Jechezkel 18 יחזקאל
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1
וַיְהִ֥י דְבַר־יְהֹוָ֖ה אֵלַ֥י לֵאמֹֽר׃
ZunzUnd es erging das Wort des Ewigen an mich also:
J. BreuerEs erging das Wort Gottes an mich:
2
מַה־לָּכֶ֗ם אַתֶּם֙ מֹֽשְׁלִים֙ אֶת־הַמָּשָׁ֣ל הַזֶּ֔ה עַל־אַדְמַ֥ת יִשְׂרָאֵ֖ל לֵאמֹ֑ר אָבוֹת֙ יֹ֣אכְלוּ בֹ֔סֶר וְשִׁנֵּ֥י הַבָּנִ֖ים תִּקְהֶֽינָה׃
ZunzWarum führt ihr dieses Sprichwort auf dem Boden Jisraël's, also: Die Väter essen Herlinge, und die Zähne der Söhne werden stumpf.
J. BreuerWas soll es euch? Ihr sprechet das folgende Spruchwort auf Israels Boden: die Väter essen Herlinge, und die Zähne der Kinder werden stumpf!
3
חַי־אָ֕נִי נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֑ה אִם־יִהְיֶ֨ה לָכֶ֜ם ע֗וֹד מְשֹׁ֛ל הַמָּשָׁ֥ל הַזֶּ֖ה בְּיִשְׂרָאֵֽל׃
ZunzSo wahr ich lebe, ist der Spruch Gottes des Herrn, ihr sollt nicht lange mehr dieses Sprichwort in Jisraël führen.
J. BreuerSo wahr ich lebe, ist der Ausspruch meines Herrn, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, nicht wird es euch ferner beikommen, dieses Spruchwort in Israel zu sprechen.
4
הֵ֤ן כׇּל־הַנְּפָשׁוֹת֙ לִ֣י הֵ֔נָּה כְּנֶ֧פֶשׁ הָאָ֛ב וּכְנֶ֥פֶשׁ הַבֵּ֖ן לִי־הֵ֑נָּה הַנֶּ֥פֶשׁ הַחֹטֵ֖את הִ֥יא תָמֽוּת׃
ZunzSiehe, alle Seelen, mein sind sie, so die Seele des Vaters, wie die Seele des Sohnes, mein sind sie; die Seele, die sündigt, die soll sterben.
J. BreuerSind doch alle Seelen mein! Wie die Seele des Vaters, so die Seele des Sohnes — mein sind sie! Die Seele, die sündigt, sie soll sterben.
5
וְאִ֖ישׁ כִּֽי־יִהְיֶ֣ה צַדִּ֑יק וְעָשָׂ֥ה מִשְׁפָּ֖ט וּצְדָקָֽה׃
ZunzUnd so Jemand gerecht ist, daß er übt Recht und Gebühr,
J. BreuerEs ist jemand ein Gerechter, er übt Gerechtigkeit und Pflichtmilde:
6
אֶל־הֶֽהָרִים֙ לֹ֣א אָכָ֔ל וְעֵינָיו֙ לֹ֣א נָשָׂ֔א אֶל־גִּלּוּלֵ֖י בֵּ֣ית יִשְׂרָאֵ֑ל וְאֶת־אֵ֤שֶׁת רֵעֵ֙הוּ֙ לֹ֣א טִמֵּ֔א וְאֶל־אִשָּׁ֥ה נִדָּ֖ה לֹ֥א יִקְרָֽב׃
ZunzAuf den Bergen nicht isset, und seine Augen nicht erhebt zu den Götzen des Hauses Jisraël, und das Weib seines Nächsten nicht verunreinigt, und einem Weibe nicht nahe kommt in ihrer Absonderung,
J. Breuerer ißt nicht den Bergen zugewandt und erhebt sein Auge nicht zu den Greueln des Hauses Israel, er entweiht nicht die Frau seines Nächsten und naht nicht der Frau in ihrer Absonderung,
7
וְאִישׁ֙ לֹ֣א יוֹנֶ֔ה חֲבֹלָת֥וֹ חוֹב֙ יָשִׁ֔יב גְּזֵלָ֖ה לֹ֣א יִגְזֹ֑ל לַחְמוֹ֙ לְרָעֵ֣ב יִתֵּ֔ן וְעֵירֹ֖ם יְכַסֶּה־בָּֽגֶד׃
ZunzUnd Niemand übervortheilt, das ihm für seine Schuld Verpfändete zurückgiebt, keinen Raub begeht, sein Brod dem Hungernden giebt, und den Nackten mit einem Kleide bedeckt,
