Jechezkel 21 יחזקאל

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1
וַיְהִ֥י דְבַר־יְהֹוָ֖ה אֵלַ֥י לֵאמֹֽר׃
ZunzUnd es erging das Wort des Ewigen an mich also:
J. BreuerDa erging das Wort Gottes an mich:
2
בֶּן־אָדָ֗ם שִׂ֤ים פָּנֶ֙יךָ֙ דֶּ֣רֶךְ תֵּימָ֔נָה וְהַטֵּ֖ף אֶל־דָּר֑וֹם וְהִנָּבֵ֛א אֶל־יַ֥עַר הַשָּׂדֶ֖ה נֶֽגֶב׃
ZunzMenschensohn, richte dein Angesicht zur Rechten, und predige gegen den Süden, und weissage über den Wald des Feldes im Mittaglande.
J. BreuerMenschheitsohn, richte dein Angesicht auf den Weg nach Süden, zum Süden hin sprich [das Gotteswort] und das Prophetenwort sprich zu dem Waldgefilde im Süden.
3
וְאָֽמַרְתָּ֙ לְיַ֣עַר הַנֶּ֔גֶב שְׁמַ֖ע דְּבַר־יְהֹוָ֑ה כֹּה־אָמַ֣ר אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֡ה הִנְנִ֣י מַֽצִּית־בְּךָ֣ ׀ אֵ֡שׁ וְאָכְלָ֣ה בְךָ֣ כׇל־עֵֽץ־לַח֩ וְכׇל־עֵ֨ץ יָבֵ֤שׁ לֹֽא־תִכְבֶּה֙ לַהֶ֣בֶת שַׁלְהֶ֔בֶת וְנִצְרְבוּ־בָ֥הּ כׇּל־פָּנִ֖ים מִנֶּ֥גֶב צָפֽוֹנָה׃
ZunzUnd sprich zu dem Walde des Mittaglandes: Höre das Wort des Ewigen! so spricht Gott der Herr: Siehe, ich werde Feuer in dir anzünden, daß es fresse in dir alles grüne Holz und alles dürre Holz, nicht erlöschen soll die lohe Flamme, daß davon gebrannt werde jegliches Angesicht von Süden bis Norden.
J. BreuerUnd sprich zum Walde des Südens: höre das Wort Gottes, so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt, gesprochen: sieh, ich entzünde in dir ein Feuer, und es verzehrt in dir jeden frischen Baum und jeden dürren Baum, nicht erlischt die Flamme der Flamme, und es werden versengt durch sie alle Gesichter von Süden nach Norden.
4
וְרָאוּ֙ כׇּל־בָּשָׂ֔ר כִּ֛י אֲנִ֥י יְהֹוָ֖ה בִּֽעַרְתִּ֑יהָ לֹ֖א תִּכְבֶּֽה׃
ZunzUnd alles Fleisch soll sehen, daß ich der Ewige es angezündet habe; es soll nicht erlöschen.
J. BreuerUnd alles Fleisch schaut, dass ich, Gott, sie entzündet — sie erlischt nicht.
5
וָאֹמַ֕ר אֲהָ֖הּ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֑ה הֵ֚מָּה אֹמְרִ֣ים לִ֔י הֲלֹ֛א מְמַשֵּׁ֥ל מְשָׁלִ֖ים הֽוּא׃ {פ}
ZunzUnd ich sprach: Ach Herr o Gott! sie sagen von mir: Dichtet er nicht Gleichnißreden?
J. BreuerIch aber sprach: O, mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart: sie sprechen zu mir, „spricht er doch nur in Spruchreden“ —
6
וַיְהִ֥י דְבַר־יְהֹוָ֖ה אֵלַ֥י לֵאמֹֽר׃
ZunzDa erging das Wort des Ewigen an mich also:
J. BreuerDa erging das Wort Gottes an mich:
7
בֶּן־אָדָ֗ם שִׂ֤ים פָּנֶ֙יךָ֙ אֶל־יְר֣וּשָׁלַ֔͏ִם וְהַטֵּ֖ף אֶל־מִקְדָּשִׁ֑ים וְהִנָּבֵ֖א אֶל־אַדְמַ֥ת יִשְׂרָאֵֽל׃
ZunzMenschensohn, richte dein Angesicht gegen Jeruschalajim, und predige über die Heiligthümer, und weissage über den Boden Jisraél's,
J. BreuerMenschheitsohn, richte dein Angesicht nach Jeruschalaim und sprich das Gotteswort über Heiligtümer und das Prophetenwort über Israels Boden.
