Die Torah - Die fünf Bücher Mose
מכל מצות ה'. פֵּרְשׁוּ רַבּוֹתֵינוּ אֵין חַטָּאת בָּאָה אֶלָּא עַל דָּבָר שֶׁזְּדוֹנוֹ לָאו וְכָרֵת (ספרא):
מאחת מהנה. מִמִּקְּצָת אַחַת מֵהֶן, כְּגוֹן הַכּוֹתֵב בְּשַׁבָּת שם מִשִּׁמְעוֹן, נח מִנָּחוֹר, דן מִדָּנִיֵּאל (שם):
Von allen Geboten des Ewigen, unsere Lehrer erklären, ein Sündopfer wird nur für eine Sache gebracht, deren frevelhafte Übertretung durch ein Verbot und Ausrottungsstrafe untersagt ist; dann ist für das Versehen ein Sündopfer vorgeschrieben (Tor. koh.). Von einem von ihnen, etwas von einem von ihnen, z. B. er schreibt am Sabbat שם vom Worte שמעון; נח von נחור; דן von דניאל (Tor. koh.).
נפש , על שם נפש רמזנו למעלה (פרשה ב' א') , ולכן בכל הפרשיות שזוכר בהן חלוקי הקרבנות הבאין על חטא , אמר נפש , שבעבור היתה נשמת אדם לנפש שנקשרה בגוף , יקרו לה השגגות והחטאים · תחטא , כמו קולע באבן אל השערה ולא יחטיא (שופטי' כ' ט"ז) , כי אין חטא אלא לשון הסרה מן הדרך , שנוטה מדרך האמת , והולך בדרך שקר , כי הדרכים שהורה לנו הקב"ה הם דרכי האמת , והדרך שכנגדו המצוי גם הוא , נקרא דרך שקר , כמו דרך שקר הסר ממני ותורתך חנני (תהלי' קי"ט כ"ט) , כי יש בכל דבר שני דרכים הפוכים זו מזו , כמו קדושה וטומאה , עבודה ומנוחה , נדיבות וכילות , רחמים ואכזריות , והחכמה העליונה תורה לאדם הדרך אשר ילך בה בכל דבר , וכשנוטה ממנה והולך בדרך שכנגדה נקרא חוטא , ויש נוטה בזדון כי יצרו תקפו , ויש חוטא בלי דעת שסבור שעושה כהוגן , כגון נתחלף לו חלב בשומן , אחותו באשתו , או שטעה , לא ידע שחלב זה אסור , לא ידע שמלאכה זו אסורה בשבת , ואין כן עון שנופל על המעות את היושר כמו וישר העויתי (איוב ל"ג כ"ז) , ושתי אלה במחשבה , כמו ולישרי לב שמחה (תהלים צ"ז י"א) , ולהפך עקשי לב , המעותים היושר כגון חושב רעה , שחוטא בזדון על פי מחשבתו , ואין זה קרוי שקר אלא שוא , על זה נאמר הוי מושכי העון בחבלי השוא (ישעיה ה' י"ח) , וזה חוטא תמיד בזדון כי תהפך אור לחשך , על כן אמרו רבותינו ז"ל חטאים אלו השגגות ועונות הם הזדונות , כלומר בלשון חטא תתכן גם השגגה , כי אי אפשר לפרש אין חטא אלא שוגג , שכמה פעמים נכתב על הזדון כמו אנא חטא העם הזה חטאה גדולה (שמות ל"ב ל"א) , גם ה' העביר חטאתך לא תמות (שמואל ב' י"ב י"ג) , ודומיהן שהן על המזידים , אלא כמו שאמרנו יש חוטא במזיד ויש בשגגה , ולפי שחטא נופל גם על המזיד , נאמר כאן ובכל הפרשה בשגגה , וגם' גן נעול (בית א' חדר ב' חלון ב' וג') התבארו דברים אלו · מכל מצות ה' , שב על כי תחטא , שהחטא היא הנטיה , שנטתה מכל מצות ה' · אשר לא תעשינה , עשין ולאוין קרויים מצות , כי על העשין צוה לעשותן , ועל הלאוין צוה להזהר מהן , וראיה ויצו ה' אלהים על האדם לאמר וגו' ומעץ הדעת טוב ורע לא תאכל ממנו (בראשי' ב' ט"ז) , ולפי שאמר מכל מצות ה' הכולל עשין ולאוין , חזר ופירש שנטתה ממצות ה' אשר צוה שלא תעשינה , והוא הלך ועשה , ולמדנו שאין חטאת באה על ביטול מצות עשה , אפילו יש בבטולה מזיד כרת כגון פסח ומילה , וכן קבלו רבותינו שאין חטאת באה על לא תעשה אלא על אותן שזדונן כרת , ובברייתא דת"כ למדו כלן מע"ז שנאמר בה תורה אחת יהיה לכם לעושה בשגגה , הוקשו כלם לע"ז , מה ע"ז דבר שחייבין על זדונה כרת ועל שגגתה חטאת , אף כל שחייבין על זדונה כרת , יש על שגגתו חטאת · ועשה מאחת מהנה , לפי שאמר מכל מצות ה' , פירש שאין ענינו שיחטא מכלן , אלא מאיזו מהן שיהיה , שבעשותו אחת מהנה חייב חטאת · מאחת מהנה , היה לו לומר אחת מהנה , או ועשה מהנה , ויפה פרשוהו בת"כ ר' שמעון אומר ועשה אחת (כלומר אם היה אומר ועשה אחת מהנה) יכול עד שיכתוב את כל השם , עד שיארוג את כל הבגד עד שיעשה את כל הנפה , ת"ל מאחת , אי מאחת יכול אפילו כתב אות אחת , אפילו ארג חוט אחד וכו' ת"ל ועשה אחת (כלומר שהיה לו לומר לבד ועשה מהנה) , הא כיצד עד שיעשה מלאכה שכיוצא בה מתקיימת :
