Zweites Buch Schmuel 13 שמואל ב
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1
וַיְהִ֣י אַחֲרֵי־כֵ֗ן וּלְאַבְשָׁל֧וֹם בֶּן־דָּוִ֛ד אָח֥וֹת יָפָ֖ה וּשְׁמָ֣הּ תָּמָ֑ר וַיֶּאֱהָבֶ֖הָ אַמְנ֥וֹן בֶּן־דָּוִֽד׃
BernfeldEinige Zeit nachher ereignete sich [folgendes]: Awschalom, der Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, Namens Tamar, und es liebte sie Amnon, Sohn Davids.
ZunzUnd es geschah nachher: Abschalom, der Sohn Dawid's hatte eine schöne Schwester, Namens Tamar, und es liebte sie Amnon, Sohn Dawid's.
2
וַיֵּ֨צֶר לְאַמְנ֜וֹן לְהִתְחַלּ֗וֹת בַּֽעֲבוּר֙ תָּמָ֣ר אֲחֹת֔וֹ כִּ֥י בְתוּלָ֖ה הִ֑יא וַיִּפָּלֵא֙ בְּעֵינֵ֣י אַמְנ֔וֹן לַעֲשׂ֥וֹת לָ֖הּ מְאֽוּמָה׃
BernfeldEs war dem Amnon wehe zum krank werden um seiner [Stiefsschwester] Tamar willen, denn sie war eine Jungfrau, und es war dem Amnon unmöglich, ihr das Geringste anzutun.
ZunzUnd es war dem Amnon wehe zum krank werden, um Tamar, seiner Schwester willen, denn sie war eine Jungfrau, und es war unmöglich in den Augen Amnon's ihr das Geringste anzuthun.
3
וּלְאַמְנ֣וֹן רֵ֗עַ וּשְׁמוֹ֙ יֽוֹנָדָ֔ב בֶּן־שִׁמְעָ֖ה אֲחִ֣י דָוִ֑ד וְי֣וֹנָדָ֔ב אִ֥ישׁ חָכָ֖ם מְאֹֽד׃
BernfeldAmnon hatte aber einen Freund, Namens Jonadab, Sohn Simeas, des Bruders Davids; Jonadab war ein sehr kluger Mann.
ZunzUnd Amnon hatte einen Freund, Namens Jonadab, Sohn Schimeah, des Bruder's Dawid's, und Jonadab war ein sehr kluger Mann.
4
וַיֹּ֣אמֶר ל֗וֹ מַדּ֣וּעַ אַ֠תָּ֠ה כָּ֣כָה דַּ֤ל בֶּן־הַמֶּ֙לֶךְ֙ בַּבֹּ֣קֶר בַּבֹּ֔קֶר הֲל֖וֹא תַּגִּ֣יד לִ֑י וַיֹּ֤אמֶר לוֹ֙ אַמְנ֔וֹן אֶת־תָּמָ֗ר אֲח֛וֹת אַבְשָׁלֹ֥ם אָחִ֖י אֲנִ֥י אֹהֵֽב׃
BernfeldEr fragte ihn [eines Tages]: Warum bist du so sehr abgezehrt, du Königssohn, einen Morgen mehr als den andern? Willst du es mir nicht sagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich liebe Tamar, die Schwester meines Bruders Awschalom.
ZunzUnd er sprach zu ihm: Warum bist du so sehr abgezehrt, o Sohn des Königs, einen Morgen wie den andern? Willst du mir es nicht sagen? Da sprach zu ihm Amnon: Tamar, die Schwester Abschalom's, meines Bruders, liebe ich.
5
וַיֹּ֤אמֶר לוֹ֙ יְה֣וֹנָדָ֔ב שְׁכַ֥ב עַל־מִשְׁכָּבְךָ֖ וְהִתְחָ֑ל וּבָ֧א אָבִ֣יךָ לִרְאוֹתֶ֗ךָ וְאָמַרְתָּ֣ אֵלָ֡יו תָּ֣בֹא נָא֩ תָמָ֨ר אֲחוֹתִ֜י וְתַבְרֵ֣נִי לֶ֗חֶם וְעָשְׂתָ֤ה לְעֵינַי֙ אֶת־הַבִּרְיָ֔ה לְמַ֙עַן֙ אֲשֶׁ֣ר אֶרְאֶ֔ה וְאָכַלְתִּ֖י מִיָּדָֽהּ׃
BernfeldDa riet ihm Jonadab: Lege dich auf dein Lager und stelle dich krank. Kommt dann dein Vater, nach dir zu sehen, so sprich zu ihm: Möchte doch meine Schwester Tamar kommen und mir Speise geben. Den Imbiß möchte sie vor meinen Augen bereiten, auf dass ich zusehe und aus ihrer Hand esse.