8
וְאָמַרְתָּ֞ לְאַדְמַ֣ת יִשְׂרָאֵ֗ל כֹּ֚ה אָמַ֣ר יְהֹוָ֔ה הִנְנִ֣י אֵלַ֔יִךְ וְהוֹצֵאתִ֥י חַרְבִּ֖י מִתַּעְרָ֑הּ וְהִכְרַתִּ֥י מִמֵּ֖ךְ צַדִּ֥יק וְרָשָֽׁע׃
ZunzUnd sprich zu dem Boden Jisraël's: So spricht der Ewige: Siehe, ich will an dich, und ziehe mein Schwert aus seiner Scheide, und tilge aus dir Gerechte und Frevler.
J. BreuerSprich zum Boden Israels, so hat Gott gesprochen: sieh, ich wende mich gegen dich, ich ziehe mein Schwert aus seiner Scheide und vernichte aus deiner Mitte Gerechte und Frevler.
9
יַ֛עַן אֲשֶׁר־הִכְרַ֥תִּי מִמֵּ֖ךְ צַדִּ֣יק וְרָשָׁ֑ע לָ֠כֵ֠ן תֵּצֵ֨א חַרְבִּ֧י מִתַּעְרָ֛הּ אֶל־כׇּל־בָּשָׂ֖ר מִנֶּ֥גֶב צָפֽוֹן׃
ZunzWeil ich aus dir getilgt habe Gerechte und Frevler, darum soll mein Schwert fahren aus seiner Scheide gegen alles Fleisch von Süden bis Norden.
J. BreuerDa ich aber aus deiner Mitte Gerechte und Frevler vernichte, geht mein Schwert aus seiner Scheide über alles Fleisch von Süden nach Norden.
10
וְיָֽדְעוּ֙ כׇּל־בָּשָׂ֔ר כִּ֚י אֲנִ֣י יְהֹוָ֔ה הוֹצֵ֥אתִי חַרְבִּ֖י מִתַּעְרָ֑הּ לֹ֥א תָשׁ֖וּב עֽוֹד׃ {ס}
ZunzUnd erfahren soll alles Fleisch, daß ich der Ewige gezogen habe mein Schwert aus seiner Scheide; es soll nicht wieder zurückkehren.
J. BreuerUnd alles Fleisch erkennt, dass ich, Gott, mein Schwert aus seiner Scheide gezogen habe, nicht kehrt es ferner zurück.
11
וְאַתָּ֥ה בֶן־אָדָ֖ם הֵאָנַ֑ח בְּשִׁבְר֤וֹן מׇתְנַ֙יִם֙ וּבִמְרִיר֔וּת תֵּאָנַ֖ח לְעֵינֵיהֶֽם׃
ZunzUnd du, Menschensohn, seufze, daß die Hüften brechen, und mit bitterm Kummer seufze vor ihren Augen.
J. BreuerDu aber, Menschheitsohn, seufze, mit Zusammenbruch der Lenden und mit bitterem Weh seufze vor ihren Augen.
12
וְהָיָה֙ כִּי־יֹאמְר֣וּ אֵלֶ֔יךָ עַל־מָ֖ה אַתָּ֣ה נֶאֱנָ֑ח וְאָמַרְתָּ֡ אֶל־שְׁמוּעָ֣ה כִֽי־בָאָ֡ה וְנָמֵ֣ס כׇּל־לֵב֩ וְרָפ֨וּ כׇל־יָדַ֜יִם וְכִהֲתָ֣ה כׇל־ר֗וּחַ וְכׇל־בִּרְכַּ֙יִם֙ תֵּלַ֣כְנָה מַּ֔יִם הִנֵּ֤ה בָאָה֙ וְנִֽהְיָ֔תָה נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֥י יֱהֹוִֽה׃ {פ}
ZunzUnd es soll geschehen, so sie zu dir sprechen: Weswegen seufzest du? So sprich: Wegen des Gerüchts, daß es kommt, und schmelzen wird jegliches Herz, und schlaff werden alle Hände, und ermatten aller Muth, und alle Kniee zerfließen im Wasser; siehe, es kommt und geschiehet, ist der Spruch Gottes des Herrn.