Kap. 4. V. 2. נפש .נפש כי תחטא וגו׳ ועשה וגו׳, die Seele, ist der eigentliche Kern der Menschenpersönlichkeit, die sich als Geist und Wille manifestiert, und der der Leib mit seinen Organen und Kräften zur Beherrschung und Leitung untergeben ist. Um diese Herrschaft und Leitung nach dem göttlichen Willen zu vollziehen, hat die נפש selbst sich ihrerseits dem "Feuer" des göttlichen Gesetzes unterzuordnen und sich ununterbrochen von dessen Licht und Wärme beherrschen zu lassen. Der Leib der Seele, und die Seele Gott untergeordnet, vollzieht sich das geistig-leibliche Leben der Menschentat im Dienste Gottes, und es ist nur der Wille Gottes, den der Wille des Menschen vermittelst seines ihm dienenden Leibes in sittlich freier Energie zur Verwirklichung bringt. Entzieht sich jedoch die נפש der Erleuchtung und Belebung durch das Feuer des göttlichen Gesetzes – es ist dies, wie wir zu Bereschit Kap. 39, 9 aus der Lautverwandtschaft חתה-חטא folgern zu dürfen glaubten, die buchstäbliche Grundbedeutung von – חטא so läuft sie Gefahr, die Organe und Kräfte ihres Leibes, deren Tätigkeit sie nur innerhalb der vom göttlichen Willen geheiligten Schranken zur Äußerung gelangen lassen sollte, dem göttlichen Willen entgegenhandeln zu lassen. Das Opfer, mit welchem eine aus dem beherrschenden Brennpunkte des göttlichen Willens geratene Seele, wieder diese, die Reinheit ihrer Lebenstätigkeit bedingende Gottesnähe sucht, aus deren Herrscherbereiche sie sich nie hätte entfernen sollen, heißt: קרבן חטאת. Durch dieses Wiedersuchen der Gottesnähe (קרבן) wird die Entfernung, in welche die Seele von dem אש דת geraten (חטאת), gesühnt.
Allein eine Ausgleichung für Vergehen kann vermittelst eines Opfers nur gesucht werden, wenn, wie es im Texte heißt, dies Vergehen, oder buchstäblicher, die Nichterleuchtung und Nichtbelebung des menschlichen Willens durch das Licht und die Macht des göttlichen Willens, mit einem Worte: die Verdunkelung des menschlichen Willens, בשגגה, nicht nur aus Unachtsamkeit, sondern in Unachtsamkeit geschehen ist, daß die Gott missfällige Handlung, תחלתו וסופו שגגה, in Unachtsamkeit sowohl begonnen als vollendet worden. Sobald aber im Beginn oder bei der Vollendung der Handlung ein Bewußtsein des sich vollziehenden Unrechts vorgewaltet hat (זדון), selbst wenn dies Bewußtsein erst in einem Momente eingetreten, wo das in שגגה begonnene und in Vollzug begriffene Unrecht nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte, wie הזורק אבן לרה׳׳ר בשבת ונזכר מאחר שיצתה מידו (Schabbat 102a), geschweige denn, wo תחלתו וסופו זרון, wo bei der ganzen Handlung das Bewußtsein des Unrechts gegenwärtig war: da steht das Vergehen außerhalb des Bereichs einer durch Opfer zu suchenden Sühne.
