Ijow 41 איוב
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1
הֵן־תֹּחַלְתּ֥וֹ נִכְזָ֑בָה הֲגַ֖ם אֶל־מַרְאָ֣יו יֻטָֽל׃
BernfeldGewiss, seine Hoffnung ist trügerisch, denn schon bei seinem bloßen Anblick wird man hingestreckt.
ZunzSiehe, seine Hoffnung ist doch getäuscht worden! Will er bei seinem bloßen Anblicke hingestreckt liegen?
2
לֹֽא־אַ֭כְזָר כִּ֣י יְעוּרֶ֑נּוּ וּמִ֥י ה֝֗וּא לְפָנַ֥י יִתְיַצָּֽב׃
BernfeldSo tollkühn ist niemand, dass er es reize — und nun, wer will sich gegen mich stellen?
ZunzEr sei nicht so grausam, daß er ihn wekke! und wer ist's? der stelle sich mir!
3
מִ֣י הִ֭קְדִּימַנִי וַאֲשַׁלֵּ֑ם תַּ֖חַת כׇּל־הַשָּׁמַ֣יִם לִי־הֽוּא׃
BernfeldWer kam mir zuvor? Ich würde ihm alles hingeben! denn alles unter dem Himmel ist mein.
ZunzTrete doch irgend wer mir entgegen! lohnen wollte ich ihm mit allem, was unter dem Himmel mein ist!
4
(לא) [לוֹ־]אַחֲרִ֥ישׁ בַּדָּ֑יו וּדְבַר־גְּ֝בוּר֗וֹת וְחִ֣ין עֶרְכּֽוֹ׃
BernfeldIch will nicht schweigen von seinem Wesen, seiner Kraft und seiner schönen Ausrüstung.
ZunzIhm würd' ich lauschen, seinen Abenteuern, und dem Bericht der Großthaten, und der Schöne seines Kampfes.
5
מִֽי־גִ֭לָּה פְּנֵ֣י לְבוּשׁ֑וֹ בְּכֶ֥פֶל רִ֝סְנ֗וֹ מִ֣י יָבֽוֹא׃
BernfeldWer hat je die Vorderseite seines Gewandes aufgedeckt? wer in die Falte seines Gebisses gedrungen?
ZunzWer deckt auf die Vorderseite seines Gewandes? wer dringt in die Falte seines Gebisses?
6
דַּלְתֵ֣י פָ֭נָיו מִ֣י פִתֵּ֑חַ סְבִיב֖וֹת שִׁנָּ֣יו אֵימָֽה׃
BernfeldWer hat je die Türen seines Antlitzes [seinen Rachen] geöffnet? Um sein Gebiss ist Schrecken.
ZunzWer öffnet die Thüren seines Antlitzes? Rings um seine Zähne ist Schrecken;
7
גַּ֭אֲוָה אֲפִיקֵ֣י מָגִנִּ֑ים סָ֝ג֗וּר חוֹתָ֥ם צָֽר׃
BernfeldTrotzig schließen sich die stolzen Schilde [die Zahnreihen], fest versiegelt.
ZunzTrotz ist in den starken Schilden, geschlossen mit festem Siegel.
8
אֶחָ֣ד בְּאֶחָ֣ד יִגַּ֑שׁוּ וְ֝ר֗וּחַ לֹא־יָבֹ֥א בֵינֵיהֶֽם׃
BernfeldSie sind an einander geschlossen, und kein Hauch kommt dazwischen.
ZunzSie drängen sich aneinander, und kein Hauch kommt dazwischen.
9
אִישׁ־בְּאָחִ֥יהוּ יְדֻבָּ֑קוּ יִ֝תְלַכְּד֗וּ וְלֹ֣א יִתְפָּרָֽדוּ׃
BernfeldSie sind eins an das andere gefügt, sie greifen in einander und lassen sich nicht los.
ZunzEines fügt sich in das andere, sie greifen in einander, und lassen sich nicht los.
10
עֲֽ֭טִישֹׁתָיו תָּ֣הֶל א֑וֹר וְ֝עֵינָ֗יו כְּעַפְעַפֵּי־שָֽׁחַר׃
BernfeldSein Niesen strahlet Licht, und seine Augen sind wie die Strahlen des Morgenrots.
ZunzSein Niesen strahlet Licht, und seine Augen, wie die Wimpern des Frühroths.
11
מִ֭פִּיו לַפִּידִ֣ים יַהֲלֹ֑כוּ כִּיד֥וֹדֵי אֵ֝֗שׁ יִתְמַלָּֽטוּ׃
BernfeldAus seinem Maule fahren Fackeln, Feuerfunken entsprühen.
ZunzAus seinem Maule fahren Fackeln, Feuerfunken entsprühen;
12
מִ֭נְּחִירָיו יֵצֵ֣א עָשָׁ֑ן כְּד֖וּד נָפ֣וּחַ וְאַגְמֹֽן׃
BernfeldAus seinen Nüstern steigt Rauch, wie aus einem dampfenden Topf oder Kessel.
ZunzAus seinen Nüstern steigt Rauch, wie (aus) dampfendem Topf und Kessel.
13
נַ֭פְשׁוֹ גֶּחָלִ֣ים תְּלַהֵ֑ט וְ֝לַ֗הַב מִפִּ֥יו יֵצֵֽא׃
BernfeldSein Odem entzündet Kohlen, und Flammen fahren aus seinem Rachen.
