Die Torah - Die fünf Bücher Mose
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Hebräischer Text (nach der Masorah)
וְאָ֣הַבְתָּ֔ אֵ֖ת יְהֹוָ֣ה אֱלֹהֶ֑יךָ בְּכׇל־לְבָבְךָ֥ וּבְכׇל־נַפְשְׁךָ֖ וּבְכׇל־מְאֹדֶֽךָ׃
Deutsche Übersetzung (Samson Raphael Hirsch)
Und liebe Gott, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen.
Onkelos
וְתִרְחַם יָת יְיָ אֱלָהָךְ בְּכָל לִבָּךְ וּבְכָל נַפְשָׁךְ וּבְכָל נִכְסָךְ
Raschi
ואהבת. עֲשֵׂה דְּבָרָיו מֵאַהֲבָה, אֵינוֹ דוֹמֶה הָעוֹשֶׂה מֵאַהֲבָה לָעוֹשֶׂה מִיִּרְאָה, הָעוֹשֶׂה אֵצֶל רַבּוֹ מִיִּרְאָה, כְּשֶׁהוּא מַטְרִיחַ עָלָיו מַנִּיחוֹ וְהוֹלֵךְ לוֹ (שם): בכל לבבך. בִּשְׁנֵי יְצָרֶיךָ (ספרי; ברכות נ"ד); דָּבָר אַחֵר בכל לבבך שֶׁלֹּא יִהְיֶה לִבְּךָ חָלוּק עַל הַמָּקוֹם (ספרי): ובכל נפשך. אֲפִלּוּ הוּא נוֹטֵל אֶת נַפְשְׁךָ (ספרי; ברכות נ"ד): ובכל מאדך. בְּכָל מָמוֹנְךָ, יֵשׁ לְךָ אָדָם שֶׁמָּמוֹנוֹ חָבִיב עָלָיו מִגּוּפוֹ (בראשית נ"ז), לְכָךְ נֶאֱמַר בְּכָל מְאֹדֶךָ. דָּ"אַ — ובכל מאדך בְּכָל מִדָּה וּמִדָּה שֶׁמּוֹדֵד לְךָ, בֵּין בְּמִדָּה טוֹבָה בֵּין בְּמִדַּת פֻּרְעָנוּת, וְכֵן דָּוִד הוּא אוֹמֵר (תהלים קט"ז) כּוֹס יְשׁוּעוֹת אֶשָּׂא צָרָה וְיָגוֹן אֶמְצָא וְגוֹ' (ע' ספרי):
Kommentar von R. Samson Raphael Hirsch
V. 5. ואהבת ist die unmittelbare Konsequenz aus ד׳ אחד: die Einheit des Lebens aus der Einheit Gottes. אהב: wie bereits wiederholt bemerkt, bedeuten die פ׳׳א-Wurzeln den Begriff der beiden letzten Buchstaben individualisiert, entweder reflexiv wie אמר: sich austauschen, oder als Terminativ wie אכל: vernichten zur Selbstergänzung. In אהב kommen beide Bedeutungen zusammen. הב: geben, bringen; אהב: sich hingeben und: zu sich bringen. Es ist die Gesinnung, die durch gänzliche Selbsthingebung die innigste Annäherung des andern erstrebt, d. i. Liebe, die innigste Vereinigung zweier Wesen, die sich hingibt und den andern ans Herz drückt. יאהבת את ד׳ אלהיך בכל לבכך ובכל נפשך ובכל מאדך heißt somit: Suche die Gottesnähe mir Dahingebung deines ganzen Herzens, deiner ganzen Seele und deines ganzen Vermögens. Alles, was du denkst und sinnst, alles, was du strebst und willst, und alles, was du hast, sei dir nur Mittel, habe nur Wert für dich, um damit die Gottesnähe zu gewinnen, um damit Gott dir nahe zu bringen, nicht umgekehrt; suche nicht Gott, um, was du denkst und willst und hast oder haben möchtest, zu gewinnen und zu erhalten. Die Nähe Gottes sei dir das höchste Gut, das Gut an sich. Wie David die Gottesliebe ausdrückt: ואני קרבת אלהים לי טוב (Ps.73, 28); מי לי בשמים ועמך לא חפצתי, בארץ כלה שארי ולבבי צור לבבי וחלקי אלחים לעולם (daselbst 25, 26). In שמע ישראל heißt אלהינו :ד׳, es ist Gott, wie er sich unserer Gesamtheit als Gott bekundet. ואהבת wendet sich an jeden einzelnen und zeigt ihm Gott als "seinen" Gott, ד׳ אלהיך, wie Er speziell ihn in allen seinen Lebensläufen trägt und in allen seinen Lebenstaten leiten will. Jeder Mensch ist ein besonderes Augenmerk der göttlichen Liebe und Leitung, und eben als "deinen" Gott hast du Gott zu denken, alles, was er "dir" war und ist und sein will, wenn dich