J. Breuerkeinen kränkt er, sein Pfand gibt er als Schuld zurück, begeht keinen Raub, gibt dem Hungernden sein Brot und bedeckt den Nackten mit dem Kleid,
8
בַּנֶּ֣שֶׁךְ לֹֽא־יִתֵּ֗ן וְתַרְבִּית֙ לֹ֣א יִקָּ֔ח מֵעָ֖וֶל יָשִׁ֣יב יָד֑וֹ מִשְׁפַּ֤ט אֱמֶת֙ יַעֲשֶׂ֔ה בֵּ֥ין אִ֖ישׁ לְאִֽישׁ׃
ZunzUm Zins nicht giebt, und Wucher nicht nimmt, vom Unrecht seine Hand zurückziehet, wahrhaftes Urtheil fällt zwischen Einem und dem Andern,
J. Breuergibt nichts gegen Zins und nimmt keine Vermehrung, hält von Unrecht seine Hand zurück, eine Rechtsordnung der Wahrheit übt er zwischen Mensch und Mensch, Mensch,
9
בְּחֻקּוֹתַ֧י יְהַלֵּ֛ךְ וּמִשְׁפָּטַ֥י שָׁמַ֖ר לַעֲשׂ֣וֹת אֱמֶ֑ת צַדִּ֥יק הוּא֙ חָיֹ֣ה יִֽחְיֶ֔ה נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֥י יֱהֹוִֽה׃
ZunzNach meinen Satzungen wandelt, und meine Rechte beobachtet, daß er Treue übe; der ist ein Gerechter, leben wird er, ist der Spruch Gottes des Herrn.
J. Breuerin meinen Gesetzen geht er, und meine Rechtsordnungen hütet er, um Wahrheit zu üben — der ist ein Gerechter, leben soll er, ist der Ausspruch meines Herrn, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart.
10
וְהוֹלִ֥יד בֵּן־פָּרִ֖יץ שֹׁפֵ֣ךְ דָּ֑ם וְעָ֣שָׂה אָ֔ח מֵאַחַ֖ד מֵאֵֽלֶּה׃
ZunzZeugt er nun einen frechen Sohn, einen Mörder, der (seinem) Bruder Eines von diesen thut,
J. BreuerDer zeugt nun einen Sohn, der die Schranken durchbricht, der Blut vergossen hätte, wenn er an dem Bruder (mit Außerachtlassung) auch nur einer dieser (Verpflichtungen) gehandelt hätte,
11
וְה֕וּא אֶת־כׇּל־אֵ֖לֶּה לֹ֣א עָשָׂ֑ה כִּ֣י גַ֤ם אֶל־הֶהָרִים֙ אָכַ֔ל וְאֶת־אֵ֥שֶׁת רֵעֵ֖הוּ טִמֵּֽא׃
ZunzDer aber von jenem Allem nichts thut, sondern sowohl isset auf den Bergen, als seines Nächsten Weib verunreinigt,
J. Breuerer aber hat sie alle nicht erfüllt, hat selbst den Bergen zugewandt gegessen, die Frau seines Nächsten entehrt,
12
עָנִ֤י וְאֶבְיוֹן֙ הוֹנָ֔ה גְּזֵל֣וֹת גָּזָ֔ל חֲבֹ֖ל לֹ֣א יָשִׁ֑יב וְאֶל־הַגִּלּוּלִים֙ נָשָׂ֣א עֵינָ֔יו תּוֹעֵבָ֖ה עָשָֽׂה׃
ZunzArme und Dürftige übervortheilt, Raub begeht, das Pfand nicht zurückgiebt, und zu den Götzen seine Augen erhebt, Gräuel ausübt,
J. Breuerhat den Armen und Abhängigen gekränkt,Raubhandlungen begangen, ein Pfand nicht zurückerstattet, zu den Greueln seine Augen erhoben, hat Abscheu begangen,
13
בַּנֶּ֧שֶׁךְ נָתַ֛ן וְתַרְבִּ֥ית לָקַ֖ח וָחָ֑י לֹ֣א יִֽחְיֶ֗ה אֵ֣ת כׇּל־הַתּוֹעֵב֤וֹת הָאֵ֙לֶּה֙ עָשָׂ֔ה מ֣וֹת יוּמָ֔ת דָּמָ֖יו בּ֥וֹ יִֽהְיֶֽה׃
ZunzUm Zins giebt, und Wucher nimmt, und er sollte leben? Er wird nicht leben, all diese Gräuel hat er gethan, des Todes sterbe er, sein Blut kommt über ihn.