J. BreuerUnd es sei, wenn sie zu dir sagen, weshalb seufzest du, dann sprich: über die Kunde! da sie kommt, vergeht jedes Herz, schlaff sinken alle Hände, und es trübt sich jeder Sinn, und alle Kniee zerfließen in Wasser, sieh, sie kommt, es ist Ereignis geworden, ist der Ausspruch meines Herrn, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt.
13
וַיְהִ֥י דְבַר־יְהֹוָ֖ה אֵלַ֥י לֵאמֹֽר׃
ZunzUnd es erging das Wort des Ewigen an mich also:
J. BreuerUnd es ward das Wort Gottes an mich:
14
בֶּן־אָדָ֕ם הִנָּבֵא֙ וְאָ֣מַרְתָּ֔ כֹּ֖ה אָמַ֣ר אֲדֹנָ֑י אֱמֹ֕ר חֶ֥רֶב חֶ֛רֶב הוּחַ֖דָּה וְגַם־מְרוּטָֽה׃
ZunzMenschensohn, weissage und sprich: So hat der Ewige gesprochen: Sprich: Schwert! Schwert! Es ist geschärft und gefegt.
J. BreuerMenschheitsohn, sprich dein Prophetenwort, und sage, so hat Gott gesprochen: Sprich: das Schwert, das Schwert, geschärft ist es und blank geschliffen.
15
לְמַ֨עַן טְבֹ֤חַ טֶ֙בַח֙ הוּחַ֔דָּה לְמַעַן־הֱיֵה־לָ֥הּ בָּרָ֖ק מֹרָ֑טָּה א֣וֹ נָשִׂ֔ישׂ שֵׁ֥בֶט בְּנִ֖י מֹאֶ֥סֶת כׇּל־עֵֽץ׃
ZunzUm zu schlachten ist es geschärft, um zu blitzen ist es gefegt, ein funkelndes Wehe, eine Geißel mit Geheul, keines Baumes achtend.
J. BreuerDamit es gut schlachte, ist es geschärft, damit es Blitze sende, ist es blank geschliffen — oder sollten wir uns freuen dürfen, dass es den Stamm meines Sohnes unter allen Bäumen verschmähen werde?
16
וַיִּתֵּ֥ן אֹתָ֛הּ לְמׇרְטָ֖הֿ לִתְפֹּ֣שׂ בַּכָּ֑ף הִֽיא־הוּחַ֤דָּה חֶ֙רֶב֙ וְהִ֣יא מֹרָ֔טָּה לָתֵ֥ת אוֹתָ֖הּ בְּיַד־הוֹרֵֽג׃
ZunzUnd man gab es zum Fegen, es in die Faust zu fassen; es ist geschärft das Schwert und auch gefegt, um es zu geben in die Hand des Würgers.
J. BreuerHat Er es doch hingegeben, dass man blank es schleife, und dass er es in die Hand nehme; geschärft ist es, das Schwert, blank ist es geschliffen, um es der Hand des Mörders zu übergeben.
17
זְעַ֤ק וְהֵילֵל֙ בֶּן־אָדָ֔ם כִּי־הִיא֙ הָיְתָ֣ה בְעַמִּ֔י הִ֖יא בְּכׇל־נְשִׂיאֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל מְגוּרֵ֤י אֶל־חֶ֙רֶב֙ הָי֣וּ אֶת־עַמִּ֔י לָכֵ֖ן סְפֹ֥ק אֶל־יָרֵֽךְ׃
ZunzSchreie und jammere, Menschensohn, denn es kommt über mein Volk und über alle Fürsten Jisraël's; zusammengerafft für das Schwert sind sie sammt meinem Volke, darum schlage auf die Hüfte.
J. BreuerKlage und wehklage, Menschheitsohn, dass es wider mein Volk bestimmt ist, wider alle Fürsten Israels; dem Schwerte sind sie mit meinem Volke hingegeben, deshalb schlage (wehklagend) dir auf die Hüfte!