die Liebe zu ihm wahrhaft fassen soll. לבב בכל לבבך: das ganze innere Sinnen (siehe Bereschit 20, 5) נפש die lebende und strebende Individualität (daselbst 1, 20). מאד: die ganze Summe von Mitteln und Kräften, das "Vermögen" (daselbst 1, 31). Der jüdischen Wahrheit ist es nicht wahr, daß Gott nur mit dem Geiste und der Gesinnung verehrt sein will. בכל לבבך ובכל נפשך ובכל מאדך lautet unsere Anforderung. Unsere Verehrung im Geiste und der Gesinnung, unsere Liebe, haben wir durch Einsetzung unseres ganzen auch leiblichen Seins und Wollens und unseres Vermögens zu betätigen. Eine Liebe, die nicht einmal das kleinste physische Verlangen zum Opfer zu bringen vermag, ist eitel Schaum und Traum. Ja, der rechten Liebe ist es Bedürfnis, sich im Opfer teuerster Verlangen zu betätigen. Der Nachdruck unseres Satzes liegt aber auf dem כל. Ist ד׳ אלהינו ד׳ אחד, stammt alles, was wir sind und wollen und haben, unser Geist, unser Leib und unser Vermögen von der einen gebenden und nehmenden Liebe des einzig Einen, und nur von Ihm, so sind wir ja mit jeder Seite unseres Wesens und jeder Fuge einer jeden Seite sein, sein בכל לבב ובכל נפש ובכל מאד, sein mit allem, was wir sinnen und wollen und haben; jeder Gedanke, jede Empfindung, jede Kraft und jedes Gut ist ein Band, das uns mit ihm verknüpft, das wir als Pfand seiner Liebe besitzen und als Opfer unserer Liebe ihm weihen – das Bewusstsein der Gotteinheit eint auch unser ganzes Wesen mit aller Mannigfaltigkeit der scheinbaren Gegensätzlichkeit in Geist und Leib und Geschickesbeziehungen zu einer einzigen Einheit des Seins und Wollens; wir sind immer und mit allem dieselben, haben immer und mit allem daßelbe Ziel, dieselbe Aufgabe, daßelbe einzige Verlangen: in der ganzen Mannigfaltigkeit unseres Lebens unsern Gott zu "lieben", nicht unsere, sondern Seine Wünsche zu erfüllen, Seiner Nähe würdig zu bleiben, Seiner Nähe uns immer würdiger zu machen. Gott, dem einzig Einen, gibt der Mensch sich einheitlich hin, und diese Hingebung an den einzig Einen macht ihn selbst harmonisch Eins. — Daher das Wort der Weisen (Berachot 57a): חייב אדם לברך על הרעה כשם שמברך על הטובה שנאמר ואהבת את ה׳ אלהיך בכל לבבך ובכל נפשך ובכל מאודך בכל לבכך בשני יצריך ביצר טוב וביצר רע בכל נפשך אפילו הוא נוטל את נפשך ובכל מאודך בכל ממונד דבר אחר בכל מדה ומדה שהוא מודד לך הוי מודה לו, d.h. es hat der Mensch über das Leidvolle ebenso Gott in ברכה Huldigung zu geloben, wie er über das Freudvolle ebenso Gott in ברכה Huldigung gelobt; denn es heißt: liebe Gott, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, und mit deiner ganzen Seele, und deinem ganzen Vermögen. Mit deinem ganzen Herzen: mit deinen beiden Neigungen, mit der Neigung zum Guten und mit der Neigung zum Bösen. Mit deiner ganzen Seele: selbst wenn er dir deine Seele nimmt. Mit deinem ganzen Vermögen: mit all deinem Eigentum. Oder: mit jedem Maß, das Er dir zumisst, danke Ihm. Gott lieben בכל לבבך, d. i. ביצר טוב וביצר רע, ist die bedeutsamste und folgenreichste Konsequenz aus dem