ZunzDa sprach zu ihm Jehonadab: Lege dich auf dein Lager und stelle dich krank. Kommt dann dein Vater dich zu sehen, so sprich zu ihm: Möchte doch Tamar, meine Schwester, kommen und mir Speise geben, und möchte sie doch vor meinen Augen den Imbiß bereiten, auf daß ich zusehe und aus ihrer Hand esse.
6
וַיִּשְׁכַּ֥ב אַמְנ֖וֹן וַיִּתְחָ֑ל וַיָּבֹ֨א הַמֶּ֜לֶךְ לִרְאוֹת֗וֹ וַיֹּ֨אמֶר אַמְנ֤וֹן אֶל־הַמֶּ֙לֶךְ֙ תָּבוֹא־נָ֞א תָּמָ֣ר אֲחֹתִ֗י וּתְלַבֵּ֤ב לְעֵינַי֙ שְׁתֵּ֣י לְבִב֔וֹת וְאֶבְרֶ֖ה מִיָּדָֽהּ׃
BernfeldAmnon legte sich nieder und stellte sich krank; als der König kam, nach ihm zu sehen, da sprach Amnon zum Könige: Möchte doch meine Schwester Tamar kommen und zwei Kuchen vor meinen Augen einrühren, dass ich aus ihrer Hand den Imbiss genieße.
ZunzUnd Amnon legte sich und stellte sich krank, und als der König kam, ihn zu sehen, da sprach Amnon zum Könige: Möchte doch Tamar, meine Schwester, kommen und einrühren vor meinen Augen zwei Kuchen, daß ich aus ihrer Hand den Imbiß genieße.
7
וַיִּשְׁלַ֥ח דָּוִ֛ד אֶל־תָּמָ֖ר הַבַּ֣יְתָה לֵאמֹ֑ר לְכִ֣י נָ֗א בֵּ֚ית אַמְנ֣וֹן אָחִ֔יךְ וַעֲשִׂי־ל֖וֹ הַבִּרְיָֽה׃
BernfeldDa schickte David zu Tamar ins Haus und ließ sagen: Gehe doch in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm den Imbiss.
ZunzDa schickte Dawid zu Tamar in's Haus und ließ sagen: Gehe doch in das Haus Amnon's deines Bruders und bereite ihm den Imbiß.
8
וַתֵּ֣לֶךְ תָּמָ֗ר בֵּ֛ית אַמְנ֥וֹן אָחִ֖יהָ וְה֣וּא שֹׁכֵ֑ב וַתִּקַּ֨ח אֶת־הַבָּצֵ֤ק (ותלוש) [וַתָּ֙לׇשׁ֙] וַתְּלַבֵּ֣ב לְעֵינָ֔יו וַתְּבַשֵּׁ֖ל אֶת־הַלְּבִבֽוֹת׃
BernfeldTamar ging in das Haus ihres Bruders Amnon, während er lag. Sie nahm den Teig, knetete und rührte ihn ein vor seinen Augen und backte die Kuchen.
ZunzUnd Tamar ging in das Haus Amnon's, ihres Bruders, während er lag. Und sie nahm den Teig und knetete und rührte ihn ein vor seinen Augen, und backte die Kuchen.
9
וַתִּקַּ֤ח אֶת־הַמַּשְׂרֵת֙ וַתִּצֹ֣ק לְפָנָ֔יו וַיְמָאֵ֖ן לֶאֱכ֑וֹל וַיֹּ֣אמֶר אַמְנ֗וֹן הוֹצִ֤יאוּ כׇל־אִישׁ֙ מֵעָלַ֔י וַיֵּצְא֥וּ כׇל־אִ֖ישׁ מֵעָלָֽיו׃
BernfeldSie nahm dann die Pfanne und schüttete vor ihm aus, aber er weigerte sich zu essen. Amnon befahl: Lasset alle hinausgehen von mir; es gingen alle hinaus von ihm.
