Die Torah - Die fünf Bücher Mose

Buch: Kapitel: Vers:
Hebräischer Text (nach der Masorah)
וְאַתָּ֞ה תְּצַוֶּ֣ה ׀ אֶת־בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֗ל וְיִקְח֨וּ אֵלֶ֜יךָ שֶׁ֣מֶן זַ֥יִת זָ֛ךְ כָּתִ֖ית לַמָּא֑וֹר לְהַעֲלֹ֥ת נֵ֖ר תָּמִֽיד׃
Deutsche Übersetzung (Samson Raphael Hirsch)
Und du verpflichte Jisraels Söhne, daß sie dir reines Olivenöl, gepresst, zur Leuchte nehmen, um beständig Licht aufleuchten zu lassen.
Übersetzung von Moses Mendelssohn (1780 bis 1783)
Du sollst aber auch den Kindern Jisrael befehlen, daß sie dir den reinsten Oehl von gestoßenen Oliven bringen, zum leuchten, um beständig Licht brennen zu lassen.
Mendelssohn-Übersetzung im Original
דוא זאללסט אבער אויך דען קינדערן ישראל בעפֿעהלען, דאס זיא דיר דעןריינסטען אָל פֿאנגעשטאסנען אָליווען ברינגען, צום לייכטען, אום בעשטענדיג ליכט ברענגען צו לאסען·
Onkelos
וְאַתְּ תְּפַקֵד יָת בְּנֵי יִשְׂרָאֵל וְיִסְבוּן לָךְ מִשְׁחָא זֵיתָא דַכְיָא כָּתִישָׁא לְאַנְהָרָא לְאַדְלָקָא בוֹצִינַיָא תְּדִירָא:
Raschi

ואתה תצוה. זך. בְּלִי שְׁמָרִים, כְּמוֹ שֶׁשָּׁנִינוּ בִמְנָחוֹת מְגַרְגְּרוֹ בְרֹאשׁ הַזַּיִת וְכוּ':

כתית. הַזֵּיתִים כּוֹתֵשׁ בַּמַּכְתֶּשֶׁת וְאֵינוֹ טוֹחֲנָן בָּרֵחַיִם, כְּדֵי שֶׁלֹּא יִהְיֶה בוֹ שְׁמָרִים, וְאַחַר שֶׁהוֹצִיא טִפָּה רִאשׁוֹנָה מַכְנִיסָן לָרֵחַיִם וְטוֹחֲנָן; וְהַשֶּׁמֶן הַשֵּׁנִי פָּסוּל לַמְּנוֹרָה וְכָשֵׁר לִמְנָחוֹת שֶׁנֶּאֱמַר כָּתִית לַמָּאוֹר – וְלֹא כָתִית לַמְּנָחוֹת (מנחות פ"ו):

להעלות נר תמיד. מַדְלִיק עַד שֶׁתְּהֵא שַׁלְהֶבֶת עוֹלָה מֵאֵלֶיהָ (שבת כ"א):

תמיד. כָּל לַיְלָה וְלַיְלָה קָרוּי תָּמִיד, כְּמוֹ שֶׁאַתָּה אוֹמֵר עֹלַת תָּמִיד וְאֵינָהּ אֶלָּא מִיּוֹם לְיוֹם; וְכֵן בְּמִנְחַת חֲבִתִּין נֶאֱמַר תָּמִיד וְאֵינָהּ אֶלָּא מַחֲצִיתָהּ בַּבֹּקֶר וּמַחֲצִיתָהּ בָּעֶרֶב, אֲבָל תָּמִיד הָאָמוּר בְּלֶחֶם הַפָּנִים מִשַּׁבָּת לְשַׁבָּת הוּא:

Raschi (Deutsche Übersetzung)

Und du, befiehl, lauteres, ohne Hefen, wie wir in Menachot (86a) lernen, er pflückt auf dem Wipfel des Ölbaumes... Gestoßenes, er stößt die Oliven im Mörser und mahlt sie nicht in der Mühle, damit keine Hefen darin sind; und erst nachdem er die erste Flüssigkeit herausgenommen hat, bringt er sie in die Mühle und mahlt sie; das zweite Öl ist für den Leuchter untauglich, aber geeignet für die Speiseopfer; so heißt es, gestoßenes Öl für die Beleuchtung, aber nicht gestoßenes für die Speiseopfer. Ein beständiges Licht anzuzünden, er zündet so lange an, bis die Flamme von selbst emporsteigt (להעלות) (Schabbat 21a). Beständig, Nacht für Nacht; das wird beständig genannt, so wie du sagst (Bamidbar 28, 3), ein beständiges Ganzopfer, das auch nur Tag für Tag gebracht wird. Ebenso steht beim Speiseopfer, auf der Pfanne gebacken, (Lev. 6, 13) beständig; und es wird nur dessen eine Hälfte am Morgen und dessen andere Hälfte am Nachmittag dargebracht. Aber beständig (Ex. 25, 30), das beim Schaubrot steht, bedeutet (ohne Unterbrechung) von einem Sabbat bis zum anderen.

Kommentar von R. Samson Raphael Hirsch

V. 20. Wir haben schon oben Kap. 25, 6 bemerkt, wie dort "Öl zur Leuchte" mit unter den Gegenständen aufgeführt wird, die zur Herstellung des Heiligtums zu spenden sein sollen. Es und das ebenfalls dort aufgeführte קטרת, obgleich beide im engeren Sinne der עבודה und nicht dem מקדש angehörig, drücken doch, als Erleuchtung des Geistes und in Gottes Wohlgefallen aufgehende Vollendung der Tat, zusammen das ganze Ziel der Menschenveredlung aus, dem das מקדש als Werkzeug dienen soll, und dessen Ausdruck somit wesentlich zur Gesamtdarstellung des מקדש gehört. (Auch als עבודה, in der Diensterfüllung sind נרות und קטרת mit einander, ja in einander innig verbunden. Siehe Kap. 30, 7-8.) Von קטרת kann hier noch nicht die Rede sein, da die Herstellung des מזבח הקטרת erst später angeordnet wird. Indem somit hier sofort nach vollendeter Anordnung des zu bauenden Heiligtums das Weitere über den "Dienst der Leuchte" folgt und zwar der Bestimmung hinsichtlich der Priestergewänder vorangeht, so ist damit einerseits die עבודת הנרות, die "Pflege der Leuchte" als der Zeit nach allen übrigen Erfüllungen vorangehende Obliegenheit gezeichnet, da die aus dem Gesetz zu schöpfende Geisteserleuchtung die Mutter der Taterfüllung ist, גדול תלמוד שמביא לידי מעשה; andererseits ist damit die wesentliche Bestimmung des כהן als Pfleger der aus der תורה zu schöpfenden Erleuchtung gezeichnet – שפתי כהן ישמרו דעת ותורה יבקשו מפיהו – und diese Charakterisierung zum Verständnis der Priestergewänder notwendig, deren Anfertigung in den gleich hierauf folgenden Sätzen angeordnet wird.

ואתה תצוה את בני ישראל. "Du", als Überbringer des Gesetzes, dessen Erkenntnispflege durch diese Versorgung der Leuchte für alle Zeiten in allererster Linie als Pflicht vergegenwärtigt werden soll, תצוה, lege es ihnen als besondere Pflicht auf, wie überall, wo ein Gebot מיד ולדורות, sofort und für alle Zeit erteilt werden soll, וביותר שיש בו חסרון כיס vor allem da, wo es gilt, materielle Güter für geistige, ideelle Zwecke zu opfern, deren Gewinnst nicht sofort greifbar erscheint — nach der Bemerkung der Weisen — der Ernst der Verpflichtung mit besonderem Nachdruck hervorgehoben wird. — את בני ישראל und so auch V. 21 wiederholt: מאת בני ישראל, die Sorge für die Geistespflege soll allgemeines Anliegen der Gesamtnation bilden, nicht Kastenangelegenheit der Priester sein. Das "Öl" der Nation soll sich zum Lichte der תורה darbieten; der Baum des Nationalgeistes, nicht des Priestergeistes, ist in der מנורה vergegenwärtigt. Ist doch in tief charakterisierender Weise nur הטבת נרות: die tägliche Versorgung mit Leuchtmitteln und des das klare, helle Leuchten bedingenden Zustandes der Lampen, eigentlich עבודת כהונה, das Anzünden selbst durfte erforderlichen Falls selbst durch einen "Nichtpriester", einen "Laien" geschehen, הדלקה לאו עבודה היא (Joma 24b; Maim. ביאת המקדשי 9, 7).

ויקחו אליך: es bleibt auch in deiner Verwendung noch ihr. Du bist nur נזבר dafür und die Verwendung geschieht in ihrem Namen (siehe zu Kap. 25, 2). שמן זית מזיתו :שמן זית ,זך כתית, am Baume gereift, am Baume Öl geworden. כתית, gepresst, nur durch Druck, aber nicht durch טחינה, nicht durch zerreibendes oder zerreißendes Mahlen aus der Frucht gewonnen (Menachot, Mischna 86a). — למאור, zur Leuchte war die auf diese Weise gewonnene beste, reinste Sorte erforderlich; zu מנחות durften auch geringere Sorten verwendet werden (das.).

להעלת נר, dieser Ausdruck für Lichtanzünden kommt nur beim Dienst der מנורה vor. Er präzisiert die Aufgabe, so lange die anzündende Flamme dem anzündenden Dochte darzubieten, bis er "von selbst weiter brenne" שתהא שלהבת עולה מאליה. Die Aufgabe des תורה-Lehrers ist: sich überflüssig zu machen! Nicht: den "Laien" in steter Abhängigkeit von sich zu halten. Gleichzeitig die Mahnung ausharrender Geduld für Lehrer und Schüler.

נר תמיד, nach ת׳׳כ zu Wajikra 24, 2 das נר מערבי. Siehe oben Kap. 25, Ende und תוספו׳ Menachot 86b.

Kommentar von Rabbiner Dr. Joseph Herman Hertz

VIII. TEZAWEH
(KAPITEL XXVII, 20—XXX, 10)
20, 21. DAS ÖL FÜR DEN LEUCHTER
Nach der Schilderung des Heiligtums beschäftigt sich die Schrift nunmehr mit den Obliegenheiten der im Stiftszelt amtierenden Priester.
Beleuchtung. Licht sollte jede Nacht im Heiligtum brennen.
lauteres Olivenöl. Wie es für alle heiligen Zwecke vorgeschrieben war.
ausgepreßtes. Die Oliven wurden in einem Mörser vorsichtig zerstoßen, und die ersten Tropfen, die man dabei erhielt, waren von besonders reiner und guter Qualität.
beständig, d. h. als ständige Regel. In das Stiftszelt fiel kein Sonnenlicht; daher sollte es ständig durch eine Beleuchtung erhellt werden (vgl. I Sam. III, 3). In den Synagogen wird der Leuchter des Stiftszelts durch das »Ner tamid«, die »ewige Lampe« repräsentiert, die vor dem Torah-Schrein brennt. Die Rabbinen sehen in der Lampe ein Sinnbild Israels, dessen Aufgabe es ist, »ein Licht von Nationen« zu sein (Jes. XLII, 6).

Biur von Moses Mendelssohn

ואתה תצוה, אזכיר בתחלה טעם לדבק הפרשה כי כאשר השלים לספר כל כלי הקדש והפרכת והמשכן והאהל והמכסה ומזבח העולה והחצר והמסך , החל לפרש דבר משרתי המשכן ועבודתם, שיעבדו הם בעצמם אין זר אתם, והתחיל שיעלו נרות בשמן זית לא בשמן זר, ואלה המשרתי' ראוי' להיות ניכרי' ונבדלים במשפחותם גם במלבושיה' שיהי' לכבוד ולתפארת , ואח"כ הזכיר שיהיו חייבים ללמד שבעת ימי המלואי' , שילמדם משה וירגילם , ואחר כן ישרתו ויעלו עולות התמיד על מזבח העולה , לא על מזבח הזהב , רק שיקטירו עליו ויכפרו על קרנותיו אחת בשנה · (הראב"ע) , ובאה מלת הנוכח לפני הצווי לנכח , ואתה תצוה, לפי שהי' זה צווי לדורות לתת שמן למאור לכל שנה ושנה , כמו שאמר חקת עולם לדרתם , וכל הנאמר למעלה לא הי' אלא לשעה לצורך המשכן , ובמדבר לא הי' להם דרך לעשות את השמן ; רק הנשיאים הביאוהו מן השמור אתם · אליך , הטעם שיראה הוא בעצמו , אם הוא זך וכתית כראוי · זך , נקי בלי שמרים · (מנחות דף פ"ו ע"ב) , ויהי' לפ"ז זך תואר לשמן , והראב"ע כתב שיבחרו הגרגרי' שאין בהם עפוש או שלא נאכלו קצתם , על כן הזכיר הכתוב זך לפני כתית , ויהי' א"כ זך תואר לזית , והמתרגם האשכנזי תרגם כדברי חז"ל , ולדעת הראב"ע ראוי שיתורגם (פאן ריינן , געשטאסנן אליוון) [° וטעם הנגינה תסכים לפי' חז"ל , כי מלת זית היא בטעם מפסיק (כי עיקר הטעם ראוי להיות שמן זית זך , ונשתנה הגרש למרכא בעבור שאין לתביר משרת פה , אבל לענין נתות המאמר הוא כמפסיק , כנודע למבינים בטיב פסקי הטעמים) , ואם הי' זך תאר לזית , ראוי להיות שמן בטעם מפסיק [עיין בפי' רש"י על תבתובה בספר התורה הזה , (דברים כ"ט כ')] , והי' ראוי להיות הנגינה באופן זה , ויקחו אליך | | שמן | זית זך °] · כתית, הזיתים כותש במכתשת, ואינו טוחנן ברחיי', כדי שלא יהיו בו שמרים , ואחר שהוצי' הטפה הראשונה מכניסן לרחיי' וטוחנן , והשמן השני פסול למנורה וכשר למנחות שנאמר כתית למאור ולא כתית למנחות · (רש"י מנח' דמנחות (שם ע"א) , והם דברי ר' יהודה , ולרבנן אף הטחון כשר למאור , אם אין בו שמרים · להעלת , לפי מ"ש בפ' תרומה לדעת האומר שלא היו הנרות מחוברות אל המנור' , והכהן הי' מעלה ומניח אות' בראשי הקנים , יתכן שעל שם זה תקרא ההדלקה בשם העלאה , ולכך במנורת שלמה כתוב לבערם כמשפט (ד"ה ב' ד' כ' , ואול' אם היו הנרות מחוברו' צ"ל כמו שפירש"י (והוא מת"כ) , שלכך כתיב לשון העלאה , שידליק וימתין בהדלקתו עד שתהא השלהבת עולה מאליה · תמיד , כל לילה ולילה קרוי תמיד , כמו שאתה אומר עלת תמיד (במדבר כ"ח ו') , ואינה אלא מיום ליום · (רש"י) , ואף שאמרו חז"ל (במס' תמיד פ"ו מ"א) שהנר המערבי שהיא הנר שלפני ה' הי' דולק אף ביום, שממנו הי' מדליק ובו הי' מסיים , וא"כ היינו יכולים לפרש מלת תמיד על הנר המערבי , שהוא דולק תמיד , מ"מ הוכיח הרב ז"ל מדכתיב יערך אתו אהרן מערב עד בקר לפני ה' תמיד (ויקרא כ"ד ג') , שאף על הנרות שלא דלקו אלא מערב עד בקר יתכן לומר תמיד , ועוד שאף הנר המערבי לא הי' דולק ביום אלא ע"פ הנס , ומשמת שמעון הצדיק כבה גם הוא כחבריו, וא"כ גם בפסוק שלפנינו אין לפרש מלת תמיד , כי אם כמו שפירש"י ז"ל (וכן מוכח מגמ' דחגיגה (דף כ"ו ע"ב) דקאמר מנורה לא כתב בה תמיד , עיין בתוספת שם) :

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