J. Breuerhat gegen Zins gegeben und Vermehrung genommen — und sollte leben? Nicht soll er leben! Er hat alle diese Abscheulichkeiten verübt, getötet soll er werden, sein Blut fällt in ihn zurück.
14
וְהִנֵּה֙ הוֹלִ֣יד בֵּ֔ן וַיַּ֕רְא אֶת־כׇּל־חַטֹּ֥את אָבִ֖יו אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֑ה וַיִּרְאֶ֕ה וְלֹ֥א יַעֲשֶׂ֖ה כָּהֵֽן׃
ZunzUnd siehe, er zeugt einen Sohn, und der sieht alle Sünden seines Vaters, die er begangen; obwohl er es sieht, thut er dennoch nicht dergleichen.
J. BreuerUnd sieh, er zeugt einen Sohn, der hat alle Sünden seines Vaters gesehen, die er begangen, er hat es gesehen und hat nicht also gehandelt:
15
עַל־הֶהָרִים֙ לֹ֣א אָכָ֔ל וְעֵינָיו֙ לֹ֣א נָשָׂ֔א אֶל־גִּלּוּלֵ֖י בֵּ֣ית יִשְׂרָאֵ֑ל אֶת־אֵ֥שֶׁת רֵעֵ֖הוּ לֹ֥א טִמֵּֽא׃
ZunzAuf den Bergen isset er nicht, und seine Augen erhebt er nicht zu den Götzen des Hauses Jisraél, das Weib seines Nächsten verunreinigt er nicht,
J. Breuerhat auf den Bergen nicht gegessen, seine Augen nicht zu den Greueln des Hauses Israels erhoben, Das Weib seines Nächsten nicht entweiht,
16
וְאִישׁ֙ לֹ֣א הוֹנָ֔ה חֲבֹל֙ לֹ֣א חָבָ֔ל וּגְזֵלָ֖ה לֹ֣א גָזָ֑ל לַחְמוֹ֙ לְרָעֵ֣ב נָתָ֔ן וְעֵר֖וֹם כִּסָּה־בָֽגֶד׃
ZunzUnd übervortheilt Niemanden, behält kein Pfand zurück, und begehet keinen Raub, sein Brod giebt er dem Hungernden, und den Nackten bedeckt er mit einem Kleide,
J. Breuerhat niemanden gekränkt, hat kein Pfand gepfändet, keinen Raub begangen, sein Brot dem Hungernden gegeben, den Nackten mit dem Kleid bedeckt,
17
מֵעָנִ֞י הֵשִׁ֣יב יָד֗וֹ נֶ֤שֶׁךְ וְתַרְבִּית֙ לֹ֣א לָקָ֔ח מִשְׁפָּטַ֣י עָשָׂ֔ה בְּחֻקּוֹתַ֖י הָלָ֑ךְ ה֗וּא לֹ֥א יָמ֛וּת בַּעֲוֺ֥ן אָבִ֖יו חָיֹ֥ה יִֽחְיֶֽה׃
ZunzVom Armen hält er seine Hand zurück, Zins und Wucher nimmt er nicht, meine Rechte übt er, nach meinen Satzungen wandelt er: der soll nicht sterben durch die Schuld seines Vaters, leben soll er.
J. Breuerhat vom Armen seine Hand zurückgehalten, Zins und Vermehrung nicht genommen, hat meine Rechtsordnungen ausgeführt und ist in meinen Gesetzen gewandelt - der soll nicht sterben infolge der Sünden seines Vaters, leben soll er.
18
אָבִ֞יו כִּֽי־עָ֣שַׁק עֹ֗שֶׁק גָּזַל֙ גֵּ֣זֶל אָ֔ח וַאֲשֶׁ֥ר לֹא־ט֛וֹב עָשָׂ֖ה בְּת֣וֹךְ עַמָּ֑יו וְהִנֵּה־מֵ֖ת בַּעֲוֺנֽוֹ׃
ZunzSein Vater, weil er rechtlos vorenthalten, Raub an dem Bruder begangen, und der nichts Gutes gethan unter seinem Volke, siehe, der ist gestorben durch seine Schuld.