ZunzUnd sie nahm die Pfanne und schüttete vor ihm aus, und er weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Lasset jeden hinausgehn von mir, und es ging jeder hinaus von ihm.
10
וַיֹּ֨אמֶר אַמְנ֜וֹן אֶל־תָּמָ֗ר הָבִ֤יאִי הַבִּרְיָה֙ הַחֶ֔דֶר וְאֶבְרֶ֖ה מִיָּדֵ֑ךְ וַתִּקַּ֣ח תָּמָ֗ר אֶת־הַלְּבִבוֹת֙ אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֔תָה וַתָּבֵ֛א לְאַמְנ֥וֹן אָחִ֖יהָ הֶחָֽדְרָה׃
BernfeldAmnon sprach darauf zu Tamar: Bringe den Imbiss in das Schlafgemach, dass ich es aus deiner Hand genieße. Tamar nahm die Kuchen, die sie bereitet hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon ins Schlafgemach.
ZunzUnd Amnon sprach zu Tamar: Bringe den Imbiß in das Gemach, daß ich es aus deiner Hand genieße. Und Tamar nahm die Kuchen, die sie bereitet, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in das Gemach.
11
וַתַּגֵּ֥שׁ אֵלָ֖יו לֶאֱכֹ֑ל וַיַּֽחֲזֶק־בָּהּ֙ וַיֹּ֣אמֶר לָ֔הּ בּ֛וֹאִי שִׁכְבִ֥י עִמִּ֖י אֲחוֹתִֽי׃
BernfeldAls sie es ihm zu essen hinreichte, da ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm, lege dich zu mir, meine Schwester.
ZunzAls sie es ihm hinreichte zum Essen, da ergriff er sie und sprach zu ihr: Komme, lege dich zu mir, meine Schwester.
12
וַתֹּ֣אמֶר ל֗וֹ אַל־אָחִי֙ אַל־תְּעַנֵּ֔נִי כִּ֛י לֹא־יֵעָשֶׂ֥ה כֵ֖ן בְּיִשְׂרָאֵ֑ל אַֽל־תַּעֲשֵׂ֖ה אֶת־הַנְּבָלָ֥ה הַזֹּֽאת׃
BernfeldAber sie sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Tue mir keine Gewalt an, denn das geschieht nicht in Israel. Tue nicht diese Schandtat.
ZunzUnd sie sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! bezwinge mich nicht; denn so geschiehet nicht in Jisraël. Thue nicht diese Schandthat.
13
וַאֲנִ֗י אָ֤נָה אוֹלִיךְ֙ אֶת־חֶרְפָּתִ֔י וְאַתָּ֗ה תִּֽהְיֶ֛ה כְּאַחַ֥ד הַנְּבָלִ֖ים בְּיִשְׂרָאֵ֑ל וְעַתָּה֙ דַּבֶּר־נָ֣א אֶל־הַמֶּ֔לֶךְ כִּ֛י לֹ֥א יִמְנָעֵ֖נִי מִמֶּֽךָּ׃
BernfeldDenn wohin soll ich meine Schmach tragen? Und auch du wirst dann gleich einem der Ruchlosen in Israel. Rede doch lieber mit dem König, denn er wird mich dir nicht verweigern.
ZunzUnd ich, wohin soll ich meine Schmach tragen? Und du wirst dann gleich einem der Schändlichen in Jisraél. Und rede doch nun zu dem Könige, denn er wird mich dir nicht verweigern.
14
וְלֹ֥א אָבָ֖ה לִשְׁמֹ֣עַ בְּקוֹלָ֑הּ וַיֶּחֱזַ֤ק מִמֶּ֙נָּה֙ וַיְעַנֶּ֔הָ וַיִּשְׁכַּ֖ב אֹתָֽהּ׃
BernfeldEr aber wollte nicht auf ihre Stimme hören, er tat ihr Gewalt an, bemächtigte sich ihrer und beschlief sie.
ZunzEr aber wollte nicht hören auf ihre Stimme, und überwältigte sie, und bezwang sie, und beschlief sie.