Wir haben schon (zu Bereschit Kap. 8, 1) auf den Unterschied zwischen שגג und שגה aufmerksam gemacht. שגג ist der Irrtum aus Sorglosigkeit. Dem שוגג liegt im Momente der שגגה die Gesetzmäßigkeit seiner Handlungsweise nicht mit dem gebührenden Ernste am Herzen, er ist in dem Augenblicke nicht חרד על דבר ד׳, wie es der Prophet ausdrückt. Eben in diesem Mangel an Achtsamkeit auf den gesetzentsprechenden Charakter seiner Handlungen liegt das Sündhafte des Irrtums, es ist dies das פשע, das im חטא liegt, פשעיהם לכל הטאתם (Kap. 16, 16). Es kann sich der durch Unachtsamkeit erzeugte Irrtum auf den Inhalt des Gesetzes beziehen, es war ihm z. B. außer Acht gekommen, daß חלב אסור, oder daß es ein mit כרת verpönter Genuss ist, שגג בלאו או שגג בכרת; oder das Gesetz war ihm seinem ganzen Inhalte nach gegenwärtig, allein die Beschaffenheit des Objekts war ihm entgangen, er kannte das חלב-Verbot und dessen Strenge, allein er hielt das Genossene für erlaubtes Fett (שומן) u. dergl. — Ob eine שגגה nur dann der Sühne durch חטאת bedürftig ist, wenn das Bewußtsein vom Gesetz einmal zuvor vorhanden gewesen, הכיר ולבסוף שכח, oder selbst ein תינוק שנשבה בין הנכרים, ein unter Nichtjuden aufgewachsenes Kind, das als solches nie ein Bewußtsein vom Judentum gehabt hatte, wenn ihm später die jüdische Gesetzespflicht zum Bewußtsein käme, über das früher in Unkunde Geübte חטאת zu bringen hätte, ist eine Schabbat 68b behandelte Kontroverse. שגגות) 2,6 רמב׳׳ם) rezipiert die letztere Annahme als Halacha. – Selbst שוגג בלא מתכוין eine nicht nur in mangelndem Bewußtsein von dem ungesetzlichen Charakter der Handlung, sondern eine ganz gedankenlos geübte Handlung, מתעסק es hätte einer z. B. חלב im Munde und verschluckte es gedankenlos, ohne überhaupt die Absicht gehabt zu haben, etwas zu essen, קסבר רוק הוא ובולעו, fällt unter den Begriff חטאת-pflichtiger :שגגה מתעסק בחלבים ובעריות חייב שכן נהנה ; denn immerhin ist das Ungesetzliche durch ihn geschehen. Nur beim שבת , wo das Bewußtsein, die Ausführung eines Gedankens, מלאכת מחשבת, die Ungesetzlichkeit der Handlung bedingt, ist מתעסק nicht חטאת-pflichtig; z. B. נתכוין להגביה oder selbst נתכוין לחתוך את התלוש וחתך את המחובר; seine Tätigkeit, חתיכת המחובר, war eben nicht die am שבת verpönte Ausführung eines Gedankens, weil eben dieser ganze Gedanke fehlte (Keritot 19b). —
מכל מצות ד׳ וגו׳. Schwierig ist der Ausdruck מצות אשר לא תעשינה für Verbote. Der grammatischen Konstruktion gemäß wäre מצות Subjekt von אשר לא תעשינה und das hieße: Gebote, welche nicht erfüllt werden sollen! Wir wissen diesen Ausdruck nicht anders zu erklären, als daß אשר nicht auf מצות, sondern auf die von den מצות betroffenen Objekte sich bezieht: verpflichtende Aussprüche Gottes in Beziehung auf solche Gegenstände, die nicht verübt werden sollen. Ebenso schwierig ist die Konstruktion נפש חטא .