Nachum 3 נחום
Kommentar (J. J. Hirsch)
Kap. 3. V. 1. Unter דָּמִים ist hier weniger der offene Mord zu verstehen, die „Stadt der Blutschuld“ kennzeichnet vielmehr die politischen und socialen Verhältnisse, die die große Mehrzahl des Volkes zum socialen und wirtschaftlichen Tode verurteilten. כַּחַשׁ פֶּרֶק sind nicht Asyndeta s. v. a. כ' ופרק, sondern durch stat. constr. zu einem Begriff verbunden. Lug und Trug im Dienste der Habsucht, zum Zwecke widerrechtlicher Bereicherung ist das allgemein herrschende Princip. פֶּרֶק das Wegnehmen, wie הִתְפָּרָקוּ Ex. 32, 24. Die Nominalform ist ebenso wie טֶרֶף gebraucht um die Continuität der Thätigkeit, hier des Raubens, noch stärker zu bezeichnen.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 2. 3. In schneidendem Gegensatze zu diesem Elend der Masse steht der äußere Glanz der insbesondere militärischen Prachtentfaltung. Die Verse zeichnen das Bild, das Ninive im Frieden darbot. Nur das Auge des jüdischen Propheten läßt sich durch das glänzende Bild des rauschenden Straßenlebens nicht täuschen. Es sieht den Jammer, die „Schwere von Leichen“, von Gemordeten, es schaut die sittliche Fäulnis, die „Sinnlichkeit ohne Ende“, unter der glänzenden Hülle. Die „Leichen“, das gemordete Menschenglück bildet eine „schwere Last“, unter der Ninive erliegt, und durch seine Sinnlichkeit kommt es zu Fall. גְּוִיָּה Körper, Leib, Gen. 47, 18, hier Körperlichkeit, Sinnlichkeit. Ihr ganzes Streben ist nur auf Sinnlichkeit gerichtet, in ihr, in dem Streben die Mittel zu ihrer Befriedigung zu gewinnen, wurzelt auch die rücksichtslose Gewaltthätigkeit und unersättliche Raubgier, ihr entstammt auch die Grausamkeit, darum wird gerade sie als eigentliche Ursache von Ninives Fall bezeichnet: וְכָשְׁלוּ בִּגְוִיָּתָם. Roß und Wagen ist collectiv, wir haben es deshalb mit dem Plural übersetzt. מְרַקֵּדָה wörtlich: hüpfend, von dem über alle Unebenheiten der Straßen hinüberrasenden Wagen. מַעֲלָה s. v. a. מַעֲלָה Stufe, hier Rang. מַעֲלֶה kann auch als Part. zu fassen sein, dann wäre, wenngleich ungewöhnlich, dem Zusammenhange nach סוּס zu ergänzen, er läßt sein Roß steigen, vom galoppierenden Reiter, es entspräche dem „auf und nieder prallenden Wagen“. אֵין קֵצָה von der Unersättlichkeit der sinnlichen Begierden.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 4—7. Ninive wird זוֹנָה genannt, wegen der in ihren maßgebenden Kreisen herrschenden Zuchtlosigkeit. Ihr wird der Vorwurf gemacht, daß sie kein Gebot der Gerechtigkeit und Menschlichkeit achte, die unterworfenen Völker schamlos aussauge, nur um ihren ungezügelten Leidenschaften fröhnen zu können. Die Gesundheit des äußerlich so mächtigen Staates wird dadurch unrettbar untergraben, seine Lebenskraft zerstört. Dies wird unter dem Bilde der Buhlerin dargestellt, die, ursprünglich von gewinnender Anmut, durch ihre Ausschweifungen dazu kommt, zu künstlichen „Zaubermitteln“ ihre Zuflucht nehmen zu müssen. Die Erklärung, daß unter diesen Künsten des als זוֹנָה bezeichneten Staates die diplomatische Schlauheit verstanden sei, mit der angeblich Ninive die kleinen Völker arglistig umgarnt, um sie zu unterwerfen, wird durch keine geschichtliche Thatsache unterstützt. Eine solche Politik der Täuschung und der trügerischen Versprechungen kommt vielmehr wiederholt nur von Ägypten vor, vergl. Jes. 30, 2. 3. 6. 7. 36, 6. — בַּעֲלַת weniger: „Meisterin“, als von dem Besitze, der Benutzung und Handhabung. Durch das Strafgericht deckt Gott die ganze innere Verderbnis auf und zeigt den Völkern und den Reichen, wie ein jeder Staat, der in solcher Weise seine Macht mißbraucht, seinen eigenen Untergang herbeiführe. Gott macht Ninive — כְּרָאִי: zu einem warnenden „Spiegel“, in welchem alle machtvergötternden Völker und Reiche das ihnen allen drohende Geschick erkennen sollen, wenn sie sich nicht durch das hier Geschaute warnen lassen. Die „Leichenhaufen“, die „verkauften Völker“, das „gemordete Familienglück“, die zur Verwesung führende Sinnlichkeit — das ist recht eigentlich גְּוִיָּה, an גֵּעַ anklingend, mit dem es lautverwandt ist — die bisher nur das Auge des Gottespropheten unter all dem Glanze geschaut hat, sie werden durch das