15
וַיִּשְׂנָאֶ֣הָ אַמְנ֗וֹן שִׂנְאָה֙ גְּדוֹלָ֣ה מְאֹ֔ד כִּ֣י גְדוֹלָ֗ה הַשִּׂנְאָה֙ אֲשֶׁ֣ר שְׂנֵאָ֔הּ מֵאַהֲבָ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֲהֵבָ֑הּ וַיֹּֽאמֶר־לָ֥הּ אַמְנ֖וֹן ק֥וּמִי לֵֽכִי׃
BernfeldAmnon hasste sie darauf sehr, so dass größer war der Hass, wie er sie jetzt verabscheute, als die Liebe, die er ihr zuvor entgegengebracht hatte. Amnon sprach zu ihr: Mache dich auf, gehe!
ZunzUnd Amnon haßte sie mit einem sehr großen Hasse; denn größer war der Haß, wie er sie haßte, als die Liebe, da er sie liebte, und Amnon sprach zu ihr: Mache dich auf, gehe!
16
וַתֹּ֣אמֶר ל֗וֹ אַל־אוֹדֹ֞ת הָרָעָ֤ה הַגְּדוֹלָה֙ הַזֹּ֔את מֵאַחֶ֛רֶת אֲשֶׁר־עָשִׂ֥יתָ עִמִּ֖י לְשַׁלְּחֵ֑נִי וְלֹ֥א אָבָ֖ה לִשְׁמֹ֥עַֽ לָֽהּ׃
BernfeldDa sprach sie zu ihm: Nicht doch; noch diese große Unbill nach der andern, die du an mir getan mich zu verstoßen! Aber er wollte nicht auf sie hören,
ZunzDa sprach sie zu ihm: Nicht doch diese große Unbill außer der andern, die du an mir gethan, mich zu verstoßen! Aber er wollte nicht auf sie hören,
17
וַיִּקְרָ֗א אֶֽת־נַעֲרוֹ֙ מְשָׁ֣רְת֔וֹ וַיֹּ֕אמֶר שִׁלְחוּ־נָ֥א אֶת־זֹ֛את מֵעָלַ֖י הַח֑וּצָה וּנְעֹ֥ל הַדֶּ֖לֶת אַחֲרֶֽיהָ׃
BernfeldEr rief vielmehr seinen Burschen und befahl: Bringe diese fort von mir auf die Straße und schließe die Tür hinter ihr zu.
ZunzUnd rief seinem Knaben, seinem Diener und sprach: Schicket doch diese fort von mir auf die Straße, und schließe die Thüre hinter ihr zu.
18
וְעָלֶ֙יהָ֙ כְּתֹ֣נֶת פַּסִּ֔ים כִּי֩ כֵ֨ן תִּלְבַּ֧שְׁןָ בְנוֹת־הַמֶּ֛לֶךְ הַבְּתוּלֹ֖ת מְעִילִ֑ים וַיֹּצֵ֨א אוֹתָ֤הּ מְשָֽׁרְתוֹ֙ הַח֔וּץ וְנָעַ֥ל הַדֶּ֖לֶת אַחֲרֶֽיהָ׃
Bernfeld— Sie hatte einen bunten Rock an, denn die jungfräulichen Königstöchter waren mit Oberkleidern bekleidet; — sein Diener brachte sie auf die Straße und schloss die Tür hinter ihr zu.
ZunzUnd sie hatte einen bunten Rock an; denn so waren bekleidet die Königstöchter, die jungfräulichen, mit Oberkleidern, und es brachte sie sein Diener auf die Straße hinaus, und schloß die Thüre hinter ihr zu.
19
וַתִּקַּ֨ח תָּמָ֥ר אֵ֙פֶר֙ עַל־רֹאשָׁ֔הּ וּכְתֹ֧נֶת הַפַּסִּ֛ים אֲשֶׁ֥ר עָלֶ֖יהָ קָרָ֑עָה וַתָּ֤שֶׂם יָדָהּ֙ עַל־רֹאשָׁ֔הּ וַתֵּ֥לֶךְ הָל֖וֹךְ וְזָעָֽקָה׃
BernfeldTamar tat Asche auf ihr Haupt, zerriss den bunten Rock, den sie anhatte, legte ihre Hand auf ihr Haupt und ging wehklagend einher.
ZunzUnd Tamar that Asche auf ihr Haupt, und den bunten Rock, den sie anhatte, zerriß sie, und sie legte ihre Hand auf ihr Haupt, und ging einher und wehklagte.