18
כִּ֣י בֹ֔חַן וּמָ֕ה אִם־גַּם־שֵׁ֥בֶט מֹאֶ֖סֶת לֹ֣א יִֽהְיֶ֑ה נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֥י יֱהֹוִֽה׃ {פ}
ZunzDenn Prüfung (ist geschehn), aber was frommt es, wenn selbst die (alles) verachtende Geißel nichts ist? ist der Spruch Gottes des Herrn.
J. BreuerDenn als Erprobung? Was [aber willst du sagen], wenn auch kein Stamm sein wird, den es verschmähen wird, nach dem Ausspruch meines Herrn, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt? —
19
וְאַתָּ֣ה בֶן־אָדָ֔ם הִנָּבֵ֕א וְהַ֖ךְ כַּ֣ף אֶל־כָּ֑ף וְתִכָּפֵ֞ל חֶ֤רֶב שְׁלִישִׁ֙תָה֙ חֶ֣רֶב חֲלָלִ֔ים הִ֗יא חֶ֚רֶב חָלָ֣ל הַגָּד֔וֹל הַחֹדֶ֖רֶת לָהֶֽם׃
ZunzUnd du, Menschensohn, weissage und schlage die Hände zusammen, und verdoppelt werde das Schwert zum dritten Mal, es ist das Schwert der Leichen, das Schwert des großen Leichnams, das ihnen im Versteck lauert.
J. BreuerDu aber, Menschheitsohn, sprich dein Prophetenwort und schlage deine Hände zusammen, das Schwert vervielfältige sich zum drittenmal, ein Schwert der Erschlagenen ist es, ein Schwert des großen Erschlagenen, das bei ihnen (in die innersten Gemächer) einkehrt;
20
לְמַ֣עַן ׀ לָמ֣וּג לֵ֗ב וְהַרְבֵּה֙ הַמִּכְשֹׁלִ֔ים עַ֚ל כׇּל־שַׁ֣עֲרֵיהֶ֔ם נָתַ֖תִּי אִבְחַת־חָ֑רֶב אָ֛ח עֲשׂוּיָ֥ה לְבָרָ֖ק מְעֻטָּ֥ה לְטָֽבַח׃
ZunzUm aufzulösen die Herzen, und zu mehren die Anstöße, lege ich an all ihre Thore das Geheul des Schwertes. Wehe! gemacht, daß es blitze, geglättet, daß es würge.
J. Breuerdamit (jedes) Herz zerfließe und die Strauchelnden sich bei allen ihren Toren mehren, habe ich das Schlachten des Schwertes gegeben; wehe, es ist geschaffen, dass es blitze, obgleich verhüllt, ist es blank geschliffen zum Schlachten.
21
הִתְאַחֲדִ֥י הֵימִ֖נִי הָשִׂ֣ימִי הַשְׂמִ֑ילִי אָ֖נָה פָּנַ֥יִךְ מֻעָדֽוֹת׃
ZunzNimm dich zusammen, schlage dich rechts, richte dich, schlage dich links, wohin ist deine Schneide gewendet?
J. BreuerVereine dich nach rechts, wende dich nach links — wohin deine Richtung dir beschieden ist!
22
וְגַם־אֲנִ֗י אַכֶּ֤ה כַפִּי֙ אֶל־כַּפִּ֔י וַהֲנִיחֹתִ֖י חֲמָתִ֑י אֲנִ֥י יְהֹוָ֖ה דִּבַּֽרְתִּי׃ {פ}
ZunzUnd auch ich werde die Hände zusammenschlagen, und meinen Grimm stillen, ich der Ewige habe es geredet.