Gottesgericht den Augen der ganzen Welt sichtbar gemacht. Das Bild der Buhlerin wird beibehalten, die aller künstlichen Schönheitsmittel beraubt in ihrer grinsenden Wirklichkeit dem allgemeinen Abscheu preisgegeben wird. — שׁוּלַיִךְ Säume, das untere Ende des lang herabwallenden Priestergewandes Ex. 28, 34, des Thrones Jes. 6, 1, hier von der Schleppe des Prachtgewandes. וְהִשְׁלַכְתִּי עָלַיִךְ שִׁקֻּצִים: Abscheu und Ekel Erregendes schleudere ich auf dich, die dich überkommenden Geschicke werden dich deines falschen Liebreizes berauben. מַעַר von עָרָה hier s. v. a. עֶרְוָה, רְאִי in Pausa für רְאִי Hiob 37, 18: Spiegel. Oder für רָאוֹ das Schauen, hier Gegenstand des Schauens, Schauspiel, Warnungsbeispiel, der Sinn bleibt derselbe, יִדּוֹד: während du früher bewundert wurdest, flieht jetzt ein jeder entsetzt vor dir zurück. שֻׁדְּדָה Pualform für שֻׁדְּדָה, wie כָּשִׁיתָ Deut. 32, 15, das trotz des fehlenden Dagesch gleichfalls als Pual zu fassen ist. — Ninives Untergang wird von Niemandem bedauert, es hat sein Geschick wohl verdient. Es erscheint nicht unmöglich, daß die ungewöhnliche Pualform, mit dem dagessirten ד des Puals und dem ַ des Kal eben diesen Gedanken aufs prägnanteste auch phonetisch ausdrücken soll: die so oft andere verwüstete, jetzt: שֻׁדְּדָה ist sie selbst verwüstet. Alle von dir Unterdrückten und Verwüsteten haben nur Grund sich über deinen Untergang zu freuen. מֵאַיִן וגו' von wo könnte ich dir Trost holen, es giebt keinen, der sich deiner Macht zu freuen gehabt hätte!
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 8. נֹא: vergl. נָאוֹת = Stätte, Wohnung. „Die Stadt des Amon“, der Name der Königsstadt Theben in Oberägypten, mit dem berühmten Tempel des Amon. Es lag an beiden Ufern des Niles, auf dessen Canäle hier der Plural יְאֹרִים hinweist, während er selbst wegen seiner gewaltigen Wassermasse als Meer bezeichnet wird, wie der Euphrat, Jes. 51, 36. Das Wasser bildete seine äußere und innere Befestigung, ersetzte an der Wasserseite, was sonst durch חוֹמוֹת וָחֵיל an eigentlichen Mauern und äußeren Befestigungswerken geschaffen wurde. מִיָּם: deren Mauer vom Meere (dem Nil) gebildet wurde.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 9. In rhetorischem Schwunge redet der Prophet hier Theben in lebendiger Vergegenwärtigung an. Ihm hatte doch Äthiopien beigestanden, das mächtige, und die eigentlichen Ägypter bildeten die „endlose“ d. i. zahllose und unerschöpfliche Wehrkraft seines Heeres, ebenso Put und die Libyer. Kusch bezeichnet die Bevölkerung und das Land südlich von Ägypten und sodann das äthiopische Reich. Kusch wird der Construction nach hier als Bundesgenosse Ägyptens bezeichnet, während Put, ein den Libyern verwandtes Volk, und diese selbst Hülfstruppen stellten. Alle diese Machtmittel und die natürliche Stärke hatte No-Amon nicht vor der Eroberung durch die Assyrer schützen können. Es wird hiermit wohl auf den von Assarhaddon oder dessen Nachfolger gegen Ägypten unternommenen siegreichen Kriegszug hingewiesen.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 10. Auch es hatte dasselbe grause Geschick zu erdulden, das damals den eroberten Städten bereitet wurde. Das Los werfen, nämlich zur Verteilung als Beute, bezeichnet die tiefste Herabwürdigung der als Sache behandelten Gefangenen. Vergl. Obadja V. 11. Joel 4, 3. רֻתְּקוּ, vergl. רְתֻקוֹת כֶּסֶף Jes. 40, 19.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 11. No-Amons Geschick wird auch das deinige, Ninives, sein. גַּם אַתְּ bezieht sich zurück auf das גַּם הִיא des vorigen Verses. תִּשְׁכְּרִי trunken sein von dem Kelche des göttlichen Zornes, den du zu leeren haben wirst, vergl. Obadja V. 16. Jes. 51, 17. 21. תְּהִי נֶעְלָמָה, du wirst verborgen werden, d. h. gänzlich verschwinden. Im Folgenden werden, von diesem letzten Erlebnis zurückgehend, einzelne Phasen dieses Untergangs verkündet. Du wirst dich plötzlich kraft- und mutlos fühlen, wirst Zuflucht suchen. Doch es wird vergebens sein. Du hättest dich früher durch das Geschick, das die anderen getroffen, warnen lassen sollen. Deine Festungen werden dir den gesuchten Halt nicht gewähren, sie werden vielmehr den Sturz nur beschleunigen.