20
וַיֹּ֨אמֶר אֵלֶ֜יהָ אַבְשָׁל֣וֹם אָחִ֗יהָ הַאֲמִינ֣וֹן אָחִ֘יךְ֮ הָיָ֣ה עִמָּךְ֒ וְעַתָּ֞ה אֲחוֹתִ֤י הַחֲרִ֙ישִׁי֙ אָחִ֣יךְ ה֔וּא אַל־תָּשִׁ֥יתִי אֶת־לִבֵּ֖ךְ לַדָּבָ֣ר הַזֶּ֑ה וַתֵּ֤שֶׁב תָּמָר֙ וְשֹׁ֣מֵמָ֔ה בֵּ֖ית אַבְשָׁל֥וֹם אָחִֽיהָ׃
BernfeldDa fragte ihr Bruder Awschalom: War Amnon, dein Bruder, bei dir? Nun, meine Schwester, schweige still; es ist ja dein Bruder. Nimm dir diese Sache nicht zu Herzen. So blieb Tamar im Hause ihres Bruders Awschalom und welkte dahin.
ZunzDa sprach zu ihr Abschalom, ihr Bruder: War Aminon, dein Bruder, bei dir? Und nun meine Schwester, schweige still; es ist ja dein Bruder. Nimm dir diese Sache nicht zu Herzen. Da blieb Tamar, und zwar einsam, im Hause Abschalom's, ihres Bruders.
21
וְהַמֶּ֣לֶךְ דָּוִ֔ד שָׁמַ֕ע אֵ֥ת כׇּל־הַדְּבָרִ֖ים הָאֵ֑לֶּה וַיִּ֥חַר ל֖וֹ מְאֹֽד׃
BernfeldDer König David hatte alle diese Dinge gehört, und es verdross ihn sehr.
ZunzUnd der König Dawid hatte all diese Dinge gehört, und es verdroß ihn sehr.
22
וְלֹא־דִבֶּ֧ר אַבְשָׁל֛וֹם עִם־אַמְנ֖וֹן לְמֵרָ֣ע וְעַד־ט֑וֹב כִּֽי־שָׂנֵ֤א אַבְשָׁלוֹם֙ אֶת־אַמְנ֔וֹן עַל־דְּבַר֙ אֲשֶׁ֣ר עִנָּ֔ה אֵ֖ת תָּמָ֥ר אֲחֹתֽוֹ׃ {פ}
BernfeldAwschalom redete wohl darüber nicht mit Amnon, weder Böses noch Gutes. Aber Awschalom hasste den Amnon, weil er seiner Schwester Tamar Gewalt angetan hatte.
ZunzUnd Abschalom redete nicht mit Amnon weder Böses noch Gutes, denn Abschalom haßte den Amnon, weil er seine Schwester Tamar bezwungen.
23
וַֽיְהִי֙ לִשְׁנָתַ֣יִם יָמִ֔ים וַיִּהְי֤וּ גֹֽזְזִים֙ לְאַבְשָׁל֔וֹם בְּבַ֥עַל חָצ֖וֹר אֲשֶׁ֣ר עִם־אֶפְרָ֑יִם וַיִּקְרָ֥א אַבְשָׁל֖וֹם לְכׇל־בְּנֵ֥י הַמֶּֽלֶךְ׃
BernfeldZwei Jahre später hielt Awschalom Schafschur in Baal Hazor bei Efraim; dazu lud Awschalom alle Söhne des Königs ein.
ZunzUnd es geschah nach zwei Jahren, da hielt Abschalom Schaf-Schur in Baal Chazor, das bei Efrajim, und Abschalom lud all die Söhne des Königs ein.
24
וַיָּבֹ֤א אַבְשָׁלוֹם֙ אֶל־הַמֶּ֔לֶךְ וַיֹּ֕אמֶר הִנֵּה־נָ֥א גֹזְזִ֖ים לְעַבְדֶּ֑ךָ יֵלֶךְ־נָ֥א הַמֶּ֛לֶךְ וַעֲבָדָ֖יו עִם־עַבְדֶּֽךָ׃
BernfeldAwschalom kam zum Könige und sprach: Dein Knecht hält Schafschur; möge doch der König samt seinen Dienern mit deinem Knecht gehen.
ZunzUnd Abschalom kam zum Könige und sprach: Siehe doch, dein Knecht hält Schaf-Schur; möge doch der König sammt seinen Knechten mit deinem Knechte gehen.