J. BreuerSein Vater, da er gewaltsam vorenthalten, an dem Bruder Raub begangen und in seines Volkes Kreisen das, was nicht gut ist, getan, sieh, der ist durch seine Sünde gestorben —
19
וַאֲמַרְתֶּ֕ם מַדֻּ֛עַ לֹא־נָשָׂ֥א הַבֵּ֖ן בַּעֲוֺ֣ן הָאָ֑ב וְהַבֵּ֞ן מִשְׁפָּ֧ט וּצְדָקָ֣ה עָשָׂ֗ה אֵ֣ת כׇּל־חֻקּוֹתַ֥י שָׁמַ֛ר וַיַּעֲשֶׂ֥ה אֹתָ֖ם חָיֹ֥ה יִֽחְיֶֽה׃
ZunzUnd ihr sprechet: Warum trägt der Sohn nicht mit die Schuld des Vaters? Aber der Sohn übt Recht und Gebühr, er beobachtet all meine Satzungen und übt sie, leben soll er.
J. BreuerDa aber sprechet ihr: warum hat nicht der Sohn an der Sünde des Vaters zu tragen? Aber der Sohn hat doch Gerechtigkeit und Pflichtmilde geübt, hat alle meine Gesetze gehütet und führt sie aus — der soll leben!
20
הַנֶּ֥פֶשׁ הַחֹטֵ֖את הִ֣יא תָמ֑וּת בֵּ֞ן לֹא־יִשָּׂ֣א ׀ בַּעֲוֺ֣ן הָאָ֗ב וְאָב֙ לֹ֤א יִשָּׂא֙ בַּעֲוֺ֣ן הַבֵּ֔ן צִדְקַ֤ת הַצַּדִּיק֙ עָלָ֣יו תִּֽהְיֶ֔ה וְרִשְׁעַ֥ת (רשע) [הָרָשָׁ֖ע] עָלָ֥יו תִּֽהְיֶֽה׃ {ס}
ZunzDie Seele, die sündigt, die soll sterben; ein Sohn soll nicht mittragen die Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht mittragen die Schuld des Sohnes, die Gerechtigkeit des Gerechten kommt ihm heim, und der Frevel des Frevlers kommt ihm heim.
J. BreuerDie Seele, die sündigt, die allein stirbt: ein Sohn trägt nicht an der Sünde des Vaters und — ein Vater nicht an der Sünde des Sohnes, die Pflichttreue des Gerechten ruht auf ihm, der Frevel des Frevlers ruht auf ihm.
21
וְהָרָשָׁ֗ע כִּ֤י יָשׁוּב֙ מִכׇּל־חַטֹּאתָו֙ אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֔ה וְשָׁמַר֙ אֶת־כׇּל־חֻקּוֹתַ֔י וְעָשָׂ֥ה מִשְׁפָּ֖ט וּצְדָקָ֑ה חָיֹ֥ה יִֽחְיֶ֖ה לֹ֥א יָמֽוּת׃
ZunzUnd der Frevler, so er zurückkehrt von all seinen Sünden, die er begangen, und beobachtet all meine Satzungen, und übt Recht und Gebühr, soll er leben, nicht sterben.
J. BreuerAber auch der Frevler, wenn er von allen seinen Sünden, die er begangen, läßt, alle meine Gesetze hütet, Gerechtigkeit und Pflichtmilde vollbringt — leben soll er, nicht soll er sterben.
22
כׇּל־פְּשָׁעָיו֙ אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֔ה לֹ֥א יִזָּכְר֖וּ ל֑וֹ בְּצִדְקָת֥וֹ אֲשֶׁר־עָשָׂ֖ה יִֽחְיֶֽה׃
ZunzAll seine Missethaten, die er verübt, sollen ihm nicht gedacht werden, durch seine Gerechtigkeit, die er übt, soll er leben.
J. BreuerAlle seine Verbrechen, die er begangen, sollen ihm nicht mehr gedacht werden, durch die Pflichttreue, die er geübt, soll er leben.