כי תחטא מכל מצות ד׳ וגו׳ hat sonst den Gegenstand der Versündigung nicht mit dem Akkusativ nach sich. Auch dafür, daß das מ in מכל etwa die Entfernung von den Geboten ausdrücken sollte, findet sich sonst keine Analogie bei חטא. Es bleibt nichts übrig, als hier in der Tat eine Konstruktion אo ח mit dem Akkusativ anzunehmen und das מ in מכל , wie so häufig in diesen Opfergesetzen, als das מ partitiv: einige von allen Verboten. In der Tat lehrt auch die Halacha, daß nicht jede aus Unachtsamkeit geschehene Versündigung חטאת-pflichtig sei. Vielmehr ist die חטאת-Pflicht für den שוגג auf ein Verbot übertretende Handlungen beschränkt, deren mutwillige Übung mit כרת verpönt ist: לא תעשה שיש בו מעשה שחייבין על זדונו כרת. Ausgeschlossen sind somit alle Verbote, auf deren Übertretung nicht כרת steht, selbst wenn sie, wie מכה אב ואם וגונב נפש מישראל mit Todesstrafe bedroht sind. Ferner פסח ומילה, obgleich ihre Unterlassung mit כרת belegt ist, weil dies Gebote und keine Verbote sind. Endlich מגרף, Gotteslästerung, die zwar ein unter כרת-Strafe ausgesprochenes Verbot ist, dessen Übertretung jedoch nicht in einer Handlung, sondern nur in Worten besteht (Keritot 2a). ע׳׳ז, das einzige spezielle Verbrechen, für dessen שגגה im Gesetze Bamidbar 15, 21f. (siehe daselbst) die חטאת-Pflicht vorkommt, steht dieser Halacha als normgebendes Muster da. תורה אחת heißt es daselbst V. 29: תורה אחת יהיה לכם לעושה בשגגה והנפש אשר תעשה ביד רמה וגו׳ ונכרתה הנפש וגו׳, damit ist הוקשה כל התורה כולה לע׳׳ז (daselbst 3a) in Beziehung auf die Pflicht-חטאת für שוגג (das. 3a).
Diese Beschränkung der חטאת-Pflicht auf ל׳׳ת שיש בו כרת dürfte einerseits aus der natürlichen Schwäche des Menschen sich motivieren, von dessen erst zur sittlichen Vollkommenheit zu erziehender Natur ein völliges Freibleiben von unbedachtem Irregehen nicht erwartet wird, von der es vielmehr heißt: שגיאות מי יבין, für welche daher erst solche שגגות einer besonderen Sühne bedürftig erscheinen dürften, die eine Gleichgültigkeit gegen solche Gottesaussprüche bekunden, deren כרת-Ernst sie vor allen andern selbst gegen eine Verletzung durch Unachtsamkeit schützen sollte. Andererseits dürfte die חטאת-Pflicht bei שגגות gegen כרת-Verbote gerade diesen Kreis göttlicher Gesetze unserem sich zusammen nehmenden Ernste mit besonderem Nachdrucke empfehlen sollen. Wie wir an einer anderen Stelle nachzuweisen haben werden, dürften nämlich חייבי כריתות vorzugsweise spezifisch jüdische Verbrechen umfassen, und auch bei denen, die außer כרת zugleich חייבי מיתות doch in deren besonderen jüdischen Beziehungen wurzeln. Wir verzeichnen beispielsweise: נרה ,דם ,חלב ,פסח ,מילה und alle עריות, die nur בכרת sind und, unserer Voraussetzung gemäß, auch den בן נח nicht treffen, כל ערוה שב׳׳ד של ישראל ממיתין עליה ב׳׳ג מוזהר עליה וגו׳ (Sanhedrin 57b. [Nach הל׳ מלכ רמב׳׳ם 9, 5 wäre אחותו מן האם eine Ausnahme, siehe jedoch כ׳׳מ daselbst.]) So wenig es uns auch zustehen dürfte, ein Näheres und Mehreres über das nur Gott allein zustehende כרת-Verhängnis wissen oder ahnen zu wollen, so dürfte הִכָרֵת מעמיה doch zunächst ein Entwurzeln aus der diesseitigen und jenseitigen Zukunft ihres Volkes aussagen, die mit כרת belegten Verbrechen die sie begehende Persönlichkeit somit des dauernden Wurzelns in dem Zukunftsboden ihres Volkes unwürdig machen, somit im tiefen Zusammenhange mit dem spezifisch jüdischen Wesen stehen. Ein Verhältnis, dem auch die Modalität entsprechen dürfte, daß, nach ת׳׳כ zur Stelle, während נפש alle zum jüdischen Bunde gehörenden Seelen, auch גרים und עבדים, umfaßt, בני ישראל jedoch alle nichtjüdischen Menschen, deren עולות doch auch auf dem jüdischen Altar zulässig sind, doch vom הטאת ausschließt. Einen möglichen Zusammenhang des Begriffs חטא selbst, nach unserer Auffassung ja ein Sichselbsthinausfallenlassen, somit als מזיד: ein Sichselbstloslösen von dem unser Licht und Leben bedingenden Gottesfeuer, mit כרת, dem völligen Trennen von der Wurzel unserers Lichts und unseres Lebens, wagen wir eben nur als "möglich" anzudeuten. —