J. BreuerUnd auch ich will meine Hände zusammenschlagen und meinem Unwillen Ruhe bereiten — ich, Gott, habe gesprochen!
23
וַיְהִ֥י דְבַר־יְהֹוָ֖ה אֵלַ֥י לֵאמֹֽר׃
ZunzUnd es erging das Wort des Ewigen an mich also:
J. BreuerUnd es erging das Wort Gottes an mich:
24
וְאַתָּ֨ה בֶן־אָדָ֜ם שִׂים־לְךָ֣ ׀ שְׁנַ֣יִם דְּרָכִ֗ים לָבוֹא֙ חֶ֣רֶב מֶלֶךְ־בָּבֶ֔ל מֵאֶ֥רֶץ אֶחָ֖ד יֵצְא֣וּ שְׁנֵיהֶ֑ם וְיָ֣ד בָּרֵ֔א בְּרֹ֥אשׁ דֶּרֶךְ־עִ֖יר בָּרֵֽא׃
ZunzUnd du, Menschensohn, mache dir zwei Wege, auf welchen das Schwert des Königs von Babel kommen soll, aus Einem Lande sollen beide ausgehen; und ein Zeichen errichte, für den Anfang des Weges zu jeglicher Stadt errichte es.
J. BreuerDu aber, Menschheitsohn, bereite dir zwei Wege, auf denen das Schwert des Königs von Babel kommen soll, aus einem Lande sollen beide ausgehen, und eine Stelle richte her, am Anfang des nach der Stadt führenden Weges richte sie her.
25
דֶּ֣רֶךְ תָּשִׂ֔ים לָב֣וֹא חֶ֔רֶב אֵ֖ת רַבַּ֣ת בְּנֵֽי־עַמּ֑וֹן וְאֶת־יְהוּדָ֥ה בִירוּשָׁלַ֖͏ִם בְּצוּרָֽה׃
ZunzDen einen Weg mache, daß das Schwert komme über Rabbat der Söhne Ammon, und (den andern) über Jehudah in Jeruschalajim — in der Abbildung.
J. BreuerDen Weg bereite, auf dem das Schwert nach Rabba der Söhne Amons komme und nach Juda wider das befestigte Jeruschalaim.
26
כִּֽי־עָמַ֨ד מֶלֶךְ־בָּבֶ֜ל אֶל־אֵ֣ם הַדֶּ֗רֶךְ בְּרֹ֛אשׁ שְׁנֵ֥י הַדְּרָכִ֖ים לִקְסׇם־קָ֑סֶם קִלְקַ֤ל בַּֽחִצִּים֙ שָׁאַ֣ל בַּתְּרָפִ֔ים רָאָ֖ה בַּכָּבֵֽד׃
ZunzDenn es hält der König von Babel an der Wegscheide am Anfang der beiden Wege, um sich wahrsagen zu lassen; er schüttelt die Pfeile, befragt die Terafim, beschauet die Leber.
J. BreuerDenn es steht der König von Babel am Scheideweg, am Anfang der zwei Wege, um Wahrsagerei zu veranstalten: er schüttelt die Pfeile, befragt die Teraphim und beschaut die Leber.
27
בִּימִינ֞וֹ הָיָ֣ה ׀ הַקֶּ֣סֶם יְרוּשָׁלַ֗͏ִם לָשׂ֤וּם כָּרִים֙ לִפְתֹּ֤חַ פֶּה֙ בְּרֶ֔צַח לְהָרִ֥ים ק֖וֹל בִּתְרוּעָ֑ה לָשׂ֤וּם כָּרִים֙ עַל־שְׁעָרִ֔ים לִשְׁפֹּ֥ךְ סֹלְלָ֖ה לִבְנ֥וֹת דָּיֵֽק׃
ZunzIn seine Rechte fällt das Loos wider Jeruschalajim, zu richten die Böcke, aufzuthun den Mund mit Mordruf, zu erheben die Stimme mit Feldgeschrei, zu richten die Böcke gegen die Thore, Wälle aufzuschütten, aufzubauen ein Bollwerk.
J. BreuerNach rechts wies das Wahrzeichen, nach Jeruschalaim, Sturmböcke aufzurichten, beim Morden den Mund zu öffnen, um die Stimme zum erschütternden Schlachtgeschrei zu erheben, Sturmböcke wider die Tore aufzurichten, Wälle aufzuschütten, Belagerungstürme zu bauen.
28
וְהָיָ֨ה לָהֶ֤ם (כקסום) [כִּקְסׇם־]שָׁוְא֙ בְּעֵ֣ינֵיהֶ֔ם שְׁבֻעֵ֥י שְׁבֻע֖וֹת לָהֶ֑ם וְהוּא־מַזְכִּ֥יר עָוֺ֖ן לְהִתָּפֵֽשׂ׃ {ס}
ZunzUnd das ist in ihren Augen eitele Wahrsagerei, ihnen, die sich mit Eiden verschworen haben; aber er bringt ihre Schuld in Erinnerung, auf daß sie ergriffen werden.
