Jirmejahu 18 ירמיהו
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Übersetzung unter der Redaktion von Leopold Zunz (1838)
1
הַדָּבָר֙ אֲשֶׁ֣ר הָיָ֣ה אֶֽל־יִרְמְיָ֔הוּ מֵאֵ֥ת יְהֹוָ֖ה לֵאמֹֽר׃
ZunzDas Wort, welches an Jirmejahu erging vom Ewigen, also:
2
ק֥וּם וְיָרַדְתָּ֖ בֵּ֣ית הַיּוֹצֵ֑ר וְשָׁ֖מָּה אַשְׁמִיעֲךָ֥ אֶת־דְּבָרָֽי׃
ZunzMache dich auf und gehe hinab in des Töpfers Haus, und dort werde ich dir kund machen meine Worte.
3
וָאֵרֵ֖ד בֵּ֣ית הַיּוֹצֵ֑ר (והנהו) [וְהִנֵּה־ה֛וּא] עֹשֶׂ֥ה מְלָאכָ֖ה עַל־הָאׇבְנָֽיִם׃
ZunzUnd ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er machte eben ein Werk auf der Scheibe.
4
וְנִשְׁחַ֣ת הַכְּלִ֗י אֲשֶׁ֨ר ה֥וּא עֹשֶׂ֛ה בַּחֹ֖מֶר בְּיַ֣ד הַיּוֹצֵ֑ר וְשָׁ֗ב וַֽיַּעֲשֵׂ֙הוּ֙ כְּלִ֣י אַחֵ֔ר כַּאֲשֶׁ֥ר יָשַׁ֛ר בְּעֵינֵ֥י הַיּוֹצֵ֖ר לַעֲשֽׂוֹת׃ {ס}
ZunzUnd mißrieth das Geräthe, das er machte, — wie das beim Lehm in der Hand des Töpfers geschieht, — so machte er daraus wieder ein anderes Geräth, so wie es dem Töpfer recht dünkte zu machen.
6
הֲכַיּוֹצֵ֨ר הַזֶּ֜ה לֹא־אוּכַ֨ל לַעֲשׂ֥וֹת לָכֶ֛ם בֵּ֥ית יִשְׂרָאֵ֖ל נְאֻם־יְהֹוָ֑ה הִנֵּ֤ה כַחֹ֙מֶר֙ בְּיַ֣ד הַיּוֹצֵ֔ר כֵּן־אַתֶּ֥ם בְּיָדִ֖י בֵּ֥ית יִשְׂרָאֵֽל׃ {ס}
ZunzKann ich es nicht wie dieser Töpfer mit euch machen, Haus Jisraél? ist der Spruch des Ewigen; siehe, wie der Lehm in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Jisraél.
7
רֶ֣גַע אֲדַבֵּ֔ר עַל־גּ֖וֹי וְעַל־מַמְלָכָ֑ה לִנְת֥וֹשׁ וְלִנְת֖וֹץ וּֽלְהַאֲבִֽיד׃
ZunzZu einer Zeit thue ich den Ausspruch über ein Volk und über ein Königreich, auszurotten und einzureißen und zu vernichten.
8
וְשָׁב֙ הַגּ֣וֹי הַה֔וּא מֵרָ֣עָת֔וֹ אֲשֶׁ֥ר דִּבַּ֖רְתִּי עָלָ֑יו וְנִֽחַמְתִּי֙ עַל־הָ֣רָעָ֔ה אֲשֶׁ֥ר חָשַׁ֖בְתִּי לַעֲשׂ֥וֹת לֽוֹ׃ {ס}
ZunzKehrt aber das Volk, über welches ich den Ausspruch gethan, von seiner Bosheit um, so bedenke ich mich wegen des Unheils, das ich gesonnen war ihm zu thun.
9
וְרֶ֣גַע אֲדַבֵּ֔ר עַל־גּ֖וֹי וְעַל־מַמְלָכָ֑ה לִבְנ֖וֹת וְלִנְטֽוֹעַ׃
ZunzUnd zu einer Zeit thue ich den Ausspruch über ein Volk und über ein Königreich, zu bauen und zu pflanzen.
10
וְעָשָׂ֤ה (הרעה) [הָרַע֙] בְּעֵינַ֔י לְבִלְתִּ֖י שְׁמֹ֣עַ בְּקוֹלִ֑י וְנִֽחַמְתִּי֙ עַל־הַטּוֹבָ֔ה אֲשֶׁ֥ר אָמַ֖רְתִּי לְהֵיטִ֥יב אוֹתֽוֹ׃ {ס}
ZunzAber thut es, was böse ist in meinen Augen, indem es nicht auf meine Stimme hört, so bedenke ich mich wegen des Guten, womit ich ihm wohlzuthun gedacht.