Sie werden mit spätreifenden Feigen am Baume neben frühreifen verglichen. Wenn der Baum geschüttelt wird, so tragen jene durch den Anprall noch dazu bei, daß die reifen dem Esser in den Mund fallen. Dann bedeutet תְּאֵנִים die Feigen und עִם das räumliche Nebeneinander. Es kann übrigens auch gefaßt werden wie Hohelied 4, 11: רִמּוֹנִים עִם פְּרִי מְגָדִים und תְּאֵנִים als Feigenbaum. Der Sinn wäre dann: die Festungen sind wie Feigenbäume mit frühreifen Feigen daran, die nur geschüttelt zu werden brauchen, um abzufallen. Dann bleibt jedoch die Nüance der Frühreife ganz unerklärt, die reife und nicht bloß die frühreife fällt leicht ab. Ohnehin kommt עִם nicht häufig in diesem unterordnenden Sinne vor. Deshalb halten wir תְּאֵנִים hier für die Frucht und nicht für den Baum. יְנוּעוּ bezieht sich auf die Gesamtheit der Früchte und וְנָפְלוּ auf die frühreifen.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 13. Du bist angesichts des dich überkommenden Geschickes ohnmächtig; die Festungen, die die Zugänge schützen sollten, die „Pforten deines Landes“, sie fallen rasch, leisten kaum Widerstand. Die Voranstellung des לְאֹיְבַיִךְ dürfte mit 11b correspondieren: du suchst vergebens Schutz in den Festungen, deinen Feinden aber stehen sie weit offen.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 14. Triff nur alle Vorbereitungen, um eine lange Belagerung aushalten zu können, versorge dich nur mit Trinkwasser, arbeite an der Befestigung der Mauern, wie dies im Einzelnen ausgeführt wird. טִיט Schlamm und Lehm, hier synonym mit חֹמֶר. Die assyrischen Bauten wurden mit teils blos an der Sonne gedörrten, teils gebrannten Ziegeln aufgeführt. Hier bei den Befestigungsarbeiten ist wohl nur an die gebrannten zu denken, dann bezeichnet מַלְבֵּן die Ziegelöfen, die in Stand gesetzt werden sollen. Als Ziegelform, die zu erfassen und handzuhaben wäre, müßte es בְּמַלְבֵּן heißen.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 15. Alles ist vergebens. Gerade dort, d. i. in deinen Mauern, wird dich Feuer verzehren. כַּיֶּלֶק ist Accusativ, Object. Das Bild wird sofort näher erläutert. יֶלֶק und אַרְבֶּה sind Heuschreckenarten. ילק verw. לקק auflecken, vom raschen Abfressen, ארבה von ארב und רבה, von der Plötzlichkeit des verderbenbringenden Überfalls und der großen Menge und raschen Vermehrung. Ninive wird wegen seines verderblichen, raubgierigen Schaltens mit den freßgierigen Heuschrecken verglichen, die sich so voll fressen, daß sie alsdann durch die eigene Schwere unbeholfen und bewegungslos werden und so hülflos totgeschlagen werden können. So hat Ninive durch das Übermaß seiner Raubsucht sich selbst den Untergang bereitet. In unübersetzbarer Prägnanz wird dieser Gedanke durch den bloßen Wechsel des Geschlechtes zum Ausdruck gebracht. Das männliche dient zum Ausdruck der Stärke, das weibliche zu dem der Schwäche. „Friß dich nur voll und schwer wie die Heuschrecke, du frissest dich voll und hülflos wie die Heuschrecke“. — Will man das כַּיֶּלֶק als Nominativ nehmen, so wäre der Sinn: du warst bisher die verderblichste Heuschreckenplage der Völker, jetzt trifft dich dasselbe Geschick. „Feuer und Schwert“ sind die „Heuschrecken“ die dich verzehren werden.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 16. Hier und im folgenden Verse wird nun geschildert, wie Ninive bisher wie Heuschrecken gehaust hat. Fiscalität war der Charakter aller seiner politischen und administrativen Maßnahmen; Vermögen und Machtmittel der beherrschten Völker überall aufzuspüren und in die Staatskasse zu leiten war die Aufgabe des ganzen Beamtenheeres, die deshalb so treffend wie verächtlich als רֹכְלִים, als umherwandernde in alles eindringende und alles ausspürende Krämer, Hausierer bezeichnet werden. Zahllos waren diese Agenten, und sie schwärmten aus raubgierig und alles abfressend wie eine Heuschreckenschar. פָּשַׁט: ausziehen, plündern, von einem Heere: einen Plünderungszug unternehmen, plündernd einfallen, so 2. Chr. 25, 13 וַיִּפְשְׁטוּ בְּעָרֵי יְהוּדָה u. s.