J. BreuerIn ihren Augen aber wird es sein wie ein nichtiges Wahrsagen — sind ihnen doch Eide der Eide verbrieft! Das aber bringt erst recht ihre Schuld in Erinnerung, um nun ergriffen zu werden.
29
לָכֵ֗ן כֹּה־אָמַר֮ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִה֒ יַ֗עַן הַזְכַּרְכֶם֙ עֲוֺ֣נְכֶ֔ם בְּהִגָּל֣וֹת פִּשְׁעֵיכֶ֗ם לְהֵֽרָאוֹת֙ חַטֹּ֣אותֵיכֶ֔ם בְּכֹ֖ל עֲלִילֽוֹתֵיכֶ֑ם יַ֚עַן הִזָּ֣כֶרְכֶ֔ם בַּכַּ֖ף תִּתָּפֵֽשׂוּ׃ {פ}
ZunzDarum, so spricht Gott der Herr: Weil er euch in Erinnerung gebracht eure Schuld durch das Enthüllen eurer Missethaten, daß sichbar wurden eure Sünden und all eure Handlungen, weil euch in Erinnerung gebracht worden, sollt ihr von seiner Hand ergriffen werden.
J. BreuerDeshalb, so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: weil ihr selber eure Schuld in Erinnerung gebracht habt, indem dadurch euere Frevel enthüllt und euere Versündigungen bei allen eueren Handlungen sichtbar geworden, weil ihr euch selber in Erinnerung gebracht habt, werdet ihr von (seiner) Hand nunmehr ergriffen.
30
וְאַתָּה֙ חָלָ֣ל רָשָׁ֔ע נְשִׂ֖יא יִשְׂרָאֵ֑ל אֲשֶׁר־בָּ֣א יוֹמ֔וֹ בְּעֵ֖ת עֲוֺ֥ן קֵֽץ׃ {ס}
ZunzUnd du, frevler Leichnam, Fürst Jisraél's, dessen Tag gekommen zur Zeit der Schuld des Endes —
J. BreuerUnd du erschlagener Bösewicht, du Fürst Israels, dessen Schicksalstag gekommen ist zur Zeit der Endschuld,
31
כֹּ֤ה אָמַר֙ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֔ה הָסִיר֙ הַמִּצְנֶ֔פֶת וְהָרִ֖ים הָעֲטָרָ֑ה זֹ֣את לֹא־זֹ֔את הַשָּׁפָ֣לָה הַגְבֵּ֔הַּ וְהַגָּבֹ֖הַּ הַשְׁפִּֽיל׃
ZunzSo spricht Gott der Herr: Abgerissen den Kopfbund, herabgehoben die Krone. Das soll nicht so seyn. Das Niedrige erhöhe, und das Hohe erniedrige.
J. Breuerso hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: man hat den Kopfbund entfernt, nun hebe man auch die Krone ab! Wenn dies, dann (auch) das nicht! Das, Niedrige, hat man erhöht, das Hohe erniedrigt!
32
עַוָּ֥ה עַוָּ֖ה עַוָּ֣ה אֲשִׂימֶ֑נָּה גַּם־זֹאת֙ לֹ֣א הָיָ֔ה עַד־בֹּ֛א אֲשֶׁר־ל֥וֹ הַמִּשְׁפָּ֖ט וּנְתַתִּֽיו׃ {פ}
ZunzVerstört, verstört, verstört will ich sie machen; auch soll das Keinem werden, bis der kommt, dem es gebührt, so will ich es ihm geben.
J. BreuerImmer mehr und mehr und mehr zerstöre ich sie — auch das soll nicht bleiben, bis jener kommt, dem das Anrecht gebührt, ihm gebe ich sie! — —
33
וְאַתָּ֣ה בֶן־אָדָ֗ם הִנָּבֵ֤א וְאָֽמַרְתָּ֙ כֹּ֤ה אָמַר֙ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֔ה אֶל־בְּנֵ֥י עַמּ֖וֹן וְאֶל־חֶרְפָּתָ֑ם וְאָמַרְתָּ֗ חֶ֣רֶב חֶ֤רֶב פְּתוּחָה֙ לְטֶ֣בַח מְרוּטָ֔ה לְהָכִ֖יל לְמַ֥עַן בָּרָֽק׃
ZunzUnd du, Menschensohn, weissage und sprich: So hat Gott der Herr gesprochen über die Söhne Ammon und über ihre Verhöhnung, und sprich: Schwert, gezücktes Schwert, zum Würgen gefegt, daß man es ätze, damit es blitze.
J. BreuerUnd du, Menschheitsohn, verkünde dein Prophetenwort und sprich: so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, zu den Söhnen Amons und ihrer Schmähung gesprochen; sprich: das Schwert, das Schwert es bleibt geöffnet, blank geschliffen ist es zum Schlachten, so dass es ausreicht (noch weiter) seine Blitze zu senden.
34
בַּחֲז֥וֹת לָךְ֙ שָׁ֔וְא בִּקְסׇם־לָ֖ךְ כָּזָ֑ב לָתֵ֣ת אוֹתָ֗ךְ אֶֽל־צַוְּארֵי֙ חַֽלְלֵ֣י רְשָׁעִ֔ים אֲשֶׁר־בָּ֣א יוֹמָ֔ם בְּעֵ֖ת עֲוֺ֥ן קֵֽץ׃
ZunzAls dir Falsches geschauet, als dir Trug gewahrsagt ward, (geschah es) dich zu legen auf den Nacken frevler Leichen, deren Tag gekommen ist, zur Zeit der Schuld des Endes.
J. BreuerDa du Nichtiges dir geschaut und Lüge dir geweissagt, gilt es, dich zu den Hälsen der erschlagenen Frevler hinzugeben, deren Schicksalstag gekommen ist zur Zeit ihrer Endschuld.
35
הָשַׁ֖ב אֶל־תַּעְרָ֑הּ בִּמְק֧וֹם אֲשֶׁר־נִבְרֵ֛את בְּאֶ֥רֶץ מְכֻרוֹתַ֖יִךְ אֶשְׁפֹּ֥ט אֹתָֽךְ׃
ZunzZurück in die Scheide! an den Ort, wo du entstanden bist, in dem Lande deines Ursprungs werde ich dich richten.
J. Breuer(Du glaubst) es kehre in seine Scheide zurück? dort wo du entstanden, im Lande deiner Ursprünge richte ich dich.
36
וְשָׁפַכְתִּ֤י עָלַ֙יִךְ֙ זַעְמִ֔י בְּאֵ֥שׁ עֶבְרָתִ֖י אָפִ֣יחַ עָלָ֑יִךְ וּנְתַתִּ֗יךְ בְּיַד֙ אֲנָשִׁ֣ים בֹּעֲרִ֔ים חָרָשֵׁ֖י מַשְׁחִֽית׃
ZunzUnd werde über dich ausschütten meine Wuth, das Feuer meines Grimmes werde ich wider dich anfachen, und dich geben in die Hand brennender Männer, Schmiede des Verderbens.
J. BreuerIch gieße über dich meinen Zorn, mit dem Feuer meines lodernden Unmuts hauche ich wider dich, und ich gebe dich in die Hand vernunftlos handelnder Männer, die aber Meister sind im Verderben.
37
לָאֵ֤שׁ תִּֽהְיֶה֙ לְאׇכְלָ֔ה דָּמֵ֥ךְ יִהְיֶ֖ה בְּת֣וֹךְ הָאָ֑רֶץ לֹ֣א תִזָּכֵ֔רִי כִּ֛י אֲנִ֥י יְהֹוָ֖ה דִּבַּֽרְתִּי׃ {פ}
ZunzDem Feuer wirst du hingegeben zum Fraß, dein Blut soll fließen in dem Lande; nicht gedacht soll deiner werden, denn ich der Ewige habe geredet.
J. BreuerDem Feuer wirst du zur Speise, dein Blut fließt inmitten [deines] Landes, nicht wird deiner (ferner) gedacht, denn ich, Gott, habe gesprochen.