25
וַיֹּ֨אמֶר הַמֶּ֜לֶךְ אֶל־אַבְשָׁל֗וֹם אַל־בְּנִי֙ אַל־נָ֤א נֵלֵךְ֙ כֻּלָּ֔נוּ וְלֹ֥א נִכְבַּ֖ד עָלֶ֑יךָ וַיִּפְרׇץ־בּ֛וֹ וְלֹא־אָבָ֥ה לָלֶ֖כֶת וַֽיְבָרְכֵֽהוּ׃
BernfeldDer König erwiderte dem Awschalom: Nicht doch, mein Sohn! Lass uns nicht alle gehen, dass wir dir nicht beschwerlich fallen. [Awschalom] drang in ihn, [der König] wollte nicht gehen und segnete ihn.
ZunzUnd der König sprach zu Abschalom: Nicht doch, mein Sohn! Laß uns nicht Alle gehen, daß wir dir nicht beschwerlich fallen. Und er drang in ihn, er aber wollte nicht gehen, und segnete ihn.
26
וַיֹּ֙אמֶר֙ אַבְשָׁל֔וֹם וָלֹ֕א יֵלֶךְ־נָ֥א אִתָּ֖נוּ אַמְנ֣וֹן אָחִ֑י וַיֹּ֤אמֶר לוֹ֙ הַמֶּ֔לֶךְ לָ֥מָּה יֵלֵ֖ךְ עִמָּֽךְ׃
BernfeldAwschalom sagte dann: Wenn nicht, so möge doch mein Bruder Amnon mit uns gehen. Da fragte der König: Warum soll er mitgehen?
ZunzUnd Abschalom sprach: Wenn nicht, so gehe doch mit uns Amnon mein Bruder; da sprach der König zu ihm: Warum soll er mit dir gehen?
27
וַיִּפְרׇץ־בּ֖וֹ אַבְשָׁל֑וֹם וַיִּשְׁלַ֤ח אִתּוֹ֙ אֶת־אַמְנ֔וֹן וְאֵ֖ת כׇּל־בְּנֵ֥י הַמֶּֽלֶךְ׃ {ס}
BernfeldAwschalom aber drang in ihn und [David] schickte ihm den Amnon und alle Söhne des Königs.
ZunzAbschalom aber drang in ihn, und er schickte mit ihm den Amnon und all die Sohne des Königs.
28
וַיְצַו֩ אַבְשָׁל֨וֹם אֶת־נְעָרָ֜יו לֵאמֹ֗ר רְא֣וּ נָ֠א כְּט֨וֹב לֵב־אַמְנ֤וֹן בַּיַּ֙יִן֙ וְאָמַרְתִּ֨י אֲלֵיכֶ֜ם הַכּ֧וּ אֶת־אַמְנ֛וֹן וַהֲמִתֶּ֥ם אֹת֖וֹ אַל־תִּירָ֑אוּ הֲל֗וֹא כִּ֤י אָֽנֹכִי֙ צִוִּ֣יתִי אֶתְכֶ֔ם חִזְק֖וּ וִֽהְי֥וּ לִבְנֵי־חָֽיִל׃
BernfeldAwschalom befahl darauf seinen Burschen also: Sehet doch zu, wenn Amnon frohen Sinnes wird vom Weine und ich spreche zu euch: Schlaget Amnon so tötet ihn; fürchtet nichts. Bin ich es doch, der es euch gebietet. Seid stark und zeiget euch als tapfere Männer.
ZunzUnd Abschalom gebot seinen Knaben also: Sehet doch zu, wenn Amnon frohen Sinnes wird vom Weine, und ich spreche zu euch: Schlaget Amnon; so tödtet ihn, fürchtet nichts. Bin ich es doch, der es euch gebietet. Seid stark und zeiget euch als tapfere Männer.
29
וַֽיַּעֲשׂ֞וּ נַעֲרֵ֤י אַבְשָׁלוֹם֙ לְאַמְנ֔וֹן כַּאֲשֶׁ֥ר צִוָּ֖ה אַבְשָׁל֑וֹם וַיָּקֻ֣מוּ ׀ כׇּל־בְּנֵ֣י הַמֶּ֗לֶךְ וַֽיִּרְכְּב֛וּ אִ֥ישׁ עַל־פִּרְדּ֖וֹ וַיָּנֻֽסוּ׃
BernfeldDie Burschen Awschaloms taten mit Amnon, wie Awschalom geboten; darauf machten sich alle Söhne des Königs auf, sie bestiegen ihre Maulesel und flohen.