11
וְעַתָּ֡ה אֱמׇר־נָ֣א אֶל־אִישׁ־יְהוּדָה֩ וְעַל־יוֹשְׁבֵ֨י יְרוּשָׁלַ֜͏ִם לֵאמֹ֗ר כֹּ֚ה אָמַ֣ר יְהֹוָ֔ה הִנֵּ֨ה אָנֹכִ֜י יוֹצֵ֤ר עֲלֵיכֶם֙ רָעָ֔ה וְחֹשֵׁ֥ב עֲלֵיכֶ֖ם מַחֲשָׁבָ֑ה שׁ֣וּבוּ נָ֗א אִ֚ישׁ מִדַּרְכּ֣וֹ הָרָעָ֔ה וְהֵיטִ֥יבוּ דַרְכֵיכֶ֖ם וּמַעַלְלֵיכֶֽם׃
ZunzUnd nun, sprich doch zu den Männern Jehudah's und zu den Bewohnern Jeruschalajim's also: So spricht der Ewige: Siehe, ich bilde über euch Unglück und sinne über euch einen Anschlag; kehret doch um, Jeglicher von seinem bösen Wandel, und bessert euren Wandel und eure Handlungen.
12
וְאָמְר֖וּ נוֹאָ֑שׁ כִּֽי־אַחֲרֵ֤י מַחְשְׁבוֹתֵ֙ינוּ֙ נֵלֵ֔ךְ וְאִ֛ישׁ שְׁרִר֥וּת לִבּֽוֹ־הָרָ֖ע נַעֲשֶֽׂה׃ {פ}
ZunzAber sie sprechen: Verlorene (Worte)! denn nach unsern Gedanken wollen wir wandeln, und Jeglicher den Uebermuth seines bösen Herzens vollführen.
13
לָכֵ֗ן כֹּ֚ה אָמַ֣ר יְהֹוָ֔ה שַֽׁאֲלוּ־נָא֙ בַּגּוֹיִ֔ם מִ֥י שָׁמַ֖ע כָּאֵ֑לֶּה שַֽׁעֲרֻרִת֙ עָשְׂתָ֣ה מְאֹ֔ד בְּתוּלַ֖ת יִשְׂרָאֵֽל׃
ZunzDarum, so spricht der Ewige: Fraget doch nach bei den Völkern, wer dergleichen gehört habe? Gar Schauderhaftes hat verübt die Jungfrau Jisraél.
14
הֲיַעֲזֹ֥ב מִצּ֛וּר שָׂדַ֖י שֶׁ֣לֶג לְבָנ֑וֹן אִם־יִנָּֽתְשׁ֗וּ מַ֛יִם זָרִ֥ים קָרִ֖ים נוֹזְלִֽים׃
ZunzVerläßt man wohl um die Felsen der Felder den Schnee des Lebanon? Oder läßt man geläutertes, kühles, fließendes Wasser im Stich?
15
כִּֽי־שְׁכֵחֻ֥נִי עַמִּ֖י לַשָּׁ֣וְא יְקַטֵּ֑רוּ וַיַּכְשִׁל֤וּם בְּדַרְכֵיהֶם֙ שְׁבִילֵ֣י עוֹלָ֔ם לָלֶ֣כֶת נְתִיב֔וֹת דֶּ֖רֶךְ לֹ֥א סְלוּלָֽה׃
ZunzDenn mich hat mein Volk vergessen, falschen Göttern opfern sie, und diese verleiteten sie auf ihren Wegen, den ewigen Gleisen, zu betreten die Stege des ungebahnten Weges.
16
לָשׂ֥וּם אַרְצָ֛ם לְשַׁמָּ֖ה (שרוקת) [שְׁרִיק֣וֹת] עוֹלָ֑ם כֹּ֚ל עוֹבֵ֣ר עָלֶ֔יהָ יִשֹּׁ֖ם וְיָנִ֥יד בְּרֹאשֽׁוֹ׃
ZunzDaß ihr Land zur Wüste werde, zum ewigen Gezisch, wer vorüberziehet, sich entsetzen wird und das Haupt schütteln.
17
כְּרוּחַ־קָדִ֥ים אֲפִיצֵ֖ם לִפְנֵ֣י אוֹיֵ֑ב עֹ֧רֶף וְלֹֽא־פָנִ֛ים אֶרְאֵ֖ם בְּי֥וֹם אֵידָֽם׃ {ס}
ZunzGleich dem Ostwinde will ich sie zerstreuen vor dem Feinde, mit dem Nacken und nicht mit dem Gesichte sie ansehen an dem Tage ihres Sturzes.