23
הֶחָפֹ֤ץ אֶחְפֹּץ֙ מ֣וֹת רָשָׁ֔ע נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֑ה הֲל֛וֹא בְּשׁוּב֥וֹ מִדְּרָכָ֖יו וְחָיָֽה׃ {ס}
ZunzHabe ich denn Wohlgefallen am Tode des Frevlers, ist der Spruch Gottes des Herrn, nicht an seiner Umkehr von seinem Wandel, daß er lebe!
J. BreuerVerlange ich etwa den Tod des Frevlers, ist der Ausspruch meines Herrn, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart? Wahrlich, wenn er von seinen Wegen umkehrt, wird er leben!
Haftarah Haazinu Romanioten enden hier.
24
וּבְשׁ֨וּב צַדִּ֤יק מִצִּדְקָתוֹ֙ וְעָ֣שָׂה עָ֔וֶל כְּכֹ֨ל הַתּוֹעֵב֜וֹת אֲשֶׁר־עָשָׂ֧ה הָרָשָׁ֛ע יַעֲשֶׂ֖ה וָחָ֑י כׇּל־צִדְקֹתָ֤ו אֲשֶׁר־עָשָׂה֙ לֹ֣א תִזָּכַ֔רְנָה בְּמַעֲל֧וֹ אֲשֶׁר־מָעַ֛ל וּבְחַטָּאת֥וֹ אֲשֶׁר־חָטָ֖א בָּ֥ם יָמֽוּת׃
ZunzUnd wenn der Gerechte zurückkehrt von seiner Gerechtigkeit, und Ungerechtigkeit übt, gleich all den Gräueln thut, die ein Frevler thut, sollte er leben? All seine Gerechtigkeit, die er geübt, wird nicht gedacht werden, um seine Untreue, die er begangen, und um seine Sünde, die er gethan, um ihretwillen muß er sterben.
J. BreuerWenn aber der Gerechte; von seiner Pflichttreue läßt und Machtmißbrauch begeht, wie alle Greuel, die der Frevler begangen, übt er, und sollte leben? All seiner Pflichttaten, die er vollbracht, wird nicht mehr gedacht, durch seine Untreue, die er vollführt, und durch seine Sünde, die er begangen, durch sie stirbt er.
25
וַאֲמַרְתֶּ֕ם לֹ֥א יִתָּכֵ֖ן דֶּ֣רֶךְ אֲדֹנָ֑י שִׁמְעוּ־נָא֙ בֵּ֣ית יִשְׂרָאֵ֔ל הֲדַרְכִּי֙ לֹ֣א יִתָּכֵ֔ן הֲלֹ֥א דַרְכֵיכֶ֖ם לֹ֥א יִתָּכֵֽנוּ׃
ZunzUnd ihr sprechet: Unangemessen ist das Verfahren des Herrn! Höret doch, Haus Jisraél, ist mein Verfahren unangemessen? Ist nicht euer Verfahren unangemessen?
J. BreuerUnd da sprechet ihr: nicht richtig verhält sich der Weg meines Herrn - Höret doch, Haus Israels, verhält sich etwa mein Weg nicht richtig? eure Wege, die verhalten sich nicht richtig!
26
בְּשׁוּב־צַדִּ֧יק מִצִּדְקָת֛וֹ וְעָ֥שָׂה עָ֖וֶל וּמֵ֣ת עֲלֵיהֶ֑ם בְּעַוְל֥וֹ אֲשֶׁר־עָשָׂ֖ה יָמֽוּת׃ {ס}
ZunzWenn der Gerechte zurückkehrt von seiner Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit verübt, und deswegen stirbt, durch seine Ungerechtigkeit, die er verübt hat, stirbt er.
J. BreuerLäßt der Gerechte von seiner Pflichttreue und begeht Machtmißbrauch und stirbt infolgedessen, durch den Machtmißbrauch, den er begangen, stirbt er.
27
וּבְשׁ֣וּב רָשָׁ֗ע מֵֽרִשְׁעָתוֹ֙ אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֔ה וַיַּ֥עַשׂ מִשְׁפָּ֖ט וּצְדָקָ֑ה ה֖וּא אֶת־נַפְשׁ֥וֹ יְחַיֶּֽה׃
ZunzUnd wenn ein Frevler zurückkehrt von seinem Frevel, den er verübt, und übt Recht und Gebühr, der erhält seine Seele am Leben.