ZunzUnd die Knaben Abschalom's thaten dem Amnon, wie Abschalom geboten; da machten sich all die Söhne des Königs auf, und ritten jeglicher auf seinem Maulesel, und flohen.
30
וַֽיְהִי֙ הֵ֣מָּה בַדֶּ֔רֶךְ וְהַשְּׁמֻעָ֣ה בָ֔אָה אֶל־דָּוִ֖ד לֵאמֹ֑ר הִכָּ֤ה אַבְשָׁלוֹם֙ אֶת־כׇּל־בְּנֵ֣י הַמֶּ֔לֶךְ וְלֹא־נוֹתַ֥ר מֵהֶ֖ם אֶחָֽד׃ {פ}
BernfeldAls sie auf dem Wege waren, kam ein Gerücht zu David also: Awschalom hat alle Söhne des Königs erschlagen, nicht ein einziger von ihnen ist übriggeblieben.
ZunzUnd es geschah, sie waren auf dem Wege, als das Gerücht kam zu Dawid also: Abschalom hat geschlagen all die Söhne des Königs, und nicht ein einziger von ihnen ist übriggeblieben.
31
וַיָּ֧קׇם הַמֶּ֛לֶךְ וַיִּקְרַ֥ע אֶת־בְּגָדָ֖יו וַיִּשְׁכַּ֣ב אָ֑רְצָה וְכׇל־עֲבָדָ֥יו נִצָּבִ֖ים קְרֻעֵ֥י בְגָדִֽים׃ {ס}
BernfeldDa stand der König auf, zerriss seine Kleider und legte sich auf die Erde; alle Diener standen mit zerrissenen Kleidern [um ihn].
ZunzDa stand der König auf, und zerriß seine Kleider, und legte sich zur Erde, und all seine Diener standen mit zerrissenen Kleidern.
32
וַיַּ֡עַן יוֹנָדָ֣ב ׀ בֶּן־שִׁמְעָ֨ה אֲחִי־דָוִ֜ד וַיֹּ֗אמֶר אַל־יֹאמַ֤ר אֲדֹנִי֙ אֵ֣ת כׇּל־הַנְּעָרִ֤ים בְּנֵֽי־הַמֶּ֙לֶךְ֙ הֵמִ֔יתוּ כִּֽי־אַמְנ֥וֹן לְבַדּ֖וֹ מֵ֑ת כִּֽי־עַל־פִּ֤י אַבְשָׁלוֹם֙ הָיְתָ֣ה שׂוּמָ֔ה מִיּוֹם֙ עַנֹּת֔וֹ אֵ֖ת תָּמָ֥ר אֲחֹתֽוֹ׃
BernfeldDa hub Jonadab, Sohn Simeas, des Bruders David an und sprach: Mein Herr, denke nicht, dass alle Jünglinge, die Söhne des Königs, getötet seien; nur Amnon allein ist tot; denn von Awschalom war es beschlossen von dem Tage an, als er seine Schwester Tamar bezwungen.
ZunzDa hub an Jonadab, Sohn Schimeah's, des Bruders Dawid's, und sprach: Nicht denke mein Herr: all die Jünglinge, die Söhne des Königs, haben sie getödtet; denn Amnon allein ist todt; denn auf Befehl Abschalom's war es angeordnet von dem Tage an, daß er seine Schwester Tamar bezwungen.
33
וְעַתָּ֡ה אַל־יָשֵׂם֩ אֲדֹנִ֨י הַמֶּ֤לֶךְ אֶל־לִבּוֹ֙ דָּבָ֣ר לֵאמֹ֔ר כׇּל־בְּנֵ֥י הַמֶּ֖לֶךְ מֵ֑תוּ כִּֽי־(אם)־אַמְנ֥וֹן לְבַדּ֖וֹ מֵֽת׃ {פ}
BernfeldMöge demnach mein Herr, der König, sich nicht mit dem Gedanken quälen, alle Söhne des Königs seien tot; denn nur Amnon allein ist tot.
ZunzDemnach ziehe mein Herr, der König, sich nichts zu Gemüthe, zu denken: all die Söhne des Königs seien todt; denn nur Amnon allein ist todt.