ועשה מאחת .ועשה מאחת מהנה kann nichts anderes heißen, als: er übt auch nur einen Teil von einem verbotenen Gegenstand. Z. B. hinsichtlich des Werkverbotes am Schabbat, sobald er nur einen integrierenden Teil eines verbotenen ganzen Werkes בשוגג hergestellt, von dem Namen שם שמעון , von דן דניאל, von נח נחור, geschrieben von einem ganzen Gewebe eine bleibende Webemasche gewebt hätte und dergl. wäre er חטאת-pflichtig (Schabbat 103b). Wie hier das מ in מאחת nur im partitiven Sinne verstanden werden kann, so ist auch das מ in מהנה partitiv zu fassen und zwar im logischen Sinne: ein aus dem Grundbegriff Abgeleitetes, einem Kollektivbegriff als Teilbegriff Angehöriges. Z. B. von dem am Schabbat verbotenen Gesamtbegriff (אב) des Pflanzens (נוטע), das unter dieselbe Kategorie als Wachstumförderung gehörige (תולדה) Beschneiden der Bäume (זומר), und Ähnliches (Schabbat 103b und 13b). Daher der Satz: הנה אבות מהנה תולדות (daselbst). — Gleichzeitig wird durch die Zusammenstellung מאחת מהנה die Aufmerksamkeit auf Fixierung der numerischen Größe des Irrtums gelenkt: er kann sich als אחת מהנה oder als מאחת הנה darstellen. Es können mehrere verbotene Tätigkeiten geübt worden sein, die jedoch sämtlich nur aus einem Irrtum fließen (אחת מהנה), es hätte jemand am Schabbat vergessen, daß Schabbat sei und hätte in diesem einen Irrtum mehrere מלאכות verschiedener אבות (siehe zu Schmot 35, 1) geübt, שגגת שבת וזרון מלאכות, welche daher zusammen nur als ein Irrtum zu begreifen sind und ihn nur zu einem הטאת verpflichten. Oder er wusste, daß Schabbat sei, hatte jedoch den verbotenen Charakter seiner Tätigkeiten außer acht gelassen und sich in dieser Beziehung in betreff mehrerer אבות מלאכות vergangen. Hier stellt sich die Verletzung des einen Schabbatverbotes als mehrmal wiederholter Irrtum dar זרון שבת (מאחת הנה) ושגגת מלאכות und ist er, der Zahl der Irrtümer entsprechend, zu ebenso vielen חטאות verpflichtet.
Überhaupt richtet sich die חטאת-Pflicht nach der Zahl der Irrtümer und nicht nach der Zahl der Handlungen. Ein aus Unachtsamkeit am יום הכפורים, der zugleich שבת ist, geübtes Werk verpflichtet zu zwei חטאות. In einer Vergessenheit des חלב Verbotes (בהעלם א׳), lange Zeit wiederholt gegessenes חלב, ohne daß ihm inzwischen der Irrtum zu Bewußtsein gekommen war, verpflichtet nur zu einem חטאת. Ob, wenn sich der eine und derselbe Irrtum auf verschiedene Objekte fortsetzt, die Anwendung des Irrtums auf verschiedene Objekte als eine Wiederholung des Irrtums zu betrachten ist und für jedes Objekt eine besondere חטאת-Pflicht eintritt, – ob תמחויין וגופין מחלקין – ist Keritot 11b u. 15b kontrovers. Rambam 6, 1 שגגות, rezipiert als Halacha, daß dies nicht als Wiederholung des Irrtums betrachtet wird.