J. BreuerLäßt aber der Frevler von seinem Frevel, den er begangen, und er übt Gerechtigkeit und Pflichtmilde, er erhält seine Seele am Leben,
28
וַיִּרְאֶ֣ה (וישוב) [וַיָּ֔שׇׁב] מִכׇּל־פְּשָׁעָ֖יו אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֑ה חָי֥וֹ יִֽחְיֶ֖ה לֹ֥א יָמֽוּת׃
ZunzWeil er eingesehen, und zurückgekehrt ist von all seinen Missethaten, die er verübt, soll er leben, nicht sterben.
J. Breuerda er eingesehen und von allen seinen Verbrechen, die er begangen, umgekehrt ist; leben soll er, nicht soll er sterben.
29
וְאָֽמְרוּ֙ בֵּ֣ית יִשְׂרָאֵ֔ל לֹ֥א יִתָּכֵ֖ן דֶּ֣רֶךְ אֲדֹנָ֑י הַדְּרָכַ֞י לֹ֤א יִתָּֽכְנוּ֙ בֵּ֣ית יִשְׂרָאֵ֔ל הֲלֹ֥א דַרְכֵיכֶ֖ם לֹ֥א יִתָּכֵֽן׃
ZunzUnd sie sprechen, das Haus Jisraël: Unangemessen ist das Verfahren des Herrn! Ist mein Verfahren unangemessen, Haus Jisraël? Ist nicht euer Verfahren unangemessen?
J. BreuerUnd da sprechen sie, das Haus Israels, nicht richtig verhält sich der Weg meines Herrn — Verhalten sich etwa meine Wege nicht richtig, Haus Israels, wahrlich euere Wege, da verhält sich keiner richtig!
30
לָכֵן֩ אִ֨ישׁ כִּדְרָכָ֜יו אֶשְׁפֹּ֤ט אֶתְכֶם֙ בֵּ֣ית יִשְׂרָאֵ֔ל נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֑ה שׁ֤וּבוּ וְהָשִׁ֙יבוּ֙ מִכׇּל־פִּשְׁעֵיכֶ֔ם וְלֹא־יִהְיֶ֥ה לָכֶ֛ם לְמִכְשׁ֖וֹל עָוֺֽן׃
ZunzDarum, Jeglichen nach seinem Wandel werde ich euch richten, Haus Jisraël, ist der Spruch Gottes des Herrn. Kehret um und bekehret euch von all euren Missethaten, daß sie euch nicht seien zum Anstoß der Schuld.
J. BreuerDeshalb, einen jeden nach seinen Wegen, richte ich euch, Haus Israels, ist der Ausspruch meines Herrn, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt — Kehret um, und veranlaßt zur Umkehr von allen euren Verbrechen, und nicht werde eure Schuld, euch zum Fallstrick.
31
הַשְׁלִ֣יכוּ מֵעֲלֵיכֶ֗ם אֶת־כׇּל־פִּשְׁעֵיכֶם֙ אֲשֶׁ֣ר פְּשַׁעְתֶּ֣ם בָּ֔ם וַעֲשׂ֥וּ לָכֶ֛ם לֵ֥ב חָדָ֖שׁ וְר֣וּחַ חֲדָשָׁ֑ה וְלָ֥מָּה תָמֻ֖תוּ בֵּ֥ית יִשְׂרָאֵֽל׃
ZunzWerfet ab von euch all eure Missethaten, durch die ihr euch vergangen habet, und schaffet euch ein neues Herz und einen neuen Geist; denn warum wollet ihr sterben, Haus Jisraël?
J. BreuerWerfet alle eure Verbrechen, durch die ihr gefrevelt habt, von euch, und machet euch ein neues Herz und einen neuen Geist — warum wollt ihr denn sterben, Haus Israels?
32
כִּ֣י לֹ֤א אֶחְפֹּץ֙ בְּמ֣וֹת הַמֵּ֔ת נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֑ה וְהָשִׁ֖יבוּ וִֽחְיֽוּ׃ {פ}
ZunzDenn ich habe kein Wohlgefallen am Tode des Sterbenden, ist der Spruch Gottes des Herrn; so bekehret euch und lebet.
J. BreuerDenn nicht habe ich mein Gefallen an dem Tod des Gestorbenen, ist der Ausspruch meines Herrn, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt — Veranlaßt zur Umkehr und lebet!
Haftarah Haazinu Jemeniten, Italiener und einige Romanioten enden hier.