34
וַיִּבְרַ֖ח אַבְשָׁל֑וֹם וַיִּשָּׂ֞א הַנַּ֤עַר הַצֹּפֶה֙ אֶת־עֵינָ֔ו וַיַּ֗רְא וְהִנֵּ֨ה עַם־רַ֜ב הֹלְכִ֥ים מִדֶּ֛רֶךְ אַחֲרָ֖יו מִצַּ֥ד הָהָֽר׃
Bernfeld— Awschalom floh. — Der Knabe, der Wächter erhob seine Augen und sah zahlreiches Volk von dem Wege hinter ihm kommen, von der Seite des Berges.
ZunzUnd Abschalom entfloh. Und der Knabe, der Wächter, erhob seine Augen und sah hin, und siehe, zahlreiches Volk kam von dem Wege ihm nach von der Seite des Berges.
35
וַיֹּ֤אמֶר יֽוֹנָדָב֙ אֶל־הַמֶּ֔לֶךְ הִנֵּ֥ה בְנֵי־הַמֶּ֖לֶךְ בָּ֑אוּ כִּדְבַ֥ר עַבְדְּךָ֖ כֵּ֥ן הָיָֽה׃
BernfeldDa sprach Jonadab zum König: Da kommen die Söhne des Königs; wie dein Knecht gesprochen, so ist es auch eingetroffen.
ZunzDa sprach Jonadab zum König: Siehe, die Söhne des Königs sind gekommen; wie dein Knecht gesprochen, also ist es geschehen.
36
וַיְהִ֣י ׀ כְּכַלֹּת֣וֹ לְדַבֵּ֗ר וְהִנֵּ֤ה בְנֵֽי־הַמֶּ֙לֶךְ֙ בָּ֔אוּ וַיִּשְׂא֥וּ קוֹלָ֖ם וַיִּבְכּ֑וּ וְגַם־הַמֶּ֙לֶךְ֙ וְכׇל־עֲבָדָ֔יו בָּכ֕וּ בְּכִ֖י גָּד֥וֹל מְאֹֽד׃
BernfeldKaum hatte er ausgeredet, da kamen die Söhne des Königs. Sie erhoben ihre Stimme und weinten, und auch der König und all seine Diener brachen in heftiges Weinen aus.
ZunzUnd es geschah, da er ausgeredet hatte, siehe, da kamen die Söhne des Königs und sie erhoben ihre Stimme und weinten, und auch der König und all seine Diener brachen in sehr großes Weinen aus.
37
וְאַבְשָׁל֣וֹם בָּרַ֔ח וַיֵּ֛לֶךְ אֶל־תַּלְמַ֥י בֶּן־[עַמִּיה֖וּד] (עמיחור) מֶ֣לֶךְ גְּשׁ֑וּר וַיִּתְאַבֵּ֥ל עַל־בְּנ֖וֹ כׇּל־הַיָּמִֽים׃
BernfeldAwschalom war unterdessen entflohen. Er ging zu Talmaj [seinem Großvater mütterlicherseits], Sohn Ammihuds, König von Gesur. [David] aber trauerte um seinen Sohn die ganze Zeit.
ZunzUnd Abschalom war entflohen und ging zu Talmai, Sohn Ammihud, König von Geschur. Er aber trauerte um seinen Sohn die ganze Zeit.
38
וְאַבְשָׁל֥וֹם בָּרַ֖ח וַיֵּ֣לֶךְ גְּשׁ֑וּר וַֽיְהִי־שָׁ֖ם שָׁלֹ֥שׁ שָׁנִֽים׃
BernfeldAwschalom war nach Gesur geflohen und weilte daselbst drei Jahre.
ZunzAls Abschalom entflohen und nach Geschur gegangen, und daselbst drei Jahre gewesen:
39
וַתְּכַל֙ דָּוִ֣ד הַמֶּ֔לֶךְ לָצֵ֖את אֶל־אַבְשָׁל֑וֹם כִּי־נִחַ֥ם עַל־אַמְנ֖וֹן כִּי־מֵֽת׃ {ס}
BernfeldDer König David verging fast vor Sehnsucht nach Awschalom, denn er war bereits getröstet wegen Amnon, dass er tot war.
ZunzDa verlangte der König Dawid, hinauszugehen zu Abschalom; denn er war getröstet wegen Amnon, daß er todt war.