18
וַיֹּאמְר֗וּ לְכ֨וּ וְנַחְשְׁבָ֥ה עַֽל־יִרְמְיָ֘הוּ֮ מַחֲשָׁבוֹת֒ כִּי֩ לֹא־תֹאבַ֨ד תּוֹרָ֜ה מִכֹּהֵ֗ן וְעֵצָה֙ מֵחָכָ֔ם וְדָבָ֖ר מִנָּבִ֑יא לְכוּ֙ וְנַכֵּ֣הוּ בַלָּשׁ֔וֹן וְאַל־נַקְשִׁ֖יבָה אֶל־כׇּל־דְּבָרָֽיו׃
ZunzUnd sie sprachen: Kommt, laßt uns ersinnen Anschläge gegen Jirmejahu; denn nicht wird verloren gehen die Lehre bei den Priestern und der Rath bei den Weisen und das Wort bei den Propheten. Kommt und laßt uns ihn erschlagen mit der Zunge und nicht achten auf all seine Worte.
19
הַקְשִׁ֥יבָה יְהֹוָ֖ה אֵלָ֑י וּשְׁמַ֖ע לְק֥וֹל יְרִיבָֽי׃
ZunzAchte du auf mich, Ewiger, und höre die Stimme meiner Widersacher!
20
הַיְשֻׁלַּ֤ם תַּֽחַת־טוֹבָה֙ רָעָ֔ה כִּי־כָר֥וּ שׁוּחָ֖ה לְנַפְשִׁ֑י זְכֹ֣ר ׀ עׇמְדִ֣י לְפָנֶ֗יךָ לְדַבֵּ֤ר עֲלֵיהֶם֙ טוֹבָ֔ה לְהָשִׁ֥יב אֶת־חֲמָתְךָ֖ מֵהֶֽם׃
ZunzVergilt man für Gutes Böses, daß sie eine Grube höhlen meinem Leben? Gedenke, wie ich vor dir stand, für sie ein gutes Wort zu reden, von ihnen deinen Grimm abzuwenden!
21
לָכֵן֩ תֵּ֨ן אֶת־בְּנֵיהֶ֜ם לָרָעָ֗ב וְהַגִּרֵם֮ עַל־יְדֵי־חֶ֒רֶב֒ וְתִהְיֶ֨נָה נְשֵׁיהֶ֤ם שַׁכֻּלוֹת֙ וְאַלְמָנ֔וֹת וְאַ֨נְשֵׁיהֶ֔ם יִהְי֖וּ הֲרֻ֣גֵי מָ֑וֶת בַּח֣וּרֵיהֶ֔ם מֻכֵּי־חֶ֖רֶב בַּמִּלְחָמָֽה׃
ZunzDarum gieb ihre Söhne dem Hunger hin und schleudere sie in die Gewalt des Schwertes, daß ihre Weiber seien kinderberaubt und Wittwen, und ihre Männer werden erwürgt von dem Tode, ihre Jünglinge vom Schwerte erschlagen im Kriege.
22
תִּשָּׁמַ֤ע זְעָקָה֙ מִבָּ֣תֵּיהֶ֔ם כִּֽי־תָבִ֧יא עֲלֵיהֶ֛ם גְּד֖וּד פִּתְאֹ֑ם כִּֽי־כָר֤וּ (שיחה) [שׁוּחָה֙] לְלׇכְדֵ֔נִי וּפַחִ֖ים טָמְנ֥וּ לְרַגְלָֽי׃
ZunzEs werde Klaggeschrei gehört aus ihren Häusern, wenn du über sie Schaaren plötzlich herbeiführst, denn sie haben Gruben gehöhlt, mich zu fangen, und Schlingen haben sie gelegt meinen Füßen.
23
וְאַתָּ֣ה יְ֠הֹוָ֠ה יָדַ֜עְתָּ אֶֽת־כׇּל־עֲצָתָ֤ם עָלַי֙ לַמָּ֔וֶת אַל־תְּכַפֵּר֙ עַל־עֲוֺנָ֔ם וְחַטָּאתָ֖ם מִלְּפָנֶ֣יךָ אַל־תֶּ֑מְחִי (והיו) [וְיִהְי֤וּ] מֻכְשָׁלִים֙ לְפָנֶ֔יךָ בְּעֵ֥ת אַפְּךָ֖ עֲשֵׂ֥ה בָהֶֽם׃ {ס}
ZunzDoch du, Ewiger, kennst all ihre Rathschläge wider mich zum Tode, vergib nicht ihre Missethat, und ihre Sünde lösche nicht vor deinem Angesicht hinweg, und sie seien niedergestürzt vor dir, in der Zeit deines Zorns verfahre mit ihnen.