Gotteinheitbewußtsein. Der Reiz, den das Schlechte, Gemeine, Unedle, Sinnliche für uns hat, woraus der יצר הרע entspringt, ist uns von demselben Gott, dem einzig Einen, wie der Reiz, den das Gute, Edle, sittlich Geistige für uns hat, der den יצר הטוב erzeugt; es ist eine und dieselbe Liebe des einzig Einen, die uns jenen wie diesen in unsere Anlage gewebt, und es ist nicht eben die liebesärmere Äußerung seiner Liebe, die uns auch mit Empfänglichkeit für die Reize des Schlechten ausgestattet, ja der höchste Kuss seiner Liebe liegt in diesem Reiz des Bösen für uns; unser ganzer Adel, die ganze Hoheit unserer sittlichen Würde liegt in diesem Reiz. Ohne diesen Reiz wären wir nicht: Mensch, gäbe es keine Sittlichkeit, keine Tugend, wäre alles an uns nur tiergleich physisches Wollen und Vollbringen. Denn was wir Instinkt beim Tiere nennen, ist nichts als die Einseitigkeit des Tierwesens. Für das Tier hat nur dasjenige Reiz, was seiner Bestimmung gemäß ist, alles andere lässt es kalt oder widersteht ihm. Daraus die Mächtigkeit, und die Unveränderlichkeit der tierischen Lebensäußerungen. Hätte das sinnlich Gemeine und Schlechte keinen Reiz für uns, ließe es uns kalt oder widerstünde uns mit unsere Natur abstoßender Gegensätzlichkeit, und reizte das Gute uns mit unwiderstehlich verlockender Gewalt; wäre mit dem Guten nicht auch Entsagung und Selbstüberwindung verknüpft: freilich übten wir nichts Böses, aber auch Gutes nicht; das Gute, das wir übten, wäre nicht unser Werk, wäre überhaupt nicht sittlich freie Menschentat, wir folgten überall nur einer physischen Nötigung unserer Natur, die widerstandslos von dem auf sie wirkenden Reize bestimmt würde, und mit dem Wegfall des יצר הרע wäre unsere ganze sittliche Würde begraben (siehe Bereschit 3, 1; 4, 7; 8, 21). Ja, in Wahrheit ist ja keine unserer Anlagen an sich gut oder bös. Alle, die sinnlichste unter den sinnlichen, wie die geistigste unter den geistigen, werden gut oder schlecht, je nachdem wir sie innerhalb der von Gott, dem einzig Einen, für jede gezogenen Schranken und für jede gewiesenen Ziele verwenden, oder, die Schranken überschreitend, die Ziele vernachlässigend oder mit anderen von Gott nicht gestellten Zielen vertauschend, missbrauchen. Gott mit unserem ganzen Herzen, mit יצר טוב und יצר רע lieben, heißt also: unser ganzes Sinnen mit allen Neigungen und Richtungen, mit allen Anlagen und Strebungen ausnahmslos der Erfüllung des göttlichen Willens geweiht halten und ein jedes also im Dienste Gottes des einzig Einen verwenden, daß dessen Beherrschung und Verwendung uns in Gewinnung Seiner Nähe weiter führt. Sofort ist in diesem: Gott mit unserem ganzen Herzen lieben, auch die Voraussetzung gegeben, in jedem Augenblick freudig bereit zu sein, die teuersten Neigungen und Wünsche unseres Herzens um der Liebe Gottes willen aufzugeben, sobald sie mit dem Willen Gottes nicht in Einklang sind, sowie die Versagung unserer teuersten Wünsche und liebgewordenen Neigungen mit heiterem Sinne zu ertragen, in dem tiefen