ZunzSein Odem glühet Kohlen, und Flammen fahren aus seinem Maule.
14
בְּֽ֭צַוָּארוֹ יָלִ֣ין עֹ֑ז וּ֝לְפָנָ֗יו תָּד֥וּץ דְּאָבָֽה׃
BernfeldUm seinen Hals weilt Stärke, und vor ihm geht Angst einher.
ZunzUm seinen Hals weilt Stärke, und vor ihm tanzt die Angst.
15
מַפְּלֵ֣י בְשָׂר֣וֹ דָבֵ֑קוּ יָצ֥וּק עָ֝לָ֗יו בַּל־יִמּֽוֹט׃
BernfeldDie Wamen seines Fleisches liegen hart an, gediegen ist alles an ihm, unbeweglich
ZunzDie Wammen seines Fleisches liegen hart an, gediegen ist (Alles) an ihm, Nichts wankt.
16
לִ֭בּוֹ יָצ֣וּק כְּמוֹ־אָ֑בֶן וְ֝יָצ֗וּק כְּפֶ֣לַח תַּחְתִּֽית׃
BernfeldSein Herz gegossen wie Stein, fest wie der untere Mühlstein.
ZunzSein Herz, gegossen wie Stein, und angeschlossen wie der untere Mühlstein.
17
מִ֭שֵּׂתוֹ יָג֣וּרוּ אֵלִ֑ים מִ֝שְּׁבָרִ֗ים יִתְחַטָּֽאוּ׃
BernfeldVor seinem Auffahren graut es selbst den Starken, sie werden erschüttert und es schwindelt ihnen.
ZunzErhebt er sich, grauet es den Starken, vor den Brandungen schwindelt es ihnen.
18
מַשִּׂיגֵ֣הוּ חֶ֭רֶב בְּלִ֣י תָק֑וּם חֲנִ֖ית מַסָּ֣ע וְשִׁרְיָֽה׃
BernfeldDas Schwert seines Angreifers haftet nicht an ihm, nicht Lanze, Streitaxt und spitzer Pfeil.
ZunzWer ihn trifft mit dem Schwert — es haftet nicht; (nicht) Lanze, Streitaxt und Panzer.
19
יַחְשֹׁ֣ב לְתֶ֣בֶן בַּרְזֶ֑ל לְעֵ֖ץ רִקָּב֣וֹן נְחוּשָֽׁה׃
BernfeldEs achtet Eisen für Stroh, Erz für morsches Holz.
ZunzEr achtet für Stroh, Eisen, für morsches Holz, Erz.
20
לֹא־יַבְרִיחֶ֥נּוּ בֶן־קָ֑שֶׁת לְ֝קַ֗שׁ נֶהְפְּכוּ־ל֥וֹ אַבְנֵי־קָֽלַע׃
BernfeldNicht verjagt es der Pfeil, in Stoppeln wandeln sich ihm die Schleudersteine.
ZunzNicht verjagt ihn der Sohn des Bogens, in Stoppeln wandeln sich ihm die Schleudersteine.
21
כְּ֭קַשׁ נֶחְשְׁב֣וּ תוֹתָ֑ח וְ֝יִשְׂחַ֗ק לְרַ֣עַשׁ כִּידֽוֹן׃
BernfeldWie Stroh sind ihm Keulen geachtet, und es lacht zu dem Beben des Wurfspießes.
ZunzWie Stroh sind Keulen geachtet, und er lacht zu dem Beben des Wurfspießes.
22
תַּ֭חְתָּיו חַדּ֣וּדֵי חָ֑רֶשׂ יִרְפַּ֖ד חָר֣וּץ עֲלֵי־טִֽיט׃
BernfeldUnter ihm die spitzen Scherben, alles Scharfe drückt es platt in den Schlamm
ZunzUnter ihm die spitzen Scherben, alles Scharfe drückt er platt in den Schlamm.
23
יַרְתִּ֣יחַ כַּסִּ֣יר מְצוּלָ֑ה יָ֝֗ם יָשִׂ֥ים כַּמֶּרְקָחָֽה׃
BernfeldEs macht die Tiefe wie einen Kessel sieden, das Meer rührt es wie eine Salbe.
ZunzEr macht sieden, wie einen Kessel, die Tiefe; das Meer rührt er, wie eine Salbe.
24
אַ֭חֲרָיו יָאִ֣יר נָתִ֑יב יַחְשֹׁ֖ב תְּה֣וֹם לְשֵׂיבָֽה׃
BernfeldHinter ihm leuchtet ein Pfad auf; man wähnt die Flut ergraut.
ZunzHinter ihm leuchtet der Pfad; man wähnt die Fluth ergraut. —
25
אֵֽין־עַל־עָפָ֥ר מׇשְׁל֑וֹ הֶ֝עָשׂ֗וּ לִבְלִי־חָֽת׃
BernfeldAuf Erden ist nicht seinesgleichen, es ist unbesiegbar.
ZunzNicht auf dem Staube ist, wer ihn bewältigt, der geschaffen ist furchtlos;
26
אֵֽת־כׇּל־גָּבֹ֥הַּ יִרְאֶ֑ה ה֝֗וּא מֶ֣לֶךְ עַל־כׇּל־בְּנֵי־שָֽׁחַץ׃ {פ}
BernfeldAlles Hohe blickt es an; — das ist der König über alle Stolzen!
ZunzAlles Hohe blickt er an; — das ist der König über alle Söhne des stolzen Gangs!