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 17. מִנְזָרַיִךְ, nur hier, von נֵזֶר Diadem, Krone. טַפְסְרַיִךְ, nur noch Jer. 51, 27. in der Form טִפְסָר, wo es sich auf die gegen Babel herbeigerufenen Meder bezieht, also Bezeichnung eines hohen Beamten im assyrischen und medischen Staate. Die Etymologie ist dunkel. גּוֹב גֹּבַי, die Wiederholung bezeichnet die höchste Steigerung, hier des Wesens. Vergl. das Kethib 2 Kön. 19, 23. יוֹם קָרָה der Tag oder die Tageszeit der Kälte, also die Nacht und die ersten Morgenstunden vor Sonnenaufgang. Es ist das Bild der unausgesetzten Verheerung. Sie ruhen nur, während ihnen die Flügel von der Kälte erstarrt sind, sobald die Sonne sie erwärmt, machen sie sich ungesäumt auf, wie weggetrieben, um anderwärts ihr Verheerungswerk fortzusetzen. Der Pual וְנוֹדַד weist auf die Freßgier hin, von der sie sofort weiter „getrieben“ werden. Die Hast und Vollständigkeit des Weitereilens wird lebendig ausgedrückt durch die rhetorische Frage: Wo sind sie?
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 18. Sie sind allmählich eingeschlafen, in Schlummer gesunken, haben alle Frische, alle Thatkraft verloren רֹעֶיךָ deine Hirten, Führer, alle, die leitend und gestaltend auf das Staatsganze einzuwirken berufen waren. Enrichissez vous! war auch die Parole für die herrschenden Kreise im assyrischen Reiche gewesen. Was die רֹכְלִים, die Finanzkünstler des Reiches und ihre Beamten für die Staatskasse betrieben, das besorgten die Großen und die hohen Beamten für die eigene Tasche. Bei dieser Jagd nach Reichtum und Genuß war alle Manneskraft erschlafft und mit der Tüchtigkeit auch jede Sorge um das Staatswohl entschwunden. „Sie sind allmählich eingeschlafen — נוּם ist der Halbschlaf der behaglichen Sorglosigkeit — die deine Führer sein sollten — lasse sie jetzt nur ruhig lagern! jetzt ist’s zu spät, spare jeden Versuch des Aufraffens! Jedes die Völker zusammenhaltende Band ist zerstört, bereits hat sich dein in seine einzelnen Bestandteile aufgelöstes Volk — עַמְּךָ sing. נָפֹשׁוּ Plur. — zerstreut, über die Berge, ihrer Heimat zueilend, keine Macht mehr kann sie sammeln! נָפֹשׁוּ von פשש und פוש, verw. mit פוץ. Während פוץ dem צ-Laut entsprechend eine Zerstreuung oder Auflösung bedeutet, bei der noch die bisher zusammenhaltende Kraft zu überwinden war, bezeichnet פוש dem ש-Laut entsprechend die Zerstreuung als eine solche, bei der schon jeder Zusammenhang des Aufzulösenden gänzlich geschwunden war.
Kommentar (J. J. Hirsch)
V. 19. Für dich giebt es keine Rettung. כֵּהָה Subst.: Schwächung, Minderung, Tilgung. נַחְלָה Part. Niph. von חלה, in Verbindung mit מַכָּה vergl. Jer. 10, 19. 14, 17: die Wunde ist krank, d. i. schlimm, bösartig, unheilbar. רָעָתְךָ entweder deine Bosheit oder das Böse, das von dir ausgehende Unheil, die unmittelbar zuvor geschilderte Unterdrückung und Aussaugung der unterworfenen Völker; die Verbindung mit עבר und תמיד spricht für die letztere Auffassung. תָּקְעוּ כַף hier in demselben Sinne wie מחא כף, als Freudenausdruck in die Hände klatschen, applaudieren. Dein Fall erregt nirgends Teilnahme, vielmehr überall laute Freude, denn wer hätte unter deiner Schlechtigkeit oder vielmehr unter dem von dir kommenden Bösen nicht fortwährend zu leiden gehabt!