Bewusstsein, daß dieselbe Liebe des einzig Einen sich in der Versagung uns bekundet, die wir in der Gewährung zu verehren gehabt hätten. אפילו נוטל את נפשך :בכל נפשך. Gott mit unserem ganzen lebendigen Wesen, allen geistigen und leiblichen Seiten unserer Persönlichkeit, mit jedem Momente unseres Daseins lieben, heißt ja wiederum nichts anderes, als mit unserem ganzen Sein nur die in Erfüllung Seines Willens zu gewinnende Gottesnähe anstreben, unser ganzes Dasein nur in dem Nahesein Gottes schätzen, und dieses Gott Nahebleiben nicht zu teuer durch Dahingebung unseres ganzen hieniedigen Seins erkauft glauben. Der Gott בכל נפשו Liebende verlebt jeden Atemzug im Liebesdienste seines Gottes und lässt lieber vom Leben, als daß er die Treue bricht, אפילו נוטל את נפשך. Es ist Rabbi Akiba, der die Erläuterung des בכל נפשך durch אפילו נוטל את נפשך (Berachot 61b) gelehrt. Und was er sein Lebelang gelehrt, das mit dem letzten Atemzuge zu besiegeln, ward er von seinem Gotte gewürdigt. Es hatte die Fremdherrschaft das Studium und die Verbreitung der jüdischen Gesetzeslehre bei Todesstrafe verboten; gleichwohl ließ sich R. Akiba in seinem Lehramt nicht stören. In öffentlichen Versammlungen lehrte er das Gesetz. Ihn fand Papus also und richtete an ihn die Frage: Akiba, fürchtest du denn die Regierung nicht? Will dir ein Gleichnis erzählen, war R. Akibas Erwiderung: Ein Fuchs spazierte am Flusse und sah die Fische von Stelle zu Stelle sich flüchten. Vor wem flieht ihr denn? "Vor den Netzen der Menschen." Kommt doch aufs Land. Dann wohnen wir, ich und ihr, beisammen wie unsere Väter einst zusammengelebt. "Bist du der, den man den Klügsten unter den Tieren nennt? Klug bist du nicht. Hier in unserem Lebenselemente haben wir uns zu fürchten, wie viel mehr erst außer unserem Lebenselement." So auch wir, Papus. Jetzt, wo wir uns mit der Gotteslehre beschäftigen, von der es heißt: sie ist dein Leben und die Dauer deiner Tage, ergeht es uns so, wie erst, wenn wir von ihr ließen! Es dauerte nicht lange, ward Akiba ergriffen und gefangen gesetzt. Aber auch Papus, trotz seiner Konnivenz, hatte die Gunst der Regierung verscherzt und befand sich bei ihm im Kerker. Heil dir, Akiba, seufzte Papus, der du um die Gotteslehre im Kerker bist. Wehe dem Papus, der um nichtige Dinge ergriffen worden! Die Zeit zum קריאת שמע war es, als R. Akiba zum Richtplatz geführt wurde. Mit eisernen Werkzeugen ward er gemartert. Er aber sprach ruhig die Gotteshuldigung des שמע. "Selbst jetzt noch?" fragten ihn die Jünger. "So lange ich lebte, sehnte ich mich nach Erfüllung des Satzes: בכל נפשך אפילו נוטל את נפשך und jetzt, wo mir die Gelegenheit wird, sollte ich ihn nicht erfüllen?" war R. Akibas Entgegnung. Er sprach das אחד so lange, bis er die Seele aushauchte – (daselbst). Für diese Hinopferung des Lebens, um Gottes Gesetz nicht zu übertreten, hat aber das Gesetz selbst durch seinen anderweitigen Ausspruch וחי בהם. (Wajikra 18, 5; – siehe daselbst) bestimmte Normen gegeben. Nur solchen, die Vernichtung des Gesetzes anstrebenden Gewalten gegenüber darf das Leben selbst nicht mit der leisesten Gesetzübertretung erkauft werden. Selbst wegen ערקתא דמסאנא, wegen unjüdischer Änderung eines Schuhriemens, lautet für solche Zeiten der Kanon: יהרג ואל יעבור. In normalen Zeiten sind es zunächst nur die Gesetze über עבודה זרה גלוי עריות ושפיכות דמים, vor deren Übertretung selbst die Erhaltung des Lebens zurücktreten muss. Anderen Gesetzen gegenüber erteilt das וחי בהם der Erhaltung des Lebens für eine treue hieniedige Pflichterfüllung einen solchen Wert, daß das bedrohte Leben selbst durch Übertretung einer Gesetzesvorschrift zu retten ist: יעבור ואל יהרג (siehe Wajikra daselbst.) – In Krankheitsfällen ist zu unterscheiden, ob es חולה שיש בו סכנה oder אין בו סכנה, ob es ein lebensbedrohlicher Zustand ist oder nicht, ferner ob der als Heilmittel zu gebrauchende Stoff דאוריתא oder דרבנן verboten ist, ob er כדרך הנאתו oder שלא בדרך הנאתו, ob er in seiner gewöhnlichen Genuss gewährenden Weise zur Anwendung kommt oder nicht (siehe J. D. 155, 3). בכל ממונך :ובכל מאודך. Die Gottesliebe mit allem Vermögen hat sich wiederum sowohl in Verwendung alles Vermögens im Dienste Gottes, als in Verzichtleistung auf jeden Erwerb und jeden Besitz, der nur durch Übertretung des göttlichen Gesetzes erlangt und erhalten werden könnte, zu zeigen, und zwar steht Geldopfern gegenüber das Gesetz ausnahmslos in unverletzlicher Geltung. Selbst das ganze Vermögen ist hinzugeben, wenn es nur durch Übertretung auch nur eines göttlichen Verbotes erhalten bleiben könnte. Erfüllungen von Geboten sind nicht mit so großen Opfern zu erkaufen (siehe J. D. 157 und O. Ch. 656). Die Erläuterung בכל מאודך durch: בכל מדה ומדה שהוא מודד לך הוי מודה לו dürfte, im Anklang an die Lautähnlichkeiten von מדר und מודה mit אמד, sich gleichwohl nicht sehr aus dem eigentlichen Bedeutungskreise des Wortes entfernen. Man hat nur die in כל liegende Totalität von dem Umfang auf die Zustände zu übertragen und בכל מאודך: mit jedem Vermögen zu verstehen, so ist ja damit die Anforderung ausgesprochen, Gott in jeder Vermögenslage, welche er uns auch zumessen möge, liebend zu huldigen. Ist ja מאור auch eigentlich nicht nur das Geldvermögen, sondern überhaupt der Kompler aller Mittel zu jeglichem Vollbringen, und umfasst somit alles, was die Waltung der göttlichen Liebe uns zumisst. Die Erläuterung von מאד durch מדד ist aber eine um so mehr berechtigte, da die Umwandlung eines Radikals der ע׳׳ע in א nicht ohne Beispiel ist. So ימאסו (Ps. 58, 8) für בזאו ,ימססו Jesaias 18, 2 für בזזו. Ja, es ist nicht unmöglich, daß מאוד überhaupt: Maß bedeutet, und בכל מאדך: mit dem ganzen Maß heißt, oder mit jedem Maß, das dir ist, woher dann מאוד als Partikel der Größe eine Oualität oder Quantität im höchsten Maße bedeutet. Ähnlich wie אנשי מרות (Bamidbar 13, 32), בית מדות (Jirmija 22, 14) sehr große Leute, sehr großes Haus bedeutet, auch איש מדה (Chron. I. 11, 23 u. 20. 6) ein übergroßer Mann.
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