Ezra 3 עזרא

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1
וַיִּגַּע֙ הַחֹ֣דֶשׁ הַשְּׁבִיעִ֔י וּבְנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל בֶּעָרִ֑ים {ס} וַיֵּאָסְפ֥וּ הָעָ֛ם כְּאִ֥ישׁ אֶחָ֖ד אֶל־יְרוּשָׁלָֽ͏ִם׃ {ס}
BernfeldSo kam der siebente Monat heran — die Kinder Israel waren bereits in den Städten — als sich das Volk versammelte wie Ein Mann nach Jerusalem.
ZunzAls der siebente Monat herankam — und die Kinder Jisraél waren in den Städten —, da versammelte sich das Volk wie Ein Mann nach Jeruschalajim.
R. BreuerEs kam der siebente Monat heran — die Kinder Israels waren bereits in den Städten — da versammelte sich das Volk wie ein Mann nach Jerusalem.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 1. Durch כאיש אחד kann sowohl die Raschheit als auch die Vollzähligkeit der Versammlung angedeutet sein.

2
וַיָּ֩קׇם֩ יֵשׁ֨וּעַ בֶּן־יֽוֹצָדָ֜ק וְאֶחָ֣יו הַכֹּהֲנִ֗ים וּזְרֻבָּבֶ֤ל בֶּן־שְׁאַלְתִּיאֵל֙ וְאֶחָ֔יו וַיִּבְנ֕וּ אֶת־מִזְבַּ֖ח אֱלֹהֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל לְהַעֲל֤וֹת עָלָיו֙ עֹל֔וֹת כַּכָּת֕וּב בְּתוֹרַ֖ת מֹשֶׁ֥ה אִישׁ־הָאֱלֹהִֽים׃
BernfeldDa stand auf Jesua, Sohn Jozadak, und seine Brüder, die Priester, und Serubabel, Sohn Sealtiël’s, und seine Brüder, und sie erbauten den Altar des Gottes Israels, um Opfer darauf zu opfern, wie geschrieben ist in der Lehre Moses, des Mannes Gottes.
ZunzUnd es stand auf Jeschua, Sohn Jojadak, und seine Brüder, die Priester, und Serubabel, Sohn Schealtiël's, und seine Brüder, und sie baueten auf den Altar des Gottes Jisraél's, um Opfer darauf zu opfern, wie geschrieben ist in der Lehre Moscheh's, des Mannes Gottes.
R. BreuerDa stand auf Jesua, Sohn Jozadaks, und seine Brüder, die Priester, und Serubabel, Sohn Schealtiels, und seine Brüder, und sie bauten den Altar des Gottes Israels, um Opfer darauf zu opfern, wie geschrieben ist in der Lehre Moses, des Mannes Gottes.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 2. Ob durch עלות alle anderen Opfer ausgeschlossen werden sollen oder ob dieser engere Begriff nur die Tatsache ausdrücken soll, daß nunmehr nach Erbauung des Altars die im folgenden Verse erwähnten täglichen עלות dargebracht werden konnten, die Entscheidung dieser exegetischen Frage hängt (vgl. Malbim z. St.) mit der Entscheidung der grundsätzlichen Frage zusammen, ob Esras Heiligtum einer neuen Weihung bedurfte, oder ob die Heiligung, die dem Tempel und der Stadt Jerusalem zur Zeit Salomos zuteil wurde, sich automatisch auch auf die Zukunft erstreckte. רמב"ם in הל' בית הבחירה 6, 14 bejaht, הראב"ד verneint diese Frage. S. jedoch משנה למלך das.

Sie erbauten den Altar „des Gottes Israels“ . . . wie geschrieben ist in der Lehre Moses „des Mannes Gottes“. In dieser ausdrücklichen Betonung, daß der Altar ein Altar Gottes und dieser Gott der Gott Israels war, und daß die Opfer, die auf diesem Gottesaltar dargebracht wurden, in der von dem Gottesmanne Moses überlieferten Lehre vorgeschrieben sind, spricht sich das Bestreben aus, aus der Gottesferne des Exils in die Gottesnähe der Heimat sich zurückzufinden. Das heimkehrende Israel kehrt zu seinem Gotte und seiner Lehre heim.

3
וַיָּכִ֤ינוּ הַמִּזְבֵּ֙חַ֙ עַל־מְכ֣וֹנֹתָ֔יו כִּ֚י בְּאֵימָ֣ה עֲלֵיהֶ֔ם מֵעַמֵּ֖י הָאֲרָצ֑וֹת (ויעל) [וַיַּעֲל֨וּ] עָלָ֤יו עֹלוֹת֙ לַֽיהֹוָ֔ה עֹל֖וֹת לַבֹּ֥קֶר וְלָעָֽרֶב׃
BernfeldSie errichteten den Altar auf seinem Gestell, unter Furcht vor den Völkern der Länder, und sie opferten auf ihm Ganzopfer dem Herrn, Morgen- und Abendopfer.
ZunzUnd sie errichteten den Altar auf seinen Gestühlen, weil Furcht über sie kam vor den Völkern der Länder, und sie opferten auf demselben Ganzopfer dem Ewigen, Morgenund Abendopfer.
R. BreuerSie errichteten den Altar auf seinem Gestell, denn in Furcht befanden sie sich vor den Völkern der Länder, und sie opferten auf ihm Emporopfer für Gott, Emporopfer für den Morgen und für den Abend.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 3. Erst dieser Altar wurde על מכונתיו in seiner ganzen Länge und Breite erbaut. „Gleichwohl hat die Höhe nicht gewechselt und wird nicht wechseln, der von Moses, von Salomo, der im zweiten Tempel errichtete waren von gleicher Höhe, obgleich die Länge und Breite von fünf Quadratellen des mosaischen Altars bis zu 32 Quadratellen des zweiten Tempels stieg, und auch der einst zu erwartende, von Jecheskel geschaute wird dieselbe Höhe haben.“ (Kom. Ex. 27,1). Vgl. Sebachim 62a: אמר רב יוסף לאו היינו דתניא ויכינו המזבח על מכונתיו שהגיעו לסוף מדותיו.

Die Heimkehrenden hielten sich streng an den Wortlaut des Edikts, worin Cyrus ihnen die Heimkehr zum Zweck der Tempelerbauung erlaubte. Sie fühlten die Augen der Welt, der „Völker der Länder“, auf sich gerichtet, daher, kaum in der Heimat angelangt, bauten sie den Altar, כי באימה עליהם וכו', weil die Furcht in ihnen lebte, daß schon die leiseste Abweichung vom graden Weg zu Verläumdungen bei Cyrus und politischen Komplikationen führen könnte.

4
וַֽיַּעֲשׂ֛וּ אֶת־חַ֥ג הַסֻּכּ֖וֹת כַּכָּת֑וּב וְעֹלַ֨ת י֤וֹם בְּיוֹם֙ בְּמִסְפָּ֔ר כְּמִשְׁפַּ֖ט דְּבַר־י֥וֹם בְּיוֹמֽוֹ׃
BernfeldSie feierten das Hüttenfest, wie vorgeschrieben ist, und das tägliche Opfer nach der Zahl, nach Vorschrift, die Gebühr eines jeden Tages an seinem Tage.
ZunzUnd sie hielten das Hüttenfest, wie vorgeschrieben ist, und das tägliche Opfer nach der Zahl, nach Vorschrift, die Gebühr jeglichen Tages an seinem Tage.
R. BreuerSie feierten das Hüttenfest, wie vorgeschrieben ist, und das tägliche Opfer nach der Zahl, nach Vorschrift, die Gebühr eines jeden Tages an seinem Tage.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 4—6. Am 1. Tischri begann die Darbringung der täglichen Opfer (V. 3 u. 6). Dann kam das Hüttenfest mit seinen täglichen Festopfern, die genau nach Vorschrift dargebracht wurden (V. 4). Nachdem dieses Fest zu Ende war, galt es, die übrigen Punkte des normalen Opferprogramms der Tage, Neumonde und Feste, sowie der freiwilligen Gaben, zu erfüllen (V. 5), obwohl vorerst nur der Altar, der Tempel aber noch nicht errichtet war.

5
וְאַחֲרֵי־כֵ֞ן עֹלַ֤ת תָּמִיד֙ וְלֶ֣חֳדָשִׁ֔ים וּלְכׇל־מוֹעֲדֵ֥י יְהֹוָ֖ה הַמְקֻדָּשִׁ֑ים וּלְכֹ֛ל מִתְנַדֵּ֥ב נְדָבָ֖ה לַיהֹוָֽה׃
BernfeldDann das beständige Opfer und die der Neumonde und aller geheiligten Feste des Herrn, und eines jeden, der eine freiwillige Gabe dem Herrn brachte.
ZunzUnd hernach das beständige Opfer und die der Neumonde und aller Feste des Ewigen, der geheiligten, und eines Jeden, der eine freiwillige Gabe dem Ewigen brachte.
R. BreuerUnd danach das beständige Opfer und die der Neumonde und aller geheiligten Feste Gottes, und eines jeden, der eine freiwillige Gabe Gott darbrachte.
6
מִיּ֤וֹם אֶחָד֙ לַחֹ֣דֶשׁ הַשְּׁבִיעִ֔י הֵחֵ֕לּוּ לְהַעֲל֥וֹת עֹל֖וֹת לַיהֹוָ֑ה וְהֵיכַ֥ל יְהֹוָ֖ה לֹ֥א יֻסָּֽד׃
BernfeldVom ersten Tage des siebenten Monats fingen sie an dem Herrn zu opfern, obwohl der Tempel des Herrn noch nicht errichtet war.
ZunzVom ersten Tage des siebenten Monats fingen sie an zu opfern Opfer dem Ewigen, obwohl der Tempel des Ewigen noch nicht gegründet war.
R. BreuerVom ersten Tage des siebenten Monats fingen sie an, Gott Opfer darzubringen, obwohl der Tempel Gottes noch nicht errichtet war.
7
וַיִּ֨תְּנוּ־כֶ֔סֶף לַחֹצְבִ֖ים וְלֶחָרָשִׁ֑ים וּמַאֲכָ֨ל וּמִשְׁתֶּ֜ה וָשֶׁ֗מֶן לַצִּֽדֹנִים֙ וְלַצֹּרִ֔ים לְהָבִיא֩ עֲצֵ֨י אֲרָזִ֤ים מִן־הַלְּבָנוֹן֙ אֶל־יָ֣ם יָפ֔וֹא כְּרִשְׁי֛וֹן כּ֥וֹרֶשׁ מֶֽלֶךְ־פָּרַ֖ס עֲלֵיהֶֽם׃ {פ}
BernfeldUnd sie gaben Geld den Steinhauern und den Zimmerleuten, und Speise und Trank und Oel den Zidoniern und den Tyrern, dass sie Zedernbäume vom Libanon brachten zum Meere von Jafo, gemäß der Vollmacht Cyrus, des Königs von Persien.
ZunzUnd sie gaben Geld den Steinhauern und den Zimmerleuten, und Speise und Trank und Oel den Zidonim und den Zorim, daß sie bringen Zedernbäume vom Lebanon zum Meere von Jafo, gemäß der Vollmacht Koresch, des Königs von Paras, an sie.
R. BreuerUnd sie gaben Geld den Steinhauern und Zimmerleuten und Speise und Trank und Öl den Sidoniern und Tyrern, daß sie Zedernbäume vom Libanon ans Meer nach Japho brachten, gemäß der Vollmacht, die Cyrus, der König von Persien, ihnen (erteilt hatte).
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 7. Wie beim Bau des ersten Tempels (Kön. I. 5), so waren es auch hier Sidonier, Tyrer und wohl auch Phönizier, die als Steinmetzen, Zimmerleute, Bauhandwerker angeworben wurden. Treffend folgert Malbim aus Nehem. 2,8 und Esra 6, 4, daß die Zedernstämme des Libanon dem König von Persien gehörten und daher ohne seine Erlaubnis nicht zum Bau des Tempels verwendet werden durften, daß aber dieses רשיון des Cyrus ihnen die Bäume nicht zum Ankauf, sondern להביא, unentgeltlich zur Verfügung stellte. Sie wurden vom Libanon ans Meer nach Japho gebracht und von dort auf dem Wasserwege nach Jerusalem befördert.

8
וּבַשָּׁנָ֣ה הַשֵּׁנִ֗ית לְבוֹאָ֞ם אֶל־בֵּ֤ית הָֽאֱלֹהִים֙ לִיר֣וּשָׁלַ֔͏ִם בַּחֹ֖דֶשׁ הַשֵּׁנִ֑י הֵחֵ֡לּוּ זְרֻבָּבֶ֣ל בֶּן־שְׁ֠אַלְתִּיאֵ֠ל וְיֵשׁ֨וּעַ בֶּן־יֽוֹצָדָ֜ק וּשְׁאָ֥ר אֲחֵיהֶ֣ם ׀ הַכֹּהֲנִ֣ים וְהַלְוִיִּ֗ם וְכׇל־הַבָּאִים֙ מֵהַשְּׁבִ֣י יְרֽוּשָׁלַ֔͏ִם וַיַּעֲמִ֣ידוּ אֶת־הַלְוִיִּ֗ם מִבֶּ֨ן עֶשְׂרִ֤ים שָׁנָה֙ וָמַ֔עְלָה לְנַצֵּ֖חַ עַל־מְלֶ֥אכֶת בֵּית־יְהֹוָֽה׃
BernfeldIm zweiten Jahre ihrer Ankunft zum Gotteshause in Jerusalem, im zweiten Monate, begannen Serubabel, Sohn Sealtiël’s, und Jesua, Sohn Jozadak’s, und ihre übrigen Brüder, die Priester und die Leviten, und alle, die aus der Gefangenschaft nach Jerusalem gekommen, anzustellen die Leviten [im Alter] vom zwanzigsten Jahre und darüber, dass sie vorstehen dem Werk am Hause des Herrn.
ZunzUnd im zweiten Jahre ihrer Ankunft zum Gotteshause in Jeruschalajim, im zweiten Monate, begannen Serubabel, Sohn Schealtiël's, und Jeschua, Sohn Jojadak's, und ihre übrigen Brüder, die Priester und die Lewiim und alle, die aus der Gefangenschaft nach Jeruschalajim gekommen, anjustellen die Lewiim vom zwanzigsten Jahre und darüber, daß sie vorstehen dem Werk am Hause des Ewigen.
R. BreuerIm zweiten Jahre ihrer Ankunft zum Gotteshause in Jerusalem, im zweiten Monate, begannen Serubabel, Sohn Schealtiels, und Jesua, Sohn Jozadaks, und ihre übrigen Brüder, die Priester und Leviten, und alle, die aus der Gefangenschaft nach Jerusalem gekommen waren, anzustellen die Leviten vom zwanzigsten Jahre und darüber, daß sie vorstehen dem Werke am Hause Gottes.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 8—9. לנצח—לנצח. Beide Male wird nach Raschi mit diesem Worte der Levitengesang bezeichnet, mit welchem die hierzu Bestellten die Bauarbeit begleiteten. Malbim begreift das zweite לנצח im Sinne von Beaufsichtigen, wozu die lediglich in V. 9 Genannten bestellt wurden, während sich zum Gesange, wie aus V. 8 hervorgehe, sämtliche Leviten vereinigt hätten. Ein Blick in den Talmud lehrt aber im Gegenteil, daß eher das erste לנצח im Sinne von Beaufsichtigen und das zweite in seiner musikalischen Bedeutung zu verstehen ist. Aus Chulin 24b: מאימתי כשר לעבודה משיביא שתי שערות רבי אומר עד שיהא בן עשרים א"ר חסדא מ"ט דרבי דכתיב ויעמידו את הלוים מבן עשרים שנה ומעלה לנצח על מלאכת בית ה' ואידך לנצח שאני.... רש"י: דמשמע לעבוד עבודות כבדות הצריכות ניצוח. רבינו גרשום: כלומר שהיו מחזיקים ברמחים geht hervor, daß das erste לנצח keineswegs speziell auf den Levitengesang, sondern auf die gesamte, den Leviten obliegende עבודה, ja nach רבי auf die eine ausgereifte Körperkraft erfordernden Arbeiten des Levitendienstes sich bezieht. Dagegen erhellt aus Arachin 13b: אין הקטן נכנס לעזרה לעבודה אלא בשעה שהלוים אומרים בשיר מנא הני מילי אמר רבי יוחנן דאמר קרא ויעמוד ישוע וכו' לנצח וכו', daß gerade mit dem zweiten לנצח der Levitengesang gemeint ist, an dem sich auch die minderjährigen Leviten in Begleitung der Erwachsenen beteiligten. Nach תוס' das. בד"ה אין קטן wird die biblische Verankerung des Mischnasatzes, daß minderjährige Leviten in den Tempel nur zur Zeit des Gesanges der Erwachsenen Einlaß finden, in der überflüssigen Wörterhäufung unseres V. 9 בניו ואחיו . . . בניהם ואחיהם gefunden, דרבי ליה מיתורא דקרא s. das.

9
וַיַּעֲמֹ֣ד יֵשׁ֡וּעַ בָּנָ֣יו וְ֠אֶחָ֠יו קַדְמִיאֵ֨ל וּבָנָ֤יו בְּנֵֽי־יְהוּדָה֙ כְּאֶחָ֔ד לְנַצֵּ֛חַ עַל־עֹשֵׂ֥ה הַמְּלָאכָ֖ה בְּבֵ֣ית הָאֱלֹהִ֑ים {ס} בְּנֵי֙ חֵֽנָדָ֔ד בְּנֵיהֶ֥ם וַאֲחֵיהֶ֖ם הַלְוִיִּֽם׃
BernfeldEs traten Jesua und seine Söhne und seine Brüder, Kadmiel und seine Söhne, die Söhne Jehuda, wie Ein Mann auf, vorzustehen den Arbeitern im Gotteshause; ferner die Söhne Henadad, ihre Söhne und ihre Brüder, die Leviten.
ZunzUnd auftraten Jeschua, seine Söhne und seine Brüder, Kadmiël und seine Söhne, die Söhne Jehudah, wie Ein Mann, vorzustehen den Arbeitern im Gotteshause; (auch) die Söhne Chenadad, ihre Söhne und ihre Brüder, die Lewiim.
R. BreuerEs traten Jesua, seine Söhne und Brüder, Kadmiel und seine Söhne, die Söhne Judas, wie ein Mann auf, vorzustehen den Arbeitern im Gotteshause; die Söhne Chenadads, ihre Söhne und Brüder, die Leviten.
10
וְיִסְּד֥וּ הַבֹּנִ֖ים אֶת־הֵיכַ֣ל יְהֹוָ֑ה וַיַּעֲמִ֩ידוּ֩ הַכֹּהֲנִ֨ים מְלֻבָּשִׁ֜ים בַּחֲצֹֽצְר֗וֹת וְהַלְוִיִּ֤ם בְּנֵֽי־אָסָף֙ בַּֽמְצִלְתַּ֔יִם לְהַלֵּל֙ אֶת־יְהֹוָ֔ה עַל־יְדֵ֖י דָּוִ֥יד מֶֽלֶךְ־יִשְׂרָאֵֽל׃
BernfeldDie Bauleute gründeten den Tempel des Herrn, dann stellten sich auf die Priester in ihrer Kleidung mit Trompeten, und die Leviten, die Söhne Aßafs, mit Zimbeln, zu preisen den Herrn in der Weise Davids, Königs von Israel.
ZunzUnd als die Bauleute gegründet den Tempel des Ewigen, da stellten sich auf in ihrer Kleidung die Priester mit Trompeten, und die Lewiim, die Söhne Aßaf's, mit Cymbeln, zu preisen den Ewigen in der Weise Dawid's, Königs von Jisraél.
R. BreuerUnd als die Bauleute den Grund zum Tempel Gottes gelegt hatten, da traten die Priester in ihrer Kleidung hin mit den Trompeten, und die Leviten, die Söhne Assafs, mit den Zimbeln, um Gott zu preisen nach der Weise Davids, des Königs von Israel.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 10—11. Wie Malbim bemerkt, ist es eine halachische Streitfrage, ob die Priester auch außerhalb der Zeit ihres Priesterdienstes die priesterliche Amtstracht tragen durften. Nach dem רמב"ם, der diese Frage verneint, muß angenommen werden, daß die Priester bei der Feier der Grundsteinlegung noch mit der Amtstracht bekleidet waren, mit der sie sich vorher zur Darbringung des Tamidopfers bekleidet hatten. Die Trompeten, die von den Priestern sonst nur an den Festtagen geblasen wurden, wurden hier offenbar ausnahmsweise zur Feier des Tages, der festlichen Charakters war, geblasen.

11
וַֽ֠יַּעֲנ֠וּ בְּהַלֵּ֨ל וּבְהוֹדֹ֤ת לַֽיהֹוָה֙ כִּ֣י ט֔וֹב כִּֽי־לְעוֹלָ֥ם חַסְדּ֖וֹ עַל־יִשְׂרָאֵ֑ל וְכׇל־הָעָ֡ם הֵרִ֩יעוּ֩ תְרוּעָ֨ה גְדוֹלָ֤ה בְהַלֵּל֙ לַֽיהֹוָ֔ה עַ֖ל הוּסַ֥ד בֵּית־יְהֹוָֽה׃
BernfeldSie stimmten einen Lobgesang an und Danklieder dem Herrn: Dass er gütig ist, denn ewiglich währt seine Huld über Israel! Das ganze Volk erhob ein großes Freudengeschrei bei dem Lobgesang für den Herrn, als das Haus des Herrn gegründet wurde.
ZunzUnd sie stimmten an Lobgesang und Danklieder dem Ewigen: daß er gütig ist, denn ewiglich währt seine Huld über Jisraél; und das ganze Volk erhob ein großes Freudengeschrei, bei dem Lobgesang für den Ewigen, über die Gründung des Hauses des Ewigen.
R. BreuerSie stimmten einen Lobgesang an und Danklieder für Gott: daß er gütig ist, daß ewig währt über Israel seine Huld! Das ganze Volk erhob ein großes Freudengeschrei bei dem Lobgesang für Gott, wegen der Grundlegung des Gotteshauses.
12
וְרַבִּ֡ים מֵהַכֹּהֲנִ֣ים וְהַלְוִיִּם֩ וְרָאשֵׁ֨י הָאָב֜וֹת הַזְּקֵנִ֗ים אֲשֶׁ֨ר רָא֜וּ אֶת־הַבַּ֤יִת הָֽרִאשׁוֹן֙ בְּיׇסְד֔וֹ זֶ֤ה הַבַּ֙יִת֙ בְּעֵ֣ינֵיהֶ֔ם בֹּכִ֖ים בְּק֣וֹל גָּד֑וֹל וְרַבִּ֛ים בִּתְרוּעָ֥ה בְשִׂמְחָ֖ה לְהָרִ֥ים קֽוֹל׃
BernfeldViele aber von den greisen Priestern und den Leviten und den Familienhäuptern, die noch das erste Haus gesehen hatten, weinten mit lauter Stimme, als zu diesem Hause vor ihren Augen der Grund gelegt wurde, während viele im Jauchzen der Freude die Stimme erhoben.
ZunzViele aber von den Priestern und den Lewiim und den Stammhäuptern, den Greisen, welche gesehen hatten das erste Haus, — da dieses Haus vor ihren Augen gegründet ward, weinten mit lauter Stimme, während viele im Jauchzen der Freude die Stimme erhoben.
R. BreuerViele aber von den greisen Priestern und Leviten und Familienhäuptern, die noch das erste Haus gesehen hatten, weinten mit lauter Stimme, als zu diesem Hause vor ihren Augen der Grund gelegt wurde, während viele im Jauchzen der Freude die Stimme erhoben.
Kommentar (R. Breuer)
Kommentar von Rabbiner Raphael Breuer

V. 12—13. Aus Themura 15b und Horioth 6a: כי אקרובינהו להני חטאות אחיי אקרבינהו דכתיב ורבים מהכהנים וכו' ודילמא הנך מיעוטא לא מצית אמרת דכתיב ואין העם מכירים וכו'. geht hervor, daß die Sühnopfer, von denen im 8. Kapitel des Esrabuches erzählt wird, für die Überlebenden aus der in Götzendienst versunkenen Zeit des Königs Zidkijahu dargebracht wurden, daß ferner diese Überlebenden, die mit ihrem Weinen das Freudengeschrei der andern übertönten, die Mehrheit bildeten.

13
וְאֵ֣ין הָעָ֗ם מַכִּירִים֙ ק֚וֹל תְּרוּעַ֣ת הַשִּׂמְחָ֔ה לְק֖וֹל בְּכִ֣י הָעָ֑ם כִּ֣י הָעָ֗ם מְרִיעִים֙ תְּרוּעָ֣ה גְדוֹלָ֔ה וְהַקּ֥וֹל נִשְׁמַ֖ע עַד־לְמֵרָחֽוֹק׃ {פ}
BernfeldDas Volk konnte nicht heraushören die Stimme des Jauchzens der Freude vor der Stimme des Weinens der Masse, obwohl das Volk ein großes Freudengeschrei erhob, und das Geschrei wurde gehört bis in die weite Ferne.
ZunzUnd nicht erkannte das Volk die Stimme des Jauchzens der Freude vor der Stimme des Weinens des Volkes, denn das Volk erhob ein großes Freudengeschrei, und das Geschrei wurde gehört bis in die Ferne.
R. BreuerDas Volk konnte nicht heraushören die Stimme des Jauchzens der Freude vor der Stimme des Weinens der Masse, weil das Volk wohl ein großes Freudengeschrei erhob, die Stimme (des Weinens) aber gehört wurde bis in die weite Ferne.