehoschua 18 יהושע
Kommentar (R. Breuer)
Kap. 18. V. 1. Als „nach Besitznahme des größten Teiles des Landes unter Josua“ „מנוחה: die politische Ruhe“ eingekehrt war — oder, wie es hier heißt: והארץ נכבשה לפניהם — erhielt „das משכן in Schilo eine fürs erste bleibende Stätte . . ., nachdem es während der vierzehn Jahre der Eroberung und der Verteilung שבע שכבשו ושבע שחלקו in Gilgal gewesen. . . . Schilo war eine transitorische מנוחה, worauf auch schon von vornherein die äußere Konstruktion hinwies. Das Heiligtum verlor nur zum Teil den Charakter eines Wanderzeltes, ולא היה שם תקרה אלא בית אבנים בלבד מלמטן והיריעות מלמעלן, es war nur unterhalb ein massives Gebäude, oberhalb war es mit den Teppichen des Stiftszeltes gedeckt (Sebachim 112 b), weshalb es sowohl „Haus“, ותביאהו בית ד' שילה (Sam. I. 1, 24) als „Zelt“ genannt wird: ויטש משכן שילה אהל שכן באדם (Ps. 78, 60), וימאס באהל יוסף (daselbst 67)“. (Komm. Deut. 12, 9).
Kommentar (R. Breuer)
V. 2. Fünf Stämme hatten ihren Anteil bereits empfangen: Reuben, Gad und ein halber Stamm Menasche von Moses, Juda, Ephraim und ein halber Stamm Menasche von Josua. Die übrigen sieben besaßen noch nichts.
Kommentar (R. Breuer)
V. 3. Josua zürnt, daß es von seiner Seite einer anfeuernden Mahnung bedarf, um die im folgenden Verse erwähnte Maßnahme in die Wege zu leiten. Schon aus Pietät gegen ihre Ahnen, welchen das Land verheißen wurde, hätten sie nicht zaudern dürfen.
Kommentar (R. Breuer)
V. 4. הבו לכם וגו'; „gebet euch, oder: gebet für euch her, d. h. wählet und nennet mir aus eurer Mitte . . .“ (Komm. Deut. 1, 13).
ויקומו. Es ist endlich Zeit, daß sie ihre Lässigkeit (V. 3) abschütteln und sich „aufmachen“ das zu tun, was schon längst ihre Pflicht gewesen wäre.
ויכתבו אתה. Nach Städten. Vgl. weiter V. 9.
ויבאו אלי. Lässigen Menschen muß jeder Schritt, den sie tun sollen, vorgeschrieben werden. Daher die pedantische Genauigkeit der Anweisungen Josuas.
Kommentar (R. Breuer)
V. 5. לשבעה חלקים. Entsprechend den sieben Stämmen (V. 2).
יהודה יעמד וגו'. Warum Josua es für nötig hielt, ausdrücklich zu betonen, daß die geplante Verteilung den Besitz, der Juda und dem Hause Josefs bereits zugefallen war, nicht schmälern dürfe? Vielleicht aus demselben Unmut heraus, in welchem der Vorwurf עד אנה אתם מתרפים (V. 3) erfolgte: Bei phlegmatischen Naturen ist auch ein sorgloses, ungewolltes Uebersehen der Grenzlinien zwischen Mein und Dein zu befürchten.
Kommentar (R. Breuer)
V. 6. Die einzelnen Befehle Josuas sind sehr erklärungsbedürftig. In V. 4 bestimmte er, daß die drei Delegierten die einzelnen Städte des Landes aufschreiben sollten. Der Befehl in V. 5 והתחלקו אתה wendet sich seiner grammatischen Form nach (והתחלקו ist Imperativ) an die angeredeten בני ישראל. An dieselben ergeht V. 6 der Befehl, das Land in sieben Teilen aufzuschreiben, obwohl doch nach V. 4 das Aufschreiben den zu Delegierenden aufgetragen war. V. 8 wird der Befehl aus V. 4 den Abgesandten direkt übermittelt. Die in V. 9 erzählte Ausführung des Befehls steht aber im Widerspruch zu den in V. 4 ff. und V. 8 erwähnten Bestimmungen, wonach die Delegierten nur mit der Aufzeichnung der einzelnen Städte betraut wurden, während es Aufgabe der Zurückbleibenden sein sollte, die Teilung in שבעה חלקים vorzunehmen. Indessen dürfte auch zur Lösung dieser Schwierigkeit die Frage in V. 3 עד אנה אתם מתרפים den Schlüssel bieten. Lässigen Menschen darf man nicht zu viel aufbürden, wenn man eine pünktliche Lösung der ihnen erteilten Aufgabe garantiert haben will. Josua beschloß darum, eine Teilung der Arbeit vorzunehmen. Den drei Männern trug er auf, die Städte des Landes aufzuzeichnen, und er verfehlte nicht, nachdem er (V. 4) seinen Befehl bereits indirekt erteilt hatte: ויכתבו אותה, ihn noch einmal (V. 8) direkt zu wiederholen: וכתבו אותה. Säumigen Menschen gegenüber war diese Wiederholung nicht überflüssig. Dagegen bürdete er die Aufgabe der Siebenteilung den drei Männern nicht auf, das sollten andere besorgen (V. 5). Nach Vollendung der Arbeiten sollte dann das Resultat in einem offiziellen Schriftstück Josua überreicht werden, worauf er dann die gruppenweise Zuteilung des Landes an die einzelnen Stämme der Entscheidung durch das Loos zu überweisen gedachte (V. 6). Die drei Männer aber empfanden offenbar diese Arbeitsteilung — nicht ganz mit Unrecht — als ein ihrer Arbeitskraft entgegengebrachtes Mißtrauen und nahmen sich vor, Josua eine bessere Meinung von ihrer Tüchtigkeit beizubringen. Sie begnügten sich nicht damit, ein Verzeichnis der Städte abzuliefern, vielmehr ויכתבוה לערים לשבעה חלקים על ספר (V. 9), sie machten ganze Arbeit, übernahmen auch den Teil der Aufgabe, den Josua den Zurückbleibenden überwiesen hatte, und so genau und so ausführlich schrieben sie alles, aber auch alles fein säuberlich nieder, daß ein ganzes ספר, ein ganzes Buch daraus wurde.
V. 7 begründet die שבעה חלקים in V. 5 und 6.
נחלתו. Die singulare Form ist wohl im Anklang an ד' הוא נחלתו (Deut. 18, 2) gewählt.
V. 8 f. Vgl. das zu V. 6 Bemerkte.
Kommentar (R. Breuer)
V. 11. Vgl. 15, 1; 16, 1; 17, 1.
Kommentar (R. Breuer)
V. 12. Vgl. 16, 1 ff.
בית און. Vgl. 17, 2.
Kommentar (R. Breuer)
V. 13. לוזה — בית אל. Dieses בית אל ist, im Gegensatz zu dem 16, 2 genannten, das mit לוז identische.
עטרות אדר. Vgl. 16, 5.
בית חרון תחתון. Vgl. 16, 3.
Kommentar (R. Breuer)
V. 14. קריאת בעל וגו'. Vgl. 15, 60.
Kommentar (R. Breuer)
V. 15. Vgl. 15, 9.
Kommentar (R. Breuer)
V. 16. Vgl. 15, 7 f.
Kommentar (R. Breuer)
V. 17. Vgl. 15, 6 f.
Kommentar (R. Breuer)
V. 18. Vgl. 15, 6.
Kommentar (R. Breuer)
V. 19. Vgl. 15, 2; 6.
Kommentar (R. Breuer)
V. 20. Vgl. 15, 12.
Kommentar (R. Breuer)
V. 21—28. בית חגלה. Vgl. 15, 6.
בית הערבה. Vgl. 15, 6.
צמרים. Vgl. Chr. II. 13, 4.
העוים. Vgl. 13, 3; Deut. 2, 23.
עפרה. Vgl. Sam. I, 13, 17. Micha 1,10. Ein gleichnamiger Ort im Stamme Menasse (Richt. 6, 11; 8, 27; 9, 5).
גבע. Vgl. Kön. II. 23, 8. Sach. 14, 10 u. s. w.
גבעון. Vgl. 9, 3.
רמה. Vgl. Richt. 4, 5; Jirm. 31, 15 u. s. w. Eine gleichnamige Stadt im Gebirge Ephraim (Geburtsstadt und Wohnort Samuels) und im Stamme Naphtali (19, 36).
בארות. Vgl. 9, 17.
מצפה. Vgl. Richt. 10, 17; 21, 1; Sam. I. 7, 5. Eine gleichnamige Stadt im Stamme Juda 15, 38 f. s. das.
הכפירה. Vgl. 9, 17.
צלע. Vgl. Sam. II. 21, 14.
ירושלם. Vgl. das zu 15, 8 Bemerkte.
גבעת. Vgl